Apps & Mobile Entwicklung
Dieses Urteil setzt klare Grenzen
Euer Stromspeicher läuft auf einmal langsamer oder schaltet sich ganz ab – ohne Vorwarnung. Ein aktuelles Urteil zeigt, warum Hersteller so eingreifen dürfen und weshalb Sicherheit juristisch schwerer wiegt als volle Leistung. Darauf müssen sich Stromspeicherbesitzer einstellen
Ein Heimspeicher soll zuverlässig arbeiten und möglichst unsichtbar bleiben. Doch genau diese Ruhe kann abrupt enden, wenn die App eine Leistungsbegrenzung meldet. Was nach Defekt klingt, kann eine bewusste Sicherheitsmaßnahme sein. Ein Gerichtsverfahren hat nun geklärt, wie weit Hersteller dabei gehen dürfen – und was das ganz konkret für Euch bedeutet.
Sicherheit bei Stromspeichern schlägt Komfort
Ausgangspunkt war ein Speicher mit mittlerer Kapazität, der nach mehreren Brandereignissen zunächst komplett deaktiviert und später nur noch eingeschränkt freigegeben wurde. Der Hersteller wollte Risiken minimieren, bis die Ursachen geklärt sind. Für den Käufer fühlte sich das wie ein Entzug der versprochenen Leistung an.
Die Gerichte – erst das Landgericht Traunstein (Az. 2 O 312/24), später das Oberlandesgericht München – folgten dieser Sicht jedoch nicht. Ihre Linie ist klar: Wenn konkrete Sicherheitsbedenken bestehen, dürfen Hersteller eingreifen. Voller Funktionsumfang ist dann zweitrangig.

Garantie ist kein Joker für alle Fälle
Viele würden in so einer Situation sofort auf die Garantie verweisen. Doch genau hier zieht das Urteil eine Grenze. Eine Garantie deckt typischerweise altersbedingte Leistungsverluste ab – also Degradation. Eine vorsorgliche Drosselung aus Sicherheitsgründen fällt nicht automatisch darunter.
Entscheidend war zudem, dass kein nachweisbarer Material- oder Produktionsfehler festgestellt wurde. Einzelne Brandfälle reichten nicht aus, um einen generellen Mangel anzunehmen. Für Euch heißt das: Nicht jede Einschränkung ist rechtlich ein Defekt, auch wenn sie sich so anfühlt.
Gewährleistung: Der Blick auf den Kaufweg zählt
Auch die Gewährleistung hilft nicht immer weiter. Ansprüche nach §§ 434 ff. BGB richten sich grundsätzlich gegen den Verkäufer – nicht zwingend gegen den Hersteller. Wer den Speicher über einen Installateur oder Händler gekauft hat, muss sich zuerst an diesen wenden.
Das klingt banal, ist aber entscheidend. Der falsche Ansprechpartner kostet Zeit und Nerven. Ein prüfender Blick auf Rechnung und Vertrag klärt oft schneller, welche Optionen realistisch sind.
Fernzugriff ist zulässig – mit Bedingungen
Besonders heikel ist die Fernabschaltung. Die Gerichte sehen sie als zulässig an, wenn sie der Gefahrenabwehr dient. Dahinter steht die Verkehrssicherungspflicht: Hersteller müssen Risiken reduzieren, auch nach dem Verkauf.
Aber: Willkür ist tabu. Es braucht einen konkreten Anlass, der die Maßnahme erforderlich macht. Diese Hürde schützt Euch davor, dass Leistung ohne Grund entzogen wird.
Warum Ihr die Freischaltung kaum erzwingen könnt
Selbst wenn die Drosselung nervt: Ein Anspruch auf Aufhebung lässt sich meist nicht durchsetzen. Beseitigungs- oder Unterlassungsansprüche nach § 1004 BGB greifen hier nicht, solange der Hersteller nachvollziehbar mit Sicherheitsgründen argumentiert.
Auch eine bestimmte Reparatur – etwa den Austausch von Zelltypen – könnt Ihr nicht verlangen. Die Garantie ist rechtlich keine AGB, sondern eine einseitige Erklärung. Wie Risiken adressiert werden, liegt im Ermessen des Herstellers.
Was Ihr daraus mitnehmen solltet
Eine Leistungsbegrenzung ist nicht automatisch ein Makel, sondern kann ein Warnsignal sein. Lasst Euch Gründe und Dauer erklären – am besten schriftlich. Das Urteil zeigt vor allem eines: Moderne Stromspeicher sind vernetzt, und Hersteller behalten im Ernstfall mehr Kontrolle, als viele erwarten. Unbequem, ja – juristisch aber nachvollziehbar.
Apps & Mobile Entwicklung
LG TV im Lesertest: Wie schlägt sich ein OLED-Display nach mehreren Jahren Dauerbetrieb?

In seinem Lesertest „365 Tage OLED im 12h Dauerbetrieb pro Tag“ fühlt Community-Mitglied eRacoon seit mehreren Jahren der Frage auf den Zahn: Wie verhält sich das OLED-Display bei diesem Dauereinsatz. Welche Nachteile entstehen oder gibt es überhaupt Nachteile nach so einem langen Einsatz?
Die Vorgeschichte
Bereits im Juli 2023 startete eRacoon seinen Leserartikel zu seinem LG OLED48C1, den er sich im Juni 2022 gekauft hatte. Da der Monitor regelmäßig für längere Zeit läuft, stellte sich hier natürlich die übliche Frage: gibt es Einbrenneffekte?
Der LG ist in diesem Fall kein klassischer Monitor, sondern ein 48 Zoll großer TV, der als Monitor-Ersatz dient. Bedingt durch eine Home-Office-Tätigkeit ergab sich schon am Anfang eine theoretische Laufzeit von 180 Tagen in einem Jahr, die Betriebszeit am Tag liegt bei ungefähr zehn Stunden. Hinzu kam noch die private Nutzung, die den Betriebszähler fleißig weiter laufen ließ.
In Summe ergaben sich so für die ersten 380 Tage eine Laufzeit von 4.553 Stunden, was schon als stolze Leistung bezeichnen werden kann. Der Autor dieser Zeilen kommt bei seinem privaten Laptop auf 4.889 Stunden in zwei Jahren. Ausgelesen wurde hierbei die Betriebsstunden der SSD.
Was beachtet eRacoon im Betrieb?
Um ein Einbrennen zu verhindern, hat sich eRacoon verschiedene Gewohnheiten antrainiert und Einstellungen vorgenommen. So schaltet er zum Beispiel den Monitor jedes Mal, wenn er den Arbeitsplatz verlässt, nicht aus, sondern wechselt über die F1-Taste in den Blackscreen Modus, in dem „einfach“ nur ein schwarzes Bild angezeigt wird.
Zusätzlich ist teilweise die Taskleiste ausgeblendet, sodass auch hier nur eine geringe bis gar keine Chance besteht, dass sich entsprechende Symbole einbrennen können. Des Weiteren laufen mehrere Hintergrundbilder abwechselnd durch, wobei diese alle per Bildbearbeitungsprogramm abgedunkelt sind. Sie sind dann einerseits nicht störend, andererseits „ist das deutlich angenehmer als dieses gigantische ’schwarze Loch‘ vor sich zu haben“, so der Autor des Leserartikels. .
Der vierte Punkt ist, dass der Monitor 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche am Stromnetz hängt, sodass der LG eigene Pixelrefresh immer arbeiten kann.
Weiteres zum Monitor
Darüber hinaus gibt es keine Auffälligkeiten. Den Stromverbrauch kann eRacoon schlecht einschätzen, er liegt mit teilweise 75 W aber im Rahmen und nach eigener Aussage würde es ihn wundern, wenn es wesentlich mehr ist, als die beiden LED Monitore, die durch diesen ersetzt wurden.
Ergebnis nach mehreren Jahren
Mit der beschriebenen Nutzungsart haben sich im Laufe der Jahre noch keine Probleme ergeben. Eine Erkenntnis, die im Gegensatz zu seinem Samsung Galaxy S20 Ultra (Test) steht. Das Smartphone-Display zeigt nach zwei Jahren und regelmäßiger Nutzung der Teams-App bereits Anzeichen vom Einbrennspuren.
Der LG-TV läuft somit nach über 14.300 Stunden immer noch problemlos im regelmäßigen Betrieb.
Und wie sind eure Erfahrungen?
Wie ist ansonsten die Lage in der Community: Habt ihr selbst bereits Probleme mit OLED-Displays bemerkt?
-
Ich habe am TV/Monitor keine Probleme
-
Ich habe am TV/Monitor Probleme
-
Ich habe am Smartphone keine Probleme
-
Ich habe am Smartphone Probleme
-
Ich habe am Tablet/Handhelds keine Probleme
-
Ich habe am Tablet/Handhelds Probleme
-
Ich nutze hauptsächlich IPS oder TN Panels
Feedback und Hinweise ausdrücklich erwünscht
Rückfragen, Anregungen sowie Lob und Kritik zu dem Leserartikel sind in den Kommentaren zu dieser Meldung sowie im entsprechenden Thread wie immer ausdrücklich erwünscht. Auch Hinweise zu weiteren Leserprojekten oder Erfahrungsberichten werden gerne entgegengenommen.
Apps & Mobile Entwicklung
Ade, simpler Texteditor: Microsoft integriert Bilder-Darstellungen in Notepad

Microsoft will den Funktionsumfang des Windows-Editors (engl. „Notepad“) erweitern. Laut Informationen von Windows Latest soll dieser bald in der Lage sein, auch Bilder darstellen zu können. Interne Quellen bei Microsoft haben demnach diesen Plan bestätigt.
Hinweise auf eine Bilder-Integration in den Texteditor liefert bereits die aktuelle Windows-Insider-Version. Ist diese installiert, lässt sich im Editor der „Neu-im-Editor“-Reiter öffnen. Bei den Updates, von denen Microsoft offiziell berichtet, handelt es sich um verbesserte Schreib-Tools sowie die Einführung einer Tabellenfunktion; Bilder werden noch nicht erwähnt.
Auf dem im Neuigkeiten-Menü dargestellten Screenshot ist aber bereits ein Bilder-Symbol zu erkennen, direkt im Editor fehlt die Option allerdings noch. Den Quellen von Windows Latest zufolge sind Bilder Teil des Markdown-Supports, den Microsoft in den letzten Jahren eingeführt hat.
Auf die Performance sollen die Bilder nur einen „minimalen“ Einfluss haben. Zusätzlich haben Nutzer die Möglichkeit, die Bilder sowie andere Optionen in den Einstellungen zu deaktivieren.
Microsoft will den Texteditor aufrüsten
Das Ziel von Microsoft ist klar: Man will Notepad aufwerten. Indem der Editor grundlegende Textformatierungen sowie Markdown unterstützt, ist es möglich, optisch ansprechendere Texte zu erstellen. Unvermeidlich war für Microsoft zudem die KI-Integration: Mit den Copilot-Funktionen ist es nun etwa direkt im Editor möglich, Texte zu generieren oder zusammenfassen zu lassen.
Laut Windows Central handelt es sich offenkundig um einen Versuch, Notepad auf ein Niveau zu bringen, das vergleichbar sei mit Apples Notes-App. Der Haken sind aber die Reaktionen der Nutzer: Begeistert sind nur wenige. Als Microsoft neue Textformatierungsfunktionen im Juni 2025 ankündigte, wurde in den Kommentaren in der ComputerBase-Community etwa diskutiert, warum Microsoft erst WordPad einstellt, nur um dann Notepad mit neuen Funktionen aufzublasen.
- 4 Erkenntnisse: Wie Microsoft den Ruf von Windows 11 ruiniert hat
Es ist also im Kern wieder der Bloatware-Vorwurf, mit dem Windows 11 generell zu kämpfen hat.
Markdown-Sicherheitslücke in Notepad
Schwung bekam die Diskussion nochmals mit dem Februar-Patchday. Microsoft meldete, dass eine Sicherheitslücke in Notepad mit der CVE-Einstufung 8,8 geschlossen wurde. Angreifer konnten Nutzer dazu verleiten, in einer in Notepad geöffneten Markdown-Datei auf einen bösartigen Link zu klicken. Dadurch war es möglich, Remote-Dateien zu laden und auszuführen.
In sozialen Medien wurde daraufhin Microsofts generelle Notepad-Strategie erneut deutlich kritisiert, berichtet Futurism. Der Tenor: Statt Nutzern ein einfaches Tool für das Öffnen von Textdateien anzubieten, verwandele Microsoft „Notepad in ein langsames, mit Funktionen überladenes Chaos, das wir nicht brauchen“, erklärt etwa ein Entwickler auf X.
Apps & Mobile Entwicklung
Erster Teaser enthüllt: Jetzt beginnt der wahre Targaryen-Krieg

Ein Drache durchschneidet den Himmel, Schiffe zersplittern im Feuer, und in Königsmund flackert die Macht wie eine Kerze im Sturm. Westeros steht nicht mehr am Abgrund. Es ist bereits gefallen und eine Serie nähert sich einem Höhepunkt.
Der Beitrag Erster Teaser enthüllt: Jetzt beginnt der wahre Targaryen-Krieg erschien zuerst auf nextpit.
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonatenSchnelles Boot statt Bus und Bahn: Was sich von London und New York lernen lässt
-
Social Mediavor 2 WochenCommunity Management zwischen Reichweite und Verantwortung
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 3 MonatenFast 5 GB pro mm²: Sandisk und Kioxia kommen mit höchster Bitdichte zum ISSCC
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 3 MonatenHuawei Mate 80 Pro Max: Tandem-OLED mit 8.000 cd/m² für das Flaggschiff-Smartphone
-
Entwicklung & Codevor 2 MonatenKommentar: Anthropic verschenkt MCP – mit fragwürdigen Hintertüren
-
Datenschutz & Sicherheitvor 3 MonatenSyncthing‑Fork unter fremder Kontrolle? Community schluckt das nicht
-
Social Mediavor 2 MonatenDie meistgehörten Gastfolgen 2025 im Feed & Fudder Podcast – Social Media, Recruiting und Karriere-Insights
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenGame Over: JetBrains beendet Fleet und startet mit KI‑Plattform neu


