Künstliche Intelligenz
Bericht: Vision-Pro-Chef wollte Apple verlassen
Einer der wichtigsten Apple-Manager soll zumindest zwischenzeitlich erwogen haben, das Unternehmen zu verlassen. Das berichtet die Finanznachrichtenagentur Bloomberg. Mike Rockwell, der als Vater der Vision Pro gilt und derzeit dabei ist, die Sprachassistentin Siri endlich auf Vordermann zu bringen, habe „überlegt, nächstes Jahr in eine Beraterrolle zu wechseln“. Das sollen informierte Personen mitgeteilt haben.
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Die Generation nach Steve
Demnach soll sich Rockwell unwohl gefühlt haben, an Softwarechef Craig Federighi zu berichten – und erhoffte sich eine „größere Rolle“. Rockwell soll zwischenzeitlich auf dem Weg gewesen sein, Chef von Apples Produkt- und KI-Roadmap zu werden, schreibt Bloomberg weiter – dies sei als eine Art Chief Technology Officer (CTO) angedacht gewesen. Doch daraus wird wohl nichts, auch weil Chip-Chef John Srouji nun zum Chief Hardware Officer berufen wurde.
Die weiteren Aussichten für Rockwell sind angeblich immer noch unklar, nachdem mit John Ternus ab September ein neuer CEO übernimmt. Allerdings werde Rockwell mindestens noch das Siri-Upgrade komplettieren, hieß es. Apple-Veteran Tony Blevins, der für den Konzern einst das knallharte Supply-Chain-System erstellte, sagte Bloomberg, die größte Herausforderung für Ternus werde „dieselbe sein, vor der auch Cook stand: der Übergang über die Generation der Führungskräfte hinaus, die ursprünglich von Steve Jobs zusammengestellt wurde“. Die Herausforderung sei gewaltig.
Sroujis Imperium
Srouji wiederum soll Ende vergangenen Jahres beim aktuellen Apple-Chef Tim Cook vorstellig geworden sein, um ihm zu erklären, dass er „ernsthaft“ über einen Abgang nachdenke. Daraus ergab sich dann die neue Rolle als Chief Hardware Officer – inklusive einem neuen Kompensationspaket. Der Chip-Experte, der hinter den A- und M-Chips steckt, wird damit zur Nummer zwei hinter Ternus. Der Israeli mit arabischen Wurzeln soll bereits damit begonnen haben, sein neues Reich auszubauen.
Laut Blevins ist eine neue Engineering-Organisation vorgesehen, die Entscheidungen erleichtern soll. Es laut Bloomberg fünf Unterchefs geben, die Srouji angeblich aggressiver führen wird, als sie es aus Ternus’ Organisation gewohnt sind. Unklar bleibt zudem, wer Srouji einst ablösen könnte. Er ist zehn Jahre älter als der knapp 50 Jahre alte neue CEO.
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(bsc)