Online Marketing & SEO
Google AI Overviews Ads: Jetzt Google Ads Konto vorbereiten
KI-Übersichten beantworten in Deutschland inzwischen rund jede fünfte Suchanfrage, bei Longtail-Suchen sogar etwa jede dritte (Quelle) – und Google baut in hohem Tempo neue Anzeigenformate rund um AI Overviews, AI Mode und AI Max. Wer jetzt nicht nachzieht, verliert Sichtbarkeit an Wettbewerber*innen, deren Daten und Kampagnen KI-tauglich aufgestellt sind. Du erfährst, was in den kommenden Monaten bei Google Ads passiert – und warum vor allem der Produktdatenfeed zum entscheidenden Hebel wird.

Screenshot der Google-AI-Antwort auf die Frage „Was sind eigentlich Google AI Overviews?“.
Das Wichtigste in Kürze
- KI-Übersichten (AI Overviews) laufen in Deutschland seit dem 26. März 2025 und erscheinen vor allem bei Longtail-Suchanfragen.
- Echte Anzeigen innerhalb der KI-Übersicht gibt es bislang nur in zwölf überwiegend englischsprachigen Märkten. In Deutschland erscheinen aktuell reguläre Search Ads oberhalb und unterhalb der KI-Übersicht – nicht innerhalb davon.
- Auf der Google Marketing Live 2026 hat Google AI Max als zentrales Feature für Search- und Shopping-Kampagnen aus der Beta entlassen. Ältere Setups, u. a. Dynamic Search Ads, sollen automatisch migriert werden – der genaue Zeitpunkt schwankt aktuell zwischen September 2026 und Februar 2027.
- Neue Formate wie Conversational Discovery Ads, Business Agent for Leads oder der Universal Cart sind bislang primär in den USA verfügbar. Ein Rollout nach Europa ist wahrscheinlich, aber von Google noch nicht terminiert.
- Je stärker Kampagnen automatisiert werden, desto wichtiger wird die Qualität der zugrunde liegenden Daten – vor allem im Produktfeed.
Was sind Search AI Overviews und AI Overview Ads?
Google AI Overviews sind KI-generierte Zusammenfassungen, die auf Basis des Sprachmodells Gemini (seit Januar 2026 Gemini 3) Informationen aus mehreren Quellen bündeln und direkt über den klassischen Suchergebnissen angezeigt werden. In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind sie seit dem 26. März 2025 live, seit Oktober 2025 ergänzt um den stärker dialogorientierten AI Mode. Laut Google nutzen weltweit inzwischen mehr als zwei Milliarden Menschen im Monat AI Overviews.
AI Overview Ads – der Begriff wird in der Praxis für zwei unterschiedliche Dinge verwendet. Die Unterscheidung ist wichtig für die Erwartungssteuerung in Kunden- oder Teamgesprächen:
- Anzeigen, die oberhalb oder unterhalb der KI-Übersicht in einem neuen Umfeld erscheinen, sind ganz normale Search Ads. Diese sind in Deutschland bereits verfügbar.
- Anzeigen, die innerhalb der KI-Übersicht selbst eingebettet sind und dort nicht separat gesteuert werden können, gibt es bislang nur in zwölf überwiegend englischsprachigen Märkten, allen voran in den USA. Für den Rollout in Deutschland gibt es aktuell noch keinen Termin. Es ist jedoch möglich, dass diese noch im Herbst erscheinen, sodass Werbetreibende sie für Black Friday und die Weihnachtssaison nutzen könnten. Es wird Search- und Shopping-Anzeigen geben. Das macht die kommende Sales-Saison wirklich spannend.

Beispielhafte Darstellung einer AI Overview mit einer Anzeige (AI Overview Ad). Die Werbung wird direkt in die KI-generierte Antwort eingebettet.
Die wichtigsten Google Ads-Neuerungen für Q3/Q4 2026
Auf der Google Marketing Live 2026 und in den Monaten danach hat Google gleich mehrere KI-Features für Search- und Shopping-Kampagnen angekündigt – von AI Max über AI Brief bis zu neuer Agentic-Commerce-Infrastruktur.
AI Max wird zur neuen Kampagnen-Normalität
AI Max for Search erreichte am 15. April 2026 die allgemeine Verfügbarkeit. Die automatische Migration bestehender DSA-Kampagnen, automatisch erstellter Assets und kontoweiter Broad-Match-Einstellungen war ursprünglich für September 2026 angesetzt. Aktuellere Berichte sprechen von einer Verschiebung auf Februar 2027 – die Angaben dazu schwanken teilweise. Ein verlässliches, einheitliches Datum lässt sich derzeit nicht bestätigen. Unabhängig vom genauen Termin empfiehlt Google, die Migration selbst aktiv zu steuern, statt die automatische Umstellung mit Standardwerten abzuwarten.
Für Shopping-Kampagnen soll AI Max laut Google zur zentralen Kampagnenstruktur werden: Produkte werden zunehmend semantisch auf Suchanfragen gematcht, ganz ohne feste Keywordlisten.
AI Brief: Markensteuerung in natürlicher Sprache
Mit AI Brief, ebenfalls auf der Marketing Live 2026 vorgestellt, lassen sich Tonalität, No-Gos und priorisierte Zielgruppen in natürlicher Sprache hinterlegen, damit AI Max und Performance Max passendere Anzeigentexte generieren. Das Feature ist zunächst auf Englisch verfügbar; für Performance Max und AI Max for Shopping ist der Rollout laut Google in Vorbereitung.

KI und Automatisierung prägen die Zukunft von Google Ads – aber auch in vielen anderen Bereichen.
Agentic Commerce: Universal Commerce Protocol & Universal Cart
Mit dem Universal Commerce Protocol (UCP), dem Agent Payments Protocol (AP2) und dem neuen Universal Cart legt Google die Infrastruktur für „Agentic Commerce“ – also KI-Agenten, die im Auftrag von Nutzer*innen einkaufen – bereit. Zalando ist der erste europäische UCP-Partner. In den kommenden Monaten soll der UCP-Checkout auf weitere Märkte wie Kanada und Australien ausgeweitet werden, danach folgt Großbritannien. Für den deutschen Markt gibt es dazu noch keinen bestätigten Zeitplan – Google hat sich beim EMEA-Pendant der Marketing Live zu Rollout-Infos merklich zurückgehalten.
Ein Grund, warum die Rollouts in Deutschland beziehungsweise in Europa allgemein in der Regel länger dauern, sind die vielen Richtlinien zum Datenschutz. Da diese deutlich strenger sind als beispielsweise in den USA, verzögern sich Rollouts und Tests.
Neue Werbeformate rund um AI Mode
Conversational Discovery Ads, Highlighted Answers und der Business Agent for Leads (derzeit in der offenen Beta-Phase und nur in USA verfügbar) sind Formate, die direkt in die Suche integriert sind. Für den deutschen Markt heißt das: Vorbereiten statt Abwarten. Kampagnen mit AI Max sind schon jetzt möglich und auch die Möglichkeiten, bei Performance-Max-Kampagnen mehr Einfluss zu nehmen, steigen. Die neuesten Formate werden wahrscheinlich erst mit Zeitverzug in Deutschland eingeführt. Doch die Wahrscheinlichkeit, dass sie kommen, ist hoch.
Warum Feed-Qualität jetzt über Sichtbarkeit entscheidet
Ein Feed-Optimierungs-Briefing von Google Shopping, das uns von unserem Google-Ansprechpartner zur Verfügung gestellt wurde, bringt die Logik auf den Punkt: Wer in der KI-Ära sichtbar bleiben will, muss auf drei Ebenen liefern:
- „Be understood“: hochwertige, KI-lesbare Produktdaten
- „Be attractive“: differenzierte, personalisierte Angebote
- „Be present“: Präsenz über KI-Formate wie AI Max, Performance Max und Demand Gen

Übersicht der drei Prinzipien „be understood“, „be attractive“ und „be present“ als Basis der neuen Google Ads-Welt.
Weil AI Max & Co. Produkte zunehmend systematisch matchen statt über feste Keywordlisten, wird der Produktfeed selbst zum wichtigsten Steuerungselement. Oder anders ausgedrückt: Der Feed ist das neue Keyword. Wer einen sauberen und vollständigen Feed pflegt, gewinnt an Sichtbarkeit. Wer Lücken lässt, verliert systematisch an Sichtbarkeit – unabhängig davon, wie gut die Kampagnenstruktur ist.
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Die 7 Hebel für einen KI-tauglichen Produktdatenfeed
Der genannte Feed-Optimierungs-Leitfaden fasst die zentralen Stellschrauben in sieben Hebeln zusammen:
| Hebel | Kurz erklärt |
| 1. Hochwertige Produktbilder | Mind. 1.500 × 1.500 px, mind. 3 Zusatzbilder, Lifestyle-Bilder für kontextuelle Treffer |
| 2. Ausführliche Titel & Beschreibungen | Titel ab 30 Zeichen, Beschreibungen ab 500 Zeichen, keine Duplikate zwischen Varianten |
| 3. Produktkennungen | GTIN korrekt hinterlegen, Markenname, Produktkategorie mit mind. 3 Ebenen |
| 4. Versand & Rückgabe | Versandkosten, -dauer und Rückgabefristen transparent im Feed statt nur auf der Website |
| 5. Erweiterte Angebote | Aktionspreise und (GTIN-basierte) Produktbewertungen aktivieren |
| 6. Inventory Management | Möglichst 100 % des Sortiments in aktiven Kampagnen abbilden, z. B. über eine Catch-all-Kampagne |
| 7. Variantendaten | Farbe, Größe, Geschlecht, Altersgruppe & Co. vollständig und konsistent pflegen |
Mit diesen 7 Tipps machst Du Deinen Produktdatenfeed KI-ready.
Konkrete To-Dos für Werbetreibende
Damit Dein Google-Ads-Konto für die kommenden Monate gerüstet ist, lohnt sich der Blick auf fünf konkrete Punkte:
- Merchant-Center-Health-Check durchführen und Eligibility-Rate der Produkte prüfen.
- AI Max in einer Testkampagne aktivieren, bevor die automatische Migration greift, statt die Standardwerte der automatischen Umstellung zu übernehmen.
- Brand Controls bzw. AI Brief vorbereiten, sobald diese auf Deutsch verfügbar sind.
- Feed-Attribute systematisch nach den 7 Hebeln durchgehen und Lücken (Bilder, Titel, GTINs, Versandangaben, Varianten) gezielt schließen.
- Den seit Juni 2026 verfügbaren Google Search Console-Bericht zu AI-Overview- und AI-Mode-Sichtungen regelmäßig auswerten.
Was bringt die Zukunft?
Für Deutschland lässt sich der Stand im August 2026 so zusammenfassen: KI-Übersichten sind längst Alltag in der Suche, die dazugehörigen Anzeigenformate rollen aber deutlich vorsichtiger aus als in den USA. Was schon zählt, ist die strukturelle Verschiebung dahinter: weg von manueller Keywordpflege, hin zu Datenqualität, Markensteuerung über AI Brief und einem Produktfeed als semantische Grundlage für automatisiertes Matching.
Für Q4 2026 und den Übergang ins Jahr 2027 lohnt sich der Blick auf drei Entwicklungen:
- DSA-Migration: bestätigt auf Februar 2027 verschoben – Konten ohne eigene Migration erhalten sonst automatisch Google-Standardwerte.
- AI Brief: Rollout auf Deutsch bringt mehr Kontrolle über Markenstimme und Matching zurück.
- Agentic Commerce: europäischer Fortschritt bei UCP und Universal Cart, aktuell noch ohne bestätigten DE-Termin..
Die konkrete Handlungsempfehlung bleibt unabhängig vom Datum dieselbe: Du solltest die Feed-Qualität und Kontostruktur jetzt so aufstellen, dass sie mit jedem neuen KI-Feature mitwachsen können. Hast Du diese Hausaufgaben erledigt, bist Du bereit, sobald Google in Deutschland den nächsten Schritt freigibt.

KI und Automatisierung verändern die Zukunft von Google Ads – vielleicht sagt uns die Glaskugel, wie sich alles entwickeln wird.
Häufige Fragen zu AI Overviews Ads
Was sind AI Overview Ads und wie unterscheiden sie sich von klassischen Search Ads?
Anzeigen ober- und unterhalb einer KI-Übersicht sind technisch normale Search Ads in einem neuen Umfeld und bereits in Deutschland verfügbar. Anzeigen innerhalb der KI-Übersicht selbst lassen sich bislang nicht separat buchen oder steuern und sind aktuell nur in zwölf, überwiegend englischsprachigen Märkten sichtbar.
Welche Neuerungen bringt Google Ads in Q3/Q4 2026 im Kontext von KI-Suchergebnissen?
Zentral sind der Ausbau von AI Max für Search- und Shopping-Kampagnen inklusive der (zeitlich noch nicht ganz eindeutig terminierten) Migration bestehender DSA-Setups, das neue Steuerungsfeature AI Brief sowie die Infrastruktur für Agentic Commerce rund um UCP, AP2 und den Universal Cart. Für Deutschland gilt: einiges ist schon nutzbar, einiges noch nicht terminiert.
Warum wird Datenfeed-Optimierung für die Sichtbarkeit in AI Overviews entscheidend?
Weil KI-gestützte Kampagnenformate Produkte zunehmend semantisch aus dem Feed heraus matchen, statt sich an starren Keywordlisten zu orientieren. Vollständige, aktuelle und differenzierte Produktdaten – Bilder, Titel, Kennungen, Versandinfos, Varianten – werden damit zur wichtigsten Stellschraube für Sichtbarkeit, unabhängig vom gewählten Kampagnentyp.
Bildnachweis: Titelbild: Screenshot Google-AI-Antwort/seokratie.de; Bild 2–5: mit Chat-GPT generiert
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Marketer Ralf Geiger im Interview: Anti-Greenwashing: Wie Vaude die neue EmpCo-Richtlinie umsetzt
Ralf Geiger
Die EmpCo-Richtlinie stellt Marken vor neue Herausforderungen in der Nachhaltigkeitskommunikation. Auch der Outdoor-Ausrüster Vaude hat Aussagen präzisiert, teilweise gestrichen, Kennzeichnungen weiterentwickelt und Prozesse angepasst. Senior Manager Brand Marketing Ralf Geiger erläutert, wie das Unternehmen die Vorgaben umgesetzt hat.
Herr Geiger, was musste Vaude ändern, um EmpCo-konform zu werden?
Ein Beispiel ist unsere PFAS-freie Ausrüstung (PFAS=
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Wachstum im September: TV-Werbung besiegt Minus-Virus und beschert dem Werbemarkt ein Plus
Die TV-Werbung wächst wieder
Zeichnet sich da etwa ein Silberstreif am Werbe-Horizont ab? Nachdem Nielsen bereits das für August ermittelte Werbewachstum von 0,9 auf 1,6 Prozent nach oben korrigiert hat, meldet der Forscher auch für den September einen Anstieg des Werbedrucks. Treiber ist nach längerer Schwächeperiode mal wieder die TV-Werbung.
Fast 3,4 Milliarden Euro haben Unternehmen im letzten Monat hierzulande für TV-und Kino-Spots, Printanzeigen, Außenwerbung, Radio-Comm
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Update: Edits bringt Audio Link für Videoinhalte
Audio Link, wiederverwendbare Kits und 50 neue Effekte: Das bringt das neueste Update für Metas Videoschnitt-App Edits mit sich. Welche neuen Möglichkeiten Creator damit bekommen, zeigen wie dir im Überblick.
Mehr Interaktion, weniger Aufwand: Mit dem neuesten Edits Update können Creator Inhalte interaktiver gestalten, Trends aus der eigenen Community aufgreifen und Videos schneller im persönlichen Stil bearbeiten.
Eine Neuerung ist der Audio Link, wodurch Creator interaktive Links zu Audioinhalten in ihre Videos integrieren können, um Follower direkt aus dem Reel heraus auf einen bestimmten Song oder Sound aus der Instagram-Audiobibliothek aufmerksam zu machen. Das soll es erleichtern, musikalische Trends aufzugreifen und Follower mit passenden Sounds zu verbinden.

Auch bei der Themenfindung gibt es Unterstützung. Edits zeigt ab sofort die Interessen der eigenen Follower auf, sodass sich besser einschätzen lässt, welche Inhalte beim Publikum besonders gefragt sind. Creator können ihre Videoideen dadurch gezielter an dem ausrichten, was ihre Community ohnehin gerne anschaut. Allerdings ist diese Funktion nur für Accounts mit mindestens 10.000 Followern freigeschaltet.

Eine weitere Neuerung sind die sogenannten Kits. Dahinter stecken speicherbare Gestaltungsstile, die sich für weitere Videos wiederverwenden lassen. Speichere deinen Look einmal ab und verwende ihn wieder. Jedes Kit enthält deine Farben, Texte, Stile für Bildunterschriften sowie Audio – bereit, um direkt auf dein nächstes Video angewendet zu werden. Wer häufig mit ähnlichen visuellen Elementen arbeitet, spart damit Zeit und kann einen einheitlichen Look beibehalten.

Dazu kommen 50 neue Videoeffekte. Eine zusätzliche Sammlung von Animationen ermöglicht es, Bewegungen beim Einblenden und Verschwinden von Elementen abwechslungsreicher zu gestalten.
Mit dem Update setzt Edits zugleich auf mehr kreative Spielräume, effizientere Workflows und Inhalte, die stärker auf die Interessen der eigenen Community zugeschnitten sind.
Reels im Takt der Musik:
Edits testet neue Videoeffekte

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