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Beelink GTi15 Ultra + EX Pro Docking Station im Test
Beelinks Mini-PC-Docking-Station EX Pro nimmt Grafikkarten Huckepack. ComputerBase hat sie am dem GTi15 Ultra mit Arrow Lake-H mit einer Radoen RX 9060 XT getestet. Der Ansatz ist zwar nicht so elegant wie OCuLink, bietet aber die vierfache Bandbreite und kann deshalb auch schnelle Grafikkarten ordentlich fordern und auslasten.
Beelink GTi15 Ultra + EX Pro im Test
Der Mini-PC Beelink GTi15 Ultra ist das aktuellle High-End-Modell des Mini-PC-Anbieters mit Prozessor von Intel, konkret ist Intel Arrow Lake-H alias Core Ultra 200H (Test) verbaut ist. Derartige Systeme gibt es mittlerweile zwar von fast jedem Anbieter, doch die Besonderheit steckt hier im Detail
Dieser Mini-PC ist besonders
Der GTi15 Ultra bietet einen vollen, extern zugänglichen x16-PCI-Express-Slot an der Seite, der als Verbindungsstelle zu einem externen Dock genutzt werden kann. Die passende Beelink EX Pro Dockingstation nimmt wiederum klassische diskrete Grafikkarten mit bis zu 600 Watt auf, das Netzteil dafür bringt das Dock selber mit. Das Komplettpaket kann im Test viel, hat aber auch Schwächen. Alle Details im nachfolgenden Bericht.
- Sehr hohe Office-Leistung
- Leiser Betrieb im Alltag
- Spiele-Leistung mit Docking Station (bis 600 Watt TDP)
- Kompaktes Alu-Chassis
- Umfassende Anschlüsse
- Kartenleser inklusive
- Dual-10-Gbit/s-LAN
- Integriertes Netzteil
- Einfache Einrichtung des Docks
- Nur DDR5-5600
- Nur ein Mal USB 4.0, kein Thunderbolt
- Unnötige Software vorinstalliert
- Beta Control Center (erhöht Verbrauch)
- 12V-2×6 mit 300+ Watt nur über Adapter
- Dock fährt nicht mit dem Mini-PC herunter
Der Beelink GTi15 Ultra im Detail
Der Beelink GTi15 Ultra setzt auf Intels (noch) aktuelle, größere Mobilplattform Arrow Lake-H.
Core Ultra 9 mit DDR5-5600
Beelink nutzt mit dem Core Ultra 9 285H den besten Prozessor, aber dafür nicht pauschal auch das Beste Drumherum.
Zum Beispiel spricht der Hersteller in den Spezifikationen des Mini-PCs von DDR5-6400, die unterstützt werden (was mit CU-DIMM auch korrekt ist), verbaut aber nur DDR5-5600. Mit 64 GByte in zwei SO-DIMM-Riegeln bietet das System dafür aber außerordentlich viel ab Werk. In Anbetracht der rasant steigenden Speicherpreisen dürfte sich das in naher Zukunft vermutlich aber in einer (preislichen) Anpassung widerspiegeln. Aktuell ruft Beelink 1.159 Euro auf.
Anschlüsse inklusive 2 × 10-Gbit/s-LAN
Bei den Anschlüssen sticht das Dual-LAN hervor, Intels E610-Chip sorgt für zweimal 10 Gbit/s. Diese Lösung kostet als einzelne PCIe-Steckkarte im Handel rund 250 Euro. Ein Kartenleser ist auch dabei, dazu kommt Wi-Fi 7. Intel Thunderbolt 4 gibt es hingegen trotz nativer Integration in den Prozessor nicht und USB 4 lediglich einmal. Dafür gibt es zwei Kopfhöreranschlüsse, auch integrierte Lautsprecher und mehrere Mikrofone. Zu guter Letzt ist auch das 145-Watt-Netzteil integriert.
Im Vergleich zum Beelink SER8/SER9 (Test) wächst das Gehäuse von 0,8 auf 1,42 Liter. Dafür ist unter anderem das Netzteil verantwortlich. Auch das Gewicht legt zu, etwas über 1,3 Kilogramm wiegt der GTi15 Ultra.
PCIe x16 vs. OCuLink
Beelink hat sich beim GTi15 Ultra mit Intel Arrow Lake-H zur Anbindung einer externen Grafikkarte gegen die Nutzung des OCuLink entschieden. Dieser bereits seit 2017 verfügbare Standard wird in zweiter Generation vor allem bei günstigeren Mini-PCs heutzutage gern verbaut, schließlich bieten sie so die Option, über ein kleines Kabel eine externe GPU anzuschließen.
Dabei wird in der Regel aber eine andere Zielgruppe anvisiert, zu der dann auch die Bandbreite von nur PCIe 4.0 mit vier Lanes über OCuLink (wiederum der Einführung des Standards vor über acht Jahren geschuldet) passt: Entry-Level-Gaming. Denn liegt der Anspruch höher, kann die OCuLink-Bandbreite schnell zweistellige Leistungsverluste zur Folge haben.
Beelink verbaut beim GTi15 deshalb einen vollwertigen PCIe-Slot, der an der Seite zugänglich ist – an der Seite? Ja, denn direkt dort einstecken sollen Nutzer eine Grafikkarte nicht.
Stattdessen hat die dazu passende Beelink EX Pro Docking Station wiederum einen entsprechend ganz langen Stecker, sodass der Mini-PC daran angedockt werden kann – es wird quasi das System einer Riser-Karte hier fest installiert umgesetzt. Die Bandbreite liegt bei PCIe 5.0 mit acht Lanes, also der vierfachen Bandbreite von OCuLink, und genau dem, was die Mainstream-Grafikkarten von AMD und Nvidia auch ab Werk anbieten.
Die Beelink EX Pro Docking Station im Detail
179 US-Dollar kostet die EX Pro Dockingstation von Beelink, aktuell ist sie bei einigen neuen Produkten wie dem GTi15 Teil eines Bundles, dann kostet sie effektiv 119 US-Dollar Aufpreis.
600 Watt über 2 × 8 Pin PCIe
Die Docking Station hat ein 600-Watt-Netzteil integriert, das reicht auch für eine RTX 5090, wenn man sie den angeschlossen bekommt. Gleich dazu mehr. Die Grafikkarte darf zudem nicht dicker als 72 mm sein – sonst passt sie nicht.
Die Stromversorgung der Grafikkarte erfolgt über zwei 8-Pin-PCIe-Stromstecker-Buchsen, diese die das Netzteil anbietet. Bei legt Beelink zwei Kabel von 8 Pin auf 8 Pin. Grafikkarten mit zweimal 8 Pin PCIe können also mit bis zu 600 Watt (2 × 300 Watt) versorgt werden. Netzteile, die 300 Watt über ein 8-Pin-Terminal bereitstellen, teilen die Leistung am Kabelende in der Regel auf zweimal 8 Pin auf, um die spezifizierten 150 Watt pro Stecker nicht zu überschreiten, Beelink macht das nicht.
Auch wird klar: Wer Grafikkarten mit 12V-2×6 betreiben will, die mehr als zweimal 8 Pin für ihren Adapter benötigen, muss eigene Splitter-Kabel besorgen (um drei oder vier 8 Pin zu erhalten), oder von den zwei 8-Pin-Buchsen direkt auf 12V-2×6 übersetzen. Die Suche nach passenden Adapterkabeln (am Netzteil von Beelink sitzt klassisch PCIe 8 Pin, keine proprietäre Buchse) überlässt Beelink dem Anwender, den Betrieb eines solchen Systems in eigener Verantwortung dann auch.
„Zweimal M.2“ mit an Bord
Ebenfalls verbaut sind in der Dockingstation zwei M.2-Steckplätze für eine M.2-SSD (2280) oder ein WLAN-Modul (2230), sie bekommen aber jeweils nur eine Lane nach PCIe-x4-Standard und eignen sich so eher als Backup respektive „Datengrab“ – parallel genutzt werden können sie auch nicht.
Mini-PC und Docking Station verbinden
Was es am Ende ebenfalls braucht, ist die besagte PCIe-Schnittstelle am Mini-PC, die bisher nur der GTi15 Ultra bietet. Mini-PCs setzen in der Regel auf Notebook-Hardware von der Stange, so auch Mainboards und die Prozessoren, die die Lanes für den PCIe-Slot auf dem Mainboard bereitstellen. Die Lane-Gestaltung bei Intels CPUs sieht auch das entsprechend vor.
Die Prozessoren können über das Mainboard diskrete Grafiklösungen ansprechen. In erster Linie ist das bei Gaming-Notebooks der Fall. Und was dort via PCIe umgesetzt wird (heutzutage aber nicht mehr oft als MXM-Modul, sondern ebenfalls direkt auf dem Board verlötet und verdrahtet), klappt deshalb auch im Mini-PC – oder auch als ganz normales ATX-Mainboard, was in China ebenfalls schon im Handel steht.
GTi15 Ultra und Ex Pro sind schnell verbunden. Zuerst werden die Stromkabel an Dock und Grafikkarte befestigt (wenn zweimal 8 Pin reichen), die Grafikkarte dann wie eine ganze normale Lösung für einen PC auf- und der Mini-PC an der Seite angesteckt. Fertig! Hier und da kann das Ganze noch etwas fixiert werden, wenn man will, um versehentliches Herausziehen zu verhindern – es funktioniert aber auch problemlos ohne.
Das Displaykabel kommt nun an die aufgesteckte Grafikkarte. Dann wird zuerst die Dockingstation eingeschaltet, dann der Mini-PC – und schon geht es los. Ohne Murren bootet das System sofort in Windows und installiert durch automatisches Windows Update einen Treiber. Noch ein Neustart und der Verbund ist „vollständig“ einsatzbereit.
Installation, Einrichtung und Alltagserfahrungen
Die Installation des Mini-PCs von Beelink ist selbsterklärend einfach. Das mitgelieferte Netzteilkabel angeschlossen, Monitor, Tastatur und Maus angebunden und schon startet das System. Da Windows 11 vorinstalliert ist, geht es direkt bis zum Abschluss der Installation.
Vorinstalliert ist Windows 11 24H2, allerdings ein alter Build 863. Das Update auf das zum Testzeitpunkt aktuelle Build 7171 und auch 25H2 klappt problemlos – dauert nur eine ganze Weile. In Windows selbst bringt daraufhin der Intel Driver Assistant alle Intel-Hardware auf den aktuellen Treiberstand.
Nach den Problemen mit Intels E610-LAN-Chip beim Beelink GTR9 Pro lag dieser auch im Test des GTi15 Ultra im Fokus. Doch hier verursachte er nicht ein einziges Problem, brauchte nicht einmal ein Treiberupdate und lief mit dem Paket aus dem Februar 2025 problemlos in allen Szenarien durch.
Unnötige Software/Bloatware vorinstalliert
Eine Neuheit ist die vorinstallierte Software auf Beelinks Systemen. Dabei geht es nicht nur um ein Control Center im Beta-Status, sondern auch „AI-Programmen“. Das war zuletzt eher bei Smartphones aus Asien hin und wieder anzutreffen.
Die Software ist nicht nur installiert, sondern zum Teil auch im Autostart in Windows und macht im Falle des Control Centers Dinge, die – nicht dokumentiert – mitunter vollends in die falsche Richtung gehen.
Das Control Center beeinflusst beispielsweise das Windows-Energieprofil, schießt dabei aber über das Ziel hinaus: Die Leistung ändert sich quasi nicht, dafür steigt der Energieverbrauch im Leerlauf massiv an. Da auch die Deinstallation nicht 100%-ig sauber klappt, bleibt hier nur die Neuinstallation von Windows, um ein wirklich sauberes System zu haben. Ein klarer Minuspunkt für dieses System von Beelink.
Testergebnisse und Benchmarks
Leistungsaufnahme
Beelinks GTi15 Ultra zeigte beim ersten Blick auf die Messwerte nämlich erstaunlich hohe Werte. Bei der Ursachenforschung stieß die Redaktion letztlich auf zuvor erwähntes Control Center, welches Windows-Energieprofile anpasst und zum Teil überschreibt. Es aktiviert einen Performance-Modus, der dafür sorgt, dass der Mini-PC im Leerlauf 26 Watt verbraucht! Mit manuellen Einstellungen und nach der Deinstallation des Tools konnte der Verbrauch auf rund 8 Watt Package Power für die CPU abgesenkt werden. Das ist immer noch ein vergleichsweise hoher Wert für einen Mini-PC, aber bewegt sich nun durchaus im Rahmen.
Lüftersteuerung und Lautstärke
Beelink hat sich in den letzten Jahren einen sehr guten Ruf bei Lüftersteuerungen und der Kühllösung eines Mini-PCs an sich erworben. Das gilt erfreulicherweise auch für den GTi15 Ultra, sowohl im 54- als auch 65-Watt-Profil geht der Lüfter zwar nie aus, säuselt aber bei 30 bis 33 dB(A) ziemlich ruhig dahin. Dabei gesteht Beelink der CPU auch mal mehr als 80 Grad zu, ohne direkt in Panik, sprich hohe Drehzahl und Lautstärke zu verfallen. Davon können andere Hersteller durchaus lernen.
Audio-Impressionen des Kühlsystems
Um die Geräuschkulisse besser zu dokumentieren, finden sich nachfolgend zwei Tonaufnahmen, die den Ausbalanciert- sowie den Leistungs-Modus abbilden. Die Aufnahme erfolgte mit 40 Zentimetern Abstand zur Gehäusefront aus dem Leerlauf in einen CPU-Volllast-Benchmark.
Mit Dockingstation übernimmt bei der Leistungsaufnahme und Lautstärke die Grafikkarte das Zepter. Da sie offen verbaut ist, ist das Säuseln ihrer Lüfter in Spielen schnell die nun dominante Größe. Macht die Grafikkarte allerdings in Windows nichts, greift auch hier die Fan-Stop-Funktion der modernen Lösungen und nur das Säuseln des Mini-PCs ist hörbar.
Benchmarks – mit und ohne Dock
In normalen Alltagsszenarien schlägt sich der GTi15 Ultra auch ohne Dock sehr gut. Im Verlaufsdiagramm wird deutlich, dass er die maximale TDP stets nutzt, egal ob ein Limit von 54 (Standard) respektive 65 Watt (Performance) im BIOS aktiviert ist.
Wie im Diagramm ebenfalls klar erkennbar ist, fällt allerdings die Anwendungsleistung, wenn der Mini-PC im Dock mit zusätzlicher diskreter GPU betrieben wird. Das Problem trat reproduzierbar auf.
In der Tat zeigt sich, dass die CPU die TDP beim Betrieb mit Dock nicht voll ausschöpft und stets darunter leicht „stottert“, der Abstand ist jedoch nicht so groß, dass er den Leistungsunterschied erklärt. Der Taktunterschied, den beispielsweise Cinebench 2024 ausweist, erklärt das hingegen schon:
Zwischenfazit: Wer maximal Office-Leistung will, nutzt das EX Pro Dock eher nicht. Die sonstige Office-Leistung ist nämlich echt gut und exakt der CPU entsprechend.
Neben den klassischen Mini-PC-Benchmarks sind durch die Nutzung der Dockingstation auch eine Handvoll Spiele in einer Auflösung und Einstellung dabei, die bei Kunden, die das Komplettpaket kaufen, zum Einsatz kommen könnte.
Dabei paart ComputerBase den 1.200-Euro-PC aber nicht mit einer 2.000-Euro-Grafikkarte, sondern der Mainstream-Empfehlung aus der ComputerBase-Community: der AMD Radeon RX 9060 XT mit 16 GByte Speicher, die Spielen in der Auflösung 2.560 × 1.440 Bildpunkten ermöglicht. Der erste Testlauf in 3DMark zeigt direkt den Zugewinn.
Apropos Community. Für den ersten Test nutzt auch die Redaktion zur Vergleichbarkeit und Einordnung des Systems den Anno-117-Community-Benchmark.
Weitere fünf Titel umfassen stets die Auflösung in 2.560 × 1.440 Bildpunkte. Hierbei werden zudem einige Werte vorausgegriffen, die im kommenden Test von AMD Strix Halo ebenfalls zu sehen sind. Dabei zeigt sich, dass die Kombination auf dem GTi15 Ultra mit Dock und darauf einer 350-Euro-Grafikkarte die günstigere und auch schnellere ist.
Die Verbindung ist nicht stabil
Aber immer und überall geht es nicht problemlos. Einige Spiele erkennen nicht sofort die Grafikkarte im Dock als die primäre, wollten auf der iGPU starten. Der versuchte manuelle Wechsel wurde bei F1 24 mit einem Crash kommentiert – um danach aber trotzdem auf der Radeon zu starten.
Fazit
Der Beelink GTi15 Ultra ist ein solider Mini-PC mit Intels schnellster Arrow-Lake-H-CPU. Der Intel Core Ultra 9 285H erledigt Alltagsaufgaben schnell und mit geringem Energiebedarf, auch der Rest am Mini-PC ist dazu stimmig aufgestellt. Es gibt jedoch Abzüge in der B-Note für gewisse Kleinigkeiten, die eigentlich vermeidbar sind: Die Chance auf schnellsten Speicher lässt Beelink liegen, auch Thunderbolt gibt es mal wieder nicht, obwohl fest im Intel-Prozessor hinterlegt, und einmal USB 4 ist nicht mehr als „Basisausstattung“.
Und warum muss Beelink nun Software – zum Teil mit Autostart – und ein Control Center im Beta-Status vorinstallieren, welches massiv in die Energieoptionen eingreift und den Leerlaufverbrauch um 15 Watt erhöht? Das System kann es besser. Um sicher zu gehen, dass es auch besser agiert, sollten Nutzer aber nach dem Kauf erst einmal Windows neu installieren. Das sollte nicht so sein.
Die Zusammenarbeit mit der Ex Pro Dockingstation klappt summa summarum gut, wenn auch nicht perfekt. Mechanisch gibt es zwar keine Einwände, aber dass die Office-Leistung des Mini-PCs sind, wenn er am Dock mit diskreter GPU betrieben wird, sollte eigentlich nicht so sein. Auch wollten einige Spiele nicht auf Anhieb auf der dGPU starten, um dann aber – mitunter nach einem Crash – doch noch zur Zusammenarbeit bewegt werden zu können.
Im Großen und Ganzen ist dem Kunden hier aber keine Grenze gesetzt. Die Spieleleistung steigt entsprechend dem Geldbeutel an und steht so einem vollwertigen Desktop-PC mit ähnlicher CPU quasi in nichts nach. Dass dafür handelsübliche Grafikkarten fast jeder Bauart genutzt werden können, macht ein extrem breites Feld für die Lösung auf. Vorausgesetzt, man bekommt sie angeschlossen: Für alles, was nicht mit maximal zwei 8-Pin-Anschlüssen zurecht kommt, bedarf es weiterer Kabel.
Zusammengefasst stellt der Beelink GTi15 Ultra mit Dock und der Option auf viel mehr Spiele- oder Compute/AI-Leistung ein interessantes Komplettpaket dar, selbst wenn es nicht die 2.000-Euro-Grafikkarte ist (die dann auch über separat erworbene Kabel angeschlossen werden müsste). Auch an der Kombination mit einer RX 9060 XT für 350 Euro beißt sich AMD Strix Halo in einem teureren Gesamtpaket im Durchschnitt doch die Zähne aus – mehr dazu in Kürze. Aufgrund der vielen störenden Kleinigkeiten schrammt das Gesamtprodukt jedoch an einer ComputerBase-Empfehlung vorbei.
- Sehr hohe Office-Leistung
- Leiser Betrieb im Alltag
- Spiele-Leistung mit Docking Station (bis 600 Watt TDP)
- Kompaktes Alu-Chassis
- Umfassende Anschlüsse
- Kartenleser inklusive
- Dual-10-Gbit/s-LAN
- Integriertes Netzteil
- Einfache Einrichtung des Docks
- Nur DDR5-5600
- Nur ein Mal USB 4.0, kein Thunderbolt
- Unnötige Software vorinstalliert
- Beta Control Center (erhöht Verbrauch)
- 12V-2×6 mit 300+ Watt nur über Adapter
- Dock fährt nicht mit dem Mini-PC herunter
ComputerBase hat den GTi15 Ultra plus EX Pro Dockingstation von Beelink zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Es gab kein NDA.
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Schenker/XMG: Panther Lake ist fast kein Thema wegen großem LPDDR5X

Beim Notebook-Hersteller Schenker, der auch unter der Marke XMG agiert, spielt Intel Panther Lake nach Angaben eines Support-Mitarbeiters vorerst keine große Rolle. Nur einzelne Modelle kämen in Frage, ein breiter Einsatz sei aber nicht geplant. Der Grund dafür sei der große On-Board-RAM in Zeiten der DRAM-Knappheit.
Das erklärte Schenker über den offiziellen Support-Account von XMG/Schenker im ComputerBase-Forum, angeregt durch Fragen aus der Community. „Wir prüfen Panther Lake aktuell nur für einzelne neue Modelle (1-2 Ultrabooks, ggf. auch ein einzelner Gaming-Laptop mit RTX 50). Ein breiter Einsatz ist nicht geplant – die meisten Modelle bleiben vorerst auf den bekannten Plattformen“, heißt es dort.
Kein Modell mit Intels stärkster GPU
In der Reihe XMG Evo sei aktuell gar kein Modell mit Intel Panther Lake geplant. Generell bestehe auch keine Absicht, überhaupt Modelle mit der „12Xe“-Variante der neuen CPU-Familie herauszubringen. Gemeint sind Modelle mit der stärksten Grafikeinheit Arc B390 (Test), die über 12 Xe-Kerne verfügen. Diese Core Ultra X gibt es ausschließlich mit verlötetem LPDDR5X-Speicher, der einen hohen Durchsatz für die iGPU leistet.
Doch genau das ist augenscheinlich das Problem, denn wie der Support-Mitarbeiter ausführt, erschwere der aktuell herrschende Engpass bei DRAM die Einführung neuer Modelle mit großem On-Board-Speicher. Die DRAM-Variante LPDDR5X wird aber sowohl für die besagten Core Ultra X wie auch AMDs APU-Serie Strix Halo zwingend vorausgesetzt.
Panther Lake gibt es aber auch mit DDR5-Modulen
Das erklärt allerdings nicht, warum Schenker allgemein kaum Intel Panther Lake anbieten will. Neben den drei Core Ultra X mit Arc B390 und immer LPDDR5X gibt es ja noch zehn Modelle, die auch mit DDR5-Modulen arbeiten, was zugleich Flexibilität bei der Speichermenge schafft. Hier könnten also Speicherriegel aus dem Vorrat zum Einsatz kommen und müssten nicht zu aktuell horrenden Preisen zugekauft werden.
Allerdings wird Panther Lake im besten Fall mit DDR5 7.200 MT/s kombiniert. Diese schnellen Module sind vielleicht dann doch noch nicht so verbreitet auf Lager wie die langsameren Chips mit 6.400 MT/s, die der Vorgänger maximal unterstützt. Für Panther Lake mit maximal 55 Watt Turbo Power gilt aber weiterhin DDR5-6400 als Maximum, sodass auch dieses Argument gegen die neue Plattform nicht vollumfänglich zählt.
Erste Listungen im Handel
Bereits einige der im Rahmen der CES angekündigten Panther-Lake-Notebooks werden im Preisvergleich aufgeführt. Darunter sind Modelle der Hersteller Acer, Asus, Lenovo und MSI. Bei diesen sind die LPDDR5X-Versionen aber ganz klar in der Überzahl mit derzeit 13 von insgesamt 15 Modellen.
Ab Ende Januar wird die allgemeine Verfügbarkeit erwartet, sodass sich im Februar ein genaueres Bild abzeichnen dürfte.
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Weg von X: Europa sucht verstärkt nach Alternativen zu Musks sozialem Netz
Nach dem Skandal um sexualisierte Inhalte von Frauen und Minderjährigen, die mit dem KI-Bot Grok auf der Social-Media-Plattform X erstellt wurden und weiter werden, ist das Verlangen nach Alternativen wieder größer. Ein offener Brief an die Präsidentin der EU-Kommission verlangt nach Unterstützung für eine europäische Plattform.
Elon Musk, Multimilliardär und Besitzer des sozialen Netzwerks X, zeigt sich zunächst unbeeindruckt von den Beschwerden, dass mit dem dazugehörigen KI-System Grok sexualisierte Inhalte von Frauen und sogar Minderjährigen erstellt und verbreitet wurden. Zwar wurden Gegenmaßnahmen angekündigt, doch laut jüngsten Berichten können mit Grok weiterhin Personen „digital ausgezogen“ werden.
Ein offener Brief an die EU-Präsidentin
Mit deutlichen Worten, die in Form eines offenen Briefs an die Präsidentin der EU-Kommission Ursula von der Leyen gerichtet sind, fordern Vertreter diverser EU-Fraktionen nun Unterstützung für eine europäische Alternative zu X. Der Brief trägt den provokanten Titel: „Musk hält uns auf einer Seite voller illegaler Deepfake-Pornos als Geiseln. Wir müssen jetzt europäische soziale Medien aufbauen“.
Damit wird der Umstand verdeutlicht, dass es bisher keine klare Alternative zu X gibt. Eine solche müsse aber geschaffen werden, da man den besagten Grok-Skandal nicht einfach dulden könne.
Die konkrete Forderung lautet, dass die EU-Kommission und Regierungen der Mitgliedsländer bei der Schaffung „europäischer Alternativen zu den dominanten Social-Media-Plattformen“ unterstützend mitwirken, indem sie „private Initiativen finanziell fördern, die Innovationen im europäischen Social-Media-Bereich anregen“. Zudem müsse dafür gesorgt werden, dass Nutzer ihre Daten und Inhalte „problemlos auf eine andere Plattform übertragen können und nie wieder an eine einzige Plattform gebunden und somit gefährdet sind“.
Da die Erstellung kinderpornografischen Materials, wie es mit der Bildgenerierung von Grok geschehen ist, eine Straftat darstellt, müsse geltendes Recht konsequent durchgesetzt werden.
X ähnelt laut den Antragstellern mittlerweile „einer Deepfake-Pornografie-Website und einem einseitigen Übertragungssystem für Musk selbst“. Regierungen wie auch die EU dürften X daher nicht selbst zur öffentlichen Kommunikation nutzen. Allein daher sei eine Alternative zwingend nötig.
Die Hoffnung liegt auf Eurosky und W
Welche europäischen Alternativen bereits im Ansatz bestehen und Unterstützung erhalten sollten, geht aus dem Schreiben allerdings nicht hervor. Ganz aktuell sind aber Projekte wie Eurosky, das auf das Bluesky-Protokoll setzt und im Januar starten soll.
Noch ferner in der Zukunft liegt das Projekt W Social, das ebenso eine unabhängige Alternative zum US-Unternehmen X darstellen soll und den Einsatz von Bots gänzlich ausschließen will.
Mastodon stammt ebenfalls aus Europa. Bislang schafft es die dezentral strukturierte Plattform aber nicht, über einzelne Milieus hinaus an Reichweite zu gewinnen.
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Garmin-Smartwatch zum Tiefstpreis bei Amazon
Wenn Ihr nach wie vor tapfer an dem „Mehr Sport machen“-Neujahrsvorsatz festhaltet, dürfte Euch dieses Amazon-Angebot ziemlich interessieren. Wir haben nämlich eine Garmin-Smartwatch für deutlich unter 200 Euro gefunden.
Die richtige Smartwatch ist beim Sportmachen eigentlich unerlässlich, wie sollt Ihr sonst Euren Fortschritt und zurückgelegte Distanzen verfolgen? Garmin ist auf diesem Gebiet Vorreiter und dementsprechend teuer sind die Wearables meistens. Doch Amazon streicht jetzt satte 36 Prozent vom UVP und verkauft Euch die Garmin Forerunner 165 für 179 Euro. Einziger Haken: Der Versandriese gibt für das schwarze Modell eine Lieferzeit von 3 bis 7 Monaten an. Doch MediaMarkt verkauft Euch die Uhr zum gleichen Preis und ist damit eine optimale Alternative. Die weiße Variante gibt’s auch bei Amazon!
Garmin Forerunner 165: Hochwertige Smartwatch zum Sonderpreis
Wie üblich bei Garmin, sind die Smartwatch-Funktionen hier nur etwas eingeschränkter verfügbar. So gibt es etwa Garmin Pay, statt Google Pay. Doch die Uhren zeichnen sich vor allem durch das ausgezeichnete Fitness-Tracking aus. Das ist auch bei der Garmin Forerunner 165 der Fall. Eine breite Palette an Funktionen, wie etwa Race Adaptive Training Plans oder Running Power and Dynamics, sollen Euch beim regelmäßigen Training begleiten oder Euch auf den nächsten Wettkampf bestmöglich vorbereiten.

Auch in puncto Gesundheitsüberwachung kann die Garmin-Smartwatch glänzen. Ein optischer Herzfrequenzsensor, Blutsauerstoffüberwachung sowie Schlaftracking sind nur einige der Daten, welche die Uhr erhebt. Selbst Sicherheitsfunktionen wie eine Sturzerkennung sind hier an Bord. Die Forerunner 165 ist zudem mit Android-Smartphones und iPhones kompatibel und kann über die „Find My“-Funktion aufgespürt werden. Bei der angebotenen Uhr gibt es allerdings auch Abstriche: Die 165 bietet „nur“ ein Einfrequenz-GPS und auch ein Gyroskop-Sensor fehlt.
Zugegeben, die erwähnten Minuspunkte dürften die wenigsten von Euch wirklich stören. Vor allem dann, wenn wir uns den Preis noch einmal genauer anschauen. Wie bereits erwähnt verlangen MediaMarkt und auch Amazon aktuell nur noch 179 Euro für die Forerunner 165. Ein Blick auf den Preisvergleich zeigt, dass die Kosten rapide gesunken sind und Ihr damit sogar so günstig wie nie zuvor an das Wearable ran kommt. Versand kommt keiner hinzu.
Treibt Ihr gerne Sport, wollt Euer Training verbessern oder bereitet Euch sogar auf Wettkämpfe vor und möchtet dennoch ein umfassendes Tracking Eures körperlichen Befindens, solltet Ihr Euch den aktuellen Deal näher anschauen. Eine gute Garmin-Smartwatch für unter 200 Euro ist nämlich recht selten im Netz zu finden.
Was haltet Ihr von dem Angebot? Ist die Garmin Forerunner 165 zu diesem Preis interessant für Euch? Oder sind Samsung oder Apple Euer Favorit? Lasst es uns wissen!
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