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Buy now, pay later: Wie Sie Einkäufe später bezahlen können


Das neue Smartphone wirkt verlockend, wäre da nur nicht der eigene Kontostand. Denn der spricht ganz klar gegen den Kauf. Aber als ob es der Händler geahnt hätte: Neben der Einmalzahlung bietet er auch eine Zahlung auf Raten oder zu einem späteren Zeitpunkt an. Buy now, pay later (BNPL) – so das fast schon uneigennützig wirkende Angebot. So können Sie Ihr Konsumverlangen befriedigen, obwohl es die eigene wirtschaftliche Situation vielleicht gar nicht hergibt.


Update

05.12.2025,

11:02

Uhr

Wir haben alle Konditionen auf den Stand vom 4. Dezember 2025 aktualisiert sowie die bevorstehenden Änderungen bezüglich Amazons Ratenzahlungsoptionen eingefügt.

Ratenzahlung oder Zahlungsziele mit einer Frist von einem Monat oder länger sind keine neue Erfindung. Schon vor Jahrzehnten boten Versandhäuser wie Neckermann, Otto und Quelle derartige Optionen. Im (Online-)Handel der Gegenwart bieten Händler meist in Zusammenarbeit mit Zahlungsdienstleistern wie Klarna und Paypal solche BNPL-Varianten an. Allerdings haben inzwischen auch Banken erkannt, dass man auf diesem Wege zusätzliche Einnahmen generieren kann. Denn die großzügigen Zahlungsziele sind in vielen Fällen mit Gebühren oder Zinsen verbunden.

  • Hinter dem Begriff „Buy now, pay later“ können sich verschiedene Zahlungsmöglichkeiten verbergen, etwa ein 14-tägiges Zahlungsziel oder 24 Monatsraten.
  • Viele „Buy now, pay later“-Anbieter bieten zumindest eine Zahlungsoption, bei der keine Gebühren oder Zinsen anfallen.
  • Einige Banken ermöglichen, bereits getätigte Umsätze nachträglich in eine Ratenzahlung umzuwandeln.
  • In vielen Fällen verlangen die Anbieter Zinssätze, die über den denen von Verbraucher- oder Dispositionskrediten liegen.

Wir zeigen anhand mehrerer Beispiele, welche „Buy now, pay later“-Möglichkeiten es neben Klarna und Paypal gibt und wie Sie für selbst bereits erfolgte Käufe eine spätere Bezahlung vereinbaren können. Zudem gehen wir auf die Kosten ein, mit denen Sie bei den jeweiligen Anbietern rechnen müssen.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Buy now, pay later: Wie Sie Einkäufe später bezahlen können“.
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Digitaler Befreiungsschlag: EU-Parlament fordert Loslösung von US-Tech-Riesen


Das EU-Parlament hat am Donnerstag einen Bericht über technologische Souveränität und digitale Infrastruktur mit einer großen, fraktionsübergreifenden Mehrheit von EVP, Sozialdemokraten, Liberalen und Grünen angenommen. Das breite Bündnis signalisiert die Entschlossenheit der Abgeordneten, die europäische Abhängigkeit von US-Technologien drastisch zu reduzieren und eigene Kapazitäten massiv auszubauen.

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Die Volksvertreter fordern mit der Resolution von der EU-Kommission mutige Reformen, insbesondere einen ambitionierten „Cloud and AI Development Act“. Ein politisches Ausrufezeichen setzt die Verabschiedung eines Zusatzes, mit dem das Parlament das Recht der EU zur Durchsetzung eigener Gesetze wie dem Digital Services Act (DSA) bekräftigt und US-Einreiseverbote gegen zivilgesellschaftliche Akteure wie die Spitze der zivilgesellschaftlichen Organisation HateAid scharf verurteilt.

Inhaltlich setzt der Bericht auf eine strategische Neuausrichtung der öffentlichen Beschaffung und der Infrastruktur. Die verabschiedete Kompromisslinie sieht vor, dass Mitgliedstaaten europäische Tech-Anbieter in strategischen Sektoren bevorzugen können, um die technologische Kapazität der Gemeinschaft systematisch zu stärken. Die Grünen forderten hier sogar eine noch strengere Regelung, bei der die Nutzung von Produkten „Made in EU“ zur Regel werden sollte und Ausnahmen explizit begründet werden müssten. Auch bei der Cloud-Infrastruktur drängten sie auf eine Definition, die eine vollständige EU-Jurisdiktion ohne Abhängigkeiten von Drittstaaten vorsieht.

Mit dem Beschluss wollen die Abgeordneten den Grundstein für eine europäische digitale öffentliche Infrastruktur legen, die auf offenen Standards und Interoperabilität basiert. Dabei wird das Prinzip Public Money, Public Code als strategisches Fundament verankert, um die Abhängigkeit von einzelnen Anbietern zu verringern. Software, die mit Steuergeldern speziell für die Verwaltung entwickelt wird, soll demnach unter freien Lizenzen für alle bereitgestellt werden. Zur Finanzierung setzt das Parlament auf den Ausbau von öffentlich-privaten Investitionen. Im Gespräch war vorab etwa ein mit zehn Milliarden Euro dotierter „European Sovereign Tech Fund“, um gezielt strategische Infrastrukturen zu errichten, die der Markt allein nicht bereitstellt.

Die Schattenberichterstatterin für die Grünen, Alexandra Geese, sieht Europa mit dem Votum bereit, die Kontrolle über seine digitale Zukunft zu übernehmen. Solange europäische Daten von US-Anbietern gehalten würden, die Gesetzen wie dem Cloud Act unterliegen, sei die Sicherheit in Europa nicht gewährleistet.

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Die Dringlichkeit der parlamentarischen Forderungen bestätigt eine Analyse der Gesellschaft für Informatik (GI). Experten wie Harald Wehnes und Julian Kunkel warnen, dass 2025 einen tiefen Einschnitt markiere: Die neue nationale Sicherheitsstrategie der USA definiere digitale Infrastrukturen explizit als nationale Sicherheitsgüter. In dem Papier der Trump-Regierung werde ein „digitaler Imperialismus“ deutlich, der Europa nur noch als reinen Absatzmarkt und Territorium für strategische Abhängigkeiten sehe. Wenn US-Monopolstellungen als Machtmittel instrumentalisiert würden, drohe Europa zu einem politisch entmündigten Gebiet zu verkommen.

Die GI-Autoren weisen darauf hin, dass das Dienstleistungsbilanzdefizit der EU gegenüber den USA bereits 2024 einen Rekordwert von 148 Milliarden Euro erreichte. Diese enorme Summe fließe direkt in die technologische Dominanz der Gegenseite. Angesichts dieser Bedrohung drängen sie auf eine radikale Kehrtwende in der öffentlichen IT-Beschaffung. Der Ansatz „European Tech First“ sei kein blinder Protektionismus, sondern Notwehr zur Sicherung der Handlungsfähigkeit.

Besonders kritisch sehen die Informatiker „Souveränitäts-Washing“: Angebote von US-Hyperscalern für „souveräne Clouds“ seien oft Scheinlösungen, da die finale technologische Kontrolle in den USA verbleibe. Stattdessen brauche es eine konsequente Bevorzugung von Open-Source-Lösungen aus dem europäischen Wirtschaftsraum. Der Beschluss des Parlaments bietet die Chance, diesen Appellen politisches Gewicht zu verleihen. Die Abgeordneten wollen damit den Weg für ein eigenständiges, werteorientiertes digitales Europa freimachen, das sich nicht länger durch algorithmische Kontrolle von außen steuern lässt.


(mho)



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Schnelle Evolution: Neue Spezies erscheinen 2000 Jahre nach Chicxulub-Einschlag


Vor etwa 66 Millionen Jahren schlug ein Asteroid auf der Erde ein und löschte fast alles Leben aus, allen voran die Dinosaurier, die damals beherrschende Spezies. Danach hat sich das Leben wieder entwickelt – und zwar in atemberaubendem Tempo, wie Wissenschaftler herausgefunden haben.

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Der Asteroid hatte einen Durchmesser von 10 bis 15 Kilometern. Er schlug auf der heutigen Halbinsel Yucatan in Mexiko ein – damals war dort Wasser – und hinterließ einen der größten Einschlagkrater auf der Erde, mit einem Durchmesser von 180 Kilometern und einer Tiefe von 30 Kilometern. Dabei wurden immense Mengen Erdreich in die Luft geschleudert, wodurch sich das Klima extrem veränderte. Innerhalb kürzester Zeit starben 75 Prozent aller Arten aus. Es war das größte Massensterben der Erdgeschichte.

Dass sich das Leben wieder entwickelt hat, sehen wir heute. Der Neuanfang vollzog sich dabei in erdgeschichtlich sehr kurzer Zeit: Bereits nach weniger als 2000 Jahren seien neue Planktonarten aufgetaucht, berichtet ein Team des Instituts für Geophysik der University of Texas in der Fachzeitschrift Geology über seine Forschungen am Chicxulub-Krater in Mexiko. „Das ist unglaublich schnell“, sagte Chris Lowery. Normalerweise entwickeln sich neue Spezies über einen Zeitraum von etwa einer Million Jahre.

Lowerys Team hat jedoch schon früher an dem Einschlagskrater geforscht und herausgefunden, dass sich das Leben rasch nach der Katastrophe wieder erholte. Dennoch ging die Forschung davon aus, dass es mehrere Zehntausend Jahre dauerte, bis neue Arten auftauchten.

Als Indikator dafür gelten Sedimentansammlungen, also Lockermaterialien, die teilweise organischen Ursprungs sind. Die Annahme war, dass sich Sedimente nach dem Einschlag im gleichen Maß ansammelten wie vorher. Darauf basierten die Altersbestimmungen kleiner Fossilien in der Schicht, die als Kreide-Paläogen-Grenze (K/Pg-Grenze) bezeichnet wird.

Lowerys Team geht davon aus, dass Massensterben an Land und im Meer die Sedimentationsrate an der K/Pg-Grenze änderte. Es nutzte für die Datierung Helium-3 als Marker. Das Helium-Isotop lagert sich mit einer konstanten Geschwindigkeit im Sediment auf dem Meeresgrund ab. Lagert sich das Sediment langsam ab, ist darin viel Helium-3 enthalten. Lagert es sich hingegen schnell ab, ist der Helium-3-Gehalt entsprechend geringer.

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Das Team bestimmte anhand des Helium-3-Gehalts die Sedimentationsraten an sechs Fundorten der K/Pg-Grenze in Europa, Nordafrika und im Golf von Mexiko. Diese Daten nutzte es dann, um das Alter von Sedimenten zu bestimmen, in denen Parvularugoglobigerina eugubina auftritt. Das Vorkommen dieser Planktonart gilt als Hinweis auf eine Erholung nach dem Massensterben.

Parvularugoglobigerina eugubina tauchte im Zeitraum 3500 und 11000 Jahren nach dem Chicxulub-Einschlag auf – der genaue Zeitpunkt ist nach Standort unterschiedlich. Allerdings fanden die Forscher auch einige Planktonarten, die weniger als 2.000 Jahre nach dem Chicxulub-Einschlag auftraten und eine Erholung der Artenvielfalt einleiteten, die sich über 10 Millionen Jahre fortsetzte.

„Die Geschwindigkeit der Erholung zeigt, wie widerstandsfähig die Natur ist. Dass sich nach erdgeschichtlichem Maßstab in einem Herzschlag komplexes Leben wiederherstellt, ist wirklich erstaunlich“, sagte Timothy Bralower, einer der Autoren der Studie. „Angesichts der Bedrohung durch die anthropogene Zerstörung von Lebensräumen ist dies möglicherweise auch beruhigend für die Widerstandsfähigkeit moderner Arten.“


(wpl)



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OnePlus dementiert Gerüchte über das Aus des Unternehmens


Beim Smartphone-Hersteller OnePlus scheint es drunter und drüber zu gehen. Das Unternehmen dementiert zwar einen Bericht über das Ende der Marke, jedoch scheint die Konzernmutter Oppo Umstrukturierungen vorzunehmen, die auch OnePlus betreffen. Konkrete Fragen dazu beantwortet OnePlus bisher nicht.

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OnePlus ist ein Unternehmen der chinesischen BBK-Gruppe, das im Jahr 2021 von der BBK-Marke Oppo übernommen wurde. Laut einem Bericht des Magazins Android Headlines plant Oppo jetzt, die Marke OnePlus abzuwickeln. OnePlus kämpfe seit Jahren um Marktanteile und auch eine Ende 2022 angekündigte Finanzspritze von Oppo in Höhe von 1,4 Milliarden US-Dollar (knapp 1,2 Milliarden Euro) habe nicht zu erhofften Verbesserungen geführt.

Nach enttäuschenden Ergebnissen in Indien und China versuche die Muttergesellschaft nun offenbar, die Verluste zu begrenzen, heißt es weiter. Marktzahlen von Omdia zufolge verlor OnePlus zwischen 2023 und 2024 mehr als 20 Prozent an Absatz, während Oppo selbst zulegen konnte. Ferner kursieren Gerüchte über die Einstellung des OnePlus 15s und des Foldables OnePlus Open 2 – angeblich Anzeichen dafür, dass OnePlus den Smartphone-Markt aufgeben könnte.

Eine erste Reaktion seitens OnePlus kam aus Indien, einem der wichtigsten Märkte der Marke: Robin Liu, CEO von OnePlus in Indien, wies die „Fehlinformationen“ in einem Beitrag auf X entschieden zurück und sagte, dass das Unternehmen nicht geschlossen werde. Zudem forderte er in seinem Beitrag „alle Beteiligten dringend auf, Informationen anhand offizieller Quellen zu überprüfen, bevor sie unbegründete Behauptungen weitergeben“.

Auch OnePlus Nordamerika veröffentlichte eine Stellungnahme, die einen weniger überzeugenden Tonfall hat: „OnePlus North America setzt seinen Betrieb fort und garantiert seinen Nutzern weiterhin umfassenden Kundendienst, Software-Updates und die Einhaltung ihrer Rechte.“

Eine ähnlich klingende Stellungnahme wurde uns auf Nachfrage von der europäischen Dependance des Unternehmens zugeschickt: „Die bestehenden Geschäftsaktivitäten von OnePlus Europa laufen weiterhin wie gewohnt weiter. Der Kundendienst, Software-Updates und Rechteverpflichtungen aller Nutzer sind vollständig gewährleistet.“

Auf eine weitere Nachfrage, ob man von OnePlus in Europa neue Produkte erwarten könnte, erhielten wir keine Antwort. Stattdessen betonte OnePlus abermals, dass „alle vorhandenen Geräte weiterhin Software-Updates und Kundendienstleistungen erhalten“ werden. „Derzeit können wir nur die oben genannte Erklärung abgeben.“

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Gerade der letzte Satz deutet an, dass OnePlus derzeit dabei sein könnte, sich umzustrukturieren, aber noch nicht bereit ist, es zu kommunizieren. Allerdings scheint es im Hinblick auf die Stellungnahme des Indienchefs nicht zu einem kompletten Aus der Marke zu kommen. Jedoch wäre es möglich, dass OnePlus seine Aktivitäten in einigen Regionen reduzieren oder einstellen könnte.

Dass Oppo beziehungsweise BBK seine Smartphonesparten neu aufstellt, zeigte sich schon Anfang des Jahres: Die eigenständige Smartphone-Marke Realme, die unter anderem in Indien, Südostasien und Europa aktiv ist, ist zu einer Untermarke von Oppo geworden. Wie Reuters berichtet, sollen die Ressourcen der beiden Unternehmen gebündelt werden, um Kosten zu senken.

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Ein weiterer Hinweis auf Änderungen der Markenausrichtungen zeigte sich bei der Vorstellung der Topsmartphones von Oppo und OnePlus: Auf dem High-End-Gerät Oppo Find X9 Pro prangte plötzlich ein Hasselblad-Logo, während dieses auf dem OnePlus 15 fehlte. Dabei hatte OnePlus mit dem OnePlus 9 und 9 Pro den schwedischen Kameraspezialisten erst in den Smartphonemarkt geholt. Zudem gelten die Kameras des aktuellen OnePlus-Topmodells als weniger gut als beim Oppo-Flaggschiff.

Bis Klarheit über die Zukunft von OnePlus herrscht, dürfte noch eine Weile vergehen. Die besten Zeiten könnte der Hersteller zumindest in Europa hinter sich haben. Schon seit der Rückkehr auf den hiesigen Markt nach einer mehrjährigen Zwangspause wegen Patentstreitigkeiten mit Nokia ist OnePlus nicht wieder mit voller Kraft nach Deutschland zurückgekehrt.


(afl)



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