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Ausgabe geschützter Liedtexte: OpenAI verliert Urheberrechts­klage gegen die Gema


Dass OpenAI für das Training der KI-Modelle urheberrechtlich geschützte Musik verwendet und sich die Liedtexte dann über ChatGPT abrufen lassen, hat das Landgericht München als Urheberrechtsverstoß gewertet. Die Gema als Klägerin konnte sich damit durchsetzen.

Konkret bezieht sich die Klage (Az. 42 O 14139/24) auf neun Liedtexte. Zu diesen zählen „Atemlos“ von Kristina Bach oder „Wie schön, dass du geboren bist“ von Rolf Zuckowski.

Den von der Gema geltend gemachten Ansprüchen auf Unterlassungs-, Auskunfts- und Schadensersatz haben die Richter im Wesentlichen stattgegeben. „Sowohl durch die Memorisierung in den Sprachmodellen als auch durch die Wiedergabe der Liedtexte in den Outputs des Chatbots lägen Eingriffe in die urheberrechtlichen Verwertungsrechte vor“, heißt es in der Mitteilung des Landgerichts München.

Nicht durchsetzen konnte sich die Gema mit dem Punkt, dass eine fehlerhafte Zuschreibung veränderter Liedtexte das Persönlichkeitsrecht der Künstler verletze. Noch ist das Urteil nicht rechtskräftig.

Ausgabe der Liedtexte ist entscheidend

Knackpunkt bei dem Urteil ist, dass sich die Liedtexte über ChatGPT wieder ausgeben lassen. In dem Verfahren geht es um die Modelle GPT-4 und GPT-4o.

OpenAI hatte argumentiert, konkrete Trainingsdaten würden in den Modellen nicht gespeichert werden. Stattdessen basiere ein Modell auf Parametern, die widerspiegeln, was sie aus den Trainingsdaten gelernt haben. Dass geschützte Lieder verwendet werden, würde damit unter die Text- und Data-Mining-Regeln im Urheberrecht fallen, die die Verwendung geschützter Inhalte erlaubt.

Für die Outputs wollte OpenAI ebenfalls nicht verantwortlich sein. Diese seien eine Folge der Nutzereingaben, dementsprechend wären diese auch für die Ergebnisse verantwortlich.

Das Landgericht München folgt dieser Argumentation aber nicht. Wenn sich Liedtexte ausgeben lassen, gehe man von einer „Memorisierung“ aus – geschützte Inhalte würden sich damit nicht nur in den Trainingsdaten, sondern direkt im Modell befinden. Und OpenAI sei für die „Architektur der Modelle und die Memorisierung der Trainingsdaten verantwortlich“.

Dass die Wiedergabe der Inhalte in den Outputs möglich ist, werten die Richter als zweiten Verstoß, der nicht von den Schranken in den Text- und Data-Mining-Regeln gedeckt ist. Denn Liedtexte seien durch einfach gehaltene Prompts abrufbar gewesen.

Gema spricht von wegweisendem Urteil

Die Gema bezeichnet das Urteil als wegweisend und Präzedenzfall. Erstmals wurde in Europa der Umgang von generativen KI-Systemen mit geschützten Inhalten rechtlich bewertet. Und die Entscheidung fiel zugunsten der Rechteinhaber aus.

Mit dem heutigen Urteil wurden zentrale Rechtsfragen für das Zusammenspiel einer neuen Technologie mit dem europäischen Urheberrecht erstmals geklärt“, erklärt Kai Welp, General Counsel der Gema. Das Urteil zeige, dass Rechte der Musiker durch die KI-Modelle systematisch verletzt werden. Daher wertet die Gema das Urteil auch als Grundlage für eine Lizenzpflicht und bringt das eigene Lizenzmodell für KI-Anbieter ins Gespräch.

OpenAI selbst widerspricht dem Urteil, berichtet der Tagesspiegel. Der ChatGPT-Betreiber erwäge derzeit die weiteren Schritte. Ohnehin gehe es demnach nur um eine begrenzte Auswahl an Liedtexten, Auswirkungen auf die Nutzer habe das Urteil nicht.

  • Copyright-Klagen: Wie AI-Firmen das Internet „klauen“ und womöglich damit durchkommen

Das Urteil könne dem Bericht zufolge jedoch weitreichende Konsequenzen haben. Wenn die Gema auch in der zweiten Instanz Recht bekommt, stärke es grundlegend die Position von Rechteinhabern, um Vergütungsmodelle auszuhandeln. Das betreffe nicht nur Musiker, sondern auch weitere Bereiche wie Journalismus, Fotografie und Literatur.

Europa folgt damit den USA. Auch dort richten sich eine Vielzahl von Urheberrechtsklagen gegen KI-Firmen, die aufgrund der Klagen mittlerweile Milliarden-Budgets zurückgestellt haben.



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Teure Grafikkarten: Die RTX 5060 Ti 16 GB holt die RTX 5070 12 GB beim Preis ein


Teure Grafikkarten: Die RTX 5060 Ti 16 GB holt die RTX 5070 12 GB beim Preis ein

Grafikkartenpreise kannten im Januar über Wochen nur einen Weg: den nach oben. Gegen Ende Januar flachte die Preiskurve bei den meisten GeForce RTX 5000 dann ab, ging zuletzt sogar leicht zurück. Nicht so bei der GeForce RTX 5060 Ti 16 GB, die im Durchschnitt über neue Angebote bei Händlern inzwischen an der RTX 5070 kratzt.

RTX 5060 Ti 16 GB und RTX 5070 fast gleich auf

Das geht aus den Daten des ComputerBase-RTX-5000-Deal-Bots hervor, der neue Grafikkarten-Angebote bei namhaften Händlern protokolliert. Den Daten zufolge lagen neue Angebote für die RTX 5060 Ti mit 16 GB zuletzt wiederholt im Tagesdurchschnitt (Median) bei etwas über 700 Euro und damit fast auf dem Niveau der RTX 5070 mit 12 GB VRAM. Die letzten Monate hatten beide Modelle laut Bot in der Regel rund 100 Euro getrennt.

Bei den niedrigsten Preisen für neue Angebot besteht hingegen weiterhin eine klare Lücke, ca. 550 Euro für die RTX 5060 Ti 16 GB stehen ca. 650 Euro für die RTX 5070 12 GB gegenüber. Aber die besten Angebote sind in der Regel schnell vergriffen.

Erste Anzeichen einer Verknappung?

Dass deutlich niedrigere Stückzahlen der RTX 5060 Ti 16 GB hinter der jüngsten Entwicklung stehen, ist zumindest beim Blick in den Preisvergleich noch nicht offensichtlich – die Grafikkarte ist breit ab Lager verfügbar.

Zuletzt hatte es geheißen, Nvidia würde den Fokus bei der Speicher-Allokation immer auf die größte Grafikkarte einer Speicherklasse legen, was im Falle von 16 GB die RTX 5080 priorisieren würde, während RTX 5070 Ti und RTX 5060 Ti 16 GB seltener gefertigt werden.

Nvidias Prioritäten bei der RTX-50-Allokation

(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link wird ComputerBase am Verkaufserlös beteiligt, ohne dass der Preis für den Kunden steigt.



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Das ändert sich für Autofahrer – wegen neuem EU-Verbot


Dieses Jahr tritt ein ganzes Bündel neuer Vorschriften in Kraft, das für Autofahrer mehr ist als nur eine juristische Fußnote. Auch in Brüssel hat man weitergedacht und ein EU-Verbot auf den Weg gebracht, das den Fahrzeugmarkt spürbar verändern dürfte.

Die Hauptuntersuchung, dieser altbewährte Pflichttermin bei TÜV, Dekra oder GTÜ, schlägt inzwischen mit rund 150 Euro zu Buche. Mitunter wird es teurer, wenn der Prüfer an einem rostgeplagten Auspuff herummosert und ein Ölleck entdeckt. Seit diesem Jahr müssen rund zwei Millionen Fahrzeughalter sogar mindestens 50 Euro mehr bezahlen – gesetzlich verordnet – bei einer Gasprüfung. Und nun setzt die EU nach: mit einer Regelung, die kaum jemand freiwillig einhalten würde, weshalb man sie schlicht zur Pflicht erklärt.

Neues EU-Verbot: Das gilt ab 2026 für die TÜV-Plakette

Eine orangefarbene Plakette auf dem Kennzeichen bedeutet: Die nächste Untersuchung hätte eigentlich 2025 stattfinden sollen. Wer sie an seinem Kennzeichen findet: schleunigst zur Prüfstelle! Wer 2024 beim TÜV vorstellig wurde, fährt jetzt mit blauer Plakette – und muss dieses Jahr wieder auf die Hebebühne. Genau diese Plaketten stehen im Zentrum der neuen EU-Regel, die auf der überarbeiteten Altfahrzeugverordnung basiert. Der Name klingt nach Altmetall im Hinterhof, betroffen ist jedoch der gesamte Gebrauchtwagenmarkt.

Ab 2026 darf ein Gebrauchtwagen nur noch verkauft werden, wenn ein gültiger TÜV-Bericht vorliegt oder ein technisches Gutachten eines unabhängigen Kfz-Sachverständigen. Kein Zettel, kein Verkauf. Ziel ist es, zu verhindern, dass Schrottkarren als „Schnäppchen, nur kleiner Kratzer“ über Kleinanzeigen, Autoscout und andere Plattformen die Runde machen, um anschließend als „rollende Giftbomben irgendwo in Westafrika“ zu enden. Offizielle Begründung: Umwelt, Klima, Verbraucherschutz. Inoffiziell: Schluss mit dem Schummelexport deutscher Altlasten.

→ Gesetzesänderung: Was sich beim Führerschein für alle Autofahrer 2026 ändert

Warum das alles – und was kommt noch?

Zunächst trifft das EU-Verbot Pkw und leichte Nutzfahrzeuge. Motorräder, Lkw und Spezialfahrzeuge könnten folgen, sobald sich die Mitgliedstaaten einigen. Für gewerbliche Händler wird es besonders streng: Sie müssen den Zustand eines Fahrzeugs künftig zwei Jahre lang dokumentieren. Privatverkäufe abseits digitaler Plattformen bleiben vorerst verschont. Wer seinen alten Polo also weiterhin klassisch mit einem Zettel im Fenster anbietet, muss (noch) keinen Gutachter bemühen.

Europa reagiert damit auf eine wachsende Flut ausrangierter Fahrzeuge, die formal „gebraucht“, in der Realität jedoch „fast Müll“ sind. Standards sollen nicht nur auf dem Papier existieren, und gefährliche Fahrzeuge sollen nicht einfach weiterfahren, nur weil sie eine Plattform zum Verkauf gefunden haben.

→ Personalausweis: Jetzt wird’s teuer – für jeden

Dabei wird 2026 ohnehin kein entspanntes Jahr für Autofahrer: Der digitale Fahrzeugschein rollt EU-weit aus, strengere Vorgaben für Batterien in E-Autos stehen an, ebenso neue Recyclingquoten und mögliche Anpassungen beim CO₂-Flottenlimit. Die Mobilitätswelt bleibt in Bewegung und sie wird regulierter.



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Logitech G Pro X2 Superstrike im Test


Mit der G Pro X2 Superstrike will Logitech nichts weniger als den Mausklick neu erfunden haben und wirft dafür zwei Microswitches aus der Maus. Das ließ schon zu Vorstellung im September aufhorchen. Jetzt kommt die neue Gaming-Maus auf den Markt. ComputerBase hat sie testen können und ist vom „Fake-Klick“ angetan.

Die G Pro X2 Superstrike erklärt

Um zu verstehen, was die G Pro X2 Superstrike so besonders macht, gilt es vorerst zu klären, wie die Primärtasten aller aktuellen Mäuse klicken können – wobei mit „klicken“ sowohl das Auslösen eines Signals, als auch das haptische Feedback an den Nutzer gemeint ist.

So klicken Mäuse am Markt bisher

Bis dato gab es zwei verschiedene Ansätze, mit denen das Klicken der beiden Primärtasten (Links- und Rechtsklick) umgesetzt wurde:

  1. Mechanische Mikroschalter:
    Mikroschalter sind besonders kleine elektrische Schalter, bei denen durch die spürbare Überwindung einer Federkraft zwei elektrische Kontaktflächen geschlossen werden, was das Klick-Signal auslöst. Sie sind günstig, vermitteln einen klaren, vom Hersteller definierbaren Klick, leiden aber unter einem hohen mechanischen Verschleiß. Der äußert sich häufig in ungewollten Doppelklicks. Dazu kommt es, wenn die bei Gaming-Mäusen meist kurz konfigurierte Entprellzeit nach der Betätigung eines Tasters nicht ausreicht, um das zwangsläufig auftretende Federn des Metallkontakts zu überdauern.
  2. Optomechanische Mikroschalter:
    Bei optomechanischen Schaltern wird anstelle über von per Feder gespannten Metallkontakten ein Signal über eine Lichtschranke erzeugt, sodass durch Korrosion und Verschmutzungen erzeugte Defekte beinahe ausgeschlossen werden können. Das Klick-Gefühl wird aber weiterhin über die Überwindung einer Federkraft erzeugt. Der Schalter kombiniert also mechanische mit optischen Komponenten.

Beide Technologien eint, dass der Hersteller fest vorgibt, wann ein Klick ausgelöst wird. Als Variablen stehen der Widerstand und der zurückzulegende Weg bis zum Auslösen (mechanisch oder optisch) zur Verfügung. Kunden können beides nicht anpassen.

Das konnten Tastaturen schon

Bei Tastaturen geht das auf Basis der so genannten Hall-Effekt- oder TMR-Taster hingegen schon etwas länger: Bei diesen Tastern wird das Klick-Signal ausgelöst, wenn das Eindrücken einer Taste ein definiertes Magnetfeld (Hall Effekt) oder über Induktion eine zuvor definierte Spannung (RMT) erzeugt hat – und das erforderliche Niveau lässt sich unabhängig vom weiterhin vorliegenden mechanischen Feedback (ein Federwiderstand wird auch bei Hall Effekt/TMR überwunden) einstellen. Auch Rapid Trigger, also das erneute Auslösen ohne die Taste vollständig mechanisch ausfedern zu lassen, ist möglich.

So „klickt“ die G Pro X2 Superstrike mit HITS

Die Logitech G Pro X2 Superstrike hat genau dieses Prinzip jetzt erstmals auf eine Maus portiert und dabei direkt auch noch die zweite feinmechanische Komponente der anderen Schaltertypen gestrichen: das mechanische Klick-Feedback.

Bei der Logitech G Pro X2 Superstrike gibt es keinen echten mechanischen Klick mehr
Bei der Logitech G Pro X2 Superstrike gibt es keinen echten mechanischen Klick mehr (Bild: Logitech)

Das bedeutet: Bei der G Pro X2 Superstrike wird das Klick-Signal der beiden Primärtasten per Induktion erzeugt, was für TMR spricht (auch wenn Logitech die Technologie nicht genauer umrissen hat), ein mechanisches „Klick-Feedback“ lösen die Tasten dabei selbst aber auch nicht mehr aus.

Designed and developed exclusively by Logitech G, SUPERSTRIKE combines inductive analogue sensing with real-time click haptics, a technology so unique and transformational, it reshapes how the world’s most demanding players compete. This isn’t just progress; it’s a bold new benchmark of control so advanced, it’s beyond imitation.

Das Klick-Feedback wird hingegen (wie das Haptic Feedback aktueller Smartphones oder einiger Touchpads) künstlich erzeugt – und zwar genau dann, wenn das Klick-Signal ausgelöst wird. In diesem Punkt ist die Superstrike damit sogar Hall-Effekt/TMR-Tastaturen, deren mechanisches Feedback fix definiert ist, voraus.

Logitech nennt diese Technologie „Haptic Inductive Trigger System“ (HITS) und hat sie zum Patent angemeldet. Über G Hub können Nutzer HITS den eigenen Bedürfnissen nach anpassen.

Die PRO X2 SUPERSTRIKE ist mit unserem Haptischen Induktiven Trigger-System (HITS) ausgestattet. Nichts wird dich aufhalten – weder Mikro-Switches noch Latenz oder eine schlechte Verbindung. Dieser Durchbruch in Sachen Maus-Technologie wird die neue Lieblingswaffe deiner Wahl werden. Deine Konkurrenten werden nicht wissen, wie ihnen geschieht.

Technische Eckdaten

Abgesehen von den beiden Primärtastern entspricht die G Pro X2 Superstrike technisch einer G Pro X Superlight 2 (Test). Dimensionen und Form übernimmt sie am Ende fast 1:1.

Die Logitech G Pro X2 Superstrike neben der ersten G Pro X Superlight
Die Logitech G Pro X2 Superstrike neben der ersten G Pro X Superlight

Das betrifft auch den bekannten Hero-2-Sensor mit den von ihm bekannten Eckdaten wie bis zu 44.000 CPI/DPI, wobei die Software G Hub erst einmal nur bis zu 3.200 DPI vorkonfiguriert.

Zur ersten Ankündigung von Logitech im September wurde die Superstrike noch in der kompakteren Form der Superlight 2c in Aussicht gestellt (118 × 61 × 39 mm), sie sollte dabei aber sogar 5 Gramm schwerer als die Superlight 2 sein (65 g). Das finale Produkt bietet jetzt die Dimensionen der Superlight 2 und wiegt nur noch ein Gramm mehr. Es dürfte also nur eine Frage der Zeit sein, bis eine „c“ nachgeschoben wird.

Einführung bei der Installation der G Pro X2 Superstrike in G Hub

Nein, sie klickt nicht (echt)!

Lieferumfang: Maus, Pro-X2-Empfänger mit USB-Verlängerung, Griptape-Sticker
Lieferumfang: Maus, Pro-X2-Empfänger mit USB-Verlängerung, Griptape-Sticker

Klick the way I like it

Über den G Hub, Logitechs Gaming-Peripherie-Suite, können Nutzer der G Pro X2 Superstrike nicht nur übliche Parameter wie die DPI-Stufen (5 Stufen, 800 bis 3.200 DPI vorkonfiguriert), die Polling-Rate (bis 8.000 Hertz kabelgebunden + kabellos) oder die Zuweisung der Tasten ändern.

Logitech G Pro X2 Superstrike: Die „Standardeinstellungen“

Nutzer können darüber hinaus auch die zwei wesentlichen Neuerungen der Maus nach ihren Wünschen konfigurieren: Den Auslösepunkt und das beim Auslösen gegebene haptische Feedback. Darüber hinaus lassen sich fünf Rapid-Trigger-Reset-Punkte setzen: Das Auslösen eines neuen „Klicks“ ist damit möglich, ohne dass der Druck auf die Tasten vollständig zurückgenommen wurde.

Für den Betätigungsdruck steht eine zehnstufige Skala zur Verfügung. Er definiert, wie stark die Primärtasten gedrückt werden müssen, damit es zum Auslösen eines Signals kommt. Voreingestellt ist Stufe „5“. Bei Stufe „1“ löst sich das Signal schon direkt nach dem Drücken der Taste aus, bei Stufe „10“ muss man die Taste hingegen fast bis zum Aufliegen auf dem Maus-Chassis durchdrücken. Der Betätigungsdruck kann für beide Tasten separat eingestellt werden.

Der Betätigungsdruck kann auf einer zehnstufigen Skala gewählt werden – für beide Primärtasten separat
Der Betätigungsdruck kann auf einer zehnstufigen Skala gewählt werden – für beide Primärtasten separat

Das gilt auch für die „Klick-Haptik“, d.h. das haptische Feedback beim Auslösen eines Signals – den „Fake-Klick“. Voreingestellt ist Stufe „3“ von sechs, wobei Stufe „0“ bedeutet, dass das Feedback ausgeschaltet ist. D.h. man drückt die Taste (im Zweifel voll durch) und das Signal wird ausgelöst, ohne dass es irgendein Feedback gibt. Das ist wenig praxisrelevant und fühlt sich absolut falsch an, verdeutlicht im Kontrast aber sehr gut, wie gut die vorgegaukelte Klick-Haptik ist. Bei Stufe „4“ und „5“ warnt die Software, dass der Stromverbrauch deutlich steigt.

Der haptische Klick lässt sich aus sechs Stufen wählen und dabei auch ganz abschalten. Ab Stufe 4 steigt der Stromverbrauch deutlich

Die letzte Einstellungsmöglichkeit beträgt Rapid Trigger („Schnellauslöser“) – ab Werk ist diese Funktion deaktiviert; wahrscheinlich um Nutzer nicht zu verwirren. Doch wer will, kann hier auf einer fünfstufigen Skala definieren, wie weit respektive wenig die Maustaste vom Auslösepunkt wieder zurückgeführt werden muss, bevor ein weiterer Klick ausgeführt werden kann.

Rapid Trigger (Schnellauslöser) ist ab Werk nicht aktiv
Rapid Trigger (Schnellauslöser) ist ab Werk nicht aktiv

Klickgefühl und Klickgeräusch

Das nachfolgende Video zeigt den „längsten Klick“ (Betätigungsdruck Stufe 10) links und den „kürzesten Klick“ (Betätigungsdruck Stufe 1) im direkten Vergleich. Die Klick-Haptik – und damit auch der Klang – waren in beiden Fällen auf die Standard-Stufe „3“ eingestellt.

Der Unterschied ist auch im Video klar ersichtlich: Auf Stufe 10 muss die Maustaste mit Nachdruck sehr weit gedrückt werden, auf Stufe 1 reicht sanftes Drücken um den Klick sofort auszulösen: Pre-Travel wird hier quasi eliminiert. Das ist auch der Aspekt, mit dem Logitech die Klick-Latenz reduziert haben will, „Rapid Trigger“ ist der andere.

Millisekunden sind wichtig, wenn es um den Sieg geht. Unsere innovative HITS-Technologie, die die herkömmlichen Mikro-Switches anderer Gaming-Mäuse ersetzt, reduziert die Klick-Latenz um bis zu 30 ms. So kannst du absolut schnell zielen.

Das Klick-Gefühl kommt dabei dem einer aktuellen MX Master 4 oder einem MacBook-Touchpad gleich: Es ist dumpf, nicht harsch klickend – und klingt auch so.

Die nachfolgende Audioaufnahme verdeutlicht den Klangverlauf vom deaktivierten „Haptik-Klick“ bis zur höchsten Stufe 5. Es sind jeweils drei Klicks der Primärtaste zu hören, dann ein Druck auf den Cursor einer mechanischen Tastatur um die Feedback-Stufe ausgehend von „0“ zu erhöhen. Die X2 Superstrike wird nicht laut und kann auf niedriger Stufe sehr leise sein.

Klick-Geräusch der Logitech G Pro X2 Superstrike von „kein Klick“ (Stufe 0) bist Stufe 5

Fazit

Nicht schon wieder eine Maus für 179,90 Euro!? Beim ersten Blick auf den Preis und die vielen zuletzt teils extrem teuren Mäuse dürfte dieser Gedanke allgegenwärtig sein. Doch während viele der hochpreisigen Mäuse zuletzt nur Kopien oder Varianten bereits verfügbarer, sehr teurer Mäuse gewesen sind, zeigt Logitech mit der G Pro X2 Superstrike endlich mal wieder eine echte technische Innovation.

Die X2 Superstrike neben der G903 und der G Pro X Superlight
Die X2 Superstrike neben der G903 und der G Pro X Superlight

Ob sie Programer noch besser macht? Das wurde in diesem Test nicht ergründet – aber die wenigsten Käufer werden auch Programer sein. Sie dürfen sich auf jeden Fall auf die wirklich gut gemachten „Fake-Klicks“ der beiden Primärtasten freuen, die in Betätigungsdruck und Haptic-Feedback auch noch konfiguriert werden können. Wie oft man das macht? Das wird sich zeigen müssen – aber es geht und das sehr gut.

Beweisen müssen wird sich auch noch die Haltbarkeit der neuen Taster. Direkt damit werben tut Logitech nicht, insofern bleibt abzuwarten, ob die Technik optomechanische Mikroschalter schlagen können wird.

Interessenten müssen sich allerdings noch eine gute Woche gedulden, bis es los gehen kann: Der Marktstart ist offiziell für den 18. Februar geplant, wobei Logitech über Amazon* den 16. Februar nennt. Der UVP liegt bei 179,90 Euro.

  • Innovative, konfigurierbare Primärtasten (HITS)
  • Funkverbindung ohne Verzögerung
  • Niedriges Gewicht
  • USB-C-Kabel und PTFE-Gleitfüße
  • Grip-Tapes im Lieferumfang enthalten
  • Sekundärbelegung der meisten Tasten möglich
  • Scrollrad nicht doppelt konfigurierbar

ComputerBase hat die G Pro X2 Superstrike von Logitech leihweise vorab unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt. Eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.

(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link wird ComputerBase am Verkaufserlös beteiligt, ohne dass der Preis für den Kunden steigt.

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