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ASML-Quartalszahlen: Guter Jahresabschluss, Rekord-Bestellungen & Entlassungen

Déjà vu gefällig!? ASML hat im vierten Quartal viele Neubestellungen eingesammelt. Das hat auch schon 2024 geklappt. Und 2023. Auf das Gesamtjahr hochgerechnet schließt man nun aber an die erfolgreichen Jahre 2021 und 2022 an und könnte so ein Vorzeichen für die nächsten Jahre im Halbleitergeschäft sein.
Es sind positive Zahlen in fast allen Bereichen, die ASML vermelden kann. Aber auch, dass man sich der Marktsituation wohl bewusst sei, die Einnahmen aus China nur noch bei 20 Prozent liegen werden, nach 33 Prozent im Jahr 2025 und 41 Prozent im Jahr 2024. Taiwan wiederum zog bei den Auslieferungen an, TSMC soll an den Bestellungen im vierten Quartal laut Gerüchten einen großen Anteil haben. Der taiwanische Auftragsfertiger hatte zuletzt offiziell vermeldet, die Ausgaben deutlich steigern zu wollen.
Neubestellungen < Jahresumsatz
Ein Dilemma bleibt aber: Neubestellungen im Wert von über 30 Milliarden Euro im Gesamtjahr 2025 sind noch immer ein Wert, der unter dem Jahresumsatz von 32 Milliarden Euro liegt. Da der Umsatz auch 2026 und darüber hinaus weiter steigen soll, muss ASML zwangsweise auch mehr Neubestellungen einholen. Auch hilft zur Einordnung die Summe des gesamten Backlogs: 38,8 Milliarden Euro sind das, 25,5 Milliarden Euro davon für EUV-Systeme.
Ein wirklich riesiges Polster ist dies letztlich nicht, zumal ASML für das Gesamtjahr 34 bis 39 Milliarden Euro Umsatz prognostiziert. Man ist also auf stetig weitere Neubestellungen in großem Umfang angewiesen. Um die Firma ASML deshalb zukunftsfähig zu halten will sich das Unternehmen von 1.700 Angestellten trennen, die meisten davon in den Niederlanden, aber einigen auch in den USA. Die Verschlankung soll auch helfen, wieder kürzere Wege zu schaffen, den Fokus auf das Kerngeschäft zu legen und sich nicht mit Bürokratie und dem Managen aufzuhalten. Zum Jahresende 2025 hatte ASML rund 44.000 Angestellte.
Unter dem Strich steht der Umsatz im vierten Quartal 2025 aber nur ganz knapp über dem vierten Quartal des Jahres zuvor, sowohl beim Umsatz als auch Gewinn. Da ASML aber die Quartale zuvor mehr erwirtschaftet hat, sieht das Gesamtjahr im Vergleich besser aus. Für das erste Quartal im neuen Jahr erwartet ASML einen Umsatz zwischen 8,2 und 8,9 Milliarden Euro.