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Geld drucken mit DRAM & NAND: SK Hynix sprengt alle Rekorde und baut weiter aus

In Zeiten dieser hohen Speicherpreise, was sollte bei SK Hynix am Quartalsende wohl herauskommen: natürlich nichts anderes als Rekordzahlen. Diese verdeutlichen einmal mehr, dass die Speicherhersteller aktuell nicht nur sprichwörtlich quasi Geld drucken. Die extreme Nachfrage soll Zusatzkapazität nun schneller online bringen.
Neben DRAM bleibt NAND ein wichtiges Standbein
SK Hynix setzt alles daran, die aktuellen Ausbauten Fab15X und angehende erste Fabrik im Cluster Yong-in schnellstmöglich auszurüsten und die Produktion dort zu maximieren. Auch alle anderen Fabriken werden auf den maximalen Ausstoß optimiert und die Packaging-Einrichtungen in Cheongju und Indiana (USA) weiter ausgerüstet, denn Geld verdient SK Hynix nicht nur durch DRAM, sondern zuletzt auch stetig mehr durch NAND.
Die Zahlen im Detail verdeutlichen dies. DRAM inklusive HBM für AI-Beschleuniger ist und bleibt der wichtigste Geschäftszweig. Doch NAND fällt dabei nicht zurück, wie es ursprünglich einmal erwartet worden war, weiterhin rund ein Viertel seines deutlich gestiegenen Umsatzes macht SK Hynix mit NAND. Insgesamt stieg der Umsatz im Jahresvergleich um 66 Prozent an, der Nettogewinn sogar um 90 Prozent.
Der HBM4-Zug nimmt Fahrt auf
Dass die Aussichten rosig sind, überrascht nicht. Die Nachfrage sowohl nach DRAM und auch HBM kann SK Hynix nicht voll bedienen, auch bei NAND wird es in naher Zukunft erst einmal ähnlich aussehen. Das Unternehmen strebt auch bei HBM4 wieder die „overwhelming“ Marktführerschaft an, Produkte an Nvidia und andere Unternehmen werden bereits ausgeliefert. Die Ausbeute (Yield) von HBM4 soll bisher gefertigtem HBM3e 12Hi in nichts nachstehen und vergleichbar ausfallen.
Diese offiziellen Aussagen widerlegen viele Gerüchte der letzten Wochen, in denen Samsung ein Vorsprung und eventuelle Probleme bei SK Hynix thematisiert wurden. Gerade bei den Gerüchten um Samsung und das Thema Speicher und Fertigung ist jedoch stets Vorsicht geboten, fast immer ist es nicht so blumig, wie vor allem durch (koreanische) Medien gern dargestellt wird.