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HP- und Dell-Geräte im Fokus: Juni-Update für Windows 11 kann Boot-Probleme verursachen
Das Juni-Update für Windows (KB5094126) scheint auf einigen Systemen diverse Probleme zu verursachen. Windows Latest berichtet von Hinweisen, die von Boot-Problemen bis zur fehlerhaften Datei-Explorer-Synchronisation reichen. Betroffen sind demnach vor allem HP- und Dell-Geräte.
Bei den Boot-Problemen können die Nutzer entweder einen Black Screen of Death (BSOD) mit dem Fehlercode 0xc0430001 erhalten oder im BitLocker-Wiederherstellungsmodus landen. Dem Bericht von Windows Latest zufolge sind in erster Linie HP- und Dell-Geräte betroffen, die im Unternehmensbereich eingesetzt werden. Eine Quelle für die Hinweise ist demnach eine Person, die in einer Firma Hunderte von HP-Geräten verwaltet.
Im Fokus steht demnach das EliteBook 840 G10, Meldungen zu den Problemen gibt es zusätzlich noch bei den folgenden Modellen: HP ProBook 460 G11 / HP 460 G11, HP Engage One Pro 15.6 G2 AiO POS, HP ZBook, Dell Precision und Dell Precision 7530. Auf diesen Geräten können die Fehler auftreten, müssen aber nicht.
Microsoft hat die Fehler noch nicht offiziell bestätigt. Meldungen über Probleme finden sich auch auf Reddit und im Feedback-Hub von Microsoft.
Microsoft nicht allein Schuld
Der Fehler entsteht demnach aus einem Zusammenspiel des Juni-Updates sowie der BIOS- beziehungsweise EFI-Systempartition. KB5094126 berührt dem Bericht nach offenbar Secure-Boot-Dateien, Zertifikate, den Boot-Manager oder EFI-Inhalte. Wenn die EFI-Partition nun lediglich 100 MB statt 500 MB oder 1 GB hat, kann Windows die nötigen Dateien nicht schreiben.
HP-Geräte sind demnach besonders anfällig, weil HP BIOS- oder Firmware-Wiederherstellungsdateien auf der EFI-Partition speichert. Begrenzter Speicherplatz wird damit zusätzlich belegt.
Bei Windows Latest wird vermutet, dass veraltete BIOS-Versionen einer der Gründe sind, wenn die Fehler auftreten. Sollte das der Fall sein, empfiehlt sich also, die BIOS-Version zu prüfen und falls nötig zu aktualisieren.
Secure-Boot-Zertifikate scheinen aber auch eine Rolle zu spielen. Sofern Nutzer in einer BitLocker-Schleife stecken bleiben, ist eine Option, für die Installation kurzzeitig Secure Boot zu deaktivieren. Ebenso sollten betroffene Nutzer prüfen, ob ausreichend Platz auf der EFI-Partition vorhanden ist.
OneDrive-Ordner lassen sich nicht mehr über Datei-Explorer öffnen
Ebenfalls Probleme werden bei der OneDrive-Integration in den Datei-Explorer beobachtet, heißt es im Bericht von Windows Latest. Wenn Nutzer betroffen sind, lässt sich der OneDrive-Ordner nach der Installation des Updates nicht mehr über die Sidebar im Datei-Explorer oder das Symbol in der Taskleiste öffnen. Wenn direkt in das Verzeichnis gesprungen wird, indem der Nutzer etwa C:\Users\username angibt, lassen sich die entsprechenden Ordner noch öffnen.
Fehlermeldungen gibt es auch für weitere Cloud-Anbieter wie Dropbox oder iCloud. Im Fokus steht aber OneDrive.
Weitere Fehler betreffen noch die Word-Integration in einige Geschäftskunden-Apps. Weder diese noch andere Bugs hat Microsoft bislang offiziell bestätigt.
Juni-Update schließt über 200 Sicherheitslücken
Das Juni-Update sorgte für Aufsehen. Für alle Nutzer freigeschaltet wurden damit neue Funktionen wie der CPU-Boost für schnellere Apps-Starts und Shared Audio. Im Rahmen des Patchdays wurden zudem über 200 Sicherheitslücken geschlossen. Dazu zählen 33 kritische und 5 Zero-Day-Bugs.