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Die besten Städte für 4K-Streaming: Wo läuft alles flüssig?


4K klingt nach Standard, doch je nach Wohnort entscheidet Eure Leitung, ob Netflix, HBO Max oder YouTube konstant scharf bleiben. Eine neue Auswertung vergleicht 80 Großstädte – und zeigt dabei überraschende Muster.

Die Daten stammen aus einer Analyse von PrivacyTutor, die für jede Stadt einen „Streaming Comfort Score“ berechnet. Die zugehörige Karte hebt vor allem die Top-25-Städte hervor – also die Orte, an denen Streaming im Alltag besonders stressfrei laufen soll. Wichtig: Es geht nicht nur darum, ob irgendwo „grundsätzlich“ genug Bandbreite ankommt. Laut PrivacyTutor fließen vier Faktoren in den Score ein, am stärksten gewichtet wird die Download-Geschwindigkeit. Dazu kommen die Verfügbarkeit von Glasfaser, Kabel und DSL.

Diese Städte sind für 4K-Streaming besonders entspannt

Für 4K nennen Streaming-Dienste mindestens 25 Mbit/s als Richtwert. Der neue Streamingdienst HBO Max empfiehlt sogar 50 Mbit/s. Den knacken in dieser Stichprobe zwar selbst die Schlusslichter beim reinen Download deutlich. Der Score soll aber abbilden, wie stabil und zukunftssicher das Gesamtpaket in einer Stadt ist – wenn mehrere Geräte gleichzeitig streamen oder die Leitung abends stärker ausgelastet ist.

Ganz vorn landet Recklinghausen mit einem Streaming Comfort Score von 74,39 Punkten. Dahinter folgen Trier (72,47), Salzgitter (70,57), Ludwigshafen am Rhein (70,20) und Bochum (65,97). Auffällig: Es sind nicht die üblichen „Großstadt-Verdächtigen“, sondern eher mittelgroße Städte.

Schaut man nur auf die Downloads, liegt Trier mit 168,6 Mbit/s an der Spitze – knapp vor Recklinghausen (161,5 Mbit/s). Für typisches 4K-Streaming ist das weit mehr als nötig. Entscheidend ist hier eher, ob die Leistung auch dann steht, wenn im Haushalt parallel noch jemand zockt, ein Update lädt oder zwei weitere Streams laufen.

Wo es schnell frustig wird

Das nämlich könnte bei langsameren Städten geschehen. Am Ende der Tabelle stehen Städte, in denen laut Score deutlich mehr Luft nach oben ist: Solingen bildet das Schlusslicht (19,14 Punkte), davor Koblenz (20,37), Ulm (22,09), Erfurt (27,41) und Fürth (27,47).

Das heißt nicht automatisch: „4K geht gar nicht“. Solingen kommt in der Auswertung sogar auf 100,0 Mbit/s Download – aber gleichzeitig auf extrem niedrige Glasfaserwerte (1,79 Prozent). Genau solche Kombinationen bewertet der Score als riskanter, weil sie auf weniger Reserve und weniger Zukunftssicherheit hindeuten, wenn Ansprüche und parallele Nutzung steigen.

Metropolen: Warum Berlin nur im Mittelfeld landet

Auch bei den ganz großen Städten sieht man Unterschiede. München ist als Millionenstadt am besten platziert (Rang 6, Score 64,62). Hamburg folgt auf Rang 12 (59,04), Köln landet auf Rang 23 (53,09). Berlin kommt nur auf Rang 28 (52,42) – trotz ordentlicher Download-Zahlen, aber mit deutlich schwächerer Glasfaserquote als etwa München oder Hamburg.

Was Ihr daraus für Euer Setup ableiten könnt

Klar ist: Eine Stadtwertung ist ein guter Hinweis, aber keine Garantie für Eure konkrete Adresse. Innerhalb einer Stadt können Wohnviertel stark auseinanderlaufen. Sogar Unterschiede von Straße zu Straße sind möglich. Es liegt daran, wie gut Euer Anbieter das Netz in Eurer Straße ausgebaut hat. Und am Ende entscheidet auch Euer Heimnetz (Router-Standort, WLAN, Auslastung), ob der TV wirklich dauerhaft 4K hält oder doch regelmäßig auf HD zurückfällt. Unsere Empfehlung: Streaming-Geräte möglichst per Netzwerkkabel an den Router anbinden, nicht mehr per WLAN. Und auf lange Sicht: Kümmert Euch, wenn möglich, um einen Glasfaseranschluss. Wenn künftig mehrere Fernseher UHD-Inhalte konsumieren oder 8K doch noch ein Thema wird, wird’s richtig eng mit DSL.



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