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Künstliche Intelligenz

Kieler Forscher entwickeln 3D-Druckverfahren für Glas


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Ein Team aus Kiel hat ein neues 3D-Druck-Verfahren für Glas entwickelt. Nach Angaben der Forscher vereinfacht es die Verarbeitung von Glas deutlich, da ein aufgebautes Werkstück nicht mehr gehärtet werden muss.

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Laser-assistiertes Schmelzdrucken (Laser-Assisted Melt Printing, LAMP) nennen die Materialforscher von der Kieler Christian-Albrechts-Universität das Verfahren. Dabei kommt eine spezielle Partikeltinte auf Silica-Basis zum Einsatz. Ein hochenergetischer Laser verschmilzt die Partikel zu einem gläsernen Werkstück.

Einige Parameter können während des Drucks angepasst werden: „LAMP erlaubt es, die physikalischen Eigenschaften wie Dichte, Glätte, Farbe und Transparenz bereits während des Drucks zu steuern“, sagt Projektleiter Leonard Siebert.

Die Tinte enthält etwa zehn Prozent Silikatpartikel mit einem Durchmesser von 40 Nanometern sowie 43 Prozent Borsilikatpartikel mit einem Durchmesser von 40 Mikrometern. Die Partikel werden in eine Lösung aus Wasser, dem Bindemittel Polyethylenglykol und einem geringen Teil Essigsäure gerührt. So entsteht eine zähflüssige Flüssigkeit, die dann mit dem 3D-Drucker verarbeitet werden kann.

Die Tinte wird schichtweise auf eine Druckplatte ausgebracht. Ein Laser verschmilzt die Tinte mit der Schicht darunter. So entstünden „glatte, dichte Strukturen ohne Lufteinschlüsse“, teilte die Forscher mit. Messungen mit dem Elektronenmikroskop und dem Spektroskop hätten gezeigt, dass das Material vollständig verdichtet war. Über Laserleistung und Schreibgeschwindigkeit lassen sich dabei Farbe und Transparenz des Glases modifizieren.

Zudem können die Forscher die optischen Eigenschaften ändern, indem sie der Tinte Gold- und Silberionen zusetzen, die beim Drucken zu Metallnanopartikeln werden. „Diese Nanopartikel wirken wie winzige Filter: Sie lassen nur bestimmte Wellenlängen durch und blockieren andere“, sagte Teammitglied Kolja Krohne.

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Dabei bestimmt die Größe der Partikel, welche Lichtfarben absorbiert oder gestreut werden: Kleine Partikel verschieben die Farbe ins Blaue, größere ins Rote. So können beispielsweise Filter gedruckt werden, die nur Licht mit einer bestimmten Farbe durchlassen.

Es ist nicht das erst 3D-Druckverfahren mit Glas. Bei den bisherigen Verfahren muss das Werkstück normalerweise nach dem Druck jedoch noch in einem Brennofen gehärtet werden, was mehrere Stunden dauert und einen hohen Energieaufwand erfordert.

Für die Studie, die in der Fachzeitschrift Materials & Design erschienen ist, hat das Team um Siebert mit Glas gedruckt. Allerdings ließen sich auf diese Weise auch andere Materialien verarbeiten, sagen sie. Dabei denken sie vor allem an Keramik.

„Bei herkömmlichen Verfahren müssen Keramiken meist in Öfen bei weit über 1000 Grad Celsius gebrannt werden. Das verbraucht viel Energie, dauert lange, setzt die Bauteile starken Spannungen aus und erschwert die Herstellung filigraner oder patientenspezifischer Implantate“, sagt Siebert. Das sei mit LAMP nicht der Fall. Mit diesem Verfahren könnten sich in Zukunft beispielsweise Zahn- oder Knochenimplantate herstellen lassen.


(wpl)



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NRW: Steuerbehörden überprüfen 7000 Influencer


Nach der Auswertung eines großen Datenpakets zu sogenannten Influencern überprüfen die Steuerbehörden allein in NRW mehr als 7000 Menschen. Das sagte ein Sprecher des Finanzministeriums auf dpa-Anfrage.

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Das Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität (LBF NRW) hatte, ähnlich wie in Berlin, ein Datenpaket mehrerer Social-Media-Plattformen mit Tausenden Datensätzen zur Verfügung gestellt bekommen. Das Material sei inzwischen aufbereitet, „die Datensätze konnten mehr als 7000 Bürgerinnen und Bürgern allein in Nordrhein-Westfalen zugeordnet werden“, so der Sprecher.

„Schon aufgrund dieser hohen Fallzahl ist die Bearbeitung der Daten in den zuständigen Dienststellen zeitaufwendig“, hieß es vom Finanzministerium. In jedem einzelnen Fall werde nun überprüft, ob die betroffenen Personen ihre Steuern alle bezahlt haben.

Die neu gegründete „Influencer-Taskforce“ der Steuerfahndung in NRW hatte im vergangenen Jahr für Aufsehen gesorgt. Damals hieß es von Behördenleiterin Stephanie Thien: „Es ist keine Seltenheit, dass eine Influencerin oder ein Influencer pro Monat mehrere zehntausend Euro verdient, aber nicht einmal eine Steuernummer hat.“


(olb)



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Mittwoch: Telegram in Russland unter Druck, Microsoft-Warnung vor Schatten-KI


In Russland wird Telegram zunehmend eingeschränkt. Dem Messenger drohen auch Strafzahlungen, weil angeblich verbotene Inhalte nicht entfernt wurden. Doch der Telegram-Chef möchte sich dem erhöhten Druck nicht fügen und verweist auf Meinungsfreiheit und Privatsphäre. Russland wolle nur eine staatlich kontrollierte Messenger-App durchsetzen. KI setzt sich mittlerweile auch in den allermeisten Großunternehmen durch. Doch wenn Mitarbeiter KI-Tools ohne Wissen der IT-Abteilung nutzen, entstehen neue Sicherheitsrisiken. Warum eine solche Schatten-KI zur wachsenden Gefahr für Unternehmen wird, beschreibt Microsoft in einem neuen Bericht. Derweil stimmte Warner Bros. einer Übernahme durch Netflix zu, doch der Hollywood-Konzern müsste 2,8 Milliarden US-Dollar zahlen, wenn der Deal vorzeitig aufgekündigt wird. Paramount beabsichtigt in einem solchen Fall einzuspringen und diese Kosten zu übernehmen. Es ist ein neuer Versuch im Wettbieten um Warner Bros. – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

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Russische Telegram-Nutzer bemerken offenbar zunehmend Probleme mit dem dort weitverbreiteten Messenger-Dienst. Einige Bürger Moskaus bestätigen, dass Telegram jetzt nicht mehr so gut funktionieren würde. Das wird mit von der russischen Telekommunikationsaufsicht Roskomnadzor auferlegten Einschränkungen in Verbindung gebracht. Die Behörde verlangt Maßnahmen seitens Telegram gegen Betrug und die Verbreitung von Terrorismus, aber der Messenger pocht weiter auf Meinungsfreiheit und Privatsphäre. Russland wolle „seine Bürger zum Wechsel zu einer staatlich kontrollierten App“ zwingen, sagt der Telegram-Chef. Ihm drohen Strafzahlungen, weil der Messenger laut russischem Gesetz unerlaubte Informationen nicht entfernt hat. Deshalb erhöht Russland den Druck auf Telegram: Weitere Einschränkungen und Strafen drohen.

Microsoft warnt eindringlich vor dem unkontrollierten Einsatz von autonomen Softwarehelfern mit Künstlicher Intelligenz. In seinem aktuellen „Cyber Pulse Report“ stellen Forscher des Softwarekonzerns fest, dass KI-Helfer beim Programmieren bereits in über 80 Prozent der größten Unternehmen (Fortune 500) im Einsatz sind. Die wenigsten Firmen hätten jedoch klare Regeln für die Verwendung der KI. Die rasante Verbreitung birgt unkalkulierbare Risiken. Eine mangelnde Übersicht der Verantwortlichen und eine Schatten-KI in den Unternehmen öffneten Tür und Tor für neue Angriffsmethoden. Deshalb warnt der Microsoft-Bericht eindringlich vor einer wachsenden Diskrepanz zwischen Innovation und Sicherheit, wenn 80 Prozent der Firmen KI nutzen: Microsoft warnt vor gefährlicher Schatten-KI.

Im Bieterwettstreit um das Hollywood-Urgestein Warner Brothers gibt der Konkurrent Paramount nicht auf und ist zu weiteren Milliardenzahlungen bereit. So bot Paramount an, die Zahlung von 2,8 Milliarden US-Dollar (2,35 Mrd Euro) zu übernehmen, die Warner an Netflix bei einer Auflösung des bereits vereinbarten Übernahmedeals mit dem Streaming-Riesen überweisen müsste. Paramount demonstriert auch Zuversicht, schnell eine Zustimmung der Behörden für eine Warner-Übernahme bekommen zu können. Zudem will Paramount eine anstehende Umschichtung der Warner-Schulden garantieren und damit verbundene Kosten von 1,5 Milliarden Dollar übernehmen. Es geht auch um das Schicksal des Nachrichtensenders CNN beim Warner-Wettbieten: Paramount zu weiteren Zahlungen für Warner-Deal bereit.

Im Streit um Nutzungsentgelte muss der Facebook-Mutterkonzern Meta der Deutschen Telekom einem Urteil zufolge rund 30 Millionen Euro zahlen. Meta hatte den Bonner Konzern jahrelang für den Transport von Daten bezahlt – Internetnutzer haben über das Telekom-Netz Zugriff auf die Online-Dienste von Facebook, Instagram & WhatsApp bekommen. 2021 stellte Meta diese Zahlungen ein und die Telekom zog vor Gericht. Die Daten übermittelte sie weiter. Das Düsseldorfer Oberlandesgericht entschied nun, dass die Telekom von der Meta-Tochter Edge Network zu Recht die Vergütung erbrachter Leistungen verlangt. Die Meta-Tochter hatte argumentiert, dass die Telekom gegenüber Meta gar keine Leistung erbringe, sondern gegenüber den Telekom-Endkunden. Die Gerichte sehen das anders: Meta muss Telekom laut Urteil 30 Millionen Euro zahlen.

Apple hat Matrix-Rechenwerke schon längst in die Prozessorkerne der M-Prozessoren eingebaut. 2026 folgen der ARM-Chip Snapdragon X2 und nach 2027 wohl x86-Prozessoren von AMD und Intel. Es überrascht, dass nun auch Prozessorkerne – also CPU-Kerne – zusätzliche KI-Rechenwerke bekommen. Denn solche stecken ja bereits in Grafikprozessoren (GPUs) und Neural Processing Units alias NPUs. Und die wiederum sind in modernen Systems-on-Chip bereits integriert, besprechen die c’t-Redakteure Carsten Spille und Christof Windeck in Folge 2026/3 vom Bit-Rauschen, dem Prozessor-Podcast: KI-Rechenwerke für CPU-Kerne.

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(fds)



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80 Prozent der Firmen nutzen KI: Microsoft warnt vor gefährlicher Schatten-KI


Microsoft warnt eindringlich vor dem unkontrollierten Einsatz von autonomen Softwarehelfern mit Künstlicher Intelligenz (KI). In seinem aktuellen „Cyber Pulse Report“, der im Vorfeld der Münchner Sicherheitskonferenz veröffentlicht wurde, stellen Forscher des Softwarekonzerns fest, dass KI-Helfer beim Programmieren bereits in über 80 Prozent der größten Unternehmen (Fortune 500) im Einsatz sind. Die wenigsten Firmen hätten jedoch klare Regeln für die Verwendung der KI. Die rasante Verbreitung birgt unkalkulierbare Risiken. Eine mangelnde Übersicht der Verantwortlichen und eine Schatten-KI in Unternehmen öffneten Tür und Tor für neue Angriffsmethoden.

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Unter Schatten-KI versteht man die Nutzung von Anwendungen Künstlicher Intelligenz durch Mitarbeiter, ohne dass die IT- oder Sicherheitsabteilung des Unternehmens davon weiß oder dies offiziell genehmigt hat. Mitarbeiter verwenden eigenmächtig KI-Tools oder Agenten aus dem Internet, also autonom handelnde Computerprogramme, um ihre Aufgaben schneller zu erledigen, ohne dass jemand in der Firmenhierarchie davon in Kenntnis gesetzt wurde.

Der Microsoft-Bericht warnt eindringlich vor einer wachsenden Diskrepanz zwischen Innovation und Sicherheit. Während die KI-Nutzung explosionsartig wächst, verfügt nicht einmal die Hälfte der Unternehmen (47 Prozent) über spezifische Sicherheitskontrollen für generative KI. Und 29 Prozent der Angestellten nutzen bereits nicht genehmigte KI-Agenten für ihre Arbeit. Dies schaffe blinde Flecken in der Unternehmenssicherheit.

Nach Einschätzung der Microsoft-Experten erhöht sich das Risiko, wenn sich die Unternehmen bei der Einführung der KI-Anwendungen nicht genügend Zeit nehmen. „Die schnelle Bereitstellung von KI-Agenten kann Sicherheits- und Compliance-Kontrollen aushebeln und das Risiko von Schatten-KI erhöhen.“ Böswillige Akteure könnten die Berechtigungen von Agenten ausnutzen und sie zu unbeabsichtigten Doppelagenten machen: „Wie menschliche Mitarbeiter kann auch ein Agent mit zu viel Zugriff – oder falschen Anweisungen – zu einer Schwachstelle werden.“

Die Autoren der Studie betonen, dass es sich nicht um theoretische Risiken handele. Kürzlich hat das Defender-Team von Microsoft eine betrügerische Kampagne entdeckt, bei der mehrere Akteure eine als „Memory Poisoning“ bekannte KI-Angriffstechnik nutzten, um den Speicher von KI-Assistenten – und damit die Ergebnisse – dauerhaft zu manipulieren.

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In dem Report werden mehrere Gegenmaßnahmen empfohlen, um das Risiko beim Einsatz von KI-Anwendungen möglichst gering zu halten. Die Softwarehelfer mit künstlicher Intelligenz sollten nur Zugriff auf die Daten haben, die sie zwingend für die Lösung ihrer Aufgabe benötigen. Außerdem sollten Unternehmen ein zentrales Register einrichten, um zu sehen, welche KI-Agenten im Unternehmen existieren, wem sie gehören und auf welche Daten sie zugreifen. Nicht genehmigte Agenten müssten identifiziert und isoliert werden.

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(fds)



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