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Hört mal zu! Spannende Geschichten zum großen Eszett › PAGE online


Mit einer Kickstarter Kampagne sucht der Typograf Ralf Herrmann nach Unterstützung für ein tolles Projekt: Ein Hörbuch zum Versal-ß.

Wer ein ß im Namen hat, weiß um die Schwierigkeiten, die es mit diesem, einzig in der deutschen Sprache vorkommenden Buchstaben, gibt. Da kein deutsches Wort mit einem ß beginnt, gab es das ß lange Zeit nur als Kleinbuchstaben. Die Notlösung, das ß in Namen im Versalsatz durch SS zu ersetzen, taugt nur bedingt. Wer weiß schon, ob Frau Weiss nun Weiss oder Weiß heißt.

Offizielle Dokumente setzen auf gemischte Schreibweise (WEIß), typografisch gesehen grenzt das an Körperverletzung. Ich werde nie vergessen, als ich kurz vor der Geburt meines ersten Kindes vor dem KREIßSAAL stand und mir ganz übel wurde…

Seit 2017 ist das große Eszett Teil der amtlichen deutschen Rechtschreibung und es gibt inzwischen eine ganze Reihe von Schriften, die ein Versal-ß im Glyphensatz haben. Dennoch hat sich die Existenz des Zeichens noch nicht überall herumgesprochen und es ranken sich weiterhin viele Missverständnisse um den Buchstaben, da die funktionalen und historischen Zusammenhänge nicht oder nur unzureichend bekannt sind. 

Ein mehrstündiges Hörbuch, geschrieben und gelesen vom Weimarer Typograf Ralf Herrmann, soll die spannende Geschichte des Eszett-Buchstabens nun einmal grundlegend aufarbeiten und in Gänze erzählen. 

Denn schon mehrfach stand sowohl die Abschaffung des Eszett-Buchstabens, als auch die Einführung einer Großbuchstabenvariante auf der Tagesordnung. Wir erfahren in dem Hörbuch entsprechend von spannenden Debatten und richtungsweisenden Entwicklungsschritten, die bis heute nachwirken, aber dennoch zwischenzeitlich komplett in Vergessenheit geraten waren, selbst unter Fachleuten. Und natürlich liefert das Buch auch nützliche und praxisnahe Informationen zur aktuellen Anwendung des Buchstabens. Ein begleitendes Webportal soll die Fakten und Quellen zum Eszett zudem dauerhaft und kostenlos für alle zugänglich machen.  

Die Kampagne läuft ganz gut, kann aber durchaus noch Unterstützung gebrauchen. Noch bis zum 7. Mai 2026 könnt ihr auf Kickstarter dafür sorgen, dass das Projekt realisiert wird.

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