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Datenschutz & Sicherheit

FBI: Kontoübernahme-Betrug mit mehr als 262 Millionen US-Dollar Schaden


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Die US-amerikanische Sicherheitsbehörde FBI warnt aktuell davor, dass Cyberkriminelle sich als Mitarbeiter von Finanzinstituten ausgeben und so Geld oder Daten abgreifen wollen. Bei der Betrugsmasche wollen sie Konten übernehmen (Account-Takeover, ATO). Im Visier der Täter sind Individuen, Unternehmen und Organisationen unterschiedlicher Größe und mehrerer Branchen.

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In einer öffentlichen Bekanntmachung auf der Webseite des Internet Crime Complaint Center (IC3) führt das FBI weitere Details aus. Beim Betrugsschema „ATO“ erlangen die kriminellen Täter unbefugten Zugriff auf die Konten der Opfer bei Online-Finanzinstitutionen, zur Lohnabrechnungen oder – diesseits des Atlantiks eher weniger bekannt – Gesundheitssparkonten. Das Ziel ist laut FBI schnöder Raub, der Diebstahl des dort liegenden Geldes, oder auch von Daten zur persönlichen Bereicherung.

Das FBI erreichten seit Januar dieses Jahres bereits mehr als 5100 Beschwerden zu dem ATO-Betrugsschema über die IC3-Webseite. Der summierte Schaden beläuft sich demnach auf bereits mehr als 262 Millionen US-Dollar.

Insbesondere mit Social-Engineering-Angriffen bringen die Betrüger ihre Opfer dazu, etwa die Log-in-Daten, einschließlich Mehr-Faktor-Authentifizierungscodes oder Einmal-Passwörter (One-Time Passcode, OTP) preiszugeben. Die Täter geben vor, Mitarbeiter bei Finanzinstituten zu sein, vom Kundendienst zu stammen oder zum technischen Support zu gehören. Mit den Zugangsdaten melden sie sich dann beim echten Finanzinstitut an, initiieren ein Passwort-Reset und erhalten schließlich vollen Zugriff auf die Konten. Dadurch schließen sie ihre Opfer auch gleich aus ihrem eigenen Konto aus. Kontakt nehmen die Kriminellen etwa mit betrügerischen Textnachrichten, Telefonanrufen oder E-Mails auf.

Außerdem setzten die Betrüger auf Phishing-Websites, die den echten Webseiten täuschend ähnlich sehen. So etwas lässt sich auch im deutschsprachigen Raum beobachten. So ködern Phisher hier mit DHL-Nachzahlungen zum Online-Handel-Jahresendgeschäft ihre Opfer. Das FBI warnt aber auch vor betrügerischen Phishing-Seiten, die aufgrund von Search-Engine-Optimization (SEO) hoch in den Ergebnislisten in Suchmaschinen landen und so potenzielle Opfer finden.

Sofern die Kriminellen einmal Zugriff erlangt haben, übertragen sie Geldbestände zügig auf von ihnen kontrollierte Konten. Viele davon sind mit Krypto-Wallets verknüpft. Dadurch werden die Gelder schnell transferiert und sind nur schwer nachzuverfolgen und wiederzubeschaffen.

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Das FBI gibt die eigentlich hinlänglich bekannten Tipps, um sich vor solchen Betrugsmaschen zu schützen. Man solle vorsichtig sein, welche Informationen man online oder in sozialen Netzen teilt. Die Finanzkonten sollten alle regelmäßig prüfen. Zudem empfiehlt das FBI den Einsatz einzigartiger, komplexer Passwörter. Zum Ansurfen von Websiten-Log-ins sollten Interessierte auf Bookmarks setzen und nicht etwa Suchergebnisse oder Werbelinks anklicken. Außerdem sollen Internetnutzerinnen und -nutzer wachsam bleiben und auf Phishing-Versuche achten.

Kurz zuvor hat die US-amerikanische Cybersicherheitsbehörde CISA eine Warnung für Messenger-Nutzer herausgegeben. Mehrere Cybergangs(ter) wollen ihnen kommerzielle Spyware unterschieben,


(dmk)



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Datenschutz & Sicherheit

Projekt Aegis: Niedersächsicher Cyberschutzschild basiert auf US-Technologie


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Die Aegis ist der mythische Schild des Zeus und der Athene – und nun auch des Landes Niedersachsen. Das verkündete Innenministerin Daniela Behrens am Mittwoch auf der Landespressekonferenz. Kernstück des „Projekts Aegis“ ist ein System zur automatischen Angriffserkennung und automatischen Abwehr, beigesteuert vom kalifornischen Unternehmen Palo Alto Networks. Das seit anderthalb Jahren laufende Projekt soll die Abwehrfähigkeit der Landeseinrichtungen, aber auch von Hochschulen und Kommunen im Flächenstaat erhöhen – zu einem stolzen Preis. Insgesamt habe man mit dreißig Millionen Euro „viel Geld in die Hand genommen“, sagten die Verantwortlichen.

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Die Menge und Qualität von Cyberangriffen nehme stetig zu, erklärte die Ministerin – und auch die eigenen Systeme würden komplexer. Daher habe die Digitalisierungsabteilung des Innenministeriums gemeinsam mit der IT Niedersachsen den digitalen Schutzschirm konzipiert und eingeführt. Damit sei man im Vergleich mit den anderen Bundesländern führend, erläuterte Behrens. Till Beilstein von IT Niedersachsen zog für die Herausforderungen moderner IT-Sicherheit den bekannten Burg-Vergleich heran: Eine dicke Außenmauer genüge nicht mehr. Attacken durch mutmaßlich staatliche Akteure, etwa aus russischem Staatsgebiet, aber auch aus Südostasien und dem Nahen Osten, machten einen großen Anteil der Angriffe aus.

Man wolle, so die Verantwortlichen, schneller in Erkennung und Reaktion werden und bediene sich dafür auch KI- und Cloud-gestützter Verfahren. Das XSIAM (eXtended Security Intelligence and Automation Management) des US-Unternehmens Palo Alto Networks soll hier helfen. Es ist so großzügig ausgelegt, dass es durch Land, Hochschulen und Kommunen genutzt werden kann, ist sich Ministerin Behrens sicher. Interessenten würden ab dem zweiten Halbjahr 2026 sukzessive unter den „Cyber-Schutzschild“ geholt.

Ein weiteres Ziel des Projekts ist ein ganzheitliches Lagebild der IT-Sicherheit für Niedersachsen. XSIAM soll das N-CERT (Niedersachsen Computer Emergency Response Team) bei Warn- und Meldeaufgaben unterstützen.

Von heise security gefragt, ob dies nicht dem Ziel der digitalen Souveränität widerspräche, entgegnete Ministerin Behrens: Zwar sei Palo Alto Networks ein US-Anbieter, doch habe die digitale Souveränität ihre Grenzen in der Anbieterqualität. In Ermangelung europäischer Alternativen habe man sich für den, so Behrens, weltweit führenden Firewall-Anbieter aus dem kalifornischen Santa Clara entschieden.

Fachbereichsleiter Beilstein sekundierte: Es sei über technisch-organisatorische Maßnahmen sichergestellt, dass keine Daten aus dem Landesnetz ins Ausland flössen, etwa in die Analysecloud von Palo Alto Networks.

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(cku)



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Sicherheitspatches: Atlassian sichert Confluence & Co. gegen mögliche Attacken


Atlassian hat für Bamboo, Bitbucket, Confluence, Crowd, Jira und Jira Service Management Data Center und Server wichtige Sicherheitsupdates veröffentlicht. Nach erfolgreichen Attacken können Angreifer in erster Linie DoS-Zustände und somit Abstürze auslösen.

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Aus einer Warnmeldung geht unter anderem hervor, dass die Entwickler zwei „kritische“ Lücken (CVE-2025-12383, CVE-2025-66516) geschlossen haben. Diese betreffen Eclipse Jersey und Apache Tika, die Bamboo und Confluence Data Center und Server einsetzen. Die Entwickler führen aus, dass die Schwachstellen die Atlassian-Anwendungen nicht unmittelbar betreffen und demzufolge ein geringerer Bedrohungsgrad gilt. Sind Attacken erfolgreich, können beispielsweise eigentlich nicht vertrauenswürdige Server als vertrauenswürdig eingestuft werden.

Die verbleibenden Sicherheitslücken sind mit dem Bedrohungsgrad „hoch“ eingestuft. Hier können Angreifer etwa für DoS-Attacken (zum Beispiel CVE-2025-52999) ansetzen. Es kann aber auch Schadcode auf Systeme gelangen (etwa CVE-2025-55752). Außerdem können sich Angreifer als Man-in-the-Middle in Verbindungen einklinken (CVE-2025-49146).

In Atlassians Warnmeldung gibt es keine Hinweise, dass Angreifer die Lücken bereits ausnutzen. So etwas kann sich aber schnell ändern und Admins sollten zeitnah die zum Download stehenden Sicherheitsupdates installieren. Alle vorigen Versionen sind den Entwicklern zufolge verwundbar.

  • Bamboo Data Center and Server:

12.0.2 Data Center Only

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10.2.13 to 10.2.14 (LTS) recommended Data Center Only

9.6.21 to 9.6.22 (LTS) Data Center Only

  • Bitbucket Data Center and Server:

10.1.1 to 10.1.4 Data Center Only

9.4.15 to 9.4.16 (LTS) recommended Data Center Only

8.19.26 to 8.19.27 (LTS) Data Center Only

  • Confluence Data Center and Server:

10.2.2 (LTS) recommended Data Center Only

9.2.13 (LTS) Data Center Only

  • Crowd Data Center and Server:

7.1.3 recommended Data Center Only

6.3.4 Data Center Only

  • Jira Data Center and Server:

11.3.0 to 11.3.1 (LTS) recommended Data Center Only

11.2.1 Data Center Only

10.3.16 (LTS) Data Center Only

9.12.26 to 9.12.31 (LTS)

  • Jira Service Management Data Center and Server:

11.3.1 (LTS) recommended Data Center Only

11.2.1 Data Center Only

10.3.16 (LTS) Data Center Only

5.12.29 to 5.12.31 (LTS)


(des)



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Datenschutz & Sicherheit

Weitere Probleme mit Windows Updates aus dem Januar


Microsoft hat weitere Probleme aufgrund der Windows-Sicherheitsupdates vom Januar-Patchday eingeräumt. Einige Anwendungen können dadurch nicht mehr reagieren oder Fehlermeldungen ausgeben.

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Das hat Microsoft jetzt in den Windows-Release-Health-Notizen bekannt gegeben. Nach Installation der Windows-Sicherheitsupdates aus dem Januar „können einige Anwendungen nicht mehr reagieren oder unerwartete Fehler auftreten, wenn sie Dateien von cloudbasiertem Speicher öffnen oder dorthin speichern, etwa wie OneDrive oder Dropbox“, erklärt Microsoft.

Als Beispiel führt das Unternehmen auf, dass in einigen Konfigurationen, in denen Outlook PST-Dateien in OneDrive speichert, Outlook nicht mehr reagieren könne und das erneute Öffnen fehlschlage, bis der Prozess mit dem Taskmanager beendet oder das System neu gestartet wird. Zudem können versendete E-Mails dadurch nicht im Gesendet-Ordner erscheinen und bereits heruntergeladene E-Mails erneut heruntergeladen werden.

Microsoft schlägt vor, dass Betroffene die Entwickler der nicht korrekt reagierenden App kontaktieren und sie nach alternativen Zugriffsmethoden auf die Dateien befragen sollen. Für Outlook soll etwa das Verschieben der PST-Datei aus OneDrive das Problem lösen. Dafür stellt Microsoft eine eigene Anleitung bereit. Außerdem ließen sich E-Mail-Konten noch mittels Webmailer zugreifen, sofern der E-Mail-Provider das unterstützt. IT-Verantwortliche, die dringend Hilfe zur Behebung dieser Probleme benötigen, sollen sich an den Microsoft-Business-Support wenden.

Betroffen sind laut Microsofts Erklärung Windows 11 25H2, 24H2 und 23H2, Windows 10 22H2, Enterprise LTSC 2021 und LTSC 2019 sowie Windows Server 2025, 23H2, 2022 und 2019. Microsoft arbeitet an einer Lösung und will sie so schnell wie möglich bereitstellen.

Die Updates aus dem Januar haben jetzt schon einige unerwünschte Seiteneffekte. So kann Outlook etwa einfrieren oder hängen bleiben, wenn es für die Verwaltung von POP3-Mailkonten eingesetzt wird. Zum Ausbügeln zweier Fehler hat Microsoft am Wochenende bereits Notfallupdates außerhalb der Reihe veröffentlicht. Sie korrigieren, dass Windows 11 23H2 durch die Updates nicht mehr korrekt in den Schlafmodus gehen oder herunterfahren konnte. Außerdem konnte die Windows-App nicht mehr mittels Remote-Desktop-Verbindung auf Windows 365 oder Azure Virtual Desktop zugreifen.

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(dmk)



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