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Customer-Support-ROI: Warum Ticket-Automatisierung allein nicht ausreicht
Im Jahr 2026 stehen viele Führungskräfte vor einem echten Paradox: Die klassischen Kennzahlen im Customer Support erreichen Höchststände – und dennoch bleibt der Zusammenhang mit messbarem wirtschaftlichem Nutzen oft unklar.
Das Problem liegt nicht darin, dass gängige Automatisierungsansätze grundsätzlich nicht funktionieren. Vielmehr reicht es nicht aus, lediglich Tickets zu automatisieren, wenn Customer Support tatsächlich einen belastbaren ROI liefern soll. Der wahre Wert von Support liegt heute nicht mehr in der massenhaften Bearbeitung von Anfragen, sondern darin, Probleme frühzeitig zu verhindern, bevor sie sich zu messbaren wirtschaftlichen Verlusten entwickeln.
Warum sich Support-ROI 2026 schwerer belegen lässt
Moderne Support-Organisationen entwickeln sich zunehmend hin zu hybriden Modellen, in denen KI und menschliche Agents zusammenarbeiten. Eine Gartner-Umfrage zeigt: 95 % der Customer-Service-Verantwortlichen planen, auch künftig menschliche Agents parallel zu KI einzusetzen. Hybride Setups sind damit längst auf dem Weg zum Standard.
In der Praxis übernehmen KI-Systeme heute Routineanfragen, während Menschen komplexe oder kritische Fälle bearbeiten. Mit dieser veränderten Arbeitslogik verlieren klassische Kennzahlen wie Kosten pro Ticket, durchschnittliche Bearbeitungszeit oder Automatisierungsquote an Aussagekraft. In manchen Fällen verschleiern sie den tatsächlichen Wert von Support sogar.
Das führt dazu, dass Führungsteams häufig Folgendes beobachten:
- steigende Automatisierungsquoten bei stagnierenden Einsparungen
- verbesserte CSAT-Werte ohne klaren finanziellen Effekt
- starke CX- und Effizienzkennzahlen, die sich dennoch nicht in unternehmerische Ergebnisse übersetzen lassen
Support ist nicht weniger wertvoll geworden. Doch durch den Einsatz von KI sind die Erwartungen gestiegen – und lineares Denken in einzelnen Metriken reicht nicht mehr aus, um den tatsächlichen Beitrag von Support zu bewerten.
Wo sich Customer-Support-ROI tatsächlich zeigt
Der ROI von Customer Support zeigt sich nur selten als „direkt generierter Umsatz“. Stattdessen wird er sichtbar in vermiedenen Verlusten und reduzierten Risiken. Konkret äußert sich das in Veränderungen im Kundenverhalten, etwa durch:
- weniger Rückerstattungen
- geringere Eskalationen
- einen Rückgang öffentlicher Beschwerden
- sinkendes Abwanderungsrisiko
- höheres Vertrauen an entscheidenden Punkten der Customer Journey
Diese Signale entstehen nicht über Nacht. Sie bauen sich über Zeit auf – und werden deshalb in Budgetdiskussionen häufig unterschätzt.
In einem unserer Kundenprojekte (Details aufgrund einer NDA anonymisiert) wurde der Customer Support über einen Zeitraum von zwölf Monaten vollständig neu aufgebaut. Ziel war nicht allein eine schnellere Reaktionszeit, sondern eine frühere und konsistentere Problemlösung entlang der gesamten Customer Journey. Die Ergebnisse waren eindeutig:
- Rückerstattungsquote von 40 % auf 4 % gesenkt
- CSAT-Anstieg von 50 auf 95
- NPS-Steigerung von 32 auf 80
- Verbesserung der Trustpilot-Bewertung von 3,0 auf 4,7
- Erhöhung der Chargeback-Erfolgsquote von 5 % auf 90 % durch ein dediziertes Billing-Team im Support
Keine dieser Kennzahlen für sich genommen „beweist“ ROI. In ihrer Gesamtheit zeigen sie jedoch, wie Support begann, Ergebnisse zu beeinflussen, die in klassischen CX-Dashboards kaum sichtbar sind: Rückerstattungen gingen zurück, weil Probleme frühzeitig gelöst wurden; öffentliche Bewertungen verbesserten sich, weil weniger Kunden an ihre Belastungsgrenze kamen; Loyalität wuchs, weil Support von Schadensbegrenzung zu echter Bedürfnislösung überging.
Darüber hinaus begann das Team, Kundenanfragen systematisch zu analysieren, um Muster und frühe Reibungspunkte zu identifizieren. Dadurch wurden Abweichungen zwischen angenommener Customer Journey und tatsächlichem Kundenerlebnis sichtbar. Für das Management entstand so eine deutlich belastbarere Grundlage für strategische Entscheidungen. Diese Erkenntnisse führten zu neuen Services, die sich am realen Kundenverhalten orientierten – und damit Wachstum und Umsatz beschleunigten.
So zeigt sich Support-ROI in der Praxis: nicht als einzelne Kennzahl, sondern als Zusammenspiel aus vermiedenen Verlusten, gestärktem Vertrauen und datenbasierten Entscheidungen.
Wie hybrider Support die Wirtschaftlichkeit verändert
Über Jahre hinweg galt Automatisierung als vermeintliche „Wunderlösung“ zur Kostensenkung. Die Logik war simpel: geringere Supportkosten führen automatisch zu höherem ROI. In der Realität ist der Zusammenhang komplexer. Niedrigere Kosten bedeuten nicht automatisch höhere Erträge – insbesondere dann nicht, wenn Automatisierung genau die Mechanismen entfernt, die Verluste verhindern.
Wird Support ausschließlich auf Effizienz optimiert, verschwinden ungelöste Probleme nicht. Sie verlagern sich: in Rückerstattungen, Chargebacks, Abwanderung und öffentliche Beschwerden. Einsparungen tauchen in einer Zeile der GuV auf, während sich der Schaden still im restlichen Unternehmen summiert. Hybrider Support kann diese Gleichung verändern – aber nur, wenn er bewusst gestaltet wird.
Wenn KI im Support richtig eingesetzt wird:
- lassen sich bis zu 85 % der Anfragen automatisiert bearbeiten
- liegt der CSAT rund 15 % höher als in nicht-hybriden Setups
- führt KI echte Aktionen aus (Rückerstattungen, Kündigungen, Account-Änderungen) statt nur standardisierte Antworten zu versenden
In abonnementbasierten Geschäftsmodellen beginnen wir beispielsweise stets mit einer Analyse eingehender Anfragen, um zu verstehen, welche Aktionen sich sicher vollständig automatisieren lassen. Rund 50 % der Kündigungsanfragen sind in der Regel unkompliziert und risikoarm – und damit gut für eine End-to-End-Automatisierung geeignet.
Die verbleibenden Fälle unterscheiden sich deutlich. Etwa ein Viertel der Kündigungsanfragen stammt von frustrierten oder emotional belasteten Kunden. Diese Interaktionen bergen das höchste Risiko für Abwanderung. In gut konzipierten hybriden Setups übernimmt Automatisierung hier die Rolle eines Co-Piloten: Sie kennzeichnet risikoreiche Fälle, eskaliert sie an menschliche Agents und liefert Kontext – während Tonfall, Urteilsvermögen und finale Entscheidungen bewusst beim Menschen bleiben.
Der wirtschaftliche Effekt entsteht dabei nicht durch den Ersatz von Menschen, sondern durch den gezielten Einsatz menschlicher Aufmerksamkeit genau in den Momenten, die Vertrauen und Loyalität tatsächlich entscheiden.
Warum hybrider ROI klassische Messlogik sprengt
In Projekten, in denen First-Level-KI sinnvoll eingeführt wird, sinken die Supportkosten innerhalb eines Jahres typischerweise um 15 bis 25 %, abhängig vom Geschäftsmodell. Gleichzeitig verbessern sich häufig die Erlebniskennzahlen. Diese Kombination ist jedoch kein Selbstläufer – sie entsteht nur dann, wenn Automatisierung Probleme wirklich löst und nicht lediglich verlagert.
Der Haken: Hybrider Support macht ROI schwerer messbar. Klassische ROI-Modelle gehen davon aus, dass Wertschöpfung klar getrennt erfolgt. In Wirklichkeit entsteht der größte Effekt genau dort, wo KI und Menschen zusammenarbeiten: Probleme werden verhindert, Kundenbeziehungen stabilisiert und Loyalität geschützt.
Finanzteams sehen deshalb oft Verbesserungen, können sie aber in bestehenden Scorecards nicht abbilden. Während sich das operative Modell weiterentwickelt hat, ist die Logik der Messung stehen geblieben.
Was Führungskräfte tatsächlich messen sollten
2026 müssen Unternehmen von Aktivitätsmetriken zu Wirkungssignalen wechseln. Ein praxisnaher Ansatz besteht darin, Ergebnisse auf drei Ebenen zu verfolgen:
- Finanzielle Risiken und Leckagen: Rückerstattungsquoten, Chargeback-Erfolgsraten, Dispute-Volumen, wiederkehrende Zahlungsprobleme.
- Vertrauens- und Reibungssignale: öffentliche Bewertungen, Eskalationstrends, Wiederholungskontakte, Kundenstimmung.
- Bindungsindikatoren: Abwanderungsrisikosegmente, Kündigungsmuster und Retention-Ergebnisse (auch wenn die exakte Umsatzzuordnung später erfolgt).
Diese Signale machen Wert früher sichtbar als klassische Umsatzberichte. Sie zeigen, ob Support Verluste verhindert – und genau dort beginnt ROI in der Regel.
Wie sich Support-Budgets rechnen
Support-Budgets scheitern, wenn sie ausschließlich an Ticketvolumen und Headcount ausgerichtet sind. Ein gesünderer Ansatz beginnt mit einer anderen Frage: Wo kostet schlechter Support unser Unternehmen am meisten Geld?
Teams, die echten ROI aus Support erzielen, investieren typischerweise in drei Bereiche:
- Präventionsfähigkeit
Support übernimmt Zahlungs- und Abrechnungsthemen, steuert risikoreiche Fälle und etabliert Feedback-Loops zur Ursachenanalyse. - Automatisierung mit Fokus auf Lösung
First-Level-KI erledigt risikoarme Aufgaben vollständig, statt Anfragen lediglich weiterzureichen. - Menschliches Urteilsvermögen dort, wo es zählt
Menschen bearbeiten Hochrisiko-Kündigungen, Eskalationen, emotional sensible Fälle und betreuen besonders wertvolle Kunden.
In diesem Moment hört Support auf, ein Kostenpunkt zu sein, und wird zu einem strategischen Hebel, der Umsatz schützt, Risiken reduziert und mit dem Unternehmen skaliert.
Fazit
2026 entsteht der tatsächliche ROI von Customer Support vor allem dadurch, dass vermeidbare Probleme gar nicht erst zu Umsatzverlusten werden.
Automatisierung ist entscheidend – aber nur dann, wenn sie Probleme tatsächlich löst. Und menschliches Urteilsvermögen sollte gezielt dort eingesetzt werden, wo es Retention, Loyalität und Vertrauen wirklich beeinflusst.
Für Führungskräfte, die sich auf Ergebnisse statt auf Aktivitätskennzahlen konzentrieren, ist Support kein Cost Center mehr. Er ist das, was er schon heute sein sollte: ein Hebel zum Schutz von Umsatz, zur Reduktion von Risiken und zur Nutzung von Kundenverhalten als Grundlage für fundierte unternehmerische Entscheidungen.
Über die Autorin
Nataliia Onyshkevych ist CEO von EverHelp und verfügt über fast zehn Jahre praktische Erfahrung im operativen Customer Support – von der Tätigkeit als Support-Agentin bis hin zur Führungsposition. Sie arbeitet mit wachsenden Unternehmen aus serviceorientierten Branchen, darunter SaaS und E-Commerce, und unterstützt sie dabei, ihren Customer Support zu skalieren und gleichzeitig Qualität in einem KI-gestützten Umfeld sicherzustellen. Ihre Beiträge sind unter anderem im Forbes Business Council, bei CallCenterProfi und CustomerThink erschienen.
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nyra.health sammelt 20 Millionen ein – VoiceLine erhält 10 Millionen – Rapidata bekommt 8,5 Millionen
#DealMonitor
+++ #DealMonitor +++ HealthTech nyra.health sammelt 20 Millionen ein +++ KI-Startup VoiceLine erhält 10 Millionen +++ Rapidata bekommt 8,5 Millionen +++ Einklang streicht 2,2 Millionen ein +++ DHDL: Andenkraft, admark.ai und eezee +++

Im #DealMonitor für den 24. Februar werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.
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INVESTMENTS
nyra.health
+++ Die Münchner Investmentholding Armira Growth, Wellington Partners, Crane Venture Partners und EVER Pharma investieren 20 Millionen Euro in nyra health. Das Wiener E-Health-Startup, 2020 von Philipp Schöllauf, Mario Zusag und Moritz Schöllauf gegründet, setzt auf KI-gestützte Therapielösungen für Patient:innen mit neurologischen Erkrankungen. Zum Unternehmen gehören die Therapiesoftware myReha und das klinische Managementsystem nyra insights. Zuvor flossen bereits 7 Millionen in das HealthTech – unter anderem von Wellington Partners. Das frische Kapital soll in die „internationale Expansion, Produktentwicklung und den Ausbau der KI-basierten Plattform“ fließen. Mehr über nyra.health
VoiceLine
+++ Alstin Capital, Peak, Scalehouse Capital, Venture Stars und NAP investieren 10 Millionen Euro in VoiceLine. Das Münchner Unternehmen, 2020 von Nicolas Höflinger und Sebastian Maurischat gegründet, entwickelt eine „Voice-AI-Plattform für Enterprise-Frontline-Teams in Vertrieb, Service und
operativen Bereichen“. Mit dem frischen Kapital möchte das Unternehmen „seine KI-Plattform weiter skalieren, die internationale Expansion vorantreiben und das Wachstum in weiteren Außendienst-intensiven Branchen wie Pharma, Medtech, Food & Beverage, Versicherungen und Finanzdienstleistungen beschleunigen“.Venture Stars, Scalehouse Capital und Co. investierten zuletzt 2,4 Millionen Euro in das Unternehmen. Insgesamt flossen nun bereits rund 15 Millionen in das Startup. Mehr über VoiceLine
Rapidata
+++ Canaan Partners, IA Ventures, Acequia Capital und BlueYard Capital investieren 8,5 Millionen US-Dollar in Rapidata. Das Startup aus Zürich, 2023 von Jason Corkill, Marian Kannwischer, Luca Strebel und Mads Kuhlmann-Jørgensen gegründet, setzt auf eine Plattform für menschliches Feedback, um das Training von KI-Modellen zu beschleunigen. „We use the intelligence of the masses to label your dataset. This enables us to rapidly and cost effectively label large datasets“, heißt es zum Konzept. BlueYard Capital, Acequia Capital und Business Angels investierten zuvor bereits 1,5 Millionen Schweizer Franken in die Jungfirma. Mehr über Rapidata
Einklang
+++ Der Berliner Frühphasengeldgeber Vireo Ventures, der Leipziger Frühphasen-Investor SIVentures, Saxovent, Angel Invest, Heimatboost und DNA Ventures investieren 2,2 Millionen Euro in Einklang. Das Kölner Startup, 2025 von Lucas Jonas, Paul Ziche, José Neri und Jonathan Schulte gegründet, positioniert sich als „Energy-as-a-Service-Anbieter für den deutschen Mittelstand“. Das Team möchte Gewerbe- und Industriekunden dabei helfen, „Strom automatisch zu beziehen, wenn er kostengünstig und erneuerbar verfügbar ist“. Vireo hält nun 13 % an Einklang. Mehr über Einklang
Straion
+++ Der griechische Seed-Investor Marathon Venture Capital investiert 1,1 Millionen Euro in Straion – siehe Brutkasten. Beim Startup aus Linz, von Katrin Freihofner, Lukas Holzer und Fabian Friedl gegründet, handelt es sich um eine KI-gestützte Plattform, die Softwareteams dabei hilft, technische Entscheidungen systematisch, nachvollziehbar und regelkonform zu treffen. Mehr über Straion
DIE HÖHLE DER LÖWEN
Andenkraft
+++ Beauty-Löwin Judith Williams und Startup-Löwe Frank Thelen investieren in der neunzehnten Staffel der VOX-Gründershow „Die Höhle der Löwen“ 80.000 Euro in Andenkraft und sichert sich dabei 35 % am Unternehmen. Das Startup aus Oldenburg setzt auf „funktionale Superfoods direkt aus Lateinamerika“.
admark.ai
+++ Sales-Löwe Carsten Maschmeyer investiert in der neunzehnten Staffel der VOX-Gründershow „Die Höhle der Löwen“ 200.000 Euro in admark.ai und sichert sich dabei 25,1 % am Unternehmen. Das Startup aus Schwarzenbek setzt auf eine KI-gestützte Plattform für datenbasiertes Social-Media-Marketing. Der Deal platzte nach der Show.
eezee
+++ Regal-Löwe Ralf Dümmel investiert in der neunzehnten Staffel der VOX-Gründershow „Die Höhle der Löwen“ 100.000 Euro in eezee und sichert sich dabei 10 % am Unternehmen. Das Startup aus March-Hugstetten kümmert sich um perfekt gezogene Silikonfugen.
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5 neue Startups: GeneralMind, monco.ai, nevalu, Sparkli, Vestio
#Brandneu
Erneut bereichern vielversprechende Neugründungen die Startup-Szene. Im Folgenden stellen wir diese junge Unternehmen vor: GeneralMind, monco.ai, nevalu, Sparkli und Vestio.

Frische Ideen, neue Firmen: deutsche-startups.de präsentiert heute wieder junge Startups, die kürzlich gegründet wurden oder gerade ihren Stealth-Mode beendet haben. Wer noch mehr Neugründungen entdecken möchte, sollte unseren Newsletter Startup-Radar abonnieren.
GeneralMind
GeneralMind aus Berlin, von Tushar Ahluwalia, Shrestha Chowdhury, Oliver Dlugosch, Lennart von Hardenberg, Nishrit Shrivastava und Sergiu Soima gegründet, positioniert sich als „KI-Autopilot zur Automatisierung operativer Prozesse in Industrie und Handel“. Dabei übernimmt der „Autopilot“ die „digitale Zettelwirtschaft entlang komplexer Lieferketten, indem er automatisiert manuelle, repetitive Abläufe zwischen E-Mail, Excel und ERP-Systemen autonom ausführt“.
monco.ai
Hinter monco.ai aus München verbirgt sich ein KI-Copilot für Bauunternehmen. „Construction teams use Monco.ai to compare planned installations against actual executed work, detect issues instantly, and generate proof for faster, more accurate billing“, heißt es zum Konzept des von Victor Dzhagatspanyan, Ashot Martirosyan und Tigran Hovhannisyan auf die Beine gestellten Unternehmens.
nevalu
Die Firma nevalu aus Münster setzt auf Nachhaltiges Design. Konkret entwickelt, produziert und verkauft das Team rund um die Gründer Loy Dönne und Philipp Sieg „individuelle und konfigurierbare 3D gedruckte Designs und Produkte aus 100% recyceltem Material aus Kunststoffabfällen“.
Sparkli
Das EdTech Sparkli aus Zürich, von Lax Poojary, Lucie Marchand und Mynseok Kang an den Start gebracht, positioniert sich als KI-basierte Lernplattform für Kinder (5 bis 12 Jahre). „Sparkli empowers kids to create their own expeditions based on their questions. Volcanoes, fashion, sea robots – Sparkli turns curiosity into an engaging learning experience“, heißt es zur Idee.
Vestio
Bei Vestio aus Leimen, von Bastian Arend und Justus Hansen ins Leben gerufen, handelt es sich um eine „Fashion-Tech-App für Männer”. Die App, die sich über Provisionen refinanziert, liefert ihren Nutzern „anhand weniger Fragen eine vollständig abgestimmte Garderobe, zeigt fehlende Schlüsselteile und generiert sofort kombinierbare Outfits für alle Anlässe“, erklärt das Team.
Tipp: In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über neue Startups. Alle Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der Startup-Szene. Jetzt unseren Newsletter Startup-Radar sofort abonnieren!
WELCOME TO STARTUPLAND

SAVE THE DATE: Bereits am 18. März findet unsere dritte STARTUPLAND statt. Es erwartet Euch wieder eine faszinierende Reise in die Startup-Szene – mit Vorträgen von erfolgreichen Gründer:innen, lehrreichen Interviews und Pitches, die begeistern. Mehr über Startupland
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Skurrile Stellenanzeige: Rüstungs-Startup sucht Pizzabäcker
Ein Drohnen-Startup sucht Pizzabäcker – in Gilching, nicht Neapel. Geld gibt’s oben drauf, Meeresblick nicht.
Defense-Tech, Bundeswehr, Milliardenmarkt – und mittendrin eine Stellenanzeige für einen Pizzabäcker. Das bayerische Drohnen-Startup Quantum-Systems sucht für seinen Standort in Gilching einen „Pizza Chef (m/w/d)“. Kein Scherz, kein Praktikum, sondern eine feste Rolle im Unternehmen. Zwischen Drohnenbau heißt es plötzlich: Teig statt Technik.
War of Talents geht durch den Magen
Quantum-Systems entwickelt Aufklärungsdrohnen für Militär und Behörden, zählt die Bundeswehr zu seinen Kunden und gilt in der Szene als Überflieger. Das Unternehmen wächst, stellt ein, und baut parallel offenbar auch die eigene Verpflegung aus.
Gesucht wird jemand, der Rezepte entwickelt, Zutaten einkauft und regelmäßig Pizza für das Team backt. Während nebenan an Flugrouten gefeilt wird, geht es hier um die perfekte Kruste.
Was auf den ersten Blick wie ein PR-Gag wirkt, ist Teil eines größeren Trends. Startups konkurrieren um Fachkräfte, gerade im Tech- und Rüstungsbereich. Neben Gehalt und Beteiligung werden Kultur und Arbeitsumfeld wichtiger. Während der Obstkorb längst Standard ist, setzen manche Unternehmen inzwischen auf eigene Köche. In Gilching eben auf Pizza. Und vielleicht ist die wichtigste Frage im War for Talents nicht nur, wer die beste Technologie hat, sondern wer den besseren Belag.
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