Künstliche Intelligenz
Digitalminister Wildberger: Bei Staatsmodernisierung „brutal fokussieren“
Nach acht Monaten im Amt als erster Bundesdigitalminister sieht Karsten Wildberger (CDU) Deutschland auf gutem Weg bei der Staatsmodernisierung, spricht aber von einer Daueraufgabe. „Sie gehen ja auch nicht ein Jahr ins Gym und sagen dann: ‚Jetzt bin ich fertig’“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Staatsmodernisierung sei ein Dauerprojekt, weit über eine Legislaturperiode hinaus und unabhängig von Personen.
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Der Minister zeigte sich optimistisch, dass im neuen Jahr für die Bürger positive Veränderungen spürbar werden. Es seien viele „Dinge in der Pipeline“, weitere würden auf den Weg gebracht. Die Bundesregierung hatte unter Wildbergers Federführung im Herbst eine Modernisierungsagenda für den Bund beschlossen, die Bundesländer später auch für die Länderebene. Geplant sind mehr als 200 Vorhaben zur Modernisierung der Verwaltung mit Vereinfachungen für Bürger und Unternehmen.
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Vereinfachungen bei Ausweisen und Steuererklärungen
Dabei geht es zum Beispiel um das Pass- und Meldewesen: Die Notwendigkeit der Aktualisierung des Wohnortes im Reisepass soll gestrichen werden, Personalausweise für über 70-Jährige sollen künftig unbefristet gültig sein. Vorausgefüllte und automatisierte Steuererklärungen, wie Hessen sie bereits testet, sollen sukzessive ausgeweitet werden.
Im Geschäftsverkehr mit Behörden sollen in vielen Fällen künftig einfache E-Mails ausreichen und KI soll in der Verwaltung beim Sortieren und Prüfen von Anträgen helfen, um Sachbearbeiter zu entlasten. Auch ihre Zuständigkeiten wollen Bund und Länder verändern, um Abläufe zu beschleunigen, etwa bei der Kfz-Zulassung, im Pass- und Ausweiswesen und im Meldewesen.
Perso auf dem Handy im kommenden Jahr
Im kommenden Jahr, am 2. Januar 2027, ist außerdem der Start der digitalen Brieftasche (Wallet) geplant. Auf dieses konkrete Datum hatte sich Wildberger zuletzt öffentlich festgelegt. Personalausweis und Führerschein und später auch andere Dokumente können dann auf dem Smartphone gespeichert werden und werden bei Kontrollen anerkannt. Die Plastikkarten können zu Hause bleiben.
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Zu Skepsis in Deutschland gegenüber Digitalisierungsprozessen wie dem Ausweis auf dem Smartphone oder der elektronischen Patientenakte, sagte Wildberger: „Wir stellen oft zuerst die Frage nach den Risiken. Ich wünsche mir, dass wir die Begeisterung für Neues und für Technologie, die Deutschland immer ausgemacht haben, wieder entdecken und wieder freilegen.“
Wenn Menschen erlebten, dass immer mehr alltägliche Prozesse, wie eine Kontoeröffnung, der Abschluss eines Mobilfunkvertrags oder Altersverifikation einfacher würden, verschiebe sich die Frage weg von: „Brauche ich das? Wie sicher ist das?“ zur Feststellung, „dass diese Dinge einem das Leben einfacher machen können“.
Bürger sollen Bürokratie-Probleme melden
Wildberger holt sich für seinen Job auch Anregungen aus der Bevölkerung. Seit kurzem können Bürger auf der extra eingerichteten Onlineplattform „Einfach machen“ melden, an welchen Stellen es in der Verwaltung hakt. Die Hinweise sollen dabei helfen, Dinge zu priorisieren.
So beschreibt Wildberger auch seine eigene Arbeitsweise in dem ganzen Prozess: „Wenn man Dinge verändern will, ist eines der wichtigsten Themen brutal zu fokussieren. Sie können nicht alles machen und müssen, wenn Sie sich an einem Ziel orientieren, Dinge, die Sie potenziell ablenken, ein Stück weit ausblenden.“
Wildbergers Ministerium für Digitales und Staatsmodernisierung wurde mit dem Antritt der Regierung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im Mai neu aufgebaut. Merz hatte den früheren MediaMarktSaturn-Chef in sein Kabinett geholt und ihm die Aufgabe aufgetragen, Verwaltungsprozesse in Deutschland zu vereinfachen, zu beschleunigen, zu digitalisieren und Bürokratie abzubauen – im komplexen System der Zuständigkeiten zwischen Bund, Ländern und Kommunen ein Megaprojekt.
Über die föderale Modernisierungsagenda berichtet c’t auch in der aktuellen Ausgabe des Newsletters D.digital. Den Newsletter können Sie hier kostenlos abonnieren.
(cwo)
Künstliche Intelligenz
Asus: Keine neuen Zenfone- oder ROG-Phone-Modelle in 2026
Asus drückt offenbar auf die Pausentaste bei seinen Smartphones. Der Hersteller sagte gegenüber dem Branchenportal Digitimes, in diesem Jahr keine neuen Modelle zu veröffentlichen. Dies umfasse sowohl die Modelle der Zenfone- als auch der ROG-Phone-Serien.
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Keine neuen Smartphones für 2026
Vertriebshändler in Taiwan haben dem taiwanischen Branchenblatt Digitimes mitgeteilt, dass sie Asus-Smartphones nicht mehr über lokale Vertreter beziehen können. Ihnen sei ferner mitgeteilt worden, dass die Smartphone-Sparte nur noch bis zum 31. Dezember 2025 tätig sein werde und keine neuen Produkte mehr auf den Markt kommen würden. Diese Nachricht deutet darauf hin, dass Asus sein komplettes Smartphone-Geschäft einstellen könnte.
Auf Nachfrage teilte Asus Digitimes mit, dass man seinen Telekommunikationspartnern „klar mitgeteilt” habe, dass der Smartphone-Betrieb fortgesetzt werde. Das Unternehmen ergänzte, dass Wartung, Software-Updates und Garantieleistungen für aktuelle Geräte nicht betroffen seien. Asus betonte außerdem, dass das Unternehmen „sein derzeitiges Betriebsmodell” mit Kundendienstleistungen beibehalten werde. Das Unternehmen erklärte jedoch, dass es derzeit keine Pläne habe, im Jahr 2026 neue Smartphones auf den Markt zu bringen. Das bedeutet, es wird in diesem Jahr weder ein Zenfone 13 noch ein ROG Phone 10 geben.
Damit bleiben das im vergangenen Jahr eingeführte Smartphone Zenfone 12 Ultra und das 2024 vorgestellte ROG Phone 9 die aktuellsten Modelle des Herstellers. Dabei vollführte Asus mit dem 12 Ultra bereits eine gewisse Reduktion der Entwicklungsarbeit. Denn das Zenfone des letzten Jahres basiert hinsichtlich des großen Bildschirms, des Prozessors und weiterer Ausstattungsmerkmale – abzüglich der Gaming-Aspekte – grob auf dem ROG 9. Noch mit dem Zenfone 10 bot der Hersteller eine Variante mit kompakteren Ausmaßen und einem 5,9-Zoll-Display an.
Gerüchte über einen Ausstieg aus dem Smartphone-Geschäft von Asus kursierten bereits 2023. Damals dementierte der Hersteller dies und lieferte schließlich auch weitere Geräte. Einen konkreten Grund für die in diesem Jahr kommunizierte Pause nennt Asus indes nicht, jedoch kann der Hersteller sich nicht damit rühmen, auf dem hart umkämpften Smartphonemarkt erfolgreich zu sein. Ob Asus nach seiner diesjährigen Pause im Jahr 2027 neue Modelle der Zenfone- und ROG-Phone-Serien vorstellen wird, oder dann ein finales Aus verkündet, bleibt abzuwarten.
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(afl)
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Last Call: c’t-Webinar: Heimkino- und Musikanlagen optimal einrichten
Wer zu Hause Musik und Filme in bester Qualität genießen möchte, stößt mit gängigen Soundbars und Smart Speakern schnell an Grenzen. Teure Geräte allein garantieren jedoch nicht automatisch guten Klang. In vielen Wohnzimmern wirkt selbst hochwertige Technik dumpf oder unausgewogen. Das Webinar zeigt, wie Sie Ihr Setup systematisch verbessern.
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c’t-Redakteur Hartmut Gieselmann vermittelt akustische Grundlagen und erklärt, wie Raum und Lautsprecherpositionierung den Klang beeinflussen. Sie lernen wichtige Messmethoden kennen und verstehen, wie moderne Techniken zur Raumkorrektur funktionieren. Schritt für Schritt optimieren Sie Ihr Setup – von der richtigen Aufstellung der Lautsprecher über den gezielten Einsatz von Subwoofern bis hin zur Feinabstimmung per Raumkorrektur-Software. Das vermeidet Frust, unnötige Neuanschaffungen und stundenlanges Herumprobieren. Stattdessen nutzen Sie vorhandene Technik präzise aus – egal, ob sie frisch ausgepackt wurde oder schon länger im Wohnzimmer steht.
Sound verbessern statt aufrüsten
Anhand praktischer Beispiele zeigt Gieselmann, wie Sie mit Messmikrofonen, Apps und Programmen den Klang systematisch analysieren. So decken Sie Schwachstellen auf und stimmen die Anlage optimal auf Ihren Raum ab. Selbst automatisch eingemessene Systeme lassen sich manuell prüfen und verbessern. c’t stellt dafür eigens produzierte Messdateien in Dolby Atmos bereit.
Ein weiterer Schwerpunkt behandelt die Basswiedergabe. Der Referent erklärt, wie Sie Subwoofer-Arrays richtig platzieren und den Bass in kleinen Räumen gleichmäßig gestalten. Tipps zur Beseitigung von Brummschleifen und zur Nutzung aktiver Bassfallen ergänzen das Programm.
Individuelle Beratung inklusive
Hartmut Gieselmann ist Redakteur mit langjähriger Erfahrung im Bereich Audio- und Musikproduktionen sowie Raumakustik. Sein Wissen vermittelt er anschaulich und praxisnah. Vor dem Webinar können Sie Fotos und Beschreibungen Ihrer Anlage einsenden. Die E-Mail-Adresse erhalten Sie mit der Buchungsbestätigung. Ausgewählte Beispiele bespricht der Referent und zeigt Optimierungsmöglichkeiten auf. Während des Webinars können Sie Fragen über einen Chat stellen. Das Team sammelt die Fragen und beantwortet sie bei passender Gelegenheit.
Für Einsteiger und ambitionierte Klangfans
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Das Webinar richtet sich an Musik- und Filmfans aller Erfahrungsstufen. Sie entwickeln ein Verständnis für die entscheidenden Stellschrauben und wissen am Ende, wie Sie selbst in kleinen, hellhörigen Räumen ein beeindruckendes Klangerlebnis erzielen – ohne die Nachbarn zu stören. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie Ihre vorhandene Stereo- oder Surroundanlage ausbauen oder ein neues Setup planen.
- Termin: 8. Januar 2026, 15:00 bis 18:30 Uhr
- Preis: 69,00 Euro
Zur Teilnahme benötigen Sie lediglich einen aktuellen Browser. Weitere Informationen zum Webinar sowie Details zur Anmeldung finden Sie auf der Webseite der heise academy.
(abr)
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Duolingo packt Reklame in Apples Dynamic Island – obwohl das nicht erlaubt ist
Apples Dynamic Island, ein kleiner Display-Bereich um das TrueDepth-Kameramodul auf der Frontseite, der mit dem iPhone 14 Pro und 14 Pro Max eingeführt wurde, dient zur Anzeige sogenannter Live-Aktivitäten: etwa bei sportlichen Tätigkeiten, der Messung des Fortschritts einer Bestellung oder der Überwachung des Ablaufs einer Flugreise. Das kann im Alltag durchaus praktisch sein, manchmal ist es Overkill. Was jedoch klar ist: Reklame hat hier, so schreibt es Apple seit 2022 in seinen Entwicklerbedingungen vor, nichts zu suchen. Den Sprachlernanbieter Duolingo störte die Regelung allerdings wenig: Laut Nutzerberichten unter anderem bei Reddit tauchte dort zwischenzeitlich ein „Super offer“ samt Countdown auf.
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Glasklare Regelung seitens Apple
Die Reklame warb für ein kostenreduziertes Angebot des Dienstleisters, wie sich auf einen Klick zeigte. Apple hat hier eigentlich klare Vorgaben: „Verwende keine Live-Aktivität, um Werbung oder [Informationen zu] Verkaufsaktionen anzuzeigen. Live-Aktivitäten sollen Nutzer über laufende Ereignisse und Aufgaben informieren, daher ist es wichtig, ausschließlich Informationen darzustellen, die mit diesen Ereignissen und Aufgaben zusammenhängen.“
Wie es dazu kam, dass Duolingo die Richtlinien umgangen hat, ist unklar. Bislang gab es noch keine Stellungnahme – Mac & i hat um eine solche gebeten. Mittlerweile scheint die Reklame auch eingestellt worden zu sein, zumindest ließ sie sich nicht mehr nachvollziehen. Möglicherweise handelte es sich aber auch nur um einen Test mit einer kleinen Nutzerschaft. Duolingo ist für solche A/B-Tests bekannt, setzt zudem aggressiv auf eine KI-fizierung seines Angebots, was einige Nutzer vergraulte. Dies führte unter anderem zum Aufbau offener Alternativen wie Lingonaut.
Benachrichtigungen mit Werbung
Reklame in Form von normalen iOS-Benachrichtigungen (Notifications) nervt Nutzer schon lange. Apple hatte diese ursprünglich eigentlich auch verboten, doch ließ hier Schlupflöcher. Mittlerweile heißt es in den Richtlinien, dass man „marketing or promotional content“ nur dann verschicken dürfe, wenn Nutzer dies „genehmigt“ hätten. Diese Genehmigungen lassen sich allerdings – im Gegensatz zum App-übergreifenden Tracking über die ATT-Funktion – nicht zentral steuern.
Auch ein entsprechender Nachweis, dass diese Genehmigung erteilt wurde, ist von den App-Anbietern nicht zu erbringen. Nutzer können nicht einstellen, keine Werbenachrichten, sondern nur „echte“ Informationen per Benachrichtigung zu erhalten. Sollten weitere Anbieter versuchen, Live-Aktivitäten für Reklame zu nutzen, dürfte dies die Akzeptanz der Technik durch die Nutzer reduzieren – was nicht in Apples Interesse sein kann.
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(bsc)
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