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Das steckt hinter dem Like Crash auf Instagram
Deine Posts erhalten kaum noch Likes? Das ist kein Bug: Instagram misst Erfolg heute anders und User verteilen ihr Herz auch nicht mehr inflationär. Das sind jetzt die Signale, die stattdessen auf Instagram zählen.
Viele Instagram Creator kennen das. Posts und Reels, die früher dreistellige oder sogar vierstellige Like-Zahlen erreicht haben, erhalten inzwischen viel weniger Double Taps, oft nur noch zweistellig. Auf TikTok und Instagram häufen sich deshalb Clips mit der gleichen Beschwerde: Instagram fühlt sich leer an. Oder zumindest deutlich stiller. Die Nutzerin @kimberlywhiteee spricht sogar davon, Instagram sei „tot“. Die Userin @hiiibarbiee vergleicht aktuelle Beiträge mit älteren Posts und zeigt, wie massiv ihre Like-Zahlen je Post innerhalb eines Jahres eingebrochen sind.
Diese Entwicklung, über die Daily Dot berichtet und zahlreiche User Postings zusammenführt, sorgt bei einigen Creatorn für Verunsicherung und Frustration .Auf der Suche nach Erklärungen rücken dabei sowohl verändertes Nutzer:innenverhalten als auch Anpassungen im Instagram-Algorithmus in den Fokus.
„Der Hochglanz-Feed ist tot“:
Instagrams Kurs für 2026
Warum Instagram Posts kaum noch Likes bekommen
User berichten seit Monaten von einer regelrechten Like-Rezession. Selbst Inhalte mit tausenden Views bekommen inzwischen viel weniger für alle sichtbare Reaktionen. Stattdessen steigen die Story Views. Gesehen werden Inhalte also weiterhin, nur eben nicht mehr mit den für alle sichtbaren Herzen belohnt.
Ein Teil der Erklärung liegt im Verhalten der User selbst. Viele scrollen, schauen, vergleichen, reagieren jedoch nicht mehr. Likes gelten längst nicht mehr als höfliche Geste, sondern als bewusste Entscheidung. Einige Creator, etwa @sweetiebrownieee oder @tjr, kritisieren diese fehlende Unterstützung: Man ist neugierig und sieht alles, interagiert aber kaum.
Ein von Instagram selbst initiierter Kurswechsel dürfte diese Entwicklung begünstigen. Instagram will weniger Bühne und mehr Entdeckungsraum sein. Posts, die schnell viele Likes aus der eigenen Community bekommen, pushen den Algorithmus deshalb nicht mehr so stark wie früher. Schon 2024 erklärte Instagram-Chef Adam Mosseri, dass Likes für den Algorithmus nicht mehr entscheidend seien. Stattdessen zählt vor allem, wie oft Inhalte weitergeschickt werden. Shares pro Reichweite sind heute eines der wichtigsten Ranking-Signale.
Instagram ist nicht tot – lebt nur nicht mehr über Likes
Die Konsequenz ist spürbar. Wer Erfolg weiterhin vor allem an Like-Zahlen misst, wird frustriert. Social-Media-Strateg:innen sprechen längst von neuen Maßstäben. Hundert Likes können heute mehr wert sein als tausend vor ein paar Jahren – wenn sie mit Shares, Saves oder persönlicheren Reaktionen verbunden sind.
Dieser Shift passt zu Instagrams größerem Kurs für 2026. Der Hochglanz-Feed verliert an Priorität. Statt Perfektion sollen Authentizität und Meinungen stärker gewichtet werden. Vor diesem Hintergrund funktionieren Stories immer noch gut – im Gegensatz zu überinszenierten Posts. Sie wirken spontaner, weniger kuratiert und näher am echten Leben. Die sinkende Bedeutung von Likes zeichnet sich schon länger ab. Schon im Juni 2022 verriet uns Tim David Pankonin, Geschäftsführer der Digitalagentur rethink, im Interview, dass Likes für den Erfolg von Instagram Content kaum noch eine Rolle spielen.
Wer heute noch Likes zählt, ist selbst schuld
Was 2026 auf Instagram Erfolg bedeutet
Likes sagen immer weniger aus. Dafür werden andere Signale wichtiger. Wer auf Instagram wachsen will, sollte beobachten, welche Inhalte gespeichert, geteilt oder per DM weitergeschickt werden. Sichtbarkeit entsteht heute weniger durch Applaus im Feed als durch Weitergabe im Privaten. Oder wie Social-Media-Managerin Milou Pietersz in einem Post erklärte:
Stop chasing the number that looks good on the outside and start paying attention to the signals that actually move your business forward.
Und noch deutlicher formuliert: Instagram ist nicht tot. Aber Erfolg sieht heute anders aus als früher. Und das kann sich erstmal weniger gut für viele Creator anfühlen. Parallel baut Instagram die eigenen Creator Tools aus. Mit dem neuen Edits Insights Tab lassen sich Reels vergleichen, Skip Rates analysieren und Kommentare per KI auswerten.