Künstliche Intelligenz
Intels „Raptor Lake Next“ – DDR4 und angeblich Anfang 2027 fertig
Was lange vermutet wurde, könnte nun Realität werden: Intel arbeitet übereinstimmenden Berichten mehrere Medien zufolge an einer Neuauflage der CPU-Architektur „Raptor Lake“. Diese war zuerst als 13. Core-Generation Ende 2022 für PCs und Notebooks erschienen. Der Speichercontroller des angeblich „Raptor Lake Next“ genannten Designs soll wie damals dann Anfang 2027 auch DDR4-Speicher unterstützen.
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Dies will Tom’s Hardware auf der taiwanischen Tech-Messe Computex in dieser Woche erfahren haben. Zwei dort befragte Mainboard-Hersteller wollten das nicht bestätigen. Sie gaben aber an, die Produktion von DDR4-Mainboards sowohl für den Sockel AM4 von AMD wie auch den Sockel 1700 von Intel erhöhen zu wollen. Von der anhaltenden Speicherkrise ist DDR4 deutlich weniger betroffen als DDR5. Für letzteres haben sich die Preise in weniger als einem Jahr in etwa vervierfacht, DDR4 ist „nur“ rund doppelt so teuer geworden wie Mitte 2025. Daher hat auch AMD auf der Computex die Rückkehr des besonders bei Spielern beliebten Ryzen 7 5800X3D angekündigt.
Rebranding als Core Ultra 200
Dieser soll bereits Ende Juni 2026 erhältlich sein, bei Intel dauert es noch bis zu einem mehr oder weniger neuen DDR4-Prozessor: Erst Ende Januar 2027 soll es so weit sein. Das berichtet unabhängig von Tom’s Hardware wiederum Videocardz. Deren Bericht zufolge soll Raptor Lake Next die Modellbezeichnungen der aktuellen Serie Core Ultra 200 erhalten. Die heutigen Core-i-CPUs der 14. Generation (Raptor Lake Refresh) sollen parallel angeboten werden. Das bedeutet, dass es wieder einmal eine technisch weitgehend identische Prozessorarchitektur mit zwei verschiedenen Markennamen gibt.
Videocardz zufolge ist mindestens eine Desktop-CPU mit 16 Kernen (8P + 8E-Cores) geplant, die mit 125 Watt TDP angegeben sein soll. Dazu sollen mehrere weitere Prozessoren mit weniger Kernen und vermutlich günstigerem Preis kommen. Zu einem möglichen Nachfolger der bisherigen Raptor-Lake-Topmodelle wie dem berüchtigten 14900K mit 8P + 16E-Kernen ist noch nichts bekannt. Gut möglich, dass Intel einen solchen nicht baut, um sich innerhalb der Serien Core Ultra 200 und Core i 14000 nicht noch mehr Konkurrenz zu machen.
Wohl nur für Desktop-PCs
Die angeblichen Pläne von Intel zu Raptor Lake Next dürften zudem wenig mit Nova Lake zu tun haben. Unter diesem Codenamen wird derzeit die nächste, wirklich neue Architektur für Desktop-PCs entwickelt. Sie soll ebenfalls erst 2027 erscheinen, und mutmaßlich bis zu 52 Cores, sowie wie bei AMDs X3D-CPUs einen besonders großen Last-Level-Cache enthalten. In den aktuellen Berichten ist zudem nicht von Notebook-CPUs mit Raptor Lake Next die Rede. Für Mobilrechner hatte Intel kürzlich erst Panther Lake alias Core Ultra 300 auf den Markt gebracht.
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(nie)