Künstliche Intelligenz
Flash-Talk: Speicherkrise, SSD-Controller mit RISC-V
Wenn dieser Artikel erscheint, dürfte die 1-TByte-Version der beliebten M.2-SSD Samsung 990 Pro über 200 Euro kosten. Das ist etwa doppelt so viel wie noch im Herbst 2025, als sie für 90 bis 100 Euro zu haben war. Und die Preise steigen immer weiter: Das kanadische Onlinemagazin wccftech.com berichtete Ende April, dass ein weiterer Aufschlag von zehn Prozent zu erwarten sei.
Das ist aber noch gar nichts, vergleicht man das mit dem Preisanstieg der 61-TByte-SSD D5-P5336 von Solidigm. Diese Server-SSD kostet aktuell knapp 55.000 Euro, das sind mehr als 800 Euro pro TByte. Im November war sie noch für rund 8000 Euro erhältlich; für 55.000 Euro hätte man damals also fast sieben dieser SSDs bekommen. Flash-Speicher ist wie DRAM knapp, und er wird in immer mehr Anwendungen benötigt – etwa in autonomen Autos und humanoiden Robotern.
Die Hersteller von NAND-Flash-Speicherchips verdienen sich zurzeit goldene Nasen. Sie investieren aber auch eifrig in neue Produktionswerke, sogenannte Fabs. Kurzfristig kann dies jedoch nichts gegen den grassierenden Speicherhunger der KI-Branche ausrichten, der die Preise so in die Höhe getrieben hat. Fast die gesamte Flash-Produktion wird von den großen Anbietern aufgekauft, um damit noch größere KI-Modelle zu trainieren.
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