Apps & Mobile Entwicklung
KDE e.V.: Desktop-Suite erhält über 1 Million Euro Fördermittel
Knapp 1,3 Millionen an Steuergeldern fließen über den Sovereign Tech Fund in das KDE-Projekt, zu welchem der Plasma-Desktop und zahlreiche weitere Anwendungen gehören. Die Förderung ist dabei zweckgebunden um bestimmte Funktionen und Ziele umzusetzen. KDE soll widerstandsfähiger und moderner gemacht werden.
Der Verein hinter dem Linux-Desktop
Hinter KDE, dessen Desktop und den zahlreichen dazugehörigen Anwendungen, steht der KDE e.V. mit Sitz in Berlin. Als juristische Person kümmert sich der Verein entsprechend um finanzielle und rechtliche Angelegenheiten. Der Verein stellt (Jobausschreibung) in dieser Eigenschaft Entwickler für das Projekt ein und bezahlt sie.
Förderung in Millionen-Höhe
Nun verkündet KDE, dass über eine Million Euro vom Sovereign Tech Fund in das Open-Source-Projekt investiert wurden. Der Fond wird von der Sovereign Tech Agency ausgegeben, welche im Auftrag des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung Entwicklung und Erhalt von Open-Source-Software finanziert. Ziel ist es, die Widerstandsfähigkeit der deutschen Wirtschaft zu stärken. Das Budget belief sich 2025 auf 29 Millionen Euro.
Stärkung struktureller Resilienz und Modernisierung des Technologiestacks einer führenden Desktop-Plattform
Sovereign Tech Agency
Wie das KDE-Projekt in den sozialen Medien verkündet, ist die Förderung zweckgebunden an bestimmte Entwicklungen. Frei übersetzt handelt es sich um folgende:
- Verbesserung der QA-Infrastruktur für KDE Plasma und KDE Linux
- Verbesserung der Wiederherstellungsfunktionen von KDE Plasma
- Implementierung einer Möglichkeit für Werkseinstellungen
- Verbesserung der Sicherheitsinfrastruktur
- Verbesserte Datensicherung und Wiederherstellung
- Stärkung des Konfigurationsmanagements
- Verbesserung von Netzwerkfreigaben
- Unterstützung für IMAP4rev2
- Unterstützung für WebDAV Push-Benachrichtigungen
- Standardisierung der Kontokonfiguration
- Verbesserte Desktop-Integration in Flatpak
KDE Plasma und seine zahlreichen Apps
Der Plasma-Desktop beruht auf dem Qt-Toolkit und ist in erster Linie ein klassischer PC-Desktop, aber mit zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten, um jeden Aspekt den eigenen Bedürfnissen anzupassen. Insbesondere zeichnet sich KDE Plasma durch Technologieführerschaft unter Linux aus und implementiert neue Funktionen oft zuerst. So funktioniert auch HDR aktuell am besten mit dem Plasma-Desktop. Aktuell arbeitet KDE auch an einer eigenen Linux-Distribution, die allerdings nach aktuellem Stand nicht als Produktivsystem angedacht ist.
Weiteres Highlight der KDE-Entwicklung sind die zahlreichen Anwendungen, die sich in das Ökosystem integrieren. Dazu gehören zum Beispiel der auch unter Windows erhältliche Video-Editor Kdenlive oder das Zeichenprogramm Krita.