Künstliche Intelligenz
iPhone Air, Pro, 15, 16 oder 17: Welches passt zu mir? Apple-Handys im Vergleich
Muss es wirklich das neue iPhone 17 sein – oder reicht auch ein älteres iPhone 16 oder iPhone 15? Wir helfen bei der Auswahl.
Das iPhone ist eine Erfolgsgeschichte. Seit Steve Jobs 2007 das erste Modell präsentierte, hat sich das Smartphone grundlegend verändert – und Apple prägt den Markt bis heute. Laut Statista liegt der Marktanteil von Apple in Europa bei mobilen Endgeräten derzeit bei rund 35 Prozent – trotz der vergleichsweise hohen Preise bleiben iPhones also gefragt.
Zu den Stärken der Geräte zählt neben Display und Kamera vorwiegend das Gesamtpaket: Hardware und Software stammen aus einer Hand und sind optimal aufeinander abgestimmt. Zusammen mit der hochwertigen Verarbeitung sorgt das dafür, dass viele iPhones auch nach Jahren noch schnell und zuverlässig laufen.
Ein weiterer Pluspunkt ist die langfristige Update-Versorgung. Apple spielt zuverlässig neue iOS-Versionen und Sicherheitsupdates aus. Zwar bieten manche Android-Hersteller inzwischen ebenfalls bis zu sieben Jahre Support, doch die Update-Politik bleibt dort uneinheitlich. iPhones erhalten in der Regel fünf bis sechs Jahre lang große iOS‑Updates und danach noch ein bis zwei Jahre Sicherheits-Updates – ein starkes Argument für ihre Langlebigkeit.
In dieser Kaufberatung zeigen wir, welche Modelle es aktuell am Markt gibt, worin sie sich unterscheiden und welches iPhone sich für wen lohnt.
Welche iPhone-Modelle gibt es?
Die aktuelle Generation umfasst das iPhone 17, iPhone 17 Pro, iPhone 17 Pro Max und das iPhone 17 Air. Die Pro-Modelle unterscheiden sich primär durch den leistungsstärkeren Chip und ein Teleobjektiv, das dem Standardmodell fehlt. Dabei hat die zusätzliche Telelinse einen vierfachen optischen Zoom bei 100 mm Brennweite. Dank digitaler Stabilisierung ist verlustfrei bis zu achtfache Vergrößerung bei 200 mm Brennweite möglich.
Das iPhone 17 Pro Max ist mit einem 6,9-Zoll-Display deutlich größer als die Modelle iPhone 17 und 17 Pro (jeweils 6,3 Zoll). Durch den größeren Akku erreicht es die beste Akkulaufzeit eines iPhones und bleibt auch unter Dauerlast stabil, da das Gehäuse Wärme besonders effizient ableitet. Nicht umsonst ist es unser aktueller Testsieger der besten Smartphones.
Mit dem iPhone Air wagte Apple einen neuen Ansatz: ein besonders dünnes Smartphone mit großem Display. In der Praxis erweist sich das Konzept jedoch als problematisch. Der kleinere Akku führt zu einer spürbar kürzeren Laufzeit, zudem fehlt die Telelinse – bei zugleich höherem Preis als beim iPhone 17.
Weiterhin gefragt sind auch die älteren iPhone-Generationen, die dank langer Software-Unterstützung und solider Verarbeitung noch viele Jahre eine gute Wahl bleiben.
Zur Auswahl stehen das iPhone 16, das iPhone 16 Pro mit Teleobjektiv und stärkerem Prozessor sowie die größere Variante iPhone 16 Pro Max. Außerdem gibt es das iPhone 16 Plus – ein größeres iPhone 16, das mit der 17er-Reihe nicht mehr fortgeführt wurde. Ergänzt wird diese Generation durch das iPhone 16e, eine abgespeckte, günstigere Version und inoffizieller Nachfolger des iPhone SE.
Ebenfalls weiter gefragt ist die vorausgegangene Generation mit iPhone 15, iPhone 15 Plus sowie den Pro-Modellen iPhone 15 Pro und iPhone 15 Pro Max. Diese Geräte kommen noch ohne Action-Taste aus und bieten eine etwas kürzere Akkulaufzeit sowie geringere Leistung als das iPhone 16, verfügen aber dennoch über eine einwandfreie Kamera und bleiben damit eine attraktive Wahl. Wer eher wenig Geld ausgeben will, kann zudem über das iPhone 14 nachdenken, dass es ebenfalls als Plus, Pro und Pro Max gibt.
Im Handel finden sich stellenweise noch sehr alte iPhones – vereinzelt sogar Modelle wie iPhone 5 oder 6. Von so alten Geräten raten wir ab, da voraussichtlich schon im kommenden Jahr keine Software-Updates für iPhone 11 oder älter mehr erscheinen. Das dürfte auch für das iPhone SE (2020) gelten.
Empfehlenswerter ist da noch die SE-Version von 2022, die zwar am klassischen iPhone-Design mit Home-Button und kompaktem Format festhält, technisch aber deutlich moderner ist. Aber auch dieses Gerät ist vor drei Jahren auf den Markt gekommen. Auch, wenn man es heute neu kauft, gibt es die Software-Updates für sechs bis sieben Jahre seit Markteinführung. Die Hälfte seines Update-Zyklus hat das Gerät also schon hinter sich – das sollte man beim Kauf älterer Modelle bedenken.
Die beliebtesten iPhones finden sich in unserem Preisvergleich:
Für Sparfüchse: iPhone 16e & iPhone 15
Ein iPhone gehört zu den teureren Smartphones – das macht den Kauf für Sparfüchse zu einer kleinen Herausforderung. Meist ist es sinnvoll, auf ältere Modelle ohne „Pro“-Zusatz zu setzen oder ein generalüberholtes (refurbished) Gerät zu wählen. Früher füllte das iPhone SE diese Rolle: kompakt, preiswert und mit klassischem Design.
Wer ein aktuelles Modell bevorzugt, findet mit dem iPhone 16e eine interessante Option – auch wenn es ein paar Abstriche gibt. Positiv fällt das Display auf: Es bietet eine hohe Auflösung und gute Bildqualität auf dem Niveau des iPhone 16 – wenn auch nur mit 60 Hz. Der A18‑Chip sorgt für viel Leistung und ist derselbe Prozessor wie im iPhone 16. Wer also Performance möchte, kommt hier auf seine Kosten. Das iPhone 16e bekommt man bereits ab 579 Euro. Die Auswahl ist simpel: Schwarz oder Weiß, 128 GB, 256 GB oder 512 GB. Hier geht’s zum Test der Kollegen.
Käuferinnen und Käufer müssen jedoch mit zwei Einschränkungen leben: Es gibt nur eine Kamera-Linse auf der Rückseite. 16e-Käufer müssen also nicht nur auf die Tele-Linse der Pro-Modelle, sondern auch auf die Ultraweitwinkel-Optik der normalen Modelle verzichten. Im Alltag dürfte das für viele kaum ins Gewicht fallen. Schwerer wiegt der fehlende Magsafe-Standard, über den sich das Zubehör magnetisch befestigen und das iPhone kabellos laden lässt.
Wer auf die zweite Linse oder Magsafe nicht verzichten will, sollte das iPhone 15 in Betracht ziehen. Es ist etwas älter, dafür aber technisch sehr ausgewogen und ab 599 Euro erhältlich. Das iPhone 14 liegt bei knapp 518 Euro (Code: POWEREBAY4), während unterhalb von 500 Euro nur noch ältere Geräte wie das iPhone 13 oder davor liegende Generationen zu finden sind. Hier lohnt sich die Ersparnis einfach nicht mehr.
Eine weitere Alternative sind refurbished Geräte (Ratgeber). Doch was versteht man unter dem Begriff? Dabei handelt es sich um gebrauchte Produkte, die geprüft, wieder aufbereitet und technisch überholt wurden. Die Anbieter bieten dann sogar eine Garantie von 12 Monaten oder mehr. Hier bekommt man ein aufbereitetes iPhone 14 schon für unter 400 Euro.
Die vernünftige Lösung: iPhone 17
Als goldenen Mittelweg kann man das iPhone 17 bezeichnen. Wer auf eine Telelinse verzichten kann – also keine besonderen Zoom‑ oder Landschaftsaufnahmen benötigt – bekommt hier ein rundum ausgewogenes Paket. Für Porträts, Selfies und Videos liefert das Gerät eine hervorragende Bildqualität und stabile Performance.
Gegenüber dem iPhone 16 hat Apple einen deutlichen Sprung gemacht, weshalb wir vom Vorgänger eher abraten würden. Erstmals setzt auch das Standardmodell auf ein OLED‑Display mit 120 Hz Bildwiederholrate. Der neue A19‑Chip sorgt zudem für hohe Rechenleistung – wenn auch nicht ganz auf dem Niveau der Pro‑Modelle. Für die nächsten Jahre bietet das iPhone 17 damit aber mehr als genug Leistungsreserven und ist eine zukunftssichere Wahl. Ab 880 Euro geht es derzeit los. Als Speicher gibt es 256 GB oder 512 GB sowie fünf Farben: Schwarz, Weiß, Lavendel, Hellgrün und Hellblau.
Für Profis & Content Creator: iPhone 17 Pro Max oder iPhone 17 Pro
Wer hohe Ansprüche an Leistung und Ausstattung hat, greift zum aktuellen iPhone 17 Pro oder iPhone 17 Pro Max. Beide Modelle sind dank des neuen A19‑Pro‑Chips extrem leistungsstark und übertreffen in Benchmarks nahezu jedes Android‑Smartphone. Hinzu kommen 12 GB Arbeitsspeicher, was Multitasking und rechenintensive Anwendungen spürbar flüssiger macht. An Power mangelt es den Pro‑Modellen also nicht.
Besonders stark ist die Kameraausstattung: Die neue Telelinse ermöglicht deutlich bessere Zoomaufnahmen. Im Vergleich zum iPhone 16 Pro und 16 Pro Max hat Apple hier einen großen Schritt nach vorn gemacht. Für Content Creators und ambitionierte Fotografen ist das 17‑Pro‑Duo daher die richtige Wahl. Der optische Zoom arbeitet vierfach mit einer Brennweite von 100 mm, und bis 200 mm erreicht die Kamera eine nahezu optisch gleichwertige achtfache Vergrößerung – beeindruckend für ein Smartphone.
Wer oft unterwegs ist oder ein handliches Gerät bevorzugt, profitiert beim iPhone 17 Pro vom kompakteren Format. Das iPhone 17 Pro Max bietet dagegen mit seinem größeren Display und dem höheren Gewicht den besseren Formfaktor für Foto- und Videobearbeitung. Unter Dauerlast bleibt es zudem etwas kühler als das kleinere Modell. Für kreative und professionelle Anwender ist das Pro Max damit die erste Wahl – es bietet nicht nur die beste Kamera, sondern auch die längste Akkulaufzeit unter allen aktuellen iPhones.
Allerdings ist der Preis hoch und startet bei rund 1299 Euro. Der Speicher reicht von 256 GB über 512 GB bis zu 1 TB. 2 TB sind nur beim Pro‑Max‑Modell erhältlich. Als Farben stehen ein schickes Orange sowie Silber und Tiefblau zur Auswahl.
Für Individualisten: iPhone Air
Wer sich von der Masse abhebt und etwas Besonderes sucht, greift zum iPhone Air. Schon die Ankündigung sorgte für enorme Aufmerksamkeit – und dafür, dass Hersteller wie Samsung oder ZTE mit eigenen, ultraflachen Smartphones nachziehen wollten.
Herausgekommen ist tatsächlich ein beeindruckend dünnes Gerät, das Blicke auf sich zieht – aber auch Fragen aufwirft. Möglich, dass Apple dieses Modell in Zukunft wieder aus dem Programm nimmt. Wer Individualität sucht, sollte die Gelegenheit also nutzen.
Das Display misst 6,5 Zoll und ist damit etwas größer als beim regulären iPhone 17 mit 6,3 Zoll. Im Inneren arbeitet der gleiche A19‑Pro‑Chip wie in den Pro‑Modellen – Leistungsmangel ist also kein Thema. Dafür ist der Akku spürbar kleiner, was neben der fehlenden Telelinse die größte Schwäche des flachen Design‑iPhones darstellt. Das Kamerasetup entspricht ansonsten weitgehend dem des iPhone 17. Das iPhone Air startet bei knapp 998 Euro – als Speicher gibt es 256 GB, sowie 512 GB und 1 TB. Es gibt vier Farben: Schwarz, Weiß, Hellblau und Lichtgold.
Für Medienjunkies: iPhone 17 Pro Max oder iPhone 16 Plus
Wer mit kleinen Smartphones nichts anfangen kann und lieber viel Displayfläche möchte, sollte zum iPhone 16 Plus oder iPhone 15 Plus greifen. Wenn das Budget keine Rolle spielt, ist auch das iPhone 17 Pro Max die beste Wahl – ein Plus-Modell gibt es beim iPhone 17, wie eingangs erwähnt, nicht mehr.
Das iPhone Air bietet zwar ebenfalls ein größeres Display, hat jedoch einen vergleichsweise kleinen Akku und eignet sich daher weniger für Nutzer, die häufig unterwegs sind. Das iPhone 17 Pro Max überzeugt dagegen mit einer beeindruckend langen Akkulaufzeit – im Test der Kollegen von Mac & i hielt kein iPhone bislang länger durch.
Für kleine Taschen: iPhone SE 2022 oder iPhone 13 Mini
Lange Zeit hat Apple den Trend zu immer größeren Geräten ignoriert. Kleinstausführungen gehören allerdings der Vergangenheit an. Das letzte Modell dieser Art war das iPhone 13 Mini (Testbericht) sowie das iPhone SE, das zuletzt 2022 neu aufgelegt wurde. Das iPhone SE (2022) hat eine Diagonale von 4,7 Zoll, beim Mini sind es immerhin schon 5,4 Zoll dank durchgehendem Display.
Ein aktuelles Mini‑iPhone gibt es zwar nicht mehr, doch die Modelle ohne den Zusatz Plus oder Max gehören weiterhin zu den kleinsten Smartphones auf dem Markt. Sie passen meist noch gut in eine Hosentasche oder Handtasche und sind damit eine gute Wahl für alle, die kompakte Geräte bevorzugen.
Für Preisbewusste, die ein handliches iPhone suchen, sind das iPhone 17, iPhone 16 oder iPhone 15 interessante Optionen. Wer mehr Leistung und eine Telelinse möchte, greift am besten zum iPhone 17 Pro oder iPhone 16 Pro – aber ohne den Zusatz Max. Und wer bewusst ein kleineres, älteres Gerät kaufen möchte, findet das iPhone 13 Mini bereits ab rund 459 Euro und das iPhone SE (2022) für etwa 500 Euro.
Was sollte das iPhone mindestens bieten?
Wir raten davon ab, ein Modell mit weniger als 128 GB Speicher zu wählen – der Platz auf dem iPhone wird sonst schnell knapp. Empfehlenswert sind mindestens 256 GB, um Reserven für Fotos, Videos und Apps zu haben.
Ebenso würden wir keine Modelle älter als das iPhone 15 empfehlen: Die Technik gilt inzwischen als überholt, und nur neuere Geräte erhalten voraussichtlich noch Software-Updates bis mindestens 2029.
Wer bereits MagSafe-Zubehör nutzt, sollte darauf beim Kauf unbedingt achten – das iPhone 16e fällt damit als Option weg, da es diesen Standard nicht unterstützt.
Wann sollte man ein iPhone kaufen?
Ein klassischer Zeitpunkt für iPhone-Schnäppchen ist die Black Week mit den Rabatten rund um den Black Friday und dem Höhepunkt am Cyber Monday. In diesem Jahr gab es zwar einige Tiefpreise, die Ersparnis lag jedoch meist nur bei etwa fünf Prozent oder darunter. Interessanterweise waren die Preise vieler Modelle, etwa des iPhone 16, im Sommer teilweise deutlich niedriger als während der Black Week.
Wann wird ein iPhone günstiger? Direkt zum Marktstart lohnt sich der Kauf in der Regel nicht – es sei denn, man möchte das neue Modell unbedingt sofort haben. Nach etwa zwei Monaten fällt der Preis erstmals spürbar. Nach einem Jahr liegt er im Schnitt bei rund 15 bis 20 Prozent unter dem ursprünglichen Verkaufspreis.
Fazit
Bei der großen Auswahl an iPhone-Varianten sollte man sich zunächst klarmachen, was man eigentlich möchte. Wer keinerlei Kompromisse eingehen will, greift direkt zum Topmodell – dem iPhone 17 Pro Max. Großes Display, starker Zoom, enorme Leistung und lange Akkulaufzeit machen es zum König der iPhones. Soll es kompakter sein, ist das iPhone 17 Pro die passende Alternative. Auch dieses Modell ist für hochwertige Fotografie oder Videos eine exzellente Wahl.
Wer auf die Telelinse verzichten kann, findet im iPhone 17 vermutlich die vernünftigste und ausgewogenste Wahl. Wer vorrangig ein Gerät mit Apfel‑Logo sucht, aber nicht zu viel ausgeben will, kann zu älteren oder generalüberholten Modellen greifen. Weiter zurück als bis zum iPhone 15 würden wir jedoch nicht gehen – die Geräte davor sind technisch inzwischen überholt. Eine aktuelle und vergleichsweise günstige Option ist das iPhone 16e, sofern man auf Magsafe verzichten kann.
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Schnelle Evolution: Neue Spezies erscheinen 2000 Jahre nach Chicxulub-Einschlag
Vor etwa 66 Millionen Jahren schlug ein Asteroid auf der Erde ein und löschte fast alles Leben aus, allen voran die Dinosaurier, die damals beherrschende Spezies. Danach hat sich das Leben wieder entwickelt – und zwar in atemberaubendem Tempo, wie Wissenschaftler herausgefunden haben.
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Der Asteroid hatte einen Durchmesser von 10 bis 15 Kilometern. Er schlug auf der heutigen Halbinsel Yucatan in Mexiko ein – damals war dort Wasser – und hinterließ einen der größten Einschlagkrater auf der Erde, mit einem Durchmesser von 180 Kilometern und einer Tiefe von 30 Kilometern. Dabei wurden immense Mengen Erdreich in die Luft geschleudert, wodurch sich das Klima extrem veränderte. Innerhalb kürzester Zeit starben 75 Prozent aller Arten aus. Es war das größte Massensterben der Erdgeschichte.
Dass sich das Leben wieder entwickelt hat, sehen wir heute. Der Neuanfang vollzog sich dabei in erdgeschichtlich sehr kurzer Zeit: Bereits nach weniger als 2000 Jahren seien neue Planktonarten aufgetaucht, berichtet ein Team des Instituts für Geophysik der University of Texas in der Fachzeitschrift Geology über seine Forschungen am Chicxulub-Krater in Mexiko. „Das ist unglaublich schnell“, sagte Chris Lowery. Normalerweise entwickeln sich neue Spezies über einen Zeitraum von etwa einer Million Jahre.
Wann kamen die Arten zurück?
Lowerys Team hat jedoch schon früher an dem Einschlagskrater geforscht und herausgefunden, dass sich das Leben rasch nach der Katastrophe wieder erholte. Dennoch ging die Forschung davon aus, dass es mehrere Zehntausend Jahre dauerte, bis neue Arten auftauchten.
Als Indikator dafür gelten Sedimentansammlungen, also Lockermaterialien, die teilweise organischen Ursprungs sind. Die Annahme war, dass sich Sedimente nach dem Einschlag im gleichen Maß ansammelten wie vorher. Darauf basierten die Altersbestimmungen kleiner Fossilien in der Schicht, die als Kreide-Paläogen-Grenze (K/Pg-Grenze) bezeichnet wird.
Lowerys Team geht davon aus, dass Massensterben an Land und im Meer die Sedimentationsrate an der K/Pg-Grenze änderte. Es nutzte für die Datierung Helium-3 als Marker. Das Helium-Isotop lagert sich mit einer konstanten Geschwindigkeit im Sediment auf dem Meeresgrund ab. Lagert sich das Sediment langsam ab, ist darin viel Helium-3 enthalten. Lagert es sich hingegen schnell ab, ist der Helium-3-Gehalt entsprechend geringer.
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Das Team bestimmte anhand des Helium-3-Gehalts die Sedimentationsraten an sechs Fundorten der K/Pg-Grenze in Europa, Nordafrika und im Golf von Mexiko. Diese Daten nutzte es dann, um das Alter von Sedimenten zu bestimmen, in denen Parvularugoglobigerina eugubina auftritt. Das Vorkommen dieser Planktonart gilt als Hinweis auf eine Erholung nach dem Massensterben.
Neue Planktonspezies nach 2000 Jahren
Parvularugoglobigerina eugubina tauchte im Zeitraum 3500 und 11000 Jahren nach dem Chicxulub-Einschlag auf – der genaue Zeitpunkt ist nach Standort unterschiedlich. Allerdings fanden die Forscher auch einige Planktonarten, die weniger als 2.000 Jahre nach dem Chicxulub-Einschlag auftraten und eine Erholung der Artenvielfalt einleiteten, die sich über 10 Millionen Jahre fortsetzte.
„Die Geschwindigkeit der Erholung zeigt, wie widerstandsfähig die Natur ist. Dass sich nach erdgeschichtlichem Maßstab in einem Herzschlag komplexes Leben wiederherstellt, ist wirklich erstaunlich“, sagte Timothy Bralower, einer der Autoren der Studie. „Angesichts der Bedrohung durch die anthropogene Zerstörung von Lebensräumen ist dies möglicherweise auch beruhigend für die Widerstandsfähigkeit moderner Arten.“
(wpl)
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OnePlus dementiert Gerüchte über das Aus des Unternehmens
Beim Smartphone-Hersteller OnePlus scheint es drunter und drüber zu gehen. Das Unternehmen dementiert zwar einen Bericht über das Ende der Marke, jedoch scheint die Konzernmutter Oppo Umstrukturierungen vorzunehmen, die auch OnePlus betreffen. Konkrete Fragen dazu beantwortet OnePlus bisher nicht.
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OnePlus ist ein Unternehmen der chinesischen BBK-Gruppe, das im Jahr 2021 von der BBK-Marke Oppo übernommen wurde. Laut einem Bericht des Magazins Android Headlines plant Oppo jetzt, die Marke OnePlus abzuwickeln. OnePlus kämpfe seit Jahren um Marktanteile und auch eine Ende 2022 angekündigte Finanzspritze von Oppo in Höhe von 1,4 Milliarden US-Dollar (knapp 1,2 Milliarden Euro) habe nicht zu erhofften Verbesserungen geführt.
Nach enttäuschenden Ergebnissen in Indien und China versuche die Muttergesellschaft nun offenbar, die Verluste zu begrenzen, heißt es weiter. Marktzahlen von Omdia zufolge verlor OnePlus zwischen 2023 und 2024 mehr als 20 Prozent an Absatz, während Oppo selbst zulegen konnte. Ferner kursieren Gerüchte über die Einstellung des OnePlus 15s und des Foldables OnePlus Open 2 – angeblich Anzeichen dafür, dass OnePlus den Smartphone-Markt aufgeben könnte.
Vage Aussagen aus Europa
Eine erste Reaktion seitens OnePlus kam aus Indien, einem der wichtigsten Märkte der Marke: Robin Liu, CEO von OnePlus in Indien, wies die „Fehlinformationen“ in einem Beitrag auf X entschieden zurück und sagte, dass das Unternehmen nicht geschlossen werde. Zudem forderte er in seinem Beitrag „alle Beteiligten dringend auf, Informationen anhand offizieller Quellen zu überprüfen, bevor sie unbegründete Behauptungen weitergeben“.
Auch OnePlus Nordamerika veröffentlichte eine Stellungnahme, die einen weniger überzeugenden Tonfall hat: „OnePlus North America setzt seinen Betrieb fort und garantiert seinen Nutzern weiterhin umfassenden Kundendienst, Software-Updates und die Einhaltung ihrer Rechte.“
Eine ähnlich klingende Stellungnahme wurde uns auf Nachfrage von der europäischen Dependance des Unternehmens zugeschickt: „Die bestehenden Geschäftsaktivitäten von OnePlus Europa laufen weiterhin wie gewohnt weiter. Der Kundendienst, Software-Updates und Rechteverpflichtungen aller Nutzer sind vollständig gewährleistet.“
Auf eine weitere Nachfrage, ob man von OnePlus in Europa neue Produkte erwarten könnte, erhielten wir keine Antwort. Stattdessen betonte OnePlus abermals, dass „alle vorhandenen Geräte weiterhin Software-Updates und Kundendienstleistungen erhalten“ werden. „Derzeit können wir nur die oben genannte Erklärung abgeben.“
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Gerade der letzte Satz deutet an, dass OnePlus derzeit dabei sein könnte, sich umzustrukturieren, aber noch nicht bereit ist, es zu kommunizieren. Allerdings scheint es im Hinblick auf die Stellungnahme des Indienchefs nicht zu einem kompletten Aus der Marke zu kommen. Jedoch wäre es möglich, dass OnePlus seine Aktivitäten in einigen Regionen reduzieren oder einstellen könnte.
Umstrukturierungen
Dass Oppo beziehungsweise BBK seine Smartphonesparten neu aufstellt, zeigte sich schon Anfang des Jahres: Die eigenständige Smartphone-Marke Realme, die unter anderem in Indien, Südostasien und Europa aktiv ist, ist zu einer Untermarke von Oppo geworden. Wie Reuters berichtet, sollen die Ressourcen der beiden Unternehmen gebündelt werden, um Kosten zu senken.
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Ein weiterer Hinweis auf Änderungen der Markenausrichtungen zeigte sich bei der Vorstellung der Topsmartphones von Oppo und OnePlus: Auf dem High-End-Gerät Oppo Find X9 Pro prangte plötzlich ein Hasselblad-Logo, während dieses auf dem OnePlus 15 fehlte. Dabei hatte OnePlus mit dem OnePlus 9 und 9 Pro den schwedischen Kameraspezialisten erst in den Smartphonemarkt geholt. Zudem gelten die Kameras des aktuellen OnePlus-Topmodells als weniger gut als beim Oppo-Flaggschiff.
Bis Klarheit über die Zukunft von OnePlus herrscht, dürfte noch eine Weile vergehen. Die besten Zeiten könnte der Hersteller zumindest in Europa hinter sich haben. Schon seit der Rückkehr auf den hiesigen Markt nach einer mehrjährigen Zwangspause wegen Patentstreitigkeiten mit Nokia ist OnePlus nicht wieder mit voller Kraft nach Deutschland zurückgekehrt.
(afl)
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OpenAI und Gates Foundation: KI für den afrikanischen Gesundheitssektor
Die Gates Foundation und OpenAI gehen eine Partnerschaft ein, um den Zugang zu medizinischer Versorgung in afrikanischen Ländern mittels KI zu verbessern. Das geht aus Blogbeiträgen auf der Website von Bill Gates und OpenAI hervor. Im Rahmen des Projekts Horizon 1000 sollen gemeinsam 50 Millionen US-Dollar an Finanzmitteln, Technologie und technischem Support bereitgestellt werden.
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KI könne insbesondere in ärmeren Ländern eine entscheidende Rolle dabei spielen, den Zugang zu einer qualitativ hochwertigen Versorgung zu gewährleisten, erklärte Microsoft-Co-Gründer und Vorsitzender der Stiftung Bill Gates in einem Blogbeitrag zum Start der Initiative. Ziel von Horizon 1000 sei deshalb die Unterstützung mehrerer afrikanischer Länder bei der Integration von Künstlicher Intelligenz in die Systeme des Gesundheitssektors.
Gates zufolge soll der Einsatz von KI vor allem die gravierenden Mängel an medizinischem Fachpersonal in afrikanischen Ländern abfedern, aber auch die Gesundheitsinfrastruktur insgesamt verbessern. Allein im Bereich südlich der Sahara mangelt es an rund 5,6 Millionen Beschäftigten im Gesundheitswesen. Das schreibt der US-Konzern OpenAI zum Start von Horizon 1000 auf seiner Website. In der Praxis sollen KI-Anwendungen vor allem helfen, den Verwaltungsaufwand zu reduzieren und dem medizinischen Personal mehr Zeit für die Patientenversorgung zu ermöglichen.
Start der Initiative in Ruanda geplant
Laut Gates wird Ruanda als erstes Land Unterstützung im Rahmen von Horizon 1000 erhalten. In Ruanda komme derzeit nur eine medizinische Fachkraft auf 1000 Einwohner, was weit unter der Empfehlung von etwa vier Fachkräften liege, schreibt der Vorsitzende der Gates Foundation auf seinem Blog. Der ruandische Gesundheitsminister Dr. Sabin Nsanzimana habe deshalb ein KI-gestütztes Gesundheitszentrum für die Hauptstadt Kigali angekündigt, mittels dessen die begrenzten Ressourcen so effizient wie möglich verteilt werden sollen.
Derartige Projekte sollen im Rahmen von Horizon 1000 zukünftig unterstützt werden. Konkret geht es Gates zufolge vor allem um die Einführung von KI-Systemen in medizinische Einrichtungen wie Krankenhäusern und Arztpraxen, aber auch in Gemeinden und Privathaushalten. KI-Tools sollen medizinisches Personal jedoch nur unterstützen und nicht ersetzen, betonte der US-Multimilliardär.
Dennoch habe KI das Potenzial, das internationale Gesundheitswesen nach den massiven Kürzungen der internationalen Entwicklungshilfe im vergangenen Jahr wieder auf Kurs zu bringen. Das erklärte Gates der Nachrichtenagentur Reuters am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos. „Mithilfe von Innovationen und KI können wir wieder auf den richtigen Weg kommen“, sagte er am Mittwoch in Davos. Die Technologie werde das Gesundheitswesen revolutionieren und sei insbesondere für die von den Kürzungen betroffenen Länder wertvoll.
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KI-Unternehmen drängen in den Gesundheitssektor
Große KI-Konzerne drängen vermehrt in den Gesundheitssektor vor. Nachdem OpenAI mit ChatGPT Health bereits einen KI-Gesundheitsassistenten eingeführt hatte, zog auch das US-Unternehmen Anthropic nach und veröffentlichte mit Claude for Healthcare einen eigenen KI-gestützten Gesundheitsassistenten.
Für die KI-Branche verspricht der Gesundheitssektor, lukrativ zu sein. Kritiker warnen allerdings vor möglichen Folgen des Einsatzes von KI im Gesundheitswesen. Systeme wie ChatGPT seien nicht als Medizinprodukte zugelassen und dürften daher nicht zur Behandlungsunterstützung eingesetzt werden, erklärte Jürgen Schröder, Leiter des Bereichs Vertragsarztrecht bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV).
Außerdem verweisen Experten wie Manuel Hofmann von der Deutschen Aidshilfe auf die Diskrepanz zwischen Zukunftsfantasien und den herrschenden Realitäten von Gesundheitssystemen. Dass administrative Aufgaben wegfallen und mehr Zeit für die persönliche Betreuung bleibe, sei in Gesundheitssystemen, die auf veraltete Technik wie Faxgeräte angewiesen seien, eine Illusion. Am Beispiel der Krankheit HIV und angesichts des Rückzugs der USA aus internationalen HIV-Programmen zeige sich vor allem, woran es wirklich mangelt. Menschen würden an einer gut behandelbaren Krankheit sterben, weil ihnen die Medikamente fehlen, betonte Hofmann.
(rah)
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