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Kai Wegner geht auf Berlins Poller los
Kai Wegner übt Kritik an Pollern und Straßensperren in der Hauptstadt und fordert ein Umdenken in der Verkehrspolitik.
Wer in Berlin Auto fährt, kennt das Spiel: Neue Poller tauchen auf, Straßen sind gesperrt und autoreduzierte Kiezblocks sorgen für Diskussionen. Für Berlins Regierenden Bürgermeister Kai Wegner geht diese Entwicklung inzwischen zu weit.
Diese Pollerei soll beendet werden
In der neuen Podcastfolge von Royal GS fand Wegner deutliche Worte zur Verkehrspolitik in einigen Berliner Bezirken. Klar sei für ihn, dass lebenswerte Kieze und sichere Straßen wichtig seien. Doch die immer größere Zahl an Pollern hält er für den falschen Weg. Vor allem Handwerker, Lieferdienste sowie Feuerwehr und Polizei würden dadurch ausgebremst.
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Seine Kritik fiel direkt aus: „Ich sage auch ganz klar, ich trete mit dem sehr klaren
Konzept an, dass diese Pollerei beendet wird in dieser Stadt.“ Die Idee, ganze Straßenzüge mit Sperren für Autofahrer unattraktiv zu machen, löse aus seiner Sicht keine Probleme – sondern schaffe neue.
Selbst Wegner stand plötzlich vor Pollern
Wegner berichtete sogar von eigenen Erlebnissen. Auch er sei schon mehrfach durch Berlin gefahren und habe plötzlich vor neu aufgestellten Pollern gestanden. Für ihn ein Zeichen dafür, dass es bei manchen Maßnahmen inzwischen zu weit geht. Oder auch nicht mehr weiter, weil da ein Poller steht.
Berlin wird nie eine autogerechte Stadt sein
Wegner machte aber auch klar, dass er keine Rückkehr zur klassischen autogerechten Stadt fordert. Berlin werde das nie sein können, dafür sei die Hauptstadt zu dicht, zu groß und zu komplex. Sein Ansatz ist, dass alle Verkehrsteilnehmer ihren Platz haben sollen. Also Autofahrer, Radfahrer, Fußgänger und die Menschen, die täglich mit Bus und Bahn unterwegs sind.
Streit, der die Stadt spaltet
Kaum ein Thema wird in Berlin so emotional diskutiert wie die Frage, wem der öffentliche Raum gehört. Befürworter von Kiezblocks verweisen auf mehr Sicherheit, weniger Verkehr und eine höhere Lebensqualität. Kritiker sehen darin dagegen eine Einschränkung der Mobilität und Nachteile für Anwohner und Unternehmen.
Die Diskussion um Poller, Kiezblocks und den Autoverkehr dürfte in den kommenden Monaten weiter an Fahrt aufnehmen und im nächsten Berliner Wahlkampf eine wichtige Rolle spielen.