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Hubschrauber mit Brennstoffzellenantrieb fliegt zum ersten Mal


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Das kanadische Unternehmen Unither Bioélectronique hat einen Hubschrauber gebaut, dessen Brennstoffzellenantrieb Wasser statt Abgasen emittiert. Kürzlich ist er erstmals geflogen. Dabei absolvierte der Hubschrauber eine komplette Platzrunde inklusive aller dazugehörigen Elemente: Start, Steigflug, Rundflug, Anflug und Landung.

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Der Flug fand bereits am 10. April auf dem Roland-Désourdy Airport in Bromont in der kanadischen Provinz Québec statt, wie die Branchenvereinigung Canadian Advanced Air Mobility (CAAM) erst jetzt mitgeteilt hat. Es war demnach „der weltweit erste bemannte Rundflug eines wasserstoffelektrischen Hubschraubers“. Im März 2025 war der Hubschrauber erstmals gestartet. Damals schwebte er aber nur für kurze Zeit etwa 2 Meter über dem Boden.

Bei dem Hubschrauber handelt es sich um einen Robinson R44 des US-Luftfahrtunternehmens Robinson Helicopter, den Unither Bioélectronique umgebaut hat. Unither Bioélectronique ist die kanadische Tochter des US-Biotech-Unternehmens United Therapeutics und beschäftigt sich mit dem umweltfreundlichen Transport von Spenderorganen, etwa per Drohne.

Im Rahmen von Project Proticity hat Unither Bioélectronique den Robinson R44 mit einem Brennstoffzellenantriebsstrang ausgestattet. Der besteht aus einem Elektromotor des US-Unternehmens Magnix, einem Pionier für elektrisches Fliegen. Den Strom liefern zwei Protonenaustauschmembran-Brennstoffzellen. Hinzu kommt ein Lithium-Ionen-Akku, wenn kurzfristig mehr Leistung benötigt wird, als die Brennstoffzellen bereitstellen können.

Der längliche Wasserstofftank ist unter dem Ausleger für den Heckrotor angebracht. Zwei Gondeln links und rechts neben der Pilotenkanzel, die wie Triebwerke aussehen, beinhalten das Kühlsystem.

Ziel des im Sommer 2024 gestarteten Project Proticity ist, die Entwicklung von emissionslosen Helikoptern zu beschleunigen. Neben Unither Bioélectronique arbeitete daran Robinson Helicopter mit. Nach dem erfolgreichen Erstflug der R44 soll als nächstes das größere Modell R66 mit dem Brennstoffzellenantriebsstrang ausgestattet werden.

Der Erstflug sei ein Meilenstein, der gezeigt habe, dass wasserstoffelektrisches Fliegen keine Theorie mehr sei, sondern reif sei für „wiederholbare, sichere Tests unter realen Bedingungen“, sagte Mikaël Cardinal von Unither Bioélectronique. „Für Unither ist das klare Ziel: Flugzeuge und Luftlogistiksysteme zu bauen, die helfen sollen, hergestellte Organersatzprodukte an bedürftige Patienten zu liefern und dabei ein skalierbares, emissionsfreies Transportnetzwerk aufzubauen.“

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(wpl)



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