Künstliche Intelligenz
Deutliche Verbesserungen in petto: Das solle Apple beim Studio Display 2 planen
Im Rahmen eines größeren Leaks, der aus Apple-internen Quellen stammt, sind auch Informationen zu Apples nächstem Standardbildschirm aufgetaucht. Über das Studio Display 2 gibt es schon seit vielen Monaten Gerüchte, doch bislang nur wenige Details. Laut „internem Apple-Code“ – unter anderem waren eine iOS-26-Vorabversion sowie ein Kernel-Debug-Kit entfleucht – stehen nun unter anderem Bildwiederholfrequenz und verbauter Prozessor fest. Ob Apple hier nachträglich noch etwas ändert, lässt sich allerdings nicht mit Bestimmtheit sagen.
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A19 statt A13, HDR statt SDR
Dem Leak zufolge nutzt Apple beim Studio Display 2 einen aktuellen ARM-Chip als Controller-Einheit. Angeblich handelt es sich um den A19, der im iPhone 17 steckt. Er steuert unter anderem die im Bildschirm integrierte Kamera und weitere Hardware-Funktionen wie die Mikrofone. Apple nutzt im aktuellen Studio Display, das bereits 2022 erschienen war, den A13 aus dem iPhone 11.
Für normale Nutzer wesentlich interessanter: Das Studio Display 2 soll erstmals endlich High-Dynamic-Range-Bilder unterstützen und auf 120 Hertz (Apple nennt dies ProMotion) Bildwiederholfrequenz hochgehen. Momentan beherrscht das Studio Display der ersten Generation nur SDR (Standard Dynamic Range) und maximal 60 Hertz Bildquiederholfrequenz.
Heller und mehr Auflösung?
Ob sich an der Auflösung – diese liegt derzeit bei 5K –, der Größe oder anderen Features etwas ändert, bleibt unklar. Dank HDR dürfte aber mit einer höheren Bildhelligkeit als die aktuell 600 Candela zu rechnen sein – denkbar wären 1000 Candela mit 1600 Candela „Peak Brightness“ bei HDR-Inhalten wie beim MacBook Pro.
Auch dürfte Apple neuere Thunderbolt-Ports (derzeit TB3) verbauen und eventuell Webcam und Lautsprecher verbessern. Der Codename des neuen Displays lautet J527. Es wird wohl zusammen mit einer ersten M5-Generation des Mac Studio erscheinen – eventuell noch in der ersten Jahreshälfte. Günstig wird es wohl kaum – aktuell verlangt Apple für die Standardvariante 1749 Euro, mit „Nanotexturglas“ gleich 1999 Euro. Der Straßenpreis ist allerdings günstiger.
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(bsc)
Künstliche Intelligenz
Übersicht: Interessante Kleinigkeiten in iOS 26.4
Nach der Vorlage der ersten Beta von iOS 26.4, die mittlerweile nicht nur für Entwickler, sondern auch für private Betatester zur Verfügung steht, sickern immer mehr Details aus dem Update durch. Während die lange erwartete, kontextsensitive Siri von Apple noch immer nicht implementiert wurde, gibt es an vielen Stellen An- und Umbauten, die durchaus positiv sind. Betroffen sind unter anderem die CarPlay-Integration, Apple Music, Apple Health, Kurzbefehle und mehr.
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KI kommt ins Auto – nicht von Apple
Apple hat wie erwartet eine neue App-Art für seine iPhone-Fahrzeugintegration CarPlay ermöglicht: Es handelt sich um KI-Apps. Sprachassistenzsysteme von OpenAI (ChatGPT-App), Anthropic (Claude-App) und Google (Gemini) lassen sich künftig auch in CarPlay installieren, sofern die Entwickler einen entsprechenden Schalter samt weiterer Ergänzungen implementieren. Dies geht aus Apples Developer-Dokumentation für CarPlay hervor.
Ein neuer Sprachsteuerungsbildschirm samt visuellem Feedback soll dies einfach und ablenkungsfrei implementieren. Apple hatte intern offenbar lange mit der Umsetzung gezögert, um sicherzustellen, dass solche Apps die Fahrzeugnutzung nicht stören – wie die praktische Umsetzung ausfällt, muss sich noch zeigen. Klar ist bereits, dass man Siri nicht durch Claude & Co. nahtlos ersetzen können wird. Nicht einmal der physische Siri-Schalter, der in vielen Autos implementiert ist, wird sich zum Aufruf der KI-Apps nutzen lassen.
Video im Auto, Wiedergabelisten, Schlafen
Die Videowiedergabe in CarPlay wurde unterdessen erstmals in einem Prototyp-Simulator-Video demonstriert. Das Problem: Apple erlaubt dies nur in bestimmten Fahrzeugmodellen, die Hersteller müssen mitarbeiten.
In Apple Health hat Apple weiter am Schlaftracking gearbeitet. Das System zeigt nun, wie gut man sich an die vorher festgelegten Schlafenszeiten hält. Apple Music kommt mit einer neuen KI-Wiedergabelistenfunktion. Zudem wurde das Interface für das Erstellen von Wiedergabelisten verbessert – man kann einen Song auch mehreren Playlists hinzufügen. Die Kurzbefehle können nun auf Wunsch ein Ladelimit für den iPhone-Akku setzen.
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(bsc)
Künstliche Intelligenz
LLMs im Unternehmen: Noch Frühbuchertickets für die Online-Konferenz sichern
Große Sprachmodelle sind im Unternehmensalltag angekommen. Mit Agentic AI können die LLMs komplexe Aufgaben durch das Zusammenspiel mit weiteren Tools erledigen.
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In den letzten Monaten haben zudem die multimodalen Modelle an Bedeutung gewonnen, die nicht nur Texte, sondern auch Bilder, Tabellen und mehr verarbeiten. Damit lassen sich Daten deutlich besser extrahieren als mit rein textbasierten Ansätzen.
Die Online-Konferenz LLMs im Unternehmen zeigt am 19. März, wie KI-Agenten Arbeitsprozesse übernehmen können, wie LLMs beim Extrahieren der Daten helfen und wie man Modelle effizient im eigenen Rechenzentrum betreibt.
Modelle, Agentic AI, Self-Hosting und Datenschutz
Das Programm der von iX und dpunkt.verlag ausgerichteten Online-Konferenz bietet Vorträge zu folgenden Themen:
- Große Sprachmodelle – Einführung und Trends
- Stabile Agenten mit Large Language Models
- Multimodale Extraktionspipelines für komplexe Dokumente
- Deep Agents sicher einsetzen
- Praxiserfahrung mit produktivem Self-Hosting von KI-Clustern
- Datenschutz beim Einsatz von LLMs
Workshop zum Feintuning großer Sprachmodelle
Tickets für den Thementag sind bis zum 25. Februar zum vergünstigten Frühbucherpreis von 279 Euro (alle Preise zzgl. 19 % MwSt.) erhältlich. Der zusätzliche Online-Workshop „Große Sprachmodelle feintunen“ am 30. Oktober kostet 579 Euro.
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Wer über die Minds Mastering Machines und die zugehörigen Thementage informiert werden möchte, kann sich für den Newsletter eintragen.
(rme)
Künstliche Intelligenz
Top 7: Das beste WLAN-Mesh-System mit Wifi 7 – Asus vor Unifi, Xiaomi & Fritzbox
Mesh-Systeme eignen sich ideal für einen flächendeckenden und unterbrechungsfreien WLAN-Empfang. Wir zeigen die besten Modelle ab 150 Euro.
Egal, ob Asus, Fritzbox oder Xiaomi: Wifi 7 ist mittlerweile bei allen verfügbar – und das mit den unterschiedlichsten Features und Ausstattungen. Der Empfang ist damit noch einmal zuverlässiger und schneller geworden. Davon profitiert man sogar schon jetzt, auch wenn man noch keine Endgeräte mit Wifi 7 besitzt: Die einzelnen Mesh-Knoten kommunizieren untereinander nämlich stärker und stabiler – sofern man nicht ohnehin auf LAN setzt.
Wir fokussieren uns im Rahmen dieser Bestenliste auf Wifi-7-Mesh-Systeme aller Preis- und Ausstattungsklassen. Access-Point-Systeme – eine etwas andere Lösung für das gleiche Problem – testen wir zusätzlich. Diese sind aber nicht Kernbestandteil der Bestenliste und sollen nur eine weitere Option im komplexen Wifi-Kosmos beleuchten.
Welches ist das beste WLAN-Mesh-System?
Das Asus Zenwifi BT8 ist unser Testsieger, da es eine hohe Geschwindigkeit bereitstellt und viele Einstellungsmöglichkeiten bietet. Zudem deckt es einen Großteil der neuen Features von Wifi 7 ab. Das System kostet aktuell 391 Euro bei Amazon.
Das Ubiquiti Unifi Mesh-System zeichnet sich nicht durch das beste Mesh, dafür durch eine hervorragende Software aus. Auch die Hardware kann sich sehen lassen: zweimal WAN am Dream Router, davon eines als SFP+-Port und dreimal LAN mit 2,5 Gigabit, davon ein Port sogar mit PoE (Power over Ethernet). Daher wird es unser Technologiesieger. Aktuell kostet das Gesamtpaket im günstigsten Fall 422 Euro, davon werden 242 Euro für den Router und 180 Euro für den Express 7 fällig.
Das Xiaomi BE3600 Pro bietet enorm viel Mesh fürs Geld und ist daher klar unser Preis-Leistungs-Sieger. Das System richtet sich eher an den schmalen Geldbeutel, verzichtet dabei aber nicht auf eine schnelle Verbindung sowie praktische Features. Ein einzelnes Modul des Xiaomi BE3600 Pro ist bereits ab 69 Euro (chinesische Version) erhältlich oder in der globalen Version bei Joybuy für 80 Euro sowie bei Amazon für 110 Euro. Das Dreierpack gibt es für 199 Euro bei Joybuy (globale Version).
Was ist ein Mesh?
Ein Wifi-Mesh-Netzwerk (auch Mesh-WLAN) besteht aus mehreren kooperierenden Netzwerkgeräten (typischerweise einem zentralen Router oder Gateway und mehreren Satelliten oder Knoten), die gemeinsam ein einziges, logisches WLAN-Netzwerk unter einem einheitlichen Namen (SSID) und einem einzigen Kennwort bereitstellen.
Das zentrale und wichtigste Merkmal ist die intelligente Koordination der Knoten (Roaming). Das Mesh-System verwendet standardisierte Protokolle oder herstellerspezifische Algorithmen, um Endgeräte automatisch und nahtlos an den Knoten mit der besten Verbindungsqualität zu übergeben. Dies geschieht clientseitig (Client Roaming) und netzwerkseitig (Network Roaming).
Die Kommunikationskanäle zwischen den Mesh-Knoten werden als Backhaul bezeichnet. Bei einer drahtlosen Verbindung (Wireless Backhaul) nutzt das System dafür Frequenzbänder – oft ein dediziertes drittes Band bei Tri-Band-Systemen oder das gleiche Band wie die Clients bei Dual-Band-Systemen. Bei Letzteren halbiert sich der potenziell maximale Nettodurchsatz für Endgeräte auf dem jeweiligen Knoten, da das Band abwechselnd für Client-Kommunikation und Backhaul genutzt wird. Die Verbindung der Knoten per LAN-Kabel (Wired Backhaul) bietet hingegen die höchstmögliche Stabilität und den maximalen Durchsatz, da die gesamte Drahtloskapazität des Knotens vollständig für die Endgeräte zur Verfügung steht.
Was ist der Unterschied zu Access Points und Repeatern?
Ein Access Point (AP) ist ein Gerät, das ein kabelgebundenes Netzwerk (LAN) in ein drahtloses Netzwerk (WLAN) umwandelt. Der AP erweitert die Reichweite des WLANs, bietet aber keine oder nur minimale Router-Funktionalität. APs sind dabei immer über ein LAN-Kabel mit dem zentralen Router/Netzwerk verbunden.
Sie fungieren in der Regel als Netzwerkbrücke („Übersetzer“ von LAN auf WLAN) und sind nicht für Funktionen wie NAT, DHCP-Server oder VPN-Services zuständig; diese werden vom zentralen Router bereitgestellt. Im Gegensatz zum Mesh erfolgt das Roaming zwischen herkömmlichen, unverwalteten APs passiv und ist primär vom Endgerät abhängig. Das Endgerät entscheidet, wann es zu einem stärkeren Signal wechselt, was zu Verbindungsproblemen oder Verzögerungen führen kann.
Institutionelle Systeme (Enterprise/Managed Wifi) nutzen jedoch einen zentralen WLAN-Controller, der die Roaming-Entscheidungen der APs steuert. Diese Systeme ähneln in ihrer Funktion einem Mesh-Netzwerk sehr, sind aber technisch komplexer und auf größere Umgebungen ausgelegt. Die meisten Mesh-Systeme können auch in einem AP-Modus betrieben werden, wobei etwa der DHCP-Server und das Routing abgeschaltet sind.
Ein Wifi-Repeater (oder Range Extender) ist ein Gerät, das ein bestehendes WLAN-Signal drahtlos empfängt und verstärkt weiterleitet. Ein Repeater nutzt das gleiche Frequenzband wie der Ursprungs-Router, um sowohl Daten zu empfangen als auch weiterzuleiten. Dadurch halbiert sich der theoretisch verfügbare maximale Nettodurchsatz für alle Endgeräte, die mit dem Repeater verbunden sind. Repeater können entweder die gleiche SSID des Ursprungsnetzwerks nutzen, was zu Problemen beim automatischen Wechseln (Roaming) führen kann, oder ein eigenes, unabhängiges Netzwerk (eigene SSID) aufspannen. Bei Letzterem muss ein Nutzer zwischen den Netzwerken selbst manuell wechseln. Für mobile Geräte ist es daher die am wenigsten geeignete Lösung.
Wie kann man ein Mesh anschließen?
Der Vorteil von Mesh-Systemen ist, dass die einzelnen Satelliten nicht zwangsläufig verkabelt werden müssen, dies jedoch jederzeit nachgeholt werden kann. Bei vielen Mesh-Systemen halbiert sich bei einem Wireless-Backhaul allein schon die Durchsatzrate am Satelliten – ein Teil der Bandbreite wird ja auch zur Kommunikation mit dem Hauptrouter benötigt. Tri-Band-Systeme können dieses Problem teilweise mit weniger Bandbreitenverlust lösen. Dafür ist der Aufbau schnell erledigt und die Verbindungsstärke meist ausreichend.
Die beste Abdeckung und Verbindungsqualität gibt es aber immer bei einer LAN-Verbindung der Knoten, also einem Wired-Backhaul. Der Verbindungsaufbau, gerade bei mehreren Satelliten, kann dabei verschiedene Formen annehmen, etwa „Daisy-Chain“ (alle Knoten aneinandergereiht) oder „Stern“ (alle Satelliten mit dem Hauptrouter verbunden). In jedem Fall benötigt jeder Knoten mindestens eine LAN-Verbindung. Eine Mischung aus beiden Formen ist natürlich auch möglich und schöpft zumindest in Teilen die Vorteile des Wired-Backhauls aus.
Was kann Wifi 7?
Wifi 7 bietet einige Vorteile gegenüber den älteren Standards. Wie schon Wifi 6E kann es das 6-GHz-Band unterstützen, das auf kürzere Distanz eine enorm hohe Geschwindigkeit liefert. In Kombination mit einem verbreiterten Sendekanal auf 320 MHz sowie MLO liegt die theoretische Höchstgeschwindigkeit bei 46 Gb/s. Das MLO (Multi-Link-Operation) ist dabei eine zentrale neue Technologie, bei der ein Gerät gleichzeitig über mehrere Drahtlosbänder wie 5 GHz und 6 GHz kommunizieren kann. Diese Funktion summiert also die Einzelgeschwindigkeiten und stabilisiert zudem die Verbindung.
Fällt ein Band etwa aus, kann die Verbindung über die übrigen Frequenzbänder fortgeführt werden. Die Funktion kommt nicht nur bei der Kommunikation mit den Endgeräten, sondern auch zwischen den Satelliten, also als Wireless-Backhaul, zum Einsatz. Auch die Modulationsart konnte verbessert werden, wodurch Daten 20 Prozent effizienter gesendet werden – Stichwort 4K-QAM. Insgesamt ist Wifi 7 also deutlich durchsatzstärker, stabiler und hat weniger Latenz als seine Vorgänger.
Ist Wifi 7 weiterhin abwärtskompatibel?
Wie schon alle bisherigen Wifi-Standards ist auch Wifi 7 weiterhin abwärtskompatibel. Ein Wifi-7-Router kann also auch mit Wifi-5-Endgeräten problemlos kommunizieren – allerdings ohne die Vorteile der moderneren Standards.
Unterstützen alle Wifi-7-Router die neuen Funktionen?
Nein, hier haben die Firmen nahezu völlige Freiheit, welche der neuen Features es in ihre Produkte schaffen. Dadurch gibt es bei den Routern auch verschiedene Preisklassen, die mehr oder weniger Funktionen implementieren. Dadurch kann es auch sein, dass manche Wifi-6E-Router schneller sind als andere mit Wifi-7. Eine übliche Einsparung ist etwa das mit Wifi-6E eingeführte 6-GHz-Band.
Für wen lohnt sich das Upgrade auf Wifi 7?
Dank stabilerer und schnellerer Verbindungen lohnt sich ein Upgrade auf Wifi 7 grundsätzlich für jeden, der WLAN häufig und intensiv nutzt. Besonders beim Wechsel von älteren Standards wie Wifi 5, das noch sehr verbreitet ist, sind die Unterschiede deutlich spürbar. Hier können wir ein Upgrade besonders empfehlen, da die Router bereits viele Jahre gedient haben und teilweise schon keine Updates mehr bekommen.
Für Nutzer eines Wifi-6- oder Wifi-6E-Routers lohnt sich das Upgrade auch, ist aber nicht immer unbedingt sinnvoll. Power-User und Gamer, vor allem bei VR, profitieren hier deutlich, für alle anderen wird die Verbindung etwas stabiler. Ein Investment kann sich hier lohnen, aktuell gibt es dafür aber eigentlich noch zu wenige Endgeräte mit Wifi 7. Wir sprechen eine Upgrade-Empfehlung für alle mit Wifi-5-Router/-Mesh aus, da man die Vorteile deutlich wahrnimmt und mit der Investition wieder für viele Jahre auf dem aktuellen Stand ist.
Was muss man beim Upgrade beachten?
Bei Wifi-7 gibt es grundsätzlich nicht viel mehr zu beachten als bei den älteren Standards. Die Features unterscheiden sich je nach Preisklasse – hier muss man für sich selbst festlegen, was wirklich nötig ist und wie groß das Budget ist. Ansonsten gilt auch das Übliche: Hat das System bereits ein Modem integriert? Möchte ich ein NAS? Nutze ich ein DECT-Telefon? Soll der Router die Smart-Home-Zentrale werden? Oder welche Fläche muss mit WLAN abgedeckt sein? All diese Aspekte beleuchten wir in unseren Tests und vergleichen die Mesh-Systeme in den Preisklassen.
Wie testen wir die Mesh-Systeme?
Für jedes WLAN-Mesh nutzen wir genau zwei Knoten, die immer an den gleichen Positionen aufgestellt werden. Einer steht im ersten Stock des Hauses, der zweite im Flur im Erdgeschoss. Die beiden Punkte liegen nur wenige Meter voneinander entfernt, allerdings muss das Signal durch den Boden mit Fußbodenheizung dringen.
Um eine breite Spanne an potenziellen Endgeräten abzudecken, nutzen wir gleich drei verschiedene Endgeräte für unsere Tests. Zum einen den Mini-PC Geekom A9 Max (Testbericht) mit AMD-Ryzen-CPU und viel wichtiger: dem Wifi-Chipsatz Mediatek MT7925. Als weiteren Mini-PC nutzen wir den Minisforum M1 Pro (Testbericht) mit Intel-CPU und Intel-BE200-Chipsatz. Zuletzt verwenden wir das Pixel 10 Pro XL (Testbericht) mit dem Tensor G5, welcher bereits einen Wifi-7-Chipsatz integriert hat.
Dabei messen wir die Geschwindigkeit zunächst stationär an drei verschiedenen Stellen im Haus. Diese sind einmal nahe am Hauptrouter im ersten Stock und im Erdgeschoss, einmal im Flur neben dem Router sowie in der Küche. Der Messpunkt in der Küche ist dabei am weitesten vom Hauptrouter entfernt, der Mesh-Satellit im Flur liegt so etwa auf halbem Weg. Die Geschwindigkeitsmessung erfolgt lokal über einen Server mit Iperf3 und Openspeedtest.
Bei dem Server handelt es sich um den Minisforum UN100P (Testbericht), der mit seinem 2,5-Gigabit-LAN direkt mit dem schnellsten Port des Hauptrouters verbunden ist. Dieser erste Test soll zeigen, wie sich das WLAN in einer üblichen Umgebung schlägt. Die Mesh-Knoten sind absichtlich nicht für eine optimale Abdeckung platziert, sondern so, dass die Verbindung am letzten Messpunkt in der Küche schon deutlich abgeschwächt ist.
Die besten WLAN-Mesh-Systeme – Testaufbau
Im zweiten Test messen wir die Verbindungsstärke vom Mesh-Satelliten zum Router, indem wir unsere Endgeräte (nur Mini-PCs) direkt per LAN mit dem Mesh-Satelliten im Flur verbinden.
Im dritten Testszenario laufen wir während eines aktiven Stresstests mit dem Openspeedtest vom Hauptrouter am Satellitenrouter vorbei in die Küche und anschließend wieder zurück. Diesen Test können wir nur mit dem Pixel 10 Pro XL ausführen, er soll zeigen, wie zuverlässig das Mesh die Clients zwischen den einzelnen Knoten wechseln kann. Diesen Test führen wir sowohl mit einem Wireless-, als auch Wired-Backhaul im Mesh aus.
Im letzten Testfall platzieren wir den Hauptrouter, bei deaktiviertem Mesh, auf der Fensterbank und messen die Reichweite ohne Hindernisse. Dabei haben wir einen Messpunkt in 15 m und einen weiteren in 30 m Entfernung. Dieser Test wird ebenfalls nur mit dem Pixel durchgeführt und soll einen Anhaltspunkt für die Reichweite eines Knotens geben. So können die Mesh-Knoten optimal im eigenen Zuhause aufgestellt werden.
Das Einrichten des Mesh probieren wir immer erst ohne eine Internetverbindung, aktivieren diese dann aber nachträglich für unsere Tests. Dazu verbinden wir unseren OpnSense-Router mit dem WAN-Port des Haupt-Mesh-Knotens. Anschließend aktualisieren wir die Firmware und aktivieren, sofern vorhanden, MLO. Auch wenn die Unterstützung noch nicht für alle Endgeräte optimal umgesetzt ist, finden wir die Funktion enorm sinnvoll für eine zuverlässigere Verbindung.
Wie genau sind die Messwerte?
Wir bemühen uns, alle Testgeräte unter denselben Bedingungen zu testen, doch WLAN ist bekanntermaßen anfällig für diverse Störungen und im Vergleich zur kabelgebundenen Übertragung sehr instabil. Wir möchten die Geräte unter realistischen Bedingungen testen, wodurch unkontrollierbare Einflüsse nicht auszuschließen sind. Daher können die Ergebnisse teilweise deutlich von anderen Tests abweichen und unterliegen zudem immer einer gewissen Schwankung. Daher betrachten wir die Resultate nie als gesetztes Ergebnis, sondern vor allem als Anhaltspunkt für die tatsächliche Leistung. Deswegen tendieren wir zu längeren Messzeiten und mitteln daraus die Ergebnisse, um eine gewisse Vergleichbarkeit herzustellen.
Fazit
Wifi 7 ist mittlerweile keine Nische mehr und bietet deutliche Vorteile gegenüber den älteren Standards. Selbst wer aktuell noch kein Smartphone und keinen PC mit Wifi 7 hat, kann davon profitieren. Denn die drahtlose Kommunikation zwischen den Knoten ist dank Wifi 7 deutlich schneller und stabiler.
Wir haben verschiedene Modelle aus unterschiedlichen Preisklassen und mit unterschiedlichsten Features und Ausstattungen getestet. Dabei sind unser Testsieger Asus Zenwifi BT8, das Ubiquiti Unifi – bestehend aus Dream Router 7 und Express 7 – sowie das Xiaomi BE3600 Pro besonders aufgefallen. Alle bieten dabei die neue MLO-Funktion, also die Kombination von mindestens zwei Frequenzbändern.
Der Asus BT8 zeichnet sich durch den besten WLAN-Empfang aus, während die Fritzbox vor allem mit vielen und schnellen Anschlüssen glänzt. Der Xiaomi BE3600 Pro liefert sehr viel Mesh zu einem vergleichsweise niedrigen Preis. Features wie die passwortlose Verbindung zu WLAN via NFC sind dabei enorm praktisch. Doch auch die Konkurrenz, wie TP-Link bot im Test eine gute Wifi-Leistung.
Ein Problem, das auf alle Testgeräte zutrifft, ist das Fehlen eines integrierten Modems. Dieses muss zusätzlich erworben werden, was in manchen Situationen allerdings auch ein Vorteil sein kann.
Die Bestenliste zeigt zudem, dass ein 6-GHz-Band für ein modernes, schnelles und zuverlässiges Mesh nicht zwingend erforderlich ist. Meist sorgt dies für deutlich höhere Preise, allerdings auch für mehr Flexibilität und Zukunftssicherheit. Wir sehen immer mehr Geräte und damit eine immer größer werdende Auswahl, wodurch auch etablierte Hersteller wie Asus oder Fritzbox gezwungen sind, gute Features und eine starke Preis-Leistung zu liefern.
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