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Arctic Senza AI 370: AMD Strix Point landet unter der Schreibtischplatte

Arctic bringt eine neue Version seines „Under Desk PC“ der Serie Senza auf den Markt. Gewechselt wird von Desktop-Chips der Serie AMD Ryzen 5000 auf den Mobile-Chip Ryzen AI 9 HX 370 aus der Familie Strix Point. In diesem Zuge wird LPDDR5X-Arbeitsspeicher verbaut. Das Anschlusspanel ist nun abnehmbar. USB4 und Wi-Fi 7 sind neu.
Mit dem Arctic Senza (Test) brachte das Braunschweiger Unternehmen im Jahr 2024 ein interessantes Konzept für einen „versteckten“ Desktop-PC auf den Markt. Dieser steht nämlich nicht auf dem Schreibtisch, sondern wird unter der Tischplatte montiert. Eine weitere Besonderheit ist die komplett passive Kühlung, bei der das Gehäuse selbst zum Radiator wird. Bei Kühlung und Leistungsaufnahme konnte der Ansatz voll überzeugen, doch war die Hardware seinerzeit bereits nicht mehr auf dem neuesten Stand.
Der neue Arctic Senza AI 370
Zumindest eine ganze Ecke moderner wird es mit der neuen Version Arctic Senza AI 370. Der Name deutet schon an, dass darin jetzt ein AMD Ryzen AI 9 HX 370 steckt. Die APU der Familie Strix Point verfügt über insgesamt 12 Kerne (4 × Zen 5 und 8 × Zen 5c) und eine integrierte Grafikeinheit des Typs Radeon 890M mit 16 CUs. Hierbei handelt es sich um einen Chip im Mobile-Package. Beim Vorgänger gab es wiederum Desktop-Chips bis zum Ryzen 7 5700G mit der inzwischen betagten Zen-3-Architektur und einer deutlich schwächeren 8-CU-Grafikeinheit.
Das bedeutet also Fortschritt bei der Plattform, aber auch einen Rückschritt bei der Aufrüstbarkeit. Ließ sich zuvor im Fall der Fälle sowohl die CPU als auch der Arbeitsspeicher noch wechseln, besteht diese Möglichkeit nun nicht mehr, denn die APU wie auch der 32 GB fassende LPDDR5X sind mit der Platine verlötet. Da es sich um schnellen LPDDR5X mit 8.000 MT/s handeln soll, ist zumindest bei der GPU-Leistung ein Vorteil zu Lösungen mit langsameren DDR5 zu erwarten. Damit wirbt Arctic in einer Vergleichsgrafik, die zudem geringere Temperaturen verspricht.
Am eigentlichen Kühlsystem, das aus Heatpipes und Kühlrippen besteht, die sich über das Gehäuse erstrecken, wird augenscheinlich nichts geändert. Bedingt durch den Plattformwechsel gibt es jetzt modernere Anschlüsse wie USB4, HDMI 2.1 und DisplayPort 2.0. Zudem wurde beim drahtlosen Netzwerk auf Wi-Fi 7 aktualisiert, während das kabelgebundene Ethernet bei 2,5 Gbit/s verweilt. Eine 1 TB große NVMe-SSD mit PCIe 4.0 und Windows 11 Pro zählen zur weiteren Ausstattung.
Anschlusspanel jetzt abnehmbar
Der Senza wird im hinteren Bereich an der Schreibtischplatte montiert und besitzt daher ein Anschlusspanel für den vorderen Bereich. Dieses ist in der alten Version fest mit dem Gehäuse verbunden. Beim neuen Senza AI 370 lässt sich das Kabel hingegen abnehmen, was zumindest bei der Montage Vorteile bietet.
Preis und Verfügbarkeit
Der Arctic Senza AI 370 ist ab sofort über den Webshop des Herstellers erhältlich. Der Preis liegt bei 1.029,99 Euro (Rabatt wird im Warenkorb abgezogen). Alternativ wird der Artikel auf Amazon* und auf eBay* (eBay) vertrieben.
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