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Das sind die jüngsten Selfmade-Milliardäre Deutschlands
Die jüngsten Selfmade-Milliardäre Deutschlands – und ja, „jung“ ist hier relativ. Wer sie sind, was sie tun.
Junge Milliardäre sind in Deutschland nahezu ausschließlich Erben. Wer die Milliardenmarke aus eigener unternehmerischer Leistung erreicht, tut dies meist deutlich später – „jung“ bedeutet in diesem Kontext also nicht Anfang 20, sondern eher gegen 50. Wer sind diese Menschen, die es ohne Erbe geschafft haben? Wir stellen euch hier die jüngsten Self-Made-Milliardäre Deutschlands vor, die wir mit der Forbes-Liste ermittelt haben.
5. Oliver Samwer (53)
Oliver Samwer ist Mitgründer und CEO von Rocket Internet, einem der bekanntesten deutschen Tech‑Inkubatoren, den er 2007 gemeinsam mit seinen Brüdern Alexander und Marc gegründet hat.
Rocket Internet unterstützt und finanziert Internet‑ und Technologie‑Startups weltweit und brachte erfolgreiche Unternehmen wie Zalando und HelloFresh hervor. Samwer ist der mittlere der drei Brüder und leitet das Unternehmen operativ, während Rocket Internet 2014 an die Börse ging und 2020 wieder privatisiert wurde.
Schon vor Rocket sammelte er mit seinen Brüdern Erfahrung im Internet‑Geschäft: 1999 gründeten sie die Online‑Auktionsplattform Alando, die sie noch im selben Jahr für 43 Millionen US‑Dollar an eBay verkauften, und 2004 folgte der Verkauf des Mobilfunk‑Content‑Anbieters Jamba! an Verisign für 273 Millionen US‑Dollar. Samwers Vermögen liegt bei rund 1,2 Milliarden US‑Dollar.
4. Clemens Fischer (50)
Clemens Fischer ist Gründer und Unternehmer im Healthcare- und Pharma-Sektor. Nach seinem Medizinstudium und einem MBA baute er über seine Firma Futrue Group eine Reihe erfolgreicher Gesundheits- und Pharma-Unternehmen auf, darunter das Biotech-Startup Vertanical, das an einem neuartigen Cannabis-basierten Schmerzmittel arbeitet, das Opioide ersetzen soll.
Fischer investierte große Teile seines eigenen Kapitals in die Forschung und Entwicklung seiner Unternehmen. Laut Forbes hat er sich sein Vermögen vollständig selbst aufgebaut, das auf rund 1 Milliarde US-Dollar geschätzt wird.
3. Alexander Samwer (51)
Alexander Samwer ist Mitgründer von Rocket Internet und gehört auch zu den Samwer-Brüdern. Alexander ist der jüngste der Brüder und beteiligt sich nicht an der täglichen Geschäftsführung, die hauptsächlich Oliver übernimmt. Zusammen halten die Brüder rund 50 Prozent an Rocket Internet. Laut Forbes beläuft sich Alexander Samwers Vermögen auf rund 1,1 Milliarden US-Dollar.
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2. Christian Angermayer (47)
Christian Angermayer ist Seriengründer, Investor und Gründer der Apeiron Investment Group, über die er in Biowissenschaften, Fintech, KI, Psychedelika und Kryptowährungen investiert.
Erste größere finanzielle Erfolge erzielte er mit der Biotech-Firma Ribopharma, die er zusammen mit seinen College-Professoren gründete und 2003 mit Alnylam fusionierte. Über Apeiron hält er Beteiligungen an börsennotierten und privaten Unternehmen in den USA, Deutschland, Kanada und Australien.
Zu seinen Investments zählen unter anderem das Biopharma-Unternehmen Atai Life Sciences und die Blockchain-Holding Cryptology, an der er gemeinsam mit Co-Investor Mike Novogratz beteiligt ist. Außerdem besitzt Angermayer eine umfangreiche Kunstsammlung, die historische Artefakte im Zusammenhang mit Psychedelika umfasst. Laut Forbes wird sein Vermögen auf etwa 1,2 Milliarden US-Dollar geschätzt.
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1. Alexander Rinke (36), Martin Klenk (38) und Bastian Nominacher (41)
Alexander Rinke, Martin Klenk und Bastian Nominacher sind die Mitgründer und Geschäftsführer von Celonis, einem der erfolgreichsten deutschen Enterprise-Software-Startups, das Software zur Analyse und Optimierung von Geschäftsprozessen („Process Mining“) entwickelt und heute global führend ist.
Nominacher, Rinke und Klenk gründeten das Unternehmen 2011 nach ihrem Abschluss an der Technischen Universität München. Nominacher ist Co-CEO, Klenk CTO und technischer Kopf, während Rinke Co-CEO ist und einen bedeutenden Anteil am Unternehmen hält. Alle drei haben sich ihr Vermögen vollständig selbst aufgebaut und werden von Forbes als Self-Made-Milliardäre geführt: Nominacher und Klenk mit rund 1,2 Milliarden US-Dollar, Rinke mit etwa 1,1 Milliarden US-Dollar.