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Künstliche Intelligenz

Bundeskartellamt verhängt 2025 weniger Bußgelder


Deutschlands oberste Wettbewerbshüter haben in diesem Jahr verhältnismäßig wenig Bußgelder wegen Kartellvergehen verhängt. Wie das Bundeskartellamt in Bonn mitteilte, waren es rund zehn Millionen Euro und damit deutlich weniger als die im Vorjahr verhängten 26 Millionen Euro.

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Die jährliche Gesamtsumme der Bußgelder schwankt stark. Das liegt auch am Zufall – ist ein großes Verfahren zu Ende, ist die Bußgeldsumme in dem entsprechenden Jahr sehr hoch und in dem Folgejahr mangels ähnlich großer anderer Verfahren niedrig. 2023 hatte die Bußgeldsumme nur 2,8 Millionen Euro betragen – ein niedriger Wert, der damals auch mit coronabedingten Verfahrensverzögerungen begründet wurde.

Im vergangenen Jahrzehnt waren die Summen, die das Kartellamt den Firmen wegen Kartellvergehen aufgebrummt hat, deutlich höher: Der Jahresrekord lag 2014 bei 1,1 Milliarden Euro. 2019 waren es 848 Millionen Euro – gut drei Viertel entfielen damals auf Geldstrafen im Rahmen eines Verfahrens gegen Stahlhersteller wegen Preisabsprachen bei Blechen.

Dieses Jahr fiel der Audioprodukte-Hersteller Sennheiser negativ auf, die Firma aus Niedersachsen ist vor allem für ihre Kopfhörer bekannt. Sennheiser wurde zu einer Zahlung von sechs Millionen Euro verdonnert. Der Vorwurf: Die Firma habe jahrelang Einfluss auf Händler genommen, um höhere Preise im Laden zu erreichen.

Kartellabsprachen sind grundsätzlich verboten: Sie hemmen den Wettbewerb, was beim Kunden in der Regel zu höheren Kosten führt. Kartellanten machen häufig jahrelang gemeinsame Sache, bis einem von ihnen die Sache nicht mehr geheuer ist und er sich an das Kartellamt wendet, um reinen Tisch zu machen. Dann profitiert er von der Kronzeugenregelung: Als Erster, der auspackt, kommt er ohne Geldbuße davon. Hilfreich für die Ermittlungen der Wettbewerbshüter ist zudem ein System, über das sich Menschen anonym melden können. Bei diesem System gingen in diesem Jahr 600 Hinweise ein.

Die rechtlichen Anforderungen an die Kartellverfahren seien hoch und belastbare Nachweise seien nicht immer leicht zu erbringen, sagte Behördenchef Andreas Mundt. „Umso wichtiger sind moderne Ermittlungsansätze, der perspektivische Einsatz neuer IT-gestützter Auswertungsinstrumente und ein Hinweisgebersystem, das sich erneut als sehr wirkungsvoll erwiesen hat.“

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(olb)



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Künstliche Intelligenz

Palantir: US-Verteidigungsministerium macht Maven Smart System zum Standard


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This article is also available in
English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Das US-Verteidigungsministerium will Palantirs KI-System Maven Smart System (MSS) als festen Bestandteil der Militärstrategie verankern. Nach einem von Reuters eingesehenen Memo soll das System zum offiziellen „Program of Record“ werden, was die langfristige Finanzierung und den Einsatz über alle Teilstreitkräfte hinweg absichern würde. Die Entscheidung soll voraussichtlich bis zum Ende des laufenden Haushaltsjahres in Kraft treten, das im September endet.

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Dem Schreiben von Vizeverteidigungsminister Steve Feinberg zufolge soll die Verantwortung für Maven innerhalb von 30 Tagen von der National Geospatial-Intelligence Agency an das Pentagon-Büro für digitale und KI-Strategie übergehen. Maven soll Daten, Sensorfeeds, Software und Algorithmen verbindet und so für schnellere Lagebilder, Logistik, Feuerleitung und Zielprozesse sorgen. Dabei behalten allerdings Menschen die Kontrolle, wie das US-Verteidigungsministerium betont. Ursprünglich ist Maven 2017 als Projekt zur automatischen Auswertung von Aufklärungs- und Drohnenbildern begonnen worden. 2024 schloss das US-Verteidigungsministerium mit Palantir einen Vertrag in Höhe von 480 Millionen US-Dollar zur weiteren Entwicklung und erhöhte den Betrag im Mai 2025 um weitere 750 Millionen US-Dollar.

Feinberg schrieb laut Reuters, es sei „unerlässlich“, jetzt gezielt in die stärkere Integration von Künstlicher Intelligenz in die Streitkräfte zu investieren und KI-gestützte Entscheidungen zum Grundpfeiler der Strategie zu machen. Palantir betont zugleich, dass seine Software keine tödlichen Entscheidungen treffe, sondern Menschen die Zielauswahl und -freigabe verantworten.

Gleichzeitig skizzierten Verantwortliche wie Cameron Stanley, Chief Digital and Artificial Intelligence Officer (CDAO) des US-Verteidigungsministeriums einem Bericht von Govcon Wire zufolge vor wenigen Tagen Feldexperimente zur Entwicklung von KI-Systemen. Das machte Stanley auf dem AI-Summit des Potomac Officers Club deutlich, auf dem sich unter anderem hochrangige Vertreter aus der Regierung und Verteidigungsindustrie austauschten.

Statt 100-prozentige Perfektion anzustreben, zielt man, wie Stanley laut Govcon Wire erklärte, zunächst auf 80-prozentige Erfolgsquoten ab und lässt Soldaten die Systeme im Einsatz testen. Diese geben dann „sehr aggressives […] Feedback“ darüber „wie schlecht“ das System funktioniert hat. Dann werde iteriert, bis Perfektion erreicht sei. Er gebe keinen einzigen hochrangigen Führungsoffizier, „der nicht glaubt, dass der nächste Krieg datenzentriert und mit KI‑Werkzeugen geführt wird.“

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Noch im Januar stellte Verteidigungsminister Pete Hegseth klar, dass die Zeit des zivilen Experimentierbetriebs im Verteidigungsbereich vorbei sei und die US‑Streitkräfte nun einen konsequent kriegsorientierten Modernisierungskurs einschlagen müssten. Er forderte laut Defensescoope eine umfassende Prüfung bestehender Prozesse, um Bürokratie zu durchbrechen und die Einführung neuer Technologien, speziell im KI-Bereich, drastisch zu beschleunigen.

Die NATO nutzt das System seit 2025 als Maven Smart System NATO (MSS NATO) für verbesserte Kampfraumwahrnehmung, Logistik und Zielerfassung. Durch eine „breite Palette von KI-Anwendungen – von großen Sprachmodellen bis zu generativem und maschinellem Lernen“ und unter anderem dank Geheimdienstinformationen will die NATO schneller auf Bedrohungen reagieren können.

Zudem ebnete das britische Militär mit einem strategischen Partnerschaftsvertrag von bis zu 1,5 Milliarden Pfund den Weg, indem es Palantirs KI-Fähigkeiten – bereits in der Ukraine getestet – für Entscheidungsfindung und Targeting einsetzt. Die neue Einstufung würde Palantirs Rolle im US-Militär weiter festigen. Derweil wachsen die Proteste rund um den Einsatz der Software des Unternehmens im englischen Gesundheitswesen.


(mack)



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Künstliche Intelligenz

Top 10: Die beste Soundbar mit Subwoofer im Test – JBL vor Samsung und Teufel


Testsieger

JBL Bar 1300MK2

JBL Bar 1300MK2 im Test: Soundbar mit Dolby Atmos, starkem Bass und Akku‑Rears

29 Lautsprecher, 2470 Watt und abnehmbare Akku-Rears versprechen echtes 11.1.4-Kino-Feeling. Ob das der JBL Bar 1300MK2 gelingt, zeigt der Test.

VORTEILE

  • Räumlichkeit bei Dolby-Atmos-Material beeindruckend
  • Bass druckvoll und präzise, Dialogverständlichkeit hervorragend
  • Flexibel, dank abnehmbaren Rears mit Akku

29 Lautsprecher, 2470 Watt und abnehmbare Akku-Rears versprechen echtes 11.1.4-Kino-Feeling. Ob das der JBL Bar 1300MK2 gelingt, zeigt der Test.

Kabelloser Surround-Sound ohne Kompromisse: Die JBL Bar 1300MK2 kommt mit zwei Akku-Lautsprechern, die sich in Sekunden abnehmen und hinten im Raum platzieren lassen. Gemeinsam mit der Soundbar und dem externen Subwoofer entsteht so ein 11.1.4-System mit 29 Lautsprechern und 2470 Watt Gesamtleistung. Was die Soundbar abseits des imposanten Zahlenwerks bietet und ob sie klanglich überzeugt, klären wir im Test.

Design und Ausstattung: 11.1.4-Kanal-System mit abnehmbaren Surround-Speakern

Die JBL Bar 1300MK2 ist ein 11.1.4-Kanal-System mit einer Gesamtausgangsleistung von 2470 Watt. Elf Kanäle auf Ohrhöhe, ein Subwoofer-Kanal und vier Höhenkanäle sollen für dreidimensionalen Klang sorgen, wobei die hohe Leistung auch größere Räume klanglich auszufüllen vermag.

In der Soundbar arbeiten acht Racetrack-Treiber für Mitten und Bässe, sieben Hochtöner sowie vier nach oben abstrahlende Treiber für Atmos-Effekte. Die ovalen Racetrack-Treiber bieten bei kompakter Bauweise eine größere Membranfläche als herkömmliche runde Treiber. Jeder der beiden separaten Surround-Lautsprecher enthält zwei Racetrack-Treiber, einen Vollbereichstreiber und einen weiteren nach oben abstrahlenden Treiber. Der Subwoofer ist schließlich mit zwei 200-Millimeter-Treibern bestückt, die für tiefen, druckvollen Bass sorgen sollen.

JBL Bar 1300MK2: 29 Lautsprecher, 2.470 Watt und abnehmbare Akku-Rears versprechen echtes 11.1.4-Kino-Feeling.

Die nach oben abstrahlenden Treiber sind für die Wiedergabe von Höhenkanälen vorgesehen. Ein 3D-Klangerlebnis entsteht jedoch nur, wenn das Quellmaterial entsprechende Inhalte wie Dolby Atmos oder DTS:X liefert. Bei herkömmlichen Formaten kann der integrierte Dolby Surround Upmixer den Klang zumindest räumlich erweitern.

JBL stattet seine Soundbar mit mehreren hauseigenen Technologien aus: Multibeam 3.0 erzeugt eine breitere Klangbühne und kommt auch Hörplätzen abseits der zentralen Position zugute. Pure Voice 2.0 hebt Dialoge bei Bedarf an, wenn sie von Effekten überlagert werden – in der App wird diese Funktion allerdings lapidar nur mit „Switch“ bezeichnet. AI Sound Boost optimiert schließlich die Dynamik, um die Treiber effizienter auszusteuern.

Für die Anpassung an die Raumakustik sorgt eine Sound-Kalibrierung. Über die CALIBR-Taste auf der Fernbedienung lässt sich eine zweistufige Kalibrierung durchführen: Zuerst wird der Hörbereich, anschließend die Position der hinteren Lautsprecher eingemessen. Alternativ erledigt man das bequem über die App. Vorbildlich: Für die Nutzung der JBL One App ist keine Registrierung erforderlich.

Das Gehäuse in mattem Schwarz mit abgerundeten Seiten und feinem Metallgitter an der Front wirkt dezent und edel. Die magnetisch an der Soundbar gehaltenen Satelliten lassen sich sauber lösen; die mitgelieferten Abdeckkappen verdecken die Anschlussstellen auch im getrennten Zustand optisch ansprechend. Die Verarbeitung ist einwandfrei.

Die abnehmbaren Akku-Rears dienen nicht nur als Surround-Lautsprecher hinter der Hörposition, sondern können auch als Bluetooth-Box verwendet werden.

Abnehmbare Surround-Lautsprecher

Die hinteren Lautsprecher lassen sich mechanisch von der Soundbar lösen und arbeiten dann kabellos über ihren integrierten Akku. JBL gibt die Akkulaufzeit mit bis zu zehn Stunden an, was wir im Test bestätigen konnten. Wer die Surround-Speaker also für einen Filmabend nutzen möchte, muss sie nicht täglich aufladen. Nach der Nutzung werden sie einfach wieder an der Soundbar angedockt und laden dort automatisch nach. Anders als bei den meisten Konkurrenzmodellen entfallen separate Netzkabel hinter dem Hörplatz – so viel Flexibilität bietet sonst niemand.

Doch die abnehmbaren Lautsprecher können mehr als nur Surround-Sound: Über eine Taste wechseln sie in den Bluetooth-Modus und fungieren dann als eigenständige Lautsprecher. Wer beide miteinander koppelt, erhält ein Stereo-System für Musik zwischendurch.

Die JBL One App hält zwei weitere Betriebsarten bereit. Der Modus Audio Broadcasting leitet das Signal der Soundbar an die abnehmbaren Lautsprecher weiter – praktisch, wenn man etwa in der Küche weiterhören möchte, während im Wohnzimmer der Fernseher läuft. Die Nacht-Hörfunktion hingegen schaltet Soundbar und Subwoofer stumm und begrenzt die Ausgabe auf die abnehmbaren Lautsprecher. Das schont nachts die Nachbarn, klanglich ist diese Betriebsart allerdings ein deutlicher Rückschritt und eher als Notlösung zu betrachten.

Dank Ethernet-Anschluss ist die Verbindung zur JBL Bar 1300MK2 jederzeit stabil.

Anschlüsse und Konnektivität

Für den Anschluss von Zuspielern stehen drei HDMI-Eingänge zur Verfügung, hinzu kommt ein HDMI-Ausgang mit eARC. Die Eingänge unterstützen HDCP 2.3 sowie den Passthrough von HDR10+ und Dolby Vision. Dank der drei Anschlüsse lassen sich mehrere Quellen wie Blu-ray-Player, Streaming-Gerät oder Spielekonsole dauerhaft anschließen, ein externer Umschalter entfällt.

Eine Einschränkung gibt es für Gamer: Die HDMI-Eingänge verarbeiten 4K-Signale mit HDR, jedoch nur mit maximal 60 Hertz. Konsolen wie die Playstation 5 oder Xbox Series X, die Spiele mit 120 Hertz darstellen können, sollten daher direkt am Fernseher angeschlossen werden. Der Ton wird dann per eARC an die Soundbar weitergeleitet.

JBL Bar 1300MK2: Der Subwoofer bietet zwei 8-Zoll-Treiber mit insgesamt 1200 Watt Leistung.

Für die Netzwerkanbindung stehen WLAN nach Wi-Fi-6-Standard und ein Ethernet-Anschluss zur Verfügung. Eine kabelgebundene Verbindung arbeitet grundsätzlich zuverlässiger als jede Funkverbindung. Im Test zeigte sich: In einem komplexen WLAN-Set-up mit zwei Routern und vier Netzen (jeweils 2,4 und 5 Gigahertz) kam es häufiger zu Verbindungsabbrüchen. Erst der Wechsel auf Ethernet schaffte Abhilfe – wer maximale Stabilität beim Streaming wünscht, sollte auf das Kabel setzen.

Als weitere Audioeingänge stehen ein optischer Digitaleingang sowie Bluetooth bereit. Für letztere wird der Codec AAC genutzt, der immerhin eine bessere Qualität bietet als SBC. Ein USB-Anschluss ist ebenfalls vorhanden, in Deutschland dient dieser jedoch ausschließlich für Service-Zwecke wie Firmware-Updates. Die Wiedergabe von Musik via USB wird nicht unterstützt.

Mit der App JBL One lässt sich die Bar 1300MK2 bequem einrichten und konfigurieren. Trotz der vielen Funktionen ist die App übersichtlich und intuitiv bedienbar.

Netzwerk-Funktionen und Streaming

In puncto Streaming-Dienste zeigt sich die JBL Bar 1300MK2 gut aufgestellt. Unterstützt werden AirPlay, Google Cast, Spotify Connect, Tidal, Qobuz, Amazon Music (inklusive Dolby-Atmos-Titel), Napster, iHeart Radio, Calm Radio und Tunein. Auch Roon Ready ist die Soundbar, ebenso kompatibel zu DLNA-basierten Diensten. So lässt sich die Soundbar etwa als Medienabspielgerät auch unter Home Assistant nutzen.

Für die Nutzung in mehreren Räumen lässt sich die Soundbar über AirPlay, Google Cast und Roon mit anderen kompatiblen Lautsprechern im selben Netzwerk gruppieren und synchron bespielen.

Die JBL One App übernimmt dabei nicht nur die Ersteinrichtung, sondern auch die Klanganpassung per Equalizer, Firmware-Updates und die Personalisierung der programmierbaren Taste (Moment) auf der Fernbedienung. Software-Updates werden automatisch über das Heimnetzwerk eingespielt, sofern die Soundbar mit dem Internet verbunden ist.

Mit der App JBL One lässt sich die Bar 1300MK2 bequem einrichten und konfigurieren. Trotz der vielen Funktionen ist die App übersichtlich und intuitiv bedienbar.

App, Bedienung und Einrichtung

Zur Steuerung der Soundbar liegen zwei Wege bereit: die Fernbedienung und die JBL One App. Die Fernbedienung bietet direkte Zugriffe auf Bass-Pegel, Surround-Pegel und die Intensität des Dolby-Atmos-Effekts. Mit der CALIBR-Taste startet man die Klangkalibrierung, die mit einem Herzsymbol gekennzeichnete Moment-Taste ermöglicht schnellen Zugriff auf personalisierte Einstellungen.

Die JBL One App kommt immer dann ins Spiel, wenn man die integrierten Streaming-Dienste nutzen möchte. Ferner bietet sie zahlreiche Hilfestellungen, etwa zur Verwendung der abnehmbaren Rear-Lautsprecher als eigenständige Bluetooth-Lautsprecher in anderen Räumen. Trotz der Vielzahl an Funktionen wirkt die App übersichtlich und lässt sich intuitiv bedienen.

Praktisch: Über die App lässt sich die Moment-Taste auf der Fernbedienung mit einem bestimmten Streaming-Dienst belegen, sodass man für den Musikstart nicht erst die App öffnen muss. Auch wer Musik nur für eine begrenzte Zeit hören möchte, kann dies in der App festlegen und mit der Favoriten-Taste koppeln – zur Auswahl stehen 15, 30, 45 und 60 Minuten.

Für die Anbindung an die TV-Fernbedienung bietet die Soundbar eine IR-Lernfunktion. Sie programmiert die wichtigsten Befehle wie Lautstärke und Stummschaltung, was vor allem dann relevant ist, wenn der Fernseher HDMI-CEC nicht unterstützt.

Die Leistungsaufnahme im vernetzten Standby liegt unter zwei Watt. Ein noch sparsamerer Tiefschlaf-Modus senkt den Verbrauch weiter, bringt im Test aber einen Nachteil mit sich: Ist diese Betriebsart aktiviert, startet die Soundbar nicht mehr automatisch, wenn der Fernseher eingeschaltet wird.

Die HBL Bar 1300MK2 bietet mit Dolby-Atmos-Inhalten ein tolles 3D-Klangerlebnis.

Abmessungen und Wandmontage

Mit einer Breite von 1404 Millimetern inklusive der angedockten Surround-Lautsprecher überragt die Soundbar selbst einen 55-Zoll-Fernseher deutlich. Steht dieser in einem Regal oder einer Wandnische, muss die JBL Bar davor platziert werden – was klanglich sogar von Vorteil ist: Die seitlich und schräg nach vorn abstrahlenden Treiber können sich so ungehindert entfalten, was dem 3D-Klangerlebnis zugutekommt.

Die Basiseinheit ohne die abnehmbaren Lautsprecher misst 1030 × 58 × 136 Millimeter, die Surrounds selbst kommen einzeln auf 202 × 58 × 136 Millimeter (je 1,3 Kilogramm). Der Subwoofer bringt es auf 315 × 277 × 275 Millimeter und wiegt stattliche 12 Kilogramm. Die Bauhöhe von 58 Millimetern ist für die Platzierung vor einem Fernseher ausgelegt, ohne das Bild zu verdecken.

Für die Wandmontage liegen Montageset und eine Bohrschablone bei. Soundbar und abnehmbare Lautsprecher lassen sich gemeinsam oder getrennt an der Wand befestigen. Wird nur die Soundbar montiert, decken mitgelieferte Seitenkappen die offenen Enden nach dem Abnehmen der Surrounds ab.

Soundbar und Subwoofer sind ab Werk gekoppelt. Sollte die Verbindung dennoch einmal unterbrochen sein, lässt sie sich über eine Taste auf der Subwoofer-Rückseite und die Fernbedienung jederzeit erneuern.

Mit Filmen in Dolby Atmos wie Troll 2 bietet die JBL Bar 1300MK2 ein immersives 3D-Klangerlebnis.

Klangtest

Die JBL Bar 1300MK2 kann ihre außergewöhnliche technische Ausstattung in der Praxis voll entfalten – vorausgesetzt, sie wird mit dem passenden Format gefüttert und die Rear-Lautsprecher sind korrekt hinter der Hörposition platziert. Bei Dolby-Atmos-Material entsteht dann eine beeindruckende Räumlichkeit, die fast an Kinoatmosphäre heranreicht. Der Bass spielt spektakulär auf, ohne unangenehm zu wummern. Wer es dennoch druckvoller mag, regelt den Pegel per Fernbedienung oder App auf Maximum – sollte dann aber womöglich bald mit Nachbarbeschwerden rechnen.

Die Netflix-Produktion "Im Westen nix Neues" bietet als einer von wenigen deutschsprachigen Filmen Unterstützung für Dolby Atmos.

Für die Musikwiedergabe empfehlen wir, die Rear-Lautsprecher an der Soundbar zu belassen. Das sorgt für eine breitere Bühnenabbildung, was uns im Test am besten gefallen hat. Allerdings spielt die JBL Bar 1300MK2 nicht ganz so detailreich und präzise wie eine KEF Xio auf. Letztere ist allerdings deutlich teurer und bringt weder Subwoofer noch Rear-Lautsprecher mit – weshalb sie bei Filmen in puncto Räumlichkeit hinter der JBL zurückbleibt.

Auch bei alltäglichem TV-Genuss überzeugt die Soundbar. Ob Nachrichten oder Tatort – selbst mit einfachem Dolby Digital kommen Soundeffekte gut zur Geltung, und die Sprachverständlichkeit ist hervorragend. Erfreulich: Selbst bei aktivierter Dialogverstärkung über die Switch-Option in der App leidet der Klang nicht.

Die Leistung der JBL Bar 1300MK2 reicht locker aus, um eine größere Party zu beschallen.

Kanäle 11.1.4 7.1.4 7.1 5.1
Breite (cm) 140,4 120,3 116,3 94
Breite o. SLS (cm) 103 85,4 85,4
Tiefe (cm) 13,6 12,8 12,8 10,4
Höhe (cm) 5,8 5,2 5,2 5,05
Dolby Atmos ja ja ja ja
Kanäle 11.1.4 7.1.4 7.1 5.1
Leistung (Gesamt) 2470 W 960 W 780 W 750 W
Leistung (Soundbar) 950 W 500 W 400 W 450 W
Leistung Subwoofer 1200 W 300 W 300 W 300 W
Leistung Surround 2x 160 W 2x 80 W 2x 40 W
WLAN 802.11 a/b/g/n/ac/ax 802.11 a/b/g/n/ac/ax 802.11 a/b/g/n/ac/ax 802.11 a/b/g/n/ac/ax
Ethernet ja ja ja nein
HDMI eARC ja ja ja ja
HDMI-Eingang 3 3 1 1

Preis

Qualität kostet, so ist es auch bei der JBL Bar 1300MK2, die regulär für 1499 Euro angeboten wird. Aktuell ist sie im Handel kaum günstiger. Wer mit einem etwas schwächeren Bass und geringfügig schlechterer Räumlichkeit zufrieden ist, kann auch zur JBL Bar 1000MK2 (Testbericht) greifen, die aktuell für 949 Euro erhältlich ist.

Fazit

Die JBL Bar 1300MK2 ist eine außergewöhnliche Soundbar, die primär durch ihr cleveres Konzept und ihre klangliche Wucht beeindruckt. Die abnehmbaren, kabellosen Akku-Rear-Lautsprecher sind kein Gimmick, sondern ein durchdachtes Feature, das maximale Flexibilität bietet – vom klassischen Surround-Set-up bis hin zur Nutzung als eigenständige Bluetooth-Boxen in anderen Räumen. Klanglich spielt das System in der Oberliga: Der Bass ist druckvoll und präzise, die Räumlichkeit bei Dolby-Atmos-Material beeindruckend und die Dialogverständlichkeit hervorragend.

Für wen lohnt sich die JBL? In erster Linie für alle, die ein kompromissloses Heimkino-Erlebnis suchen und die Flexibilität der abnehmbaren Lautsprecher zu schätzen wissen. Die Leistung reicht locker aus, um auch größere Räume oder Partys zu beschallen.

Bei einem aktuellen Preis von 1369 Euro ist die Konkurrenz jedoch nicht weit:

  • Samsung HW-Q990F (Testbericht): Für deutlich unter 800 Euro bekommt man hier ein exzellentes Gesamtpaket. Sie kann in puncto Räumlichkeit mit der JBL mithalten und bietet ebenfalls vollwertige Rear-Lautsprecher. Wer primär ein rundum überzeugendes Surround-System zu einem fairen Preis sucht, ist mit der Samsung möglicherweise besser beraten – auch wenn ihr Bass nicht ganz so brachial ausfällt.
  • KEF XIO (Testbericht): Für 2249 Euro zielt die Soundbar ohne Subwoofer auf eine gänzlich andere Zielgruppe ab. Sie spielt detailreicher und präziser auf, was Musikliebhaber zu schätzen wissen. Für ein maximal immersives Filmerlebnis mit tiefem Bass und echtem Surround-Sound muss man zusätzlich investieren.

Die Entscheidung hängt also davon ab, was einem wichtiger ist: das flexible Gesamtpaket mit Kino-Feeling (JBL), das unschlagbare Preis-Leistungs-Verhältnis (Samsung) oder die audiophile Präzision bei der Musikwiedergabe (KEF).



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Künstliche Intelligenz

1 Terawatt an KI-Chips – Elon Musk will größte Chipfabrik bauen


In der texanischen Haupstadt Austin hat Elon Musk am Samstag sein Projekt „Terafab“ angekündigt. Unter diesem Namen soll die größte voll integrierte Chipfabrik der Welt entstehen. Sie soll vorwiegend KI-Beschleuniger für Training und Inferencing herstellen, aber auch Solarzellen und Speicherbausteine. In der Terafab sollen auch die für die Belichtung von Halbleitern nötigen Masken selbst gefertigt werden und die fertigen Chips in Gehäuse gesetzt werden, das so gennannte „packaging“.

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Elon Musk verspricht sich von diesem integrierten Ansatz eine „um eine Größenordnung bessere“ Geschwindigkeit bei der Entwicklung der Chips. Sie sollen vollständig im selben Gebäude hergestellt und getestet werden. Sind Verbesserungen nötig, sollen neue Masken gefertigt werden, und der Prozess beginnt von vorne. Musk sagte, dass seines Wissens nach niemand in der Halbleiterindustrie diesen Ansatz verfolge.

In seinem knapp halbstündigen Vortrag, der bei X gestreamt wurde, machte Musk keinerlei Angaben zu den dafür nötigen Basistechnologien oder Zulieferern für Material oder die Maschinen, welche die Chips herstellen sollen. Firmen wie ASML, Weltmarktführer bei EUV-Lithographie, oder Trumpf, welche die Laser für diese Belichter herstellen, wurden nicht genannt. Auch Zeitpläne oder den Kostenrahmen ließ der Unternehmer offen.

Aus früheren Äußerungen von Musk ist nur bekannt, dass die Terafab 2 Nanometer kleine Strukturen auf den Chips erreichen soll. In diesen, bei verschiedenen Prozessen schlecht vergleichbaren, Dimensionen arbeitet derzeit auch Fertigungs-Technologieführer TSMC. Üblicherweise dauert die Entwicklung von derartigen Prozessen mehrere Jahre, wenn ein Unternehmen entsprechende Erfahrung, Personal und Maschinen besitzt.

Die Fabrik, die von Tesla, SpaceX und xAI gemeinsam betrieben werden soll, ist laut einem Renderbild in der Nähe des Tesla-Hauptquartiers bei Austin geplant. Auch zur Energieversorgung oder der Größe der Fläche machte Musk keine Angaben. Gleiches gilt für mögliche Partner. Der Unternehmer hatte jedoch früher angedeutet, dass seine Halbleiterfertigung mit Intel zusammenarbeiten könnte. Auch dieses Unternehmen, oder das auch in Austin ansässige AMD, erwähnte Musk nicht.

Nötig ist die eigene Halbleiterfertigung für die drei Musk-Unternehmen dem Vortrag zufolge nicht nur für die bisherigen Produkte von SpaceX, xAI und Tesla. In der ersten Hälfte seiner Ausführungen betonte Musk wieder einmal seine Vision von einem Leben der Menschheit im All. Um das zu erreichen, bräuchte man demnach ein Mehrfaches der Rechenleistung für Künstliche Intelligenz, die bisher auf der Erde zur Verfügung steht. Die bräuchte aber auch ein mehrfaches an Energie.

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Musks Vision: Optimus baut Raketen und Satelliten, und die stellen im All mehr KI-Rechenleistung als auf der gesamten Erde zur Verfügung.

(Bild: SpaceX, Screenshot: heise medien)

Folglich sollen die künftigen Rechenzentren vorwiegend mit Satelliten im All realisiert werden. Musk zeigte dazu Rendergrafiken eines „AI Sat Mini“ genannten Satelliten, dessen ausgefaltete Solarzellen das aktuelle Starship V3 von SpaceX überragen. Dieses ist rund 124 Meter hoch. Um 1 Terawatt Rechenleistung im All zu ermöglichen – das ist ein Ziel der Terafab – sollen die Satelliten von einem nochmals größeren Starship V4 von rund 140 Metern befördert werden. Dessen Nutzlast soll bei 200 Tonnen liegen.

Einer der AI Sat Mini soll eine Leistungsaufnahme von rund 100 Kilowatt bereitstellen. Dass die Frage der Kühlung von solchen Systemen im All ungeklärt sei, bezeichnete Musk als „bizarre Debatte“. SpaceX wisse durch die zehntausenden Starlink-Satelliten, wie man solche Geräte kühle. Andere KI-Unternehmer sehen das anders. Sam Altman von OpenAI nannte vor einem Monat die Idee von Rechenzentren im All „lächerlich“ – vor allem wegen der Kosten des Transports und der fehlenden Reparaturmöglichkeiten von orbitalen Systemen.

Die in der Terafab hergestellten Chips sollen auch auf der Erde in konkreten Produkten zum Einsatz kommen, auch denen der Musk-Firmen. Der Unternehmer nannte als ein boomendes Segment mehrfach humanoide Roboter wie das System „Optimus“ von Tesla. Diese würden bald mehrfach häufiger hergestellt werden als Autos: „Ich schätze, die Produktion humanoider Roboter wird irgendwo zwischen einer und zehn Milliarden Einheiten pro Jahr liegen, das ist also eine ganze Menge.“

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(nie)



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