Apps & Mobile Entwicklung
Google Gemini: Neues Punktesystem und Bilder-Tool sollen kommen

Google steht offenbar kurz vor der Einführung eines neuen Punktesystems für die Gemini-App, das unter anderem auch Nutzungsbeschränkungen umfassen soll. Parallel arbeitet das Unternehmen dem Vernehmen nach an neuen Werkzeugen zur Bildbearbeitung.
Auch Google wird sein Bezahlsystem anpassen müssen
Die aktuelle Knappheit bei der für KI-Modelle benötigten Rechenleistung macht auch vor Google nicht halt. Nachdem bereits Anthropic bei Claude neue Ansätze erprobt hatte, um insbesondere bei Entwicklern die zunehmend knappen Ressourcen besser zu monetarisieren, scheint nun auch Google unter Zugzwang zu geraten.
Erste Hinweise auf ein System mit Credits
Wie die in solchen Fällen gut informierte Plattform TestingCatalog berichtet, soll das Unternehmen grundlegende Änderungen daran vorbereiten, wie Anwender die Gemini-App nutzen. So will diese in der neuen Version Hinweise dafür gefunden haben, dass Google die Nutzung künftig stärker einschränken will. Dem Bericht zufolge ist ein kreditbasiertes System geplant, bei dem Nutzer ein monatliches Guthaben erwerben, das sich flexibel für verschiedene Modelle und Funktionen einsetzen lässt. Google würde sich damit von einem pauschalen Abonnement lösen und hin zu einem Guthabenmodell entwickeln, bei dem Anwender nur das bezahlen, was sie tatsächlich nutzen.
Situation dürfte sich für Anwender nicht wirklich verbessern
Diese Pläne lassen sich sowohl positiv als auch negativ bewerten: Wenignutzer könnten theoretisch profitieren und Kosten sparen, während intensive Anwender ihr Budget vermutlich schneller aufstocken müssen. Erfahrungsgemäß ist es jedoch wahrscheinlich, dass Google das neue System als besonders „fair“ positionieren wird, die Gesamtkosten für alle Nutzer am Ende aber steigen. Aktuell basiert Gemini noch auf festen Prompt-Kontingenten und zeitabhängigen Obergrenzen, die an die jeweilige Abonnementstufe gebunden sind. Ausgenommen davon sind Flow, Whisk und Antigravity sowie Aufladungen für AI-Pro- und AI-Ultra-Nutzer, bei denen bereits ein Kreditsystem zum Einsatz kommt. Gleichzeitig könnte ein solches Modell die Einführung neuer Funktionen erleichtern, ohne direkt die Preise bestehender Abonnements zu erhöhen oder Nutzer in höhere Tarife zu drängen.
Hinweise auf Neuerungen bei den Bildern
Zusätzlich deutet ein eigener Bilderbereich mit der Kennzeichnung „New“ in der Programmoberfläche auf Veränderungen bei den Bildfunktionen hin. Ob sich dahinter neue Modelle zur Bildgenerierung verbergen oder es sich lediglich um einen direkt in Gemini integrierter Bild-Editor handelt, bleibt bislang offen. Denkbar wäre hier etwa ein In-App-Editor, der Nano Banana 2 (Pro) mit Canvas-ähnlichen Werkzeugen kombiniert.
Bekanntgabe auf der kommenden Google I/O wahrscheinlich
Es erscheint durchaus plausibel, dass die entdeckten Hinweise Vorboten der am 19. und 20. Mai stattfindenden Hausmesse Google I/O sind und das Unternehmen im Rahmen der Veranstaltung darüber weitere Details bekannt geben wird. Erwartet werden zudem ein Redesign von Stitch, Jitro, eine Erweiterung von AI Studio Build sowie die breitere Einführung von Skills.