Künstliche Intelligenz
Googlebook: Google stellt Android-basierte Notebooks mit Gemini Intelligence vor
Über 15 Jahre nach Vorstellung des ersten Chromebooks kündigt Google gewissermaßen die smartere Fortsetzung seiner cloudbasierten PCs an: Googlebooks basieren auf Android und haben Gemini Intelligence an Bord.
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Wie Google erklärt, vereint das Unternehmen den „weltweit beliebtesten Browser, leistungsstarke Apps aus Google Play und ein modernes Betriebssystem, das auf Intelligenz ausgelegt ist“. Googlebook soll eine neue Kategorie von Laptops sein, die Gemini im Kern besitzt, nahtlos mit Geräten aus dem Alltag zusammenarbeiten „und mit erstklassiger Hardware ausgestattet sind“. Im Zuge der Android Show I/O Edition gewährt Google einen ersten Einblick, was das Unternehmen mit Googlebook vorhat – im Laufe des Jahres will man weitere Details bekannt geben.
Googlebook: Android meets ChromeOS und Gemini Intelligence
Bislang bekannt war, dass Google an einem Nachfolger von ChromeOS arbeitet und den Codenamen Aluminium OS trägt. Die technische Grundlage des OS soll Android sein, während man sich bei der Bedienoberfläche an ChromeOS orientiere. Ferner habe es KI im Kern.
Während bislang lediglich das grobe Gerüst des Betriebssystems bekannt war, verrät Google jetzt mehr: Laut Unternehmen handelt es sich bei den Googlebooks um „die ersten Laptops, die von Grund auf für Gemini Intelligence entwickelt wurden“. Sie sollen dazu in der Lage sein, „persönliche und proaktive Unterstützung zu bieten, wann und wo immer Sie sie benötigen“.
Google versteht den Magic Pinter des Googlebooks als Weiterentwicklung des klassischen Cursors.
(Bild: Google)
Dabei hat Google den Cursor als zentrales Steuerelement für PCs weiterentwickelt und mit KI versehen. Der „Magic Pointer“ des Googlebooks ist mit dem KI-Team von Google DeepMind entwickelt worden und soll „Gemini buchstäblich direkt an die Fingerspitzen“ bringen. Bei Bewegung des Cursors „erwacht Gemini zum Leben“ und gibt für jedes Fenster und jede App, auf der man sich auf dem Bildschirm bewegt, kontextbezogene Vorschläge.
Als Beispiele schreibt Google: „Zeigen Sie auf ein Datum in einer E-Mail, um ein Meeting zu vereinbaren, oder wählen Sie zwei Bilder aus – zum Beispiel Ihr Wohnzimmer und ein neues Sofa –, um sie sofort zusammen zu visualisieren. So gelangen Sie mit nur wenigen Klicks von der Idee zum fertigen Ergebnis.“
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KI-Widgets und personalisierte Dashboards
Außerdem zieht in Googlebooks die Gemini-Intelligence-Funktion „Create My Widget“ ein, mit dem Nutzerinnen und Nutzer eigene Widgets per Sprachbefehl erstellen lassen können. Überdies soll Gemini das Internet durchsuchen oder Google-Apps wie Gmail und Kalender miteinander verknüpfen, um ein personalisiertes Dashboard zu erstellen. Als weiteres Beispiel nennt Google die Planung eines Familientreffens: Hier könne Gemini etwa Flug- und Hotelinformationen, Restaurant-Reservierungen und einen Countdown an einem Ort auf Ihrem Desktop zusammenfassen.
Auf Googlebooks können Nutzer mittels Gemini Intelligence persönliche Widgets erstellen.
(Bild: Google)
Nahtlose Verbindung mit Android-Smartphones
Ein wenig wie bei Apple und zuvor ChromeOS will Google mit dem Googlebook Notebooks und Smartphones enger zusammenbringen: Googlebooks sollen nahtlos mit Android-Smartphones kompatibel sein. So könne man auf Googlebooks Apps entweder eigenständig ausführen oder eine auf dem Smartphone installierte App direkt auf dem Notebook nutzen. So könne man etwa Essensbestellapps auf dem Notebook verwenden, ohne das Smartphone in die Hand zu nehmen.
Googlebooks können über die Funktion „Cast my Apps“ direkt auf Smartphone-Apps zugreifen.
(Bild: Google)
Über den Dateibrowser des Googlebooks könne man überdies auf Dateien zugreifen, die auf dem Smartphone liegen. Mit der Funktion „Schnellzugriff“ könne man die Dateien des Smartphones auf dem Notebook anzeigen, durchsuchen oder einfügen.
Asus, Dell und weitere an Bord
Ob Google eigene Googlebooks unter der Eigenmarke Pixel vorstellen wird, ist noch unklar, jedoch hat das Unternehmen bestätigt, namhafte Hardwarepartner an Bord zu haben. Ähnlich wie bei Chromebooks wollen Acer, Asus, Dell, HP und Lenovo Googlebooks auf den Markt bringen. Die ersten Modelle sollen dabei „mit höchster Handwerkskunst und aus hochwertigen Materialien gefertigt und in verschiedenen Formen und Größen erhältlich sein“.
Googlebook: Kernfunktionen und Hardwarepartner im Überblick.
(Bild: Google)
Als Markenzeichen bringt Google für die Googlebook-Familie eine sogenannte Glowbar. Das Designelement, das an der Außenseite der Geräte angebracht ist, soll sowohl „funktional als auch ästhetisch“ sein. Auch Googles Pixel C Tablet wies ein ähnliches Designmerkmal auf: Legte man das Gerät in den Schlafmodus oder umgedreht auf die Tastatur, leuchtete die Leiste auf der Rückseite automatisch auf und zeigte den Akkustand an. Erste Googlebooks sollen im Herbst auf den Markt kommen.
(afl)