Künstliche Intelligenz
CATL eröffnet 2000. Wechselstation und baut die Infrastruktur weiter aus
Wechseln statt laden: In China treibt der Akkuhersteller Contemporary Amperex Technology Co. Limited (CATL) das Thema Akkuwechsel weiter voran. Das Unternehmen baut sein Akkuwechselnetz Choco-SEB weiter aus – mit großem Engagement.
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Gerade sei die 2000. CATL-Akkuwechselstation eingeweiht worden, berichtet das chinesische Autonachrichtenportal CarNewsChina.com. Die Stationen seien in 31 Provinzen – also praktisch im ganzen Land – und in 180 Städten zu finden. In 80 Prozent der in kleinen und mittelgroßen Städten gebe es eine Station. Hinzu kommen zwei in Hongkong.
Das Ziel ist demnach, bis Ende des Jahres die Zahl der Stationen auf 3000 zu erhöhen. Das klingt viel, allerdings hat CATL im zweiten Quartal im Schnitt über 200 Stationen im Monat eröffnet. Geht es in dem Tempo weiter, sollte das selbst gesteckte Ziel zu schaffen sein. Im Herbst 2025 gab es 700 Stationen.
CATL konzentriere sich derzeit darauf, neue Stationen entlang der wichtigen Fernverkehrsstraßen zu bauen, darunter etwa die Verbindung von Peking nach Harbin, die Hauptstadt der Provinz Heilongjiang im Nordosten des Landes, von Peking nach Kunming, die Hauptstadt der Provinz Yunnan im Süden oder von Peking nach Tibet. Weitere Elektrokorridore sollen zwischen Daqing und Guangzhou parallel zur Ostküste entstehen sowie zwischen Lanzhou in der nordwestchinesischen Provinz Gansu und Haikou auf der Insel Hainan im südchinesischen Meer.
Mehrere Hersteller verbauen Wechselakkus
Die Wechselakkus nennt CATL Choco Swapping Electro Block (SEB). Sie heißen so, weil sie von der Optik her an eine Tafel Schokolade erinnern. CATL bietet sie in mehreren Varianten an, darunter zwei für Pkw und eine für kleinere Lkw. Mehrere chinesische Fahrzeughersteller, darunter Changan und GAC Aion, verbauen die Akkus bereits. Der Autokonzern Nio will die Fahrzeuge seiner Marke Firefly mit Choco-SEBs ausstatten.
Vor etwa 20 Jahren versuchte der ehemalige SAP-Manager Shai Agassi, eine Infrastruktur für den Akkuwechsel aufzubauen, zunächst in Israel, Dänemark und Australien. Allerdings scheiterte das Projekt mit dem Namen Better Place. Der chinesische Konzern Nio belebte das Konzept wieder und hat ein großes Netz an Ladestationen aufgebaut, darunter auch einige wenige in Deutschland.
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Einen leeren Akku zu tauschen, statt ihn zu laden, hat einen Zeitvorteil: Der Tausch ist schneller. Allerdings relativiert sich dieser Vorteil mit der Einführung von 800-Volt-Systemen, die deutlich kürzere Ladezeiten ermöglichen. Fortschritte in der Akkutechnik werden weitere Verbesserungen bringen.
Kürzlich hat CATL eine Kooperation mit dem britischen Energiekonzern Octopus Energy geschlossen. Sie haben das Joint Venture Swaptopus gegründet, das in Europa eine Infrastruktur mit Akkutauschstationen für Elektro-Lkw aufbauen will.
(wpl)