Künstliche Intelligenz
Gute iPhone-Verkäufe: Apple hat die riskante KI-Wette gewonnen – vorerst
Think different. Apples historischer Werbespruch war dem Unternehmen einmal mehr in seiner Firmengeschichte ein guter Berater. Während die Analysten an der Wall Street und große Teile der Fachwelt inmitten des KI-Hypes annahmen, dass Apples offenkundiger Rückstand bei der Künstlichen Intelligenz dem Unternehmen bei seinen iPhone-Verkäufen schaden könnte, dachte Apple anders: Man gab sich bei der iPhone-17-Generation konservativ, besann sich primär auf alte Stärken bei der Hardware – Akku, Kamera, Design und Speicher – um den Rückstand im KI-Wettlauf wettzumachen. Aus der Not wurde gewissermaßen eine Tugend gemacht. Mit Erfolg, wie sich jetzt im November 2025 zeigt.
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Malte Kirchner ist seit 2022 Redakteur bei heise online. Neben der Technik selbst beschäftigt ihn die Frage, wie diese die Gesellschaft verändert. Sein besonderes Augenmerk gilt Neuigkeiten aus dem Hause Apple. Daneben befasst er sich mit Entwicklung und Podcasten.
In den letzten Tagen und Wochen machte Apple von sich reden: Die Firma stößt laut Marktforschern sogar Samsung bei den Geräteverkäufen vom Smartphone-Thron. Besonders erfolgreich sollen das iPhone 17 und das iPhone 17 Pro Max in China sein. Die zuvor zurückgehenden Verkaufszahlen in Fernost bereiteten den Kaliforniern lange Sorge. Neben dem angespannten Verhältnis zwischen den USA und China machten Analysten vor allem Apples nicht vorhandenes KI-Angebot dafür verantwortlich, dass die Chinesen weniger iPhones kauften und anderen Fabrikaten den Vorzug gaben. Die Mitbewerber sahen in Apples vermeintlicher Schwäche ihre große Chance und feuerten aus allen KI-Rohren. Der einstige Wachstumsmarkt drohte, zum Strudel zu werden.
iPhone-Verkäufe in China funktionieren auch ohne KI gut
Tatsächlich wartet China sogar bis heute noch darauf, überhaupt etwas von der Apple Intelligence zu erblicken. Apples KI konnte dort bislang nicht an den Start gehen, weil die chinesische Regierung einen lokalen Partner vorschreibt. Und diese Suche sowie das Erfüllen der Vorgaben des Staates ziehen sich weiter hin. Wer also derzeit in China ein iPhone 17 kauft, macht das in dem Bewusstsein, im Moment keine KI im Betriebssystem zu erhalten – allenfalls das Versprechen, dass sie irgendwann kommen wird, könnte zum Kauf bewegen. Doch auch diese These steht auf tönernen Füßen, da die Apple Intelligence in der Fachwelt bislang mehrheitlich belächelt wird.
Viel näherliegend ist also die Vermutung, dass KI auf Betriebssystemebene vielen Nutzern von Smartphones bislang einfach vollkommen oder zumindest weitgehend egal ist. Auf jeden Fall deutlich weniger als eine sofort ins Auge stechende Designänderung wie bei den Pro-Modellen der 17er-Reihe. Zwar wies Apple-Chef Tim Cook zuletzt während der Vorstellung der Quartalszahlen darauf hin, dass die Apple Intelligence sehr wohl einige zum Kauf bewege – und er würde sich wünschen, dass es noch mehr werden. Das zeigt, Apple hat durchaus im Blick, dass manche Käufer die KI bei Neukäufen hoch gewichten. Google profitiert hiervon beim Pixel 10. Aber es sind offenbar noch kleine Käuferschichten und nicht jene breite Masse, die für Apple die relevantere Größe ist.
Zeit für Apples eigenen KI-Ansatz
Und es wäre auch vermessen und gefährlich zu glauben, dass KI auf dem Smartphone Käufer grundsätzlich nicht interessiert. Es ist offenbar nur so, dass sie sie nicht unbedingt schon hier und heute dringend herbeisehnen. Das mag auch daran liegen, dass ihre derzeitigen KI-Bedürfnisse, sofern sie welche haben, durch Apps von Anbietern wie OpenAI (ChatGPT), Google (Gemini) oder Anthropic (Claude) bestens abgedeckt sind.
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Apple verschafft das wertvolle Zeit, um das KI-Thema nach eigenem Gusto zu entwickeln. Schwerpunkte wie Datenschutz, das lokale Verarbeiten auf dem Gerät und eine auf einzelne Funktionen fokussierte KI sahen erst wie ein Klotz am Bein aus, im Vergleich zu den allmächtig wirkenden, raumgreifenden KI-Chatbots der anderen. Die bisherige Apple Intelligence wird auch deshalb belächelt, weil Apple es sich selbst so unglaublich schwer macht, wo die anderen, etwa beim Thema Datennutzung, den leichteren Weg gehen.
Eine Chance, aber auch viele Zweifel
Dieser andere Weg für „den Rest von uns“ erschien bei der Vorstellung von Apples KI-Offensive im Sommer 2024, als der Puls in dieser Branche bei 180 lag, zunächst eine überaus riskante KI-Wette zu sein. Doch allmählich zeigt sich, dass ChatGPT & Co. ein wenig die Puste ausgeht, dass nicht mehr jede neue Versionsnummer ein Beben auslöst. Das Interesse an KI ist, wenn man die weiterhin guten Zahlen von Hardwareausrüstern wie Nvidia oder den Ausbau der KI-Rechenzentren sieht, beileibe nicht erloschen. Doch der Markt dürstet offenbar nach neuen Ideen, nach Konsolidierung, nach etwas anders Gedachtem.
Das könnte eine Chance sein, die für Apple wie gemacht ist. Ob man sie in dem großen Ring-Gebäude in Cupertino tatsächlich nutzt, ist eine andere Frage. Die zahlreichen Weggänge von KI-Fachpersonal zeigen auf, dass auch intern massive Zweifel daran bestehen. Für 2026 gilt es erst einmal, den angestaubten Sprachassistenten Siri zu neuem Leben zu erwecken. Weiteren Verzug oder ein enttäuschendes Ergebnis kann sich Apple hierbei nicht leisten. Und KI ist nicht die einzige Baustelle, auf der Softwarechef Craig Federighi vorankommen muss.
Ausdruck des Andersdenkens
Immerhin hat Apple ein paar Trümpfe in der Hand: Mit dem Öffnen der lokalen KI für Entwickler hat der iPhone-Hersteller ein Fundament gegossen, auf dem sich etwas aufbauen lässt. Vieles rund um Apples Private Cloud Compute ist noch nebulös, wirkt aber potenzialreich.
Und dann ist da die überaus leistungsstarke Hardware, die aktuell mit dem M5-Chip bei KI-Berechnungen noch einmal einen deutlichen Sprung nach vorn gemacht hat. Das klingt zunächst nicht nach Think Different – für eine Hardware-Firma ist gute Hardware schließlich das Naheliegendste. Doch in Zeiten, in denen alle anderen dem nächsten großen Ding hinterherjagen, ist es vielleicht einfach Ausdruck des Andersdenkens, wenn man sich auf das Bewährte konzentriert.
(mki)
Künstliche Intelligenz
„Radikaler Schritt“: Ubisoft will massiv sparen
Für Ubisoft geht es ums Überleben. Der französische Publisher will mit einer grundlegenden Neuausrichtung langfristig zurück in die Erfolgsspur – und ist bereit, dafür erst einmal zu leiden. Am Mittwochabend hat Ubisoft seine neue Struktur in einer Mitteilung vorgestellt. Zentral sind dabei fünf „Kreativhäuser“, die Marken und Spielkonzepte klar aufteilen.
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Damit gehen Kostensparmaßnahmen einher: In den kommenden zwei Jahren will Ubisoft 200 Millionen Euro einsparen – zusätzlich zu den bereits gesparten 300 Millionen Euro, die Ubisoft eigenen Angaben zufolge in den vergangenen Jahren eingespart hat. Das bedeutet weitere Stellenstreichungen. Erst kürzlich hat Ubisoft Angestellte bei Massive Entertainment entlassen.
„Prince of Persia“-Remake eingestampft
Insgesamt sechs Spiele, die bereits in Entwicklung waren, fallen den Sparmaßnahmen zum Opfer. Ubisoft nennt davon konkret das bereits angekündigte Remake von „Prince of Persia: Sands of Time“, das nicht mehr ins Geschäftskonzept passe: Ubisoft will sich künftig vor allem auf Open-World-Spiele im Stil von „Assassin’s Creed“ und „Games as a Service“-Spiele konzentrieren – damit sind Mehrspieler-Titel wie „Rainbow Six Siege“ gemeint, die langfristig Einnahmen abwerfen können. Die anderen fünf Spiele, deren Entwicklung beendet wird, nennt Ubisoft nicht namentlich – vermutlich waren sie noch nicht öffentlich bekannt.
Ubisoft-Chef Yves Guillemot spricht in einer Mitteilung (PDF) von einem „großen Reset“. „Diese Maßnahmen markieren einen entscheidenden Wendepunkt für Ubisoft und spiegeln unsere Entschlossenheit wider, Herausforderungen direkt anzugehen und die Gruppe langfristig neu aufzustellen. Die Neuausrichtung des Portfolios wird erhebliche Auswirkungen auf die kurzfristige finanzielle Entwicklung der Gruppe haben, insbesondere in den Geschäftsjahren 2026 und 2027“, warnt Guillemot.
Langfristig soll dieser „Neustart“ den französischen Spieleentwickler aber stärken und in die Erfolgsspur mit nachhaltigem Wachstum zurückführen, hofft der Firmengründer. In den vergangenen Jahren hat Ubisoft mehrere kostspielige Flops entwickelt, darunter das Piratenspiel „Skull and Bones“. Unterstützt wird Ubisoft unter anderem durch Investitionen von Tencent.
„Anno“ in Kreativhaus 4
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Was die weiteren Sparmaßnahmen für deutsche Ubisoft-Studios bedeuten, ist unklar. Die „Anno“-Serie vom Mainzer Studio verortet Ubisoft im Kreativhaus 4, wo auch „Might & Magic“ sowie „Beyond Good and Evil“ angesiedelt sind. Laut dem Branchenmagazin Gameswirtschaft beschäftigt Ubisoft in Deutschland rund 800 Personen.
Die Ubisoft-Aktie verlor nach Ankündigung der Sparmaßnahmen um 8 Prozent an Wert. Seit einem Jahr ist die Aktie über 50 Prozent im Minus.
(dahe)
Künstliche Intelligenz
Wie schnell geht München-Berlin bei Kälte? Elektroauto-Wintertest des ADAC
Ein Test des ADAC unter Laborbedingungen zeigt, dass aktuelle Elektroautos schon gut für Reisen geeignet sind, selbst wenn hohe Geschwindigkeit und tiefe Temperaturen die Verbräuche eklatant erhöhen. Das ist wichtig, denn der größte Teil der Skepsis gegenüber Elektroautos verteilt sich auf Ladeleistung und Reichweite. Beide hängen auch insofern zusammen, als sie die Reisegeschwindigkeit bestimmen, sobald unterwegs geladen werden muss. Schnell ist man, wenn beide hoch liegen, eine hohe Ladeleistung aber kann eine kürzere Reichweite kompensieren. Auf beide hat indes die Witterung einen entscheidenden Einfluss: Je kälter es ist, desto zäher fließt der Strom. Sowohl Ladeleistung als auch Reichweite sinken mit der Temperatur – und damit die Reisetauglichkeit.
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Breites Testfeld
Dieser Test nahm eine Fahrzeugklasse ins Visier, die für Reisen besonders geeignet erscheint. Das potenzielle Testfeld bei den familientauglichen Elektroautos ist mittlerweile so weit angewachsen, dass der Klub eine Auswahl treffen konnte: Er nahm nur jene auf, die in eigenen Tests beim Kriterium „Familie“ mindestens die Note „befriedigend“ erreichten sowie im WLTP mindestens 500 km Reichweite schaffen. Trotz der Kriterien kamen immerhin 14 Probanden zusammen, ein Beweis, wie viele alltags- und familientaugliche Elektroautos bereits erhältlich sind. Der nach oben mit 100.000 Euro abgegrenzte Preisrahmen ist bei diesen Vorgaben ebenfalls ziemlich groß und reicht von 86.811 Euro für den Mercedes-Benz EQE SUV 350+ bis zum Skoda Elroq (Test) für 43.900 Euro. In alphabetischer Reihenfolge handelt es sich um:
München-Berlin, und wo möglich, mit Richtgeschwindigkeit
Alle legten einen klimatisierten Prüfstandslauf zurück, der die Strecke von München Hauptbahnhof nach Berlin Hauptbahnhof über die Autobahn simuliert. Um das zu erreichen, wurde das Elektronenhirn des Prüfstands im Testlabor Elektromobilität des ADAC Technik Zentrum Landsberg am Lech mit den auf einer realen Fahrt erhobenen Daten für Geschwindigkeits- und Höhenprofil programmiert. Die Geschwindigkeitsbeschränkungen wurden eingehalten, aber nie unterschritten, sonst galt Richtgeschwindigkeit 130 km/h. Für die 582 km belief sich die reine Fahrzeit damit auf 5 Stunden und 15 Minuten, entsprechend einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 111 km/h.
Die Temperatur im Prüfstand wurde auf Null Grad eingestellt, etwas unterhalb des deutschen Durchschnittswerts für den Winter. Die im Gegensatz zu einem Verbrenner für den Verbrauch relevante Heizung wurde auf so eingestellt, dass sie auf Kopfhöhe des Fahrers zwischen 20 und 23 Grad automatisch hielt.

ADAC-Wintertest: Reichweite und Messwerte
(Bild: ADAC)
Regeln für den Ablauf
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Der Akku wurde auf 100 Prozent geladen und das Auto in dieser Zeit vorkonditioniert. Der Prüfstandslauf begann mit einem Kaltstart ohne Akkuheizung, um den häufigsten zu erwartenden Anwendungsfall abzubilden. Geladen wurde, sobald das Fahrzeug die Leistung so weit zurücknahm, bis die mögliche Geschwindigkeit nicht mehr gehalten werden konnte. Dann wurde das Fahrzeug an einem 300 kW leistenden Lader erneut geladen und die in 20 Minuten nachgeladene Energie ermittelt. Daraus ergibt sich naheliegenderweise eine Unschärfe zwischen Labor und Praxis, denn nur im Ausnahmefall werden unterwegs eine nahezu leere Batterie und eine passende, freie Ladesäule im Streckenverlauf exakt zueinanderpassen. In der Regel werden erfahrene E-Auto-Nutzer irgendwo rund um einen Ladestand von 10 Prozent einen Stopp einplanen.
Die Batteriekonditionierung blieb im ADAC-Test abgeschaltet, um die Reichweite nicht zu beeinträchtigen. Das habe sich als unnötig erwiesen, denn bei den Ladestopps seien alle Batterien von der Fahrt ohnehin bereits warm genug, argumentiert der ADAC. Diesbezüglich haben wir in der heise/Autos-Redaktion auf winterlichen Autobahnen in der Praxis andere Erfahrungen gemacht. Nahezu alle Testwagen, die das konnten, heizten unter diesen Bedingungen vor einem Stopp nach. Zur Ermittlung des Stromverbrauchs für die gefahrene Strecke nahmen die Techniker des ADAC die Schnellladung inklusive der Ladeverluste. Zur Bewertung zogen die Techniker die Reichweite mit 50 Prozent, das Nachladen und den Verbrauch mit jeweils 25 Prozent heran.
Audi und Tesla liegen vorn, Volvo und BYD hinten
Das beste Verhältnis bietet demnach der Audi A6 Avant e-tron, gefolgt vom Tesla Model Y, beide bewertet der ADAC mit „gut“. Der Audi schafft dank 23,2 kWh/100 km sehr gute 441 km. Seine Ladeleistung verhilft ihm zu 300 km in 20 Minuten, was ihm kein anderes E-Auto im Test nachmacht. Dahinter liegen zehn Autos mit der Gesamtnote „befriedigend“. Lediglich Volvo EX90 und BYD Sealion 7 fallen mit einem „ausreichend“ auf: Beide haben einen hohen Stromverbrauch. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet der Skoda Elroq. Er bietet zum halben Preis eines Porsche Macan fast die gleiche Langstreckenleistung und nicht weniger Platz. Das effizienteste Elektroauto ist der Tesla Model Y mit lediglich 22,2 kWh/100 km – trotz Allradantrieb.

ADAC E-Autos Reichweite und Messwerte mit Wertung
(Bild: ADAC)
Höheres Ladetempo mit höherer Spannung
Ebenfalls keine Überraschung ist die in der Regel höhere Ladeleistung mit einer Spannungsebene von 800 Volt. Dass es Ausnahmen von dieser Regel gibt, zeigt Volkswagen. In den festgelegten 20 Minuten schafft als einziges 400-Volt-Auto der VW ID.7 Tourer Pro Strom für mehr als 200 km nachzuladen. In dieser Zeit setzen allerdings die 800-Volt-Autos Audi A6 mit 300 km und der Smart #5 mit 264 km die Bestmarken.
Physik trotzt weiterhin der Mode
Der Test zeigt, dass moderne Elektroautos gut für Langstreckenreisen auch bei Kälte geeignet sind. Zudem müssen für hohe Leistung nicht in jedem Fall auch höhere Preise gezahlt werden. Noch einmal spürbar bessere Performance versprechen einige angekündigte Modelle. Eine große Rolle wird dabei die erwähnte Umstellung auf 800 Volt spielen. Elektroautos aus Fernost, besonders China, schneiden weiterhin am schlechtesten ab. Und – ganz erwartbar – lässt sich die Physik immer noch nicht der Mode unterordnen: Kombis verbrauchen weiterhin weniger als SUVs. BYD Sealion 7, Mercedes-Benz EQE SUV und Volvo EX90 reißen dabei sogar die Marke von 30 kWh pro 100 km, ganz eklatant der BYD mit 35,3 kWh/100 km.
Die Ergebnisse indes beweisen einmal mehr, dass insbesondere bei Kälte die WLTP-Reichweitenangaben nicht im Entferntesten einzuhalten sind. Das verwundert wenig, denn der WLTP ermittelt diese Werte bei 23° C und einem Fahrprofil mit geringem Autobahnanteil. Der im Test gemessene Mehrverbrauch bei 0° C und vorwiegend Autobahntempo bis Richtgeschwindigkeit liegt im Schnitt 57 Prozent über der WLTP-Angabe. Die stärkste Abweichung leistete sich der Hyundai Ioniq 5 ab mit 69 Prozent, die geringste mit 40 Prozent schafft das Tesla Model Y. Der ADAC wünscht sich daher mindestens eine zusätzliche Verbrauchsangabe außerhalb des Schönwetterbereichs.
(fpi)
Künstliche Intelligenz
OSINT: Subdomains mit Subfinder finden
Wer eine Domain betreut, kann mit Subfinder herausfinden, welche Subdomains öffentlich auffindbar sind. Das hilft Pentestern, schnell einen Überblick über eine Domain zu gewinnen.
Das Tool arbeitet passiv, scannt die Webdienste der Zielinfrastruktur also nicht aktiv durch und erregt somit keine Aufmerksamkeit beim Ziel. Es klappert stattdessen eine Reihe anderer Dienste ab, bei denen möglicherweise Informationen zum Ziel vorliegen. Bei autorisierten und abgestimmten Tests wäre das zweitrangig, bei Angriffssimulationen unter echten Bedingungen aber relevant.
Auf ihrer Webseite listet der Entwickler ProjectDiscovery fünf Möglichkeiten auf, Subfinder zu beziehen: über eine vorkompilierte Release-Binary, über die Go-Toolchain, über den Paketmanager Homebrew (nur macOS / Linux), über das GitHub-Repository oder als Docker-Variante. Wir haben die ersten beiden Installationswege auf einem Windows-11-Rechner ausprobiert. Der Rest dürfte für die jeweilige Zielgruppe selbsterklärend sein.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „OSINT: Subdomains mit Subfinder finden“.
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