Künstliche Intelligenz
Deutsche Kamikazedrohne: Rüstungsunternehmen testen Gefechtskopf
Ein heftige Detonation und tief durchlöcherte Platten aus Panzerstahl: Die deutschen Rüstungsunternehmen TDW (Gesellschaft für verteidigungstechnische Wirksysteme) und Stark Defence haben auf einem Sprengplatz in Bayern Gefechtsköpfe für die Kamikazedrohne Virtus getestet. Der als erfolgreich bezeichnete Industrietest soll die Grundlage dafür legen, um die Bundeswehr zügig mit der Drohnenwaffe ausstatten zu können, teilten die Unternehmen nach dem Test mit.
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Als „Loitering Munition“ werden Drohnen mit einem Sprengkopf bezeichnet, die längere Zeit über einem Zielgebiet kreisen können, bis ihnen per Datenlink ein Ziel zugewiesen und das Angriffskommando gegeben wird. Die Waffensysteme durchlaufen derzeit auch Tests der Truppe, die dabei Systeme von Stark Defence und Helsing untersucht. Dritter Bieter ist Rheinmetall.
In der Ukraine sei Loitering Munition für etwa 70 Prozent aller Abschüsse verantwortlich, sagt TDW-Geschaftsführer Andreas Seitz. Das Unternehmen ist ein Spezialhersteller für Gefechtsköpfe und gehört zum Rüstungskonzern MBDA.
Produktion wird bis in Hunderttausende gedacht
Seitz sagt nach dem Sprengtest, der als erster scharfer Schuss in Deutschland bezeichnet wird: „Was wir da gesehen haben, wird auch für die Bundeswehr von massiver Bedeutung sein, weil das die Waffen sein werden, die eben in Masse dann auch zum Einsatz kommen würden im Bündnis- und Verteidigungsfall.“
TDW schafft derzeit die Voraussetzungen, um künftig auch in großer Menge zu produzieren. Als deutsches Unternehmen wolle man möglichst einen Standard für derzeit noch unterschiedliche Formate setzen. „Also wir stellen uns jetzt darauf ein, dass wir viele Tausend Stück herstellen können im Jahr. Wir rüsten uns jetzt so auf bei der TDW, dass wir auch in Zehntausenden oder sogar Hunderttausenden Stück von diesen standardisierten Loitering-Munition-Gefechtsköpfen denken können – und die dann auch liefern würden.“
Unter den Anbietern der neuen Systeme ist derzeit ein heftiges Ringen zu beobachten. Es stehen sich nicht nur traditionelle und neue Industrie gegenüber. Auch das weitere Rennen zwischen den Rüstung-Start-ups ist noch nicht ausgemacht, wobei in einem ersten Schritt jeder auf einen Auftrag hoffen kann. Die Bundeswehr gibt der Einführung insgesamt hohe Priorität.
Test soll Durchschlagskraft überprüfen
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Virtus könne mehr als 100 Kilometer weit fliegen und mehr als eine Stunde in der Luft sein, sagt Josef Kranawetvogl, Vizepräsident von Stark Defence. Das System fliege über dem Einsatzgebiet und erkenne Ziele. „Es ist bestimmt für die Bekämpfung von feindlichen Kampfpanzern, von Flugabwehrraketenstellungen, von Radarstellungen“, sagt er.
Im Kern sei die Waffe bereits einsatzbereit. Der Industrietest der Gefechtsköpfe habe auch die Durchschlagskraft untersuchen sollen. Nach Angaben von Stark Defence wurden mehr als 800 mm Panzerstahl durchdrungen.
„Wir qualifizieren Systeme jetzt für die westlichen Streitkräfte entsprechend der Nato-Vorschriften, die man erfüllen muss“, sagt Kranawetvogl. „In der Ukraine wird es eingesetzt. Wir sind bereit, das System dann auch zur Verfügung zu stellen.“
Bundeswehr testet auch schon Drohnenschwärme
Die Bundeswehr selbst lässt die Anbieter derzeit zu verschiedenen Tests antreten und warnte zuletzt davor, schnelle Schlüsse aus den Ergebnissen zu ziehen. Einen eigenen Probelauf schon mit Drohnenschwärmen wertete die Bundeswehr als Erfolg.
Dabei wurde auf dem Truppenübungsplatz Altmark in Sachsen-Anhalt ein sogenannter Aufklärungs- und Wirkungsverbund aus Aufklärungsdrohnen, einer KI-unterstützten Führungssoftware sowie Kamikazedrohnen verschiedener Hersteller ausprobiert. Das Experiment habe einen „wichtigen Meilenstein für die Gefechtsführung der Zukunft gesetzt“, teilte die Bundeswehr mit.
Zur Steuerung wurde ein Bundeswehr-System (Command & Control Unmanned Management System Bundeswehr) eingesetzt. Mit dieser Software lassen sich verschiedene Drohnentypen und sogenannte Wirkmittel sowie ihre jeweilige Steuerungssoftware zu einem Verbund zusammenfassen. Es waren mehr als zehn Unternehmen beteiligt. Die Drohnen flogen im Test aber ohne Sprengkopf und zerschellten im Ziel.
Heeresinspekteur plant Einheiten für Kampf mit Drohnen
Der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Christian Freuding, will in den nächsten Jahren sechs Einheiten für den Einsatz von dann neu eingeführten Kamikazedrohnen aufstellen. „Wir haben Testungen begonnen, im fairen Wettbewerb, und wollen bis 2027 die erste Batterie mittlerer Reichweite einsatzbereit machen; bis 2029 fünf weitere“, sagte er im November beim Parlamentarischen Abend des Förderkreises Deutsches Heer. Eine Batterie entspricht in der Größe einer Kompanie aus 60 bis 150 Soldaten.
Mit Blick auf die Einsatzbereitschaft und Bedrohungen durch Russland habe er zudem den Auftrag erteilt zu untersuchen, was die Bundeswehr im Zeitraum bis 2029 könne und was der Feind könne. Daraus sollten weitere Schlüsse für die Verteidigungsplanung gezogen werde. „Ich erwarte Ergebnisse nach dem Jahreswechsel“, sagte er.
(olb)
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Filmförderung: Amazon, Disney und Netflix sollen in Deutschland investieren
Die Bundesregierung will jährlich 250 Millionen Euro in die deutsche Film- und Serienproduktion investieren, um den Filmstandort Deutschland zu stärken: Darauf haben sich die Fraktionen von SPD und CDU/CSU laut einer Mitteilung des Kanzleramts am Donnerstag geeinigt. 2025 lag die Förderung noch bei 133 Millionen Euro. Im Rahmen der Vereinbarung werden in Deutschland tätige Streaming-Dienste wie Netflix, Amazon Prime Video, Disney+ und HBO Max dazu verpflichtet, einen Teil ihres Umsatzes in deutsche und europäische Produktionen zu investieren.
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Bereits im vergangenen Jahr haben sich Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) und der Staatsminister für Kultur und Medien, Wolfram Weimer (parteilos), auf eine Verpflichtung der Streaming-Dienste zu Investitionen in Deutschland verständigt. Nun gibt es eine Einigung über das Investitionspaket der Fraktionen, der auch finale Zahlen zu entnehmen sind. Demnach müssen Streaming-Dienste und Fernsehsender mindestens 8 Prozent ihres Nettojahresumsatzes in europäische Produktionen stecken.
Freiwillige Selbstverpflichtung
Neben dieser Mindestquote sollen für Streaming-Dienste Anreize geschaffen werden, freiwillig noch mehr in den deutschen und europäischen Film- und Serienstandort zu investieren. Wer sich etwa verpflichtet, 12 Prozent oder mehr pro Jahr in Europa auszugeben, kann von einigen gesetzlichen Vorgaben befreit werden. Damit können sich Produzenten etwa das Recht erkaufen, in Deutschland, aber in englischer Sprache zu drehen.
„Durch ein gesetzliches Fundament von Mindestinvestitionen, die sich am europäischen Durchschnitt von Investitionsverpflichtungen orientieren, und eine umfassende Öffnungsklausel für freiwillige Selbstverpflichtungen sichern wir Aufträge für die deutsche Filmwirtschaft, ohne in die Geschäftsmodelle der Streamer und Sender einzugreifen“, kommentiert Staatsminister Weimer die Einigung. Der Ball liege jetzt bei den Streaming-Diensten und Sendern. Bis aus dem Kabinettsbeschluss ein Gesetz wird, muss noch der Bundestag zustimmen.
„Film und Serienproduktion made in Germany“
Die Bundesregierung sieht die deutsche Filmbranche in der Krise. In großen Studios wie etwa in Babelsberg oder bei der Bavaria fehlten zuletzt die Aufträge, große Filme und Serien wurden anderswo gedreht – wie zum Beispiel der Netflix-Film „Im Westen nichts Neues“ in Tschechien.
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Weil staatliche Fördergelder nach Ansicht der Regierung nicht ausreichen, um den deutschen Standort attraktiver zu machen, soll nun auch privates Geld mobilisiert werden. Im Koalitionsvertrag haben sich CDU, CSU und SPD vorgenommen, die Wettbewerbsfähigkeit des Filmstandorts Deutschland zu verbessern.
Die Investitionspflichten treffen neben den Streaming-Diensten auch Fernsehsender wie RTL oder ProSieben/Sat.1. Auch öffentlich-rechtliche Sender müssen sich an die Vorgaben halten. Die Investitionsverpflichtung soll vor allem die deutsche Filmwirtschaft stärken und Arbeitsplätze in Studios, Technik und kreativen Berufen sichern. Weimer sieht darin die „Grundlage für einen neuen Boom der Film- und Serienproduktion made in Germany“.
(dahe)
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„Katastrophe“ für Russland: SpaceX deaktiviert unautorisierte Starlink-Antennen
Neue Sicherheitsmaßnahmen von SpaceX haben offenbar dazu geführt, dass massenhaft Starlink-Antennen ausfallen, die vom russischen Militär an der Front im Ukraine-Krieg benutzt werden. Das berichtet unter anderem der Kyiv Independent unter Berufung auf Beiträge in sozialen Netzwerken. Ein ukrainischer Experte für die elektronische Kriegsführung hat bereits erklärt, „der Feind hat an den Fronten kein Problem, es handelt sich um eine Katastrophe“. Zwar hätten auch andere ukrainische Quellen berichtet, dass russische Truppen offenbar weitgehend von der Kommunikation abgeschnitten wurden, die dürften aber nun nach Alternativen suchen. Gleichzeitig hätten ukrainische Militärs eingestanden, dass russische Angriffe durch die Maßnahme nicht gestoppt, sondern höchstens verlangsamt wurden.
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Seit Mittwoch vom Satelliteninternet abgeschnitten
Auch wenn die ganze Tragweite der Maßnahmen damit nicht absehbar ist, machten die Berichte deutlich, wie schnell es der Ukraine dank SpaceX gelungen ist, dem russischen Militär eine zentrale Technik zu nehmen. Erst vor gut einer Woche hat der ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow darauf aufmerksam gemacht, dass Russland Angriffsdrohnen mit Starlink-Antennen ausgestattet hat, um sie aus der Ferne zu steuern. Da war bereits von Lösungsvorschlägen die Rede und auch wenn Elon Musk da unflätig auf Kritik reagiert hat, war sein Unternehmen danach nicht untätig. Anfang der Woche hieß es dann, dass erste Gegenmaßnahmen Wirkung gezeigt hätten. Wie groß der Erfolg war, kann man aber erst jetzt abschätzen.
Die wichtigste Maßnahme dürfte dabei eine Beschränkung von Starlink auf autorisierte Antennen sein, Nutzer und Nutzerinnen in der Ukraine müssen sich inzwischen verifizieren. Dem russischen Militär ist dieser Weg versperrt und mit der Blockade nicht autorisierter Antennen funktionieren die nicht mehr. Wie viele Antennen davon betroffen sind, ist unklar, es wird aber deutlich, dass Russland die Technik nicht nur für die Fernsteuerung von Drohnen benutzt hat. Laut einer Quelle der Nachrichtenagentur Reuters haben die Antennen am Mittwochabend ihren Dienst eingestellt, etwa zu dieser Zeit hat Lauren Dreyer von SpaceX die Anleitung der ukrainischen Regierung zur Registrierung auf X geteilt.
Die Entwicklung macht einmal mehr deutlich, welchen enormen strategischen Wert das Satelliteninternet in dem blutigen Krieg längst hat. Starlink hat in der Ukraine längst einen großen Teil der Kommunikationsinfrastruktur ersetzt, die durch die Kämpfe zerstört wurde. Nicht nur die Truppen des Landes sind auf das Funktionieren der Technik angewiesen, sondern auch Krankenhäuser, Schulen und andere Einrichtungen kommunizieren darüber. Insgesamt hat die Ukraine mehr als 50.000 der nötigen Antennen erhalten, der Großteil wurde von Polen gestellt. Zwischenzeitlich hatte Elon Musk Zweifel an seiner Zuverlässigkeit gestreut, aber das ist längst überwunden.
(mho)
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iX-Workshop: IT-Infrastrukturen mit OpenTofu aufbauen und verwalten
Beim Aufbau von IT-Infrastrukturen führen kurze Entwicklungszyklen zu einem hohen Automatisierungsbedarf. Das quelloffene Tool OpenTofu ermöglicht Entwickler- und Operations-Teams, ihre gesamte IT-Infrastruktur mithilfe von deklarativem Code zu definieren, bereitzustellen und zu verwalten. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um Infrastrukturen in der Cloud, im eigenen Rechenzentrum oder in hybriden Umgebungen handelt.
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OpenTofu ist ein Fork von Terraform und bis zur Version 1.5.7 vollständig kompatibel, sodass Sie bestehende Umgebungen mit wenig Aufwand migrieren können.
Ressourcen mit wiederverwendbarem Code verwalten
Im iX-Workshop OpenTofu Fundamentals: Infrastructure as Code aufbauen und verwalten lernen Sie, wie sich IT-Infrastrukturen mit OpenTofu als Code abbilden lassen. Dabei arbeiten Sie mit der HCL-basierten Syntax von HashiCorp, dem Entwickler des Ursprungsprojekts Terraform.
Aufbauend darauf üben Sie, IT-Infrastrukturen mit OpenTofu automatisiert bereitzustellen, anzupassen und zu verwalten. Sie erfahren, wie sich Ressourcen zur Beschreibung von Infrastruktur-Objekten wie virtuellen Maschinen, Netzwerken oder Storage erstellen und bereitstellen lassen und wie diese zu Modulen zusammengefasst werden, um sie gemeinsam zu nutzen.
In praktischen Übungen erstellen, verändern und bauen Sie eigene IT-Umgebungen wieder ab. So lernen Sie den Umgang mit wiederverwendbarem Code und trainieren, wie Sie Zustände dauerhaft speichern, sowie Variablen und Outputs sinnvoll nutzen können. Abschließend erfahren Sie, wie sich OpenTofu mithilfe von Providern erweitern und mit Schnittstellen, Cloud- und SaaS-Diensten verknüpfen lässt.
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März 30.03. – 31.03.2026 |
Online-Workshop, 09:00 – 17:00 Uhr 10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 02. Mrz. 2026 |
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August 31.08. – 01.09.2026 |
Online-Workshop, 09:00 – 17:00 Uhr 10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 03. Aug. 2026 |
Dieser Workshop richtet sich an erfahrene Linux-Administratoren, die die IT-Infrastruktur ihres Unternehmens mit OpenTofu einrichten und verwalten wollen.
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An zwei Tagen führt Carl Camurça mit langjähriger Erfahrung als Trainer durch die Inhalte des Workshops. Er ist Linux Consultant bei B1 Systems und auf Automatisierung, effektive Administration und Konfigurationsmangement spezialisiert. Für einen intensiven Austausch und ausreichend Zeit für Diskussion und Fragen ist die Teilnehmerzahl maximal 12 Personen begrenzt.

(ilk)
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