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Fractal Design Pop 2 Air RGB im Test


Mit dem Pop 2 Air führt Fractal Design die im Jahr 2022 ins Leben gerufene Einstiegsserie fort. Auf das Wesentlichste beschränkt, bietet das Gehäuse im Test ein äußerst rundes Paket. Doch aufgepasst: Neben gelungenen Neuerungen werden jedoch auch tolle Aspekte des Vorgängers abgeschafft.

Das Fractal Design Pop 2 Air RGB im Detail

Ohne große Vorankündigung führt Fractal Design die Pop-Serie mit dem Pop 2 Air fort. Wie schon das Fractal Design Pop (Test) ist auch der neue Spross im Einstiegssegment angesiedelt. ComputerBase hat das Einstiegsmodell in der Variante „Pop 2 Air RGB“ mit Glasseitenteil und RGB-Lüftern zum UVP von 99,99 Euro inklusive Lüfter getestet.

  • Sehr gute Verarbeitungsqualität
  • Tolle manuelle RGB-Steuerung
  • Gelungene Anpassungen an Front und Deckel
  • Verzicht auf jedwede Komfortfeatures
  • Langsame USB-Schnittstellen
  • Lüfter setzen auf 3-Pin-Anschluss
  • Teilweise Alltagseinschränkungen
  • Laute Lüfter

Farben und Varianten

Während der Vorgänger im Jahr 2022 in drei Größen mit insgesamt elf Modellen aufgelegt wurde, stampft Fractal die Produktpalette beim Pop 2 deutlich ein. Zur Auswahl steht lediglich eine Größe mitsamt drei Ablegern. Auch auf eine Dämmoption wird fortan verzichtet und die Farboptionen sind gegenüber dem ursprünglichen Pop deutlich beschnitten. Neben mehreren weißen Varianten gab es zudem Modelle mit farbigen Akzenten. Beim neuen Pop 2 wird die Farbe Weiß einzig in einer Variante geboten.

Fractal Design Pop 2 – Modell- und Preisübersicht

Die drei Modelle unterscheiden zunächst einzig anhand des linken Seitenteils. Hier kann zwischen einer geschlossenen Seite oder einem Glasseitenteil gewählt werden. Die übrige Ausstattung ist bei allen Ablegern identisch, mit Ausnahme dessen, dass die RGB-Variante drei beleuchtete Frontlüfter bietet.

Fractal Design Pop 2 Air (Bild: Fractal Design)

Äußeres Erscheinungsbild

Äußerlich übernimmt das Pop 2 sehr viel von seinem Vorgänger. Neben dessen Gehäuseform wird dabei auch die Hexagon-Frontstruktur übernommen. Gerade letztere dient zugleich als neues Aushängeschild, wobei das Frontelement deutlich vergrößert wird. Konnten zuvor lediglich zwei Lüfter in der Front montiert werden, sind es durch die Anpassung nunmehr drei Lüfter. Diese Neuerung hat jedoch auch zur Folge, dass der versteckte 5,25″-Laufwerksschacht unterhalb des Frontgitters ersatzlos weichen musste. Je nach Nutzungsverhalten ist dies ein herber Verlust zugunsten einer stärkeren Belüftung – oder eben auch nicht.

Fractal Design Pop 2 Air RGB im Test
Fractal Design Pop 2 Air RGB im Test: Kleines Logo links
Fractal Design Pop 2 Air RGB im Test: Stofffähnchen rechts

Das linke Seitenteil ist in der dem Test vorliegenden Variante (Pop 2 Air RGB) vollflächig aus Glas gefertigt, das leicht abgedunkelt ist. Schlicht geht es auch am Heck weiter. Abgesehen von einer Kunststoffverkleidung für die Schrauben der Erweiterungsschächte ist nichts Besonderes zu nennen, was ebenso auf das rechte Seitenelement zutrifft. Am Gehäuseboden sitzt der einzige (richtige) Staubfilter und schützt das Netzteil.

Fractal Design Pop 2 Air RGB im Test

Auch die Deckelpartie wird vom Vorgänger aufgegriffen und zeitgenössisch angepasst. Wie schon in der Front wird hier von zuvor zwei möglichen auf nun drei mögliche Lüfter aufgestockt. Der Lufteinlass ragt infolgedessen weiter in Richtung Front. Das magnetische Mesh-Gitter wird durch ein massives Lochblech ersetzt, das plan und sauber eingefasst wurde und sich optisch sehr gut einfügt.

Auf vorderer Höhe zum Lochgitter sitzt an der rechten Seite das I/O-Panel. Es bietet je einen USB-A- und USB-C-Anschluss sowie den obligatorischen Audio-Stecker. Ein Blick auf das Datenblatt zeigt, dass die USB-Anschlüsse auf Kostendiät sind, denn beide bieten lediglich einen Datendurchsatz von 5 Gbps (USB 3.0 alias 3.1 Gen 1 alias 3.2 Gen 1). Schön ist hingegen, dass der Power-Knopf in der RGB-Variante in den Farben der Frontlüfter leuchtet. Wo bei den Solid- und TG-Ablegern ein Reset-Knopf sitzt, bietet die RGB-Variante außerdem eine manuelle Beleuchtungssteuerung.

Fractal Design Pop 2 Air RGB im Test
Fractal Design Pop 2 Air RGB im Test: Magnetisches Gitterblech am Deckel
Fractal Design Pop 2 Air RGB im Test

Ist diese bei vielen günstigen Gehäusen zumeist mit nur einem Knopf zum Durchschalten der Beleuchtungsmodi gedacht, bietet das Fractal Pop 2 Air RGB zwei Knöpfe, mit denen neben der Modiwahl auch die Farbe per Knopfdruck gewählt werden kann – simpel und gut gelöst. In Summe stehen 6 Farben und 4 Modi zur Wahl – also 24 Varianten.

Die äußere Verarbeitung ist tadellos und lässt abgesehen von der Kunststofffront keinesfalls ein Einstiegsgehäuse vermuten. Alle Bauteile schließen bündig, scharfe Kanten oder ähnliche Makel sind keine zu finden.

Innenaufbau und Alltagserfahrungen

Während der Systemmontage zeigt sich anders als außen an gleich mehreren Stellen, dass das Gehäuse das Entry-Segment bedient, was keineswegs als Manko zu werten ist, dessen man sich jedoch bewusst sein muss.

Die Entnahme der Front offenbart zum Beispiel, dass diese als ein Bauteil gefertigt ist. Ohne dedizierten Staubfilter hält die löchrige Front zumindest einen kleinen Teil des Staubs auf, doch erschwert die verwinkelte Bauweise des Frontelements die Reinigung. Die dahinter liegenden Lüfter kommen ohne eine Halterung oder ein Bracket daher und werden von innen verschraubt, was vor allem bei bereits verbauter Hardware äußerst umständlich ist. Im vorliegenden Fall musste für den Lüfterwechsel neben der Grafikkarte auch die vordere Luftmulde demontiert werden.

Fractal Design Pop 2 Air RGB im Test: Frontelement umständlich zu reinigen
Fractal Design Pop 2 Air RGB im Test
Fractal Design Pop 2 Air RGB im Test
Fractal Design Pop 2 Air RGB im Test: Luftmulde in der Front

Während die meisten Fractal-Geschwistergehäuse auf eine werkzeuglose Montage der Seitenteile mitsamt Push-Pins setzen, kommen beim Pop 2 Air einfache (kleine) Rändelschrauben zum Einsatz. Dem Glasseitenteil fehlt zudem eine Mulde oder Lasche zum besseren Entnehmen, da ansonsten unweigerlich das Glas betatscht wird, was unschöne Stellen hinterlässt.

In der Hardware-Kammer gibt es mit der vorderen Luftmulde keine Besonderheiten. Es wird – gelinde formuliert – auf alle aktuellen Annehmlichkeiten und Features verzichtet. Unter anderem wird so beispielsweise auf einen Grafikkartenhaltearm, gummierte Kabeldurchlässe und Aussparungen für rückwärtige Mainboard-Anschlüsse verzichtet.

Fractal Design Pop 2 Air RGB im Test
Fractal Design Pop 2 Air RGB im Test
Fractal Design Pop 2 Air RGB im Test: Frontlüfter von innen verschraubt

Auch hinter dem Mainboard-Träger geht es schlicht vonstatten. Für das Kabelmanagement stehen einige Ösen sowie zwei Klettbinder zur Verfügung. Am Boden befindet sich ein Festplatten-Bracket, das eine 3,5“- und eine 2,5″-Festplatte aufnimmt. Zwei weitere der letzten Gattung können direkt am Mainboard-Tray befestigt werden. Hier befinden sich kleine Pins, auf die Laufwerke gesteckt werden können.

Hardware-Einbau

Die Montage des Systems geht auch ohne etwaige Komfort-Features sehr gut von der Hand. Alle Bauteile lassen sich mühelos an ihren Ort platzieren. Auch die I/O-Kabel sind in ausreichender Länge vorhanden. Ein Hinweis gilt indes den oberen CPU-Stromanschlüssen. Da die Deckelpartie nicht entnommen werden kann, sollten die Stecker wenn möglich bereits vor der vollständigen Montage angeschlossen werden, da es sonst mitunter etwas fummelig werden kann.

Fractal Design Pop 2 Air RGB im Test

Das Kabelmanagement ist etwas spärlich ausgeführt, aber aufgrund des großzügigen Platzangebotes noch handhabbar. Je nach Position stehen rund 23 bis 35 mm Platz bis zur Gehäusewand zur Verfügung.

Abgesehen von fehlenden Features steht das Fractal Pop 2 Air (RGB) auch im Innern äußerst solide da. Verarbeitungsmakel sind keine ausfindig zu machen und auch die Materialqualität und Verwindungssteifigkeit stimmen. Eine schönere Lösung zum Öffnen des Seitenglases wäre jedoch wünschenswert.

Belüftungsoptionen

Fractal Design Pop 2 Air RGB im Test: Abermals unschöne 3-Pin-Lüfter

Klassisch schlicht tritt das Pop 2 Air auch bei den Lüftern auf. Die primäre Belüftung erfolgt über die Front, die wie das Heck auf 120-mm-Lüfter beschränkt ist. Im Deckel können hingegen auch 140-mm-Modelle verbaut werden. Ungemein schade ist, dass Fractal Design nicht aus seinen „Fehlern“ der ersten Pop-Generation gelernt hat und auch dreieinhalb Jahre später ab Werk noch 3-Pin-Lüfter verbaut. Sogar die RGB-Lüfter der teuersten Variante setzen auf einen 3-Pin-Stecker – äußerst schade.

Fractal Design Pop 2 Air RGB im Test: Lüfterpostionen
Fractal Design Pop 2 Air RGB im Test: AiO-Wasserkühlungsoptionen

Nutzer einer AiO-Wasserkühlung sind gemäß Handbuch einzig auf die Nutzung im Deckel (und Heck) beschränkt. Die Front wird aufgrund der vorderen Luftführung offiziell nicht unterstützt. Wird diese wie auch der untere Festplattenkäfig entnommen, hat aber auch hier eine AiO-Kühlung Platz. Dies hätte indes Auswirkung auf die maximale Grafikkartenlänge.

Im Deckel muss bei der Verwendung von 360-mm-Radiatoren auf hohe Mainboard- oder RAM-Kühlkörper geachtet werden. Für 280-mm-Modelle ist der Platz zur Mainboard-Auflage zu gering, sodass eine Nutzung nicht möglich ist. Im vorliegenden Fall beträgt der Abstand von der 140-mm-Bohrung gerade einmal knappe 26 mm, was die meisten AiO-Kühlungen bereits ausschließt.



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