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Blue Origin will in erster Finanzierungsrunde 10 Milliarden US-Dollar einnehmen


Das US-Raumfahrtunternehmen Blue Origin wartete zuletzt nicht gerade mit Erfolgsmeldungen auf: Eine New-Glenn-Schwerlastrakete setzte einen Satelliten in der falschen Umlaufbahn aus, die nächste explodierte bei einem Triebwerkstest. Eine Finanzierungsrunde des von Jeff Bezos gegründeten Unternehmens verläuft dennoch erfolgreich.

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Ziel der Finanzierungsrunde seien zehn Milliarden US-Dollar, berichten die Tageszeitung New York Times und der Nachrichtensender CNBC, jeweils unter Berufung auf Quellen mit Insiderwissen. Bezos selbst wird demnach zwei Milliarden US-Dollar beisteuern. Der Hedgefonds Coatue Management investiere vier Milliarden US-Dollar. Woher die restlichen vier Milliarden US-Dollar kommen, ist noch nicht klar. Laut den Informanten gibt es aber reges Interesse an einem Einstieg bei Blue Origin.

Es ist die erste Finanzierungsrunde des im Jahr 2000 gegründeten Raumfahrtunternehmens. Bisher hat Bezos es selbst finanziert. Nach Abschluss der Runde wird Blue Origin 130 Milliarden US-Dollar wert sein.

Im vergangenen Monat ist SpaceX, das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk und der größte Konkurrent von Blue Origin, an die Börse gegangen. Es war der größte Börsengang aller Zeiten: SpaceX gab 555.555.555 Aktien aus und nahm damit 75 Milliarden US-Dollar ein. Das Unternehmen war am Handelstag danach über 2,1 Billionen US-Dollar wert.

Blue Origin hat die Schwerlastrakete New Glenn entwickelt, die unter anderem beim Mondprogramm Artemis der US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics and Space Administration (NASA) eine Rolle spielen wird. Daneben entwickelt Blue Origin ein Mondlandfahrzeug für Artemis.

Die New Glenn soll unter anderem dabei helfen, die Satellitenkonstellation Leo für das Amazon aufzubauen. Sowohl für dieses Projekt des Schwesterunternehmens als auch für das NASA-Mondprogramm ist die Explosion der New Glenn im Juni ein Problem: Die NASA braucht die Schwerlastrakete, derzeit steht ihr als einzige amerikanische Alternative die Schwerlastrakete von SpaceX zur Verfügung. Amazon hat Kapazitäten bei der europäischen Ariane 6 gebucht.

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Bei der Explosion der New Glenn wurde die Startrampe schwer beschädigt. Die Reparaturen können sich bis ins Jahr 2028 hinziehen.


(wpl)



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