Künstliche Intelligenz
Baidu und Postauto testen in der Schweiz für Robotaxidienst AmiGo
Der chinesische Technologiekonzern Baidu und der Verkehrsbetrieb Postauto starten mit einem Robotaxidienst in der Schweiz. Die Schweizer Verkehrsbehörde Bundesamt für Strassen (Astra) hat eine Sondergenehmigung für den On-Demand-Dienst AmiGo erteilt.
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Die Testfahrten mit den teilautomatisierten Fahrzeugen (SAE Level 4) vom Typ Apollo Go RT6 haben Anfang des Monats begonnen, wie Baidu mitteilte. Die Astra hat ein 80 Quadratkilometer großes Einsatzgebiet in den Ostschweizer Kantonen St. Gallen, Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden dafür freigegeben. Bei den Fahrten ist zur Sicherung jeweils ein Mensch an Bord.
„Mit AmiGo machen wir automatisierte Mobilität im öffentlichen Nahverkehr erfahrbar“, sagte Postauto-Chef Stefan Regli. „Die Sondergenehmigung der Astra zeigt, dass wir den Betrieb schrittweise und unter klar definierten Sicherheitsauflagen umsetzen können. Unser Fokus liegt darauf, einen sicheren und zuverlässigen Dienst aufzubauen, der den bestehenden öffentlichen Nahverkehr sinnvoll ergänzt.“
Start im ersten Quartal 2027
AmiGo ist ein Gemeinschaftsangebot der Baidu-Tochter Apollo Go und des Schweizer Verkehrsbetriebs Postauto, das On-Demand-Mobilität anbieten soll. Angekündigt wurde es Ende 2025. Der Start für den regulären Dienst, der bis zu 25 Fahrzeuge umfassen soll, ist laut Postauto spätestens für das erste Quartal kommenden Jahres geplant. Nach Ende der Testphase sollen die Fahrzeuge ohne Sicherheitspersonal an Bord unterwegs sein.
Der chinesische Digitalkonzern Baidu, ursprünglich Betreiber einer Suchmaschine, beschäftigt sich schon seit knapp zehn Jahren mit dem autonomen Fahren. 2017 initiierte der Konzern das Projekt Apollo, um die entsprechende Software zu entwickeln und diese kostenlos zur Verfügung zu stellen. Seit 2023 darf Baidu Robotaxis regulär einsetzen.
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Ende März kam es in der chinesischen Stadt Wuhan zu einem Systemausfall bei Baidu, infolgedessen rund 100 Robotaxis auf den Straßen liegen blieben.
(wpl)