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Design-Erneuerung: Warum Microsoft die Systemsteuerung in Windows 11 nicht los wird

Um das Design und die Benutzerführung von Windows 11 zu optimieren, dreht Microsoft derzeit an vielen Stellschrauben. Ein Problembereich bleiben jedoch die Einstellungen. Die Systemsteuerung wird man weiterhin kaum los. Wie kann das sein?
Dabei arbeitet Microsoft schon lange an dem Thema. Im Jahr 2012 unternahm man beim Start von Windows 8 die ersten Schritte, um die Systemsteuerung zu ersetzen. 2024 wurde das Ende offiziell angekündigt, noch ist man davon aber weit entfernt.
Alte Netzwerkgeräte und Drucker machen den Umstieg kompliziert
Zu den Gründen äußert sich March Rogers, einer der für Design verantwortlichen Direktoren bei Microsoft (Windows Latest, The Verge). Auf X erklärt er, dass man an vielen Bereichen arbeite. Dazu zählen etwa Änderungen innerhalb der Einstellungen von Windows 11, um einzelne Seiten übersichtlicher zu gestalten. Tiefer im System verankert wird zudem der Darkmode und man optimiert den Datei-Explorer. „Nichts Wildes, aber viele kleine Details, damit Windows sich mehr ausgefeilter und stimmiger anfühlt“, so Rogers. Die Neuerungen sollen mit dem April-Update kommen.
Zur Systemsteuerung, die weiterhin Bestandteil von Windows 11 ist, äußerte er sich auf Nachfrage. Demnach arbeitet Microsoft daran, alle Optionen aus der Systemsteuerung nach und nach in die modernen Einstellungen zu übertragen. Der Haken ist nur: Man muss vorsichtig vorgehen. Denn es gebe „eine Menge Netzwerkgeräte und Drucker samt Treibern, bei denen (Anm.: Microsoft) sicherstellen müsse“, dass diese weiterhin laufen.
Legacy-Kompatibilität als Hürde für Microsoft
Es ist also der Ballast an veralteter Hard- und Software, der den Umbau erschwert. Diese Legacy-Technologie ist aber nötig, damit die Abwärtskompatibilität gewährleistet bleibt. So stellt Microsoft sicher, dass alte Geräte und Software noch unter Windows läuft.
Wie The Verge berichtet, ist die Systemsteuerung in einigen Nutzerkreisen zudem äußerst beliebt. Trotz der Optimierung der Windows-Einstellungen in den letzten Jahren sowie der Integration neuer Funktionen empfinden einige die klassische Menüführung immer noch als intuitiver.
Microsoft arbeitet an der Runderneuerung von Windows 11
Die Runderneuerung von Windows 11 hat Microsoft im März angekündigt, nachdem sich im Winter abzeichnete, dass ein Kurswechsel nötig ist. Zu stark war die Kritik. Neben der Benutzerführung von Windows 11 zählen die Performance, die Bugs sowie die KI-Integration zu den Punkten, über die sich insbesondere Enthusiast-Nutzer beschweren.
Microsoft will nun nachbessern, indem man das Design optimiert und den Nutzern wieder mehr Kontrolle überlässt. So wird es etwa wieder eine verschiebbare Taskleiste geben, weniger Copilot-Schaltflächen sind im Betriebssystem ebenfalls vorgesehen. Intern soll Microsoft zudem das Ende des Kontenzwangs bei der Installation diskutieren. Um die Performance von Windows 11 zu steigern, will man zudem den RAM-Verbrauch optimieren.