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E-Mail-Client: Microsoft bestätigt mehrere künftige Neuerungen in Outlook
Microsoft versucht weiterhin, Anwender zum Wechsel von Outlook Classic auf das neue Outlook zu bewegen. Bis Herbst 2026 soll der E-Mail-Client dafür zahlreiche neue Funktionen erhalten, darunter eine erweiterte Serienmail-Funktion, eine gemeinsame Ansicht für mehrere Konten sowie mehr Kontrolle über die Ordnerverwaltung.
Laut einem Bericht von Windows Latest testet Microsoft derzeit verschiedene neue Funktionen für Outlook, die noch im Laufe dieses Jahres offiziell erscheinen sollen. Trotz der umfangreichen Roadmap bleiben jedoch einige grundlegende Schwächen bestehen, weshalb viele Unternehmen und Power-User Outlook Classic weiterhin bevorzugen dürften.
Neue Funktionen in den nächsten Monaten
Den Auftakt soll noch im Juli die Möglichkeit machen, Freigabeberechtigungen sowie Postfach- und Ordnerberechtigungen an Stellvertreter zu delegieren. Ebenfalls vorgesehen ist die Unterstützung von PST-Dateien für den Import von Kontakten und Kalendern. Im August soll dann die Funktion „All Accounts View“ folgen, die alle verbundenen Konten in einem gemeinsamen Posteingang zusammenführt. Nachrichten sollen sich damit kontenübergreifend lesen, verschieben, archivieren oder löschen lassen. Auch Copilot-Funktionen und die Suche sollen die neue Ansicht berücksichtigen.
Einen Schwerpunkt dürfte das September-Update bilden, dann soll die erweiterte Mail-Merge-Funktion die bisherigen Massenmails ergänzen und personalisierte Inhalte wie Namen, Firmennamen oder Rechnungsnummern individuell für jeden Empfänger einfügen können. Gleichzeitig wird Microsoft die Integration mit Office-Anwendungen ausbauen, geöffnete Word-, Excel- oder PowerPoint-Dateien sollen sich dann direkt aus der jeweiligen Anwendung heraus als Kopie per E-Mail versenden lassen.
Weitere Änderungen betreffen die Ordnerverwaltung und sind für Oktober 2026 vorgesehen. Künftig sollen Nutzer festlegen können, ob im linken Bereich eines Ordners ausschließlich ungelesene oder sämtliche Nachrichten angezeigt werden. Darüber hinaus sollen Favoritenordner flexibler nutzbar sein, während sich Outlook die gewählten Einstellungen dauerhaft merken soll. Microsoft bezeichnet die Änderungen ausdrücklich als Annäherung an die Bedienung von Outlook Classic.
Weiter Neuerungen auf der Roadmap
Darüber hinaus hat Windows Latest zahlreiche weitere Funktionen in der Testversion entdeckt. So soll der Kalender bedingte Formatierungen erhalten haben, zudem lassen sich Datumsangaben künftig mit Aktionen verknüpfen. Bereits in der vergangenen Woche wurden zudem erweiterte Offline-Funktionen bekannt, die nun auch Anhänge unterstützen und eine um bis zu zwei Jahre längere Synchronisation von E-Mails ermöglichen.
In den kommenden Monaten soll Outlook außerdem anpassbare Vorschautexte in der Nachrichtenliste erhalten. Hinzu kommen eine Sortierung markierter Nachrichten nach Größe oder Fälligkeitsdatum, die Anzeige der Kalender von Teammitgliedern in der Seitenleiste sowie die Möglichkeit, Kalendergruppen gemeinsam öffnen und schließen zu können.
Noch einige Fehler zu beheben
Der Bericht nennt allerdings auch weiterhin bestehende Probleme, die bis zur offiziellen Einführung behoben werden müssen. Vor allem Benachrichtigungen gelten noch als Schwachstelle. Bei mehreren eingerichteten Konten sollen Hinweise auf neue Nachrichten teilweise vollständig ausbleiben, während E-Mails nach einem Klick auf eine Benachrichtigung nur verzögert geöffnet werden. Microsoft arbeitet Berichten zufolge an einer grundlegenden Optimierung der Leistung sowie an weiteren Fehlerbehebungen.
Ob Microsoft mit den geplanten Änderungen mehr Nutzer für das neue Outlook gewinnen kann, bleibt abzuwarten. Neue Funktionen allein dürften dafür kaum ausreichen, auch die Leistung des Programms muss verbessert werden. Derzeit benötigt das neue Outlook für zahlreiche Aktionen deutlich mehr Zeit als die klassische Variante, teilweise sollen einzelne Vorgänge bis zu zehn Sekunden länger dauern. Als Ursache gilt unter anderem der WebView2-Ansatz, bei dem der E-Mail-Client anders als klassische Desktop-Anwendungen in einem Container ausgeführt wird.