Online Marketing & SEO
BCG-Umfrage in zehn Ländern: So verändert KI das Kaufverhalten an Black Friday, Cyber Monday und Co
Der bekannte Shopping-Event Black Friday findet in diesem Jahr am 28. November statt. Sowohl im E-Commerce als auch im stationären Handel.
Drei von vier Deutschen wollen dieses Jahr an den Shopping-Events Singles‘ Day (11. November), Black Friday (28. November) oder Cyber Monday (1. Dezember) einkaufen. Fast die Hälfte der deutschen Verbraucher will dafür KI-Tools nutzen, ergab eine Umfrage der Boston Consulting Group.
Über die Studie
Für die „Black Friday Consumer Study 2025“ hat BCG insgesamt 10.240 Verbraucher in zehn Ländern (Deutschland, den USA, Kanada, Australien, Frankreich, der Tschechischen Republik, Großbritannien, Polen, Italien und Dänemark) befragt. In Deutschland haben 1.027 Personen teilgenommen. Die Befragung fand im Oktober 2025 statt.
Verbraucher planen früher und kaufen gezielter
„Das Interesse an guten Angeboten ist in Deutschland zum Jahresende hin ungebrochen, auch wenn die Konsumfreude insgesamt eher verhalten bleibt“, sagt Jessica Distler, Partnerin bei BCG und Co-Autorin des Reports.
Ihren Beobachtungen zufolge kaufen die Verbraucher bewusster und vergleichen stärker, um das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zu erzielen. Deshalb böten Events wie der Black Friday große Chancen für den Handel: „Wer das Momentum nutzt, mit klaren Preisvorteilen überzeugt und gleichzeitig die Marge im Blick behält, kann in dieser Phase gezielt neue Kunden gewinnen.“
Jeder Zweite sucht Wochen vorher
Was Händlern dabei bewusst sein sollte: Mehr als die Hälfte der Deutschen (53 Prozent) plant Schnäppchen-Einkäufe bereits Wochen vor den großen Rabattaktionen und sucht gezielt nach günstigen Angeboten. Auch international zeigt sich dieses Muster: Rund 60 Prozent der Käufer weltweit starten ihre Schnäppchensuche bereits Anfang Oktober oder November.
Täglicher Bedarf und Geschenke im Fokus
Besonders gefragt bei den großen Shopping-Events bleiben Artikel des täglichen Bedarfs: 57 Prozent planen hier feste Ausgaben – genauso viele wie im Vorjahr. Zudem stehen Kleidung (50 Prozent), Elektronik (41 Prozent), Kinderbekleidung und Spielzeug (je 27 Prozent) im Fokus. Gleichzeitig nutzen viele Verbraucher die Rabattaktionen auch für den Geschenkekauf: 58 Prozent wollen Weihnachts- oder Festtagspräsente besorgen.
Inflation und Online-Handel prägen das Verhalten
Steigende Lebenshaltungskosten prägen weiterhin das Konsumverhalten: 81 Prozent der Deutschen sehen in einer langfristigen Inflation ihre größte Sorge, 79 Prozent beobachten mit Sorge die anhaltenden Preissteigerungen bei Lebensmitteln und Energie.
Amazon ist Inspirationsgeber Nummer eines
Für einen Großteil der Befragten beginnt die Customer Journey online. Vielen deutschen Verbrauchern bieten vor allem die großen, schon seit langem etablierten Online-Plattformen Inspiration: Die Liste der wichtigsten Kanäle führen Amazon (64 Prozent) und Google (35 Prozent) an – dicht gefolgt von Werbung im Laden (29 Prozent) und sozialen Medien wie Instagram (21 Prozent).
Der hohe Wert bei Amazon erstaunt insofern, als dem weltgrößten Online-Händler seit Jahrzehnten vorgeworfen wird, zu wenig Anregungen für Modeinkäufe zu liefern. In der Folge würden die meisten Verbraucher auf der Plattform Bekleidungsprodukte kaufen, die sie schon gut kennen und/oder nachbestellen müssen, weil sie verschlissen sind, zum Beispiel T-Shirts, Hosen und Socken.
Künstliche Intelligenz spielt dafür eine immer wichtigere Rolle: 17 Prozent der deutschen Verbraucher nutzen sie bereits und weitere 29 Prozent planen, bei den großen Einkaufsevents Ende des Jahres KI-Tools wie Chat GPT für sich recherchieren zu lassen. Besonders gerne greifen sie dabei auf die Möglichkeiten zurück, mittels KI verschiedene Produkte zu vergleichen (47 Prozent), die besten Angebote zu finden (41 Prozent) oder Geschenkideen zu bekommen (40 Prozent).
KI verändert die Erwartungen an den Handel
„KI schafft eine neue Generation informierter, anspruchsvoller Konsumentinnen und Konsumenten, die sofortige und individuell zugeschnittene Antworten erwarten“, so Distler. Für den Einzelhandel bedeute dies, dass „der Wettbewerb künftig nicht nur über den Preis geführt wird, sondern über Sichtbarkeit und Präzision innerhalb KI-getriebener Ökosysteme“.
Hinzu komme, dass KI-gestützte Systeme Preise, Werbung und Empfehlungen in Echtzeit optimierten. Wichtig sei dabei jedoch stets, die von KI generierten Inhalte zu prüfen und über alle digitalen Kanäle hinweg konsistente Produktinformationen bereitzustellen. „Nur so lassen sich Ranking-Verluste vermeiden und Vertrauen bei den Verbrauchern stärken“, betont Düster.
Mehr als die Hälfte der deutschen Verbraucher unter 44 Jahren will Generative KI in der Zukunft mehr nutzen. Zum Vergrößern bitte Bild anklicken.
Deutsche Verbraucher planen in diesem Jahr, rund 340 Euro (395 Dollar) auszugeben – genauso viel wie im Vorjahr. Damit liegen sie im internationalen Vergleich im Mittelfeld, während der weltweite Durchschnitt bei 460 Dollar liegt.
Junge Zielgruppen geben mehr aus
Besonders die Millennials und die Generation Z wollen mit durchschnittlich 360 Euro am meisten ausgeben, während die Baby Boomer durchschnittlich 263 Euro planen und damit am sparsamsten sind. Ein Preisnachlass von rund 33 Prozent gilt dabei als Richtwert für ein gutes Angebot – ähnlich wie schon 2024. Dies gilt insbesondere für Kleidung und Kosmetik.
Auch ein kostenloser oder vergünstigter Versand ist mehr als einem Drittel der Verbraucher (36 Prozent) wichtig. Flexible Zahlungsoptionen spielen hingegen eine vergleichsweise eher untergeordnete Rolle: Nur jeder dritte Deutsche will sie während der Jahresendverkäufe nutzen, weltweit sind es 40 Prozent.
In der Generation Z zeigt sich dagegen eine deutlich höhere Bereitschaft, die sofortige Zahlung aufzuschieben: Fast die Hälfte (48 Prozent) greift bereits auf solche Angebote zurück oder plant dies.
Dieser Text erschien zuerst auf www.textilwirtschaft.de.
Online Marketing & SEO
Nach Rückzug der Baller League: Wie die Icon League in Deutschland nachhaltig erfolgreich sein will
Ex-Fußballer Toni Kroos und Social-Media-Star Elias Nerlich haben die Icon League gegründet
Nach dem überraschenden Rückzug der Baller League erklärt Yoran Henzler, Head of Strategy der Icon League, warum die Konsolidierung keine echte Überraschung war – und welche Dynamiken den Markt für Kleinfeldfußball gerade prägen.
Nach drei Spielzeiten ist Schluss für die Baller League: 2024 war sie als erste Kleinfeld-Liga in Deutschland an den Start gegangen. Die näc
Jetzt Angebot wählen und weiterlesen!
HORIZONT Digital
- Vollzugriff auf HORIZONT Online mit allen Artikeln
- E-Paper der Zeitung und Magazine
- Online-Printarchiv
HORIZONT Digital-Mehrplatzlizenz für Ihr Team
Online Marketing & SEO
Super Bowl: Pepsi und der Werbecoup ohne Markenstrategie
Pepsi vergreift sich zum Super Bowl am ikonischen Polar Bear des Rivalen Coca-Cola
Beim Super Bowl spielten nicht nur die Seattle Seahawks gegen die New England Patriots. Abseits des Spielfeldes, in der Werbepause, trat auch Pepsi gegen Coke an. Warum der vergleichende Werbespot zwar für Schlagzeilen sorgt, aber strategisch nicht zuende gedacht ist, erklärt Michael Brandtner, Markenpositionierungsexperte und Lead Partner of Ries Global, in seiner Talking-Heads-Kolumne.
Pepsi Bei seinem „Werbekrieg“ gegen den Erzrivalen Coke setzt Pepsi auf zwei Werbetaktiken, die man bereits in den 1970er und 1980er Jahren sehr
Jetzt Angebot wählen und weiterlesen!
HORIZONT Digital
- Vollzugriff auf HORIZONT Online mit allen Artikeln
- E-Paper der Zeitung und Magazine
- Online-Printarchiv
HORIZONT Digital-Mehrplatzlizenz für Ihr Team
Online Marketing & SEO
Top Super Bowl Ads 2026: KI-Fehde, Haltung und Markenvision
Dass Donald Trump den Auftritt kritisierte und erklärte, man verstehe „kein Wort“, machte die politische Dimension der Show nur deutlicher. Bad Bunny, der als Kritiker der Abschiebepolitik der US-Regierung gilt, hatte im Vorfeld betont, sein Auftritt sei „für mein Volk, meine Kultur und unsere Geschichte“. Er versteht sich als Brückenbauer zwischen Lateinamerika und den Millionen Menschen mit lateinamerikanischen Wurzeln in den USA und hatte zuletzt sogar auf Konzerte in den Vereinigten Staaten verzichtet, um gegen Einsätze der US-Einwanderungsbehörde ICE zu protestieren.
Die Halftime Show wurde damit zu einem kulturellen Gegenentwurf zu nationalistischer Abschottung und zu einem der politisch deutlichsten Momente in der Geschichte des Super Bowls. Pop, Migrationserfahrung und Kritik an staatlicher Gewalt trafen hier auf maximale mediale Reichweite und zeigten, dass ein globales Unterhaltungsformat nicht unpolitisch sein muss beziehungsweise nicht sein darf.
Im Kontrast zu politisch aufgeladenen Momenten wie Bad Bunnys Halftime Show mieden viele große Marken klare Haltung. Wie Business Insider einordnet, setzten Marketer beim Super Bowl 2026 vor allem auf Humor, Nostalgie und Promis, um in einem polarisierten Klima nicht zusätzlich zu polarisieren. Politische Themen wurden vielfach umgangen. Beobachter:innen werten das teils als strategischen Rückzug von Verantwortung. Der Super Bowl wurde so weniger zur Plattform für progressiven Diskurs als zum Spiegel eines Kulturkampfs, in dem Reichweite und Komfort über klare Positionierung gestellt wurden. KI war zwar präsent, wurde aber häufig entpolitisiert oder bewusst vage erzählt.
Zur aufgeheizten Stimmung rund um OpenAI passte ein Gerücht, das kurz vor Spielende viral ging. In sozialen Netzwerken kursierte angeblich ein geleakter OpenAI-Werbespot mit einer glänzenden Kugel und Alexander Skarsgård als vermeintlichem Testimonial. Schnell wurde über ein erstes OpenAI-Hardware-Produkt spekuliert. Doch der Spot war frei erfunden. Wie The Verge berichtete, basierte die Geschichte auf einem gelöschten Reddit Thread, ergänzt durch gefälschte E-Mails und manipulierte Screenshots. OpenAI wies die Vorwürfe öffentlich als Fake News zurück. OpenAI wurde dieses Jahr außerdem zur Zielscheibe eines weiteren großen KI-Players, womit wir zu den Top Super Bowl Ads dieses Jahres kommen.
Claude bleibt werbefrei:
Anthropics Super Bowl Ad verhöhnt OpenAI

Top Super Bowl Ads 2026
KI-Fehde zur Primetime: OpenAI und Anthropic
Der Super Bowl 2026 wurde zur Bühne einer KI-Fehde zur Primetime. OpenAI und Anthropic nutzten die teuersten Werbesekunden der Welt nicht nur, um Produkte zu erklären, sondern um grundlegend unterschiedliche Zukunftsbilder zu entwerfen. OpenAI setzte mit „The Intelligence Age“ auf maximale Abstraktion. Kein Feature, kein Interface, kein Call-to-Action. Stattdessen inszenierte sich das Unternehmen als gesellschaftliche Infrastruktur eines kommenden Zeitalters.
Anthropic wiederum nutze die vorherrschende Kritik an OpenAIs Werbestrategie, um Claude als ad-freie Alternative zu bewerben. Mit dem Slogan „Ads are coming to AI. But not to Claude.“ wurde der Seitenhieb zur Kernbotschaft. In zwei humorvollen Video-Ads zeigt Anthropic, wie absurd Werbung im KI-Chat wirken kann. Statt hilfreicher Workout-Tipps erscheinen Rabattcodes, unterlegt vom Song Breathe. Die Zeile „u say you love me, say you love me. But you’re never there for me“ liest sich wie ein Kommentar auf einen bekannten Vorwurf gegenüber großen KI-Systemen: viel Zuspruch, wenig Substanz. Mit Werbung in ChatGPT kippt dieses Versprechen für viele User endgültig.
Dass sich der OpenAI CEO Sam Altman öffentlich zu Wort meldete und den Claude Spot als irreführend kritisierte, machte deutlich, wie sehr Anthropic den Nerv traf.
Salesforce und MrBeast: B2B wird Popkultur
Salesforce verzichtete auf einen klassischen Werbespot und setzte stattdessen auf ein interaktives Aufmerksamkeitsformat. Gemeinsam mit MrBeast entstand ein Puzzle Game, das QR Codes, Slack, Community-Dynamiken und Creator-Reichweite miteinander verband. Enterprise Software wurde so zum Event, das Beteiligung erzeugte, Earned Media auslöste und zeigte, dass B2B auch jenseits von Produktargumenten viral funktionieren kann.
Svedka: KI als Provokation
Der Spot „Shake Your Bots Off“ war überwiegend KI-generiert und genau deshalb polarisierend. Svedka spielte mit Irritation und stieß eine Debatte über kreative Arbeit, Automatisierung und den Wert menschlicher Ideen an. Die Reaktionen reichten von Faszination bis Ablehnung – was den Spot selbst zum Diskussionsthema machte.
Meta und Oakley: KI wird körpernah
Meta setzte nicht auf Plattformwerbung, sondern auf Wearables. Die Oakley Meta-Brille wurde als körpernahes KI-Tool inszeniert, geeignet für Sport, Action und Content Creation in Echtzeit.
Amazon: Alexa+ und kontrollierter Kontrollverlust
Amazon griff die verbreiteten Bedenken gegenüber KI auf und drehte sie humorvoll weiter. Der Spot spielte mit Kontrollverlust, Überwachung und Abhängigkeit. Gleichzeitig positionierte Amazon Alexa+ als leistungsfähige:n Helfer:in im Alltag und nutzte Überzeichnung als Teil der Erzählung.
Google-KI für Alltag und Familie
Keine große Vision, kein Pathos, kein Zukunftsversprechen. Google zeigte KI als Werkzeug für reale Probleme – Wohnen, Familie, Alltag. Gerade diese Normalisierung machte den Spot wirksam und unterschied ihn von vielen überhöhten KI-Erzählungen.
Ring: Technologie als soziales Bindeglied
Ring erzählte eine emotionale Geschichte über vermisste Haustiere und Gemeinschaft. KI fungierte hier nicht als Gadget, sondern als verbindendes Element zwischen Nachbarschaft, Plattform und realem Leben. Technologie als Mittel zum Zweck, nicht zum Selbstzweck.
Ramp: Produktivität ohne Pathos
Ramp präsentierte KI als nüchterne:n Effizienzhelfer:in. Mit dem The Office-Bezug und Brian Baumgartner übersetzte der Spot abstrakte Automatisierung in konkrete Arbeitserleichterung. Weniger Vision, mehr Nutzen und genau deshalb wirksam.
Hims & Hers: Gesundheit als Strukturfrage
Hims & Hers wählt einen ungewöhnlich direkten Einstieg und thematisiert soziale Ungleichheiten im Gesundheitssystem offen. Der Spot spricht die Health Gap klar an und nutzt die Super Bowl-Bühne weniger für emotionale Dramatisierung als für die bewusste Eröffnung einer gesellschaftlichen Debatte über Zugang, Versorgung und Vorsorge.
Rippling: HR als absurde Alltagserfahrung
Rippling setzt auf den eigenwilligen Humor von Tim Robinson und überzeichnet das Thema Global Payroll bewusst ins Absurde. Der Spot macht aus dem Thema HR-Infrastruktur ein schräges Szenario, das weniger erklärt als emotional andockt und dadurch im Gedächtnis bleibt.
Bier, AI und Verschwörungstheorie:
Top Super Bowl Ads 2025

-
Entwicklung & Codevor 3 MonatenKommandozeile adé: Praktische, grafische Git-Verwaltung für den Mac
-
Künstliche Intelligenzvor 1 MonatSchnelles Boot statt Bus und Bahn: Was sich von London und New York lernen lässt
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 2 MonatenHuawei Mate 80 Pro Max: Tandem-OLED mit 8.000 cd/m² für das Flaggschiff-Smartphone
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 3 MonatenFast 5 GB pro mm²: Sandisk und Kioxia kommen mit höchster Bitdichte zum ISSCC
-
Entwicklung & Codevor 2 MonatenKommentar: Anthropic verschenkt MCP – mit fragwürdigen Hintertüren
-
Datenschutz & Sicherheitvor 2 MonatenSyncthing‑Fork unter fremder Kontrolle? Community schluckt das nicht
-
Social Mediavor 2 MonatenDie meistgehörten Gastfolgen 2025 im Feed & Fudder Podcast – Social Media, Recruiting und Karriere-Insights
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenWeiter billig Tanken und Heizen: Koalition will CO₂-Preis für 2027 nicht erhöhen
