Künstliche Intelligenz
Hochwertiger Mini-PC mit Ryzen 5 & 16 GB RAM für 278 Euro: Ninkear M7 im Test
Gute Ausstattung zum attraktiven Preis: Der Ninkear M7 bietet mit Ryzen 5, Aluminiumgehäuse und USB-C ein gutes Gesamtpaket für 278 Euro.
Der Ninkear M7 ist ein günstiger Mini-PC, der auf ein ansprechendes Aluminiumgehäuse setzt. Das kann sich sehen lassen und ist zum Preis von 278 Euro (Code: BG0459cf) umso erstaunlicher. Weiterhin bietet das System mit einem AMD Ryzen 5 und 16 GB RAM sowie 512 GB SSD eine ordentliche Ausstattung – und kann sogar rein über USB-C betrieben werden. Denn den USB-C-Port auf der Rückseite kann man für den Stromeingang nutzen, was bei Mini-PCs nach wie vor selten ist.
Das alles klingt bereits nach einem äußerst attraktiven Gesamtpaket. Doch wie schlägt sich der Ninkear M7 in der Praxis? Wie laut ist er? Diesen Fragen gehen wir im Test nach. Das Testgerät hat uns Ninkear zur Verfügung gestellt.
Ausstattung: Welche Hardware bietet der Ninkear M7?
Im Ninkear M7 arbeitet ein Ryzen 5 7430U mit sechs Kernen bei 12 Threads. Die Taktrate bewegt sich zwischen 2,3 und 4,3 GHz. Der Chip wurde Ende 2024 als Teil des zweiten „Barcelo-R“-Refreshs aufgelegt und bietet ähnliche Spezifikationen, wie der frühere Ryzen 5 5625U. Daher basiert er auf der älteren Zen-3-Architektur der Ryzen-5000-Serie (Codename: Cezanne) und ist im 7-nm-Prozess gefertigt. Seine thermische Verlustleistung liegt typischerweise bei 15 W und ist konfigurierbar auf bis zu 25 W, die maximale Betriebstemperatur beträgt 95 Grad Celsius.
Bei der integrierten Grafikeinheit handelt es sich um die für Ryzen 5000 übliche, alte Radeon RX Vega 7 mit 7 CUs (Compute Units) und einem Takt von bis zu 1800 MHz. Diese greift auf den 16 GB großen RAM zu, der allerdings nur als einzelnes SO-DIMM-Modul eingesetzt ist. Dabei handelt es sich um einen DDR4-RAM-Riegel von Shenzen Shikotar mit Speicherchips von SK Hynix und 2666 MT/s. Ein zweiter Speicherstick hätte der Systemleistung, allen voran aber der iGPU, sicher gutgetan.
Die M.2-SSD wird vom System mit dem Namen „SSD 512 GB“ ausgelesen, stammt aber laut Etikett vom Hersteller Hikiss. Dabei handelt es sich um ein 512 GB großes SATA-Modell mit einem M+B-Key. Bei Crystaldiskmark kommt sie auf eine Schreibgeschwindigkeit von 481 MB/s und eine Leserate von 550 MB/s. Das ist für eine SATA-SSD in Ordnung, generell ist sie aber erheblich langsamer als ihre NVMe-Pendants. Beide Speicherkomponenten stammen also von Noname-Herstellern, wobei beim RAM die Chips immerhin von SK Hynix kommen.
Bei den Anschlüssen gibt es zwei HDMI-Ports, einmal LAN sowie vier USB-A-Buchsen (2x USB 3.0, 2x USB 2.0). Weiterhin bietet der M7 einen USB-C-Port auf der Rückseite, der zu unserer Freude auch Stromeingang erlaubt und damit die Stromversorgung des Mini-PCs übernehmen kann. Ansonsten gibt es dafür einen Rundhohlstecker sowie ein dazu passendes, weißes Netzteil.
Drahtlos arbeitet das System mit Wifi 6 und Bluetooth 5.2, wobei der WLAN‑Chipsatz Realtek 8852BE zum Einsatz kommt.
Performance: Wie schnell ist der Ninkear M7?
Auf dem Papier macht der Mini-PC einen guten Eindruck. In unseren Benchmarktests zeigt sich die Leistung des Systems dann jedoch konkreter. Beim klassischen Büro-Benchmark PCMark 10 erreicht das System im Schnitt 5108 Punkte mit Spitzen bei 5048 und 5149 Punkten. Damit ist der Chip solide unterwegs, der Fokus auf Effizienz ist dem 7430U jedoch anzumerken. Andere 7430U-Systeme, wie der Acemagic K1 (Testbericht), erreichten hier aber etwa 400 Punkte mehr.
PCMark hat zuletzt einen größeren Versionssprung von 1.x auf 2.x gemacht und dieses Update hat die Vergleichbarkeit zwischen den Versionen zunichtegemacht. Daher machen wir bis auf Weiteres Benchmark-Durchläufe mit beiden Versionen, um die Vergleichbarkeit mit vorherigen Testberichten aufrechtzuerhalten. Unter der neuen Workflow-Version ist das Ergebnis mit 5465 Punkten entsprechend höher.
Bei 3DMark Time Spy schneidet der PC mit 838 Punkten ab, die sich aus 733 GPU-Punkten und 4601 CPU-Punkten zusammensetzen. Im Vergleich zu anderen 7430U-Systemen ist die Punktzahl gesamt sowie die der GPU etwa 100 Punkte niedriger, die der CPU um fast 700 Punkte. Bei Cinebench R24 gibt es 84 Single-Core-Punkte und 396 Multi-Core-Punkte. Der Cross-Plattform-Benchmark Geekbench 6 attestiert 1868 Punkte (Single-Core) und 5868 Punkte (Multi-Core) sowie einen OpenCL-Score von 11.435 Punkten.
Ninkear M7 – Bilderstrecke
Unter den Spielen ist Anno 1800 mit 17 FPS auf mittleren oder bis zu 28 FPS auf niedrigen Optionen noch annähernd spielbar, Spaß macht das aber nicht, zumal grafische Details verloren gehen. Wir setzen dabei auf Full-HD und aktivieren den Upsampler FSR (AMD Fidelity FX Super Resolution) im Modus Leistung. Cities Skylines 2 startet bis ins Hauptmenü, stürzt aber direkt beim Laden der Welt ab – trotz niedrigstem Grafik-Preset. Counter-Strike 2 ruckelt bereits im Menü, sodass ein für Ego-Shooter notwendiges, flüssiges Spielerlebnis nicht aufkommt.
Verbrauch: Wie hoch ist die Leistungsaufnahme des Ninkear M7?
Ohne Last bezieht der Ninkear M7 lediglich 7 bis 9 W. Bei höherer Auslastung steigt der Verbrauch auf etwa 20 W. Unter Volllast durch den Stresstest von Aida64 sind es dann bis zu 29 W. Insgesamt hält sich der Stromverbrauch des Systems aber deutlich in Grenzen.
Lüfter: Wie laut ist der Ninkear M7?
Der Ninkear M7 überraschte in unserem Test mit besonders geringer Lautstärke. Selbst unter Last ist der Rechner kaum zu hören und bleibt mit 32 dB(A) angenehm leise. Im normalen Betrieb ist der PC kaum zu hören. Die Temperatur bleibt ebenfalls in vollkommen unbedenklichen Bereichen mit einer Spitze bei maximal 71 Grad. Im weiteren Verlauf unseres Stresstests mit Aida64 pendelt sich das System bei 63 Grad Kerntemperatur ein. Die Taktrate der CPU liegt dann bei 2,4 GHz nach anfänglichen 3,2 GHz. Die Außentemperatur am Gehäuse messen wir mit maximal 40 Grad, hinten am Lüfterausgang sind es 49 Grad.
Im BIOS gibt es rudimentäre Lüftereinstellungen, wobei man entweder über „Auto“ alle Einstellungen dem System überlässt oder im manuellen Modus einen festen Wert für die Lüfterdrehzahl angibt.
Software: Welches Betriebssystem ist auf dem Ninkear M7 installiert?
Auf dem Ninkear M7 ist Windows 11 Pro in Version 24H2 vorinstalliert. Der PC kommt ansonsten ohne Bloatware und zeigt sich im vollständigen Systemscan mit Windows Defender unauffällig. Die Windows-Lizenz ist digital als OEM-Key hinterlegt und ab Werk ohne Probleme aktiviert.
Der Betrieb von Linux ist ebenfalls möglich. Im Test erkennt der M7 direkt den angeschlossenen USB-Stick und bootet ohne Zutun unsererseits in das darauf installierte Ventoy zur Betriebssystemauswahl. Das alles klappt, da bereits ab Werk in der Boot-Auswahl USB-Sticks höher priorisiert eingestellt sind als der Windows-Boot-Manager. Wichtig: Im AMI-BIOS ist Secure Boot aktiviert, was mit manchen Betriebssystemen Probleme verursachen kann. Im Zweifel lässt es sich dort deaktivieren. Über Ventoy starten wir nun das auf Ubuntu basierende Tuxedo OS. Dort funktionieren WLAN, Bluetooth und das Audio wie vorgesehen, und auch aus dem Standby-Modus wacht der PC zuverlässig wieder auf.
Gehäuse: Wie ist die Verarbeitung des Ninkear M7?
Die Verarbeitung des Ninkear M7 gehört zu den Highlights des Produkts, erst recht für den günstigen Preis. Das Gehäuse besteht weitestgehend aus tadellos verarbeitetem Aluminium, was sich richtig wertig anfühlt. Die Kanten sind gut geschliffen und die Spaltmaße völlig in Ordnung. Mit Maßen von 116 × 107 × 36 mm fällt der M7 vergleichsweise schlank aus.
Das Öffnen des Gehäuses gelingt durch das Lösen der vier Schrauben im Unterboden, die in einem Gummiring eingebettet sind. Anschließend hebeln wir die Bodenplatte mit einem Kunststoff-Plektrum vorsichtig auf, da es keine Ausbuchtung zum Hineingreifen, eine Gummilasche oder ähnliche Vorkehrungen zum Öffnen gibt. Danach hat man direkten Zugriff auf die Komponenten im Inneren.
Preis: Was kostet der Ninkear M7?
Der Ninkear M7 kostet beim Hersteller etwa 360 Euro. Bei Amazon sind es 340 Euro, bei Kaufland 320 Euro. Am günstigsten bekommt man ihn aber aktuell bei Banggood, wo der Preis mit unserem Code BG0459cf auf 278 Euro sinkt.
Fazit
Der Ninkear M7 ist ein überzeugender Mittelklasse-Mini-PC mit solider Performance, hervorragender Verarbeitung und leisem Betrieb. Für seinen Preis von lediglich 278 Euro weiß er mit unüblichen, aber willkommenen Extras zu begeistern. Angefangen beim hochwertigen Aluminiumgehäuse anstelle von Kunststoff, über den USB-C-Port, der zur Stromversorgung des PCs genutzt werden kann – beides selbst in höheren Preisbereichen selten. Weiterhin gefallen uns der kompakte Formfaktor sowie der leise Betrieb. Selbst unter Volllast ist der Ninkear M7 kaum zu hören. Insgesamt ein gelungenes Gesamtpaket zu einem mehr als fairen Preis.
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Mac-Tool macht MagSafe-Kabel zum Sicherheitsschalter
Ein Mac ist – ähnlich wie ein iPhone – immer dann am besten geschützt, wenn die Maschine vollständig heruntergefahren wurde. Beim Mac bietet zusätzlich die SSD-Verschlüsselung FileVault Schutz – eine Funktion, die das iPhone nicht hat. Wenn ein MacBook gestohlen wird, sollte es sich also am besten in diesem Zustand befinden, damit Diebe auch mit (möglicherweise erst später verfügbar gemachten) Hacking-Werkzeugen nicht an die Daten gelangen. Doch wie stellt man sicher, dass die Maschine auch heruntergefahren wird? Ein Entwickler hat eine Art Sicherheitsschalter oder auch Totmannknopf für macOS entwickelt, der eine clevere Möglichkeit verwendet, sich zu aktivieren: Das MagSafe-Kabel, das zum Aufladen verwendet wird, dient dabei als „Sensor“.
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Kabel weg, Rechner runter
Die Software namens MagSafe Guard ist quelloffen, unter einer MIT-Lizenz verfügbar und hat ein einfaches Prinzip: „Wenn sie aktiv ist, erkennt sie sofort, sobald Ihr Netzkabel abgezogen wird, und löst Schutzmaßnahmen aus, um Ihre Daten zu schützen“, schreibt Macher Tobias Lekman. Laut Entwickler reagiert MagSafe Guard in Millisekunden, sobald das Abziehen des Kabels detektiert wurde. Es gibt zudem eine „smarte Grace-Periode“, mit der man festlegen kann, dass sich erst nach 10 Sekunden etwas tut, um nicht selbst Aktionen auszulösen. Die Möglichkeiten, die die App bietet, sind groß. So kann man nur den Bildschirm sperren oder die Maschine ganz herunterfahren. Ganz Paranoide könnten sogar den gesamten Mac löschen lassen.
MagSafe Guard basiert auf einem früheren Projekt, das ein spezielles USB-Gerät verwendet hatte und auch mit Linux und Windows kompatibel ist. Lekman passte es für Mac-Hardware an, die auch ohne ein solches Zusatzgerät auskommt. MagSafe Guard läuft nützlicherweise auch nicht nur mit MagSafe – man kann auch andere Ladegeräte via USB-C verwenden. Eine Software Bill of Materials, die alle Bestandteile auflistet, die verwendet wurden, soll beim Code-Auditing helfen.
Mac-App-Store-Version soll noch kommen
Ebenfalls praktisch: Lekman hat eine Ortserkennung eingebaut. So kann sich MagSafe Guard nur an unbekannten Orten aktivieren, nicht jedoch an vertrauenswürdigen. Das sei „perfekt für digitale Nomaden, sicherheitsbewusste Fachpersonen und alle, die in öffentlichen Räumen mit sensiblen Daten arbeiten“, schreibt der Entwickler weiter.
Aktuell ist MagSafe Guard nur via GitHub verfügbar, als Download ohne automatische Updates, den man aber noch kompilieren muss. Lekman will aber demnächst eine Mac-App-Store-Variante bereitstellen. Wann das der Fall sein wird, ist noch unklar – Mac & i hat bei ihm nachgefragt. MagSafe Guard ist kostenlos.
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(bsc)
Künstliche Intelligenz
Indien: Apple bringt Fabrikarbeitern Swift bei
Apple hat in Indien eine neue Bildungsinitiative gestartet, um unter Mitarbeitern seiner Fertiger womöglich neue Ingenieure und Entwickler zu finden. Der sogenannte Education Hub ist speziell für diese Zielgruppe eingerichtet worden und arbeitet mit der Manipal Academy of Higher Education (MAHE) im Bundesstaat Karnataka zusammen.
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Breites Bildungsangebot zuerst bei Tata
Das Bildungszentrum soll in Bengaluru entstehen und ergänzt bisherige „Skill-Building and Training Programs“, die das Unternehmen aufgesetzt hatte. Ab März soll es diverse neue Kurse geben, die Mitarbeiter von Lieferanten an 25 Standorten auf dem ganzen Subkontinent nutzen dürfen. Erster beteiligter Fertiger ist Tata Electronics, wie Apple mitteilte.
Die dortigen Arbeiter sollen im Rahmen eines neuen Lehrplans unter anderem digitale Kompetenzen, Apples Programmiersprache Swift, Automatisierungstechnologien und Robotertechnik erlernen können, hinzu kommt „Smart Manufacturing“. Apple hat für solche und ähnliche Initiativen bei seinen Fertigern einen 50 Millionen US-Dollar schweren „Supplier Employsee Development Fund“ aufgelegt.
Indien als neues China
Die für „Supply Chain Innovation“ zuständige Vizepräsidentin Sarah Chandler sagte, man wolle „den gleichen Innovationsgeist, der hinter unseren Produkten steht“, dazu nutzen, die Menschen in der eigenen Lieferkette zu unterstützen. Der Ansatz erinnert an ähnliche Maßnahmen etwa in China, das auch dank Apple in den letzten 25 Jahren zum wichtigsten Elektronikstandort weltweit herangewachsen ist. Der Konzern will nun Ähnliches auch in Indien schaffen.
Schon jetzt sollen 75 verschiedene Kurse in Indien verfügbar sein, die nicht nur Technik abdecken, sondern auch Persönlichkeitsentwicklung, Gesundheit sowie ein sogenanntes „Rights Awareness Training“. Apple will auch deutlich mehr Geld in ein Robotikbildungsprogramm stecken, das bereits seit 2024 läuft. Auch Kurse und Fortbildungen für Personen mit Behinderung werden angeboten, damit wurden 18.000 Menschen erreicht, so Apple. Wie viele Supply-Chain-Mitarbeiter insgesamt ausgebildet wurden, wurde nicht mitgeteilt.
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(bsc)
Künstliche Intelligenz
Klimaforschung: Wissenschaftler tracken Eisberg-Lebenszyklus mit KI
Wissenschaftler des British Antarctic Survey (BAS) haben ein Tool mit Künstlicher Intelligenz (KI) entwickelt, mit dessen Hilfe sie automatisiert den Lebenszyklus von Eisbergen bei ihrer Reise durch die Weltmeere verfolgen kann. Die Forscher können so überwachen, wohin sie sich bewegen, wie sie abschmelzen, zerbrechen und sich gegebenenfalls auch wieder zusammenfügen. Mit diesen Informationen können detaillierte „Stammbäume“ der Eisberge erstellt werden und Rückschlüsse auf deren Einfluss auf das Ökosystem gezogen werden.
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Das KI-System des BAS wertet Satellitenbilder aus und identifiziert dabei einzelne Eisberge. Ihnen wird dabei durch Analyse der charakteristischen geometrischen Formen der Eisberge eine eindeutige Identität zugeordnet. Danach wertet das System regelmäßig über einen bestimmten Zeitraum neue Satellitenfotos aus und bestimmt die Veränderungen der Eisformation, die sich etwa durch Abschmelzen und Abbrüche ergeben. Die abgebrochenen Teile werden dann ebenfalls verfolgt und bleiben dem ursprünglichen Eisberg als dessen „Kindern“ zugeordnet.
Eisberg-Tracking für die Klimaforschung
Die Verfolgung der Eisberge, der Abbrüche und deren Abschmelzen, bei denen größere Mengen Süßwasser in die Ozeane gelangen, ist deshalb von Bedeutung, weil dadurch Meeresströmungen verändert werden können. Das kann großen Einfluss auf die maritimen Ökosysteme und das globale Klima haben.
Bislang konnten die Wissenschaftler nur einige wenige große Eisberge verfolgen. Mit dem KI-System ist eine kontinuierliche Beobachtung möglich. „Das Spannende daran ist, dass wir damit endlich die Beobachtungen erhalten, die uns bisher gefehlt haben. Wir sind davon abgekommen, nur einige wenige berühmte Eisberge zu verfolgen, und erstellen nun vollständige Stammbäume. Zum ersten Mal können wir sehen, woher jedes Fragment stammt, wohin es gelangt und warum dies für das Klima von Bedeutung ist“, sagt Ben Evans, Experte für maschinelles Lernen beim BAS.
Erste Tests der Technik anhand von Beobachtungen arktischer Eisberge, die vom Petermann-Gletscher und anderen Teilen von Nordwestgrönland abgebrochen waren, verliefen vielversprechend. Das System kann so aufzeigen, an welchen Stellen das Schmelzwasser in die Ozeane gelangt. Diese Informationen können dann zur Verbesserung globaler Klima- und Ozeanmodelle, wie etwa das europäische Ozean-Modell Nucleus for European Modeling of the Ocean (NEMO), genutzt werden. Das NEMO-Modell ist Teil des UK Earth System Models (UKESM), einem Erdsystemmodell, mit dem unter anderem Vorhersagen getroffen werden können, wie sich der polare Eisverlust aufgrund der Klimaerwärmung auswirken wird.
Die ermittelten Daten zu den Eisbergen können auch in der Schifffahrt verwendet werden, etwa um in polaren Gewässern Eisbergbewegungen frühzeitig zu erkennen und darauf reagieren zu können.
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(olb)
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