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Kommentar zur Bediensicherheit moderner Motorräder: Eingebaute Ablenkung


Jeder kennt die Situation, wenn Menschen, die in ihr Smartphone vertieft sind, auf dem Bürgersteig fast in einen hineinlaufen. Jetzt stelle man sich vor, die Person wäre mit 100 km/h unterwegs – eine Kollision wäre unausweichlich. Bei Motorrädern besteht genau diese Gefahr durch immer mehr eingebaute Ablenkung.

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Der ADAC hat Ende Januar erneut davor gewarnt, dass durch den Trend zu immer mehr Funktionen und komplexeren Bedienungen im Auto die Gefahren zunehmen. So fiel die durchschnittliche Note für Bediensicherheit von 2,3 im Jahr 2019 auf 2,7 im vergangenen Jahr. Leider entwickelt sich diese Gefahr parallel dazu auch bei Motorrädern. TFT-Displays sind mittlerweile Standard und Bluetooth-Konnektivität zum Smartphone bei aktuellen Modellen üblich.

Viele Motorräder haben nur kleine TFT-Displays von fünf Zoll oder sogar weniger, und die sind zudem noch überfrachtet. Es werden nicht nur Geschwindigkeit, Drehzahl und diverse Motordaten angezeigt, sondern auch Assistenzfunktionen. Dazu per Bluetooth eine Flut von Informationen und Funktionen, die eher in den Bereich Freizeit gehören, wie das Abspielen von Musik. Die Aufmerksamkeit des Fahrers wird unwillkürlich abgelenkt, wenn plötzlich auf dem Display aufflackert, dass eine Nachricht auf dem Handy eingegangen ist.


Motorrad-Display

Motorrad-Display

Motorrad-Displays spiegeln und stellen Zahlen zu klein dar. Besser wäre wenigstens eine Instrumentendarstellung mit Zeigern, noch sicherer aber traditionelle Instrumente.

(Bild: Ingo Gach / heise Autos)

Ein Motorradfahrer, der auf der Landstraße bei Tempo 100 den Blick nach unten auf seine Instrumente richtet, legt pro Sekunde 27,78 m im Blindflug zurück. Die Suche im Display kann auch längere Zeit in Anspruch nehmen, gerade beim Versuch, die winzigen Zahlen und Buchstaben zu entziffern. Mancher wünscht sich verzweifelt eine Lupe. Erschwerend kommt heute oft hinzu, dass die Informationen im elektronischen Display dicht gedrängt und unlogisch verstreut liegen. Da wird schon mal der Tageskilometerzähler mit der Motortemperatur verwechselt oder die Batteriespannung mit der Außentemperatur.


Royal_Enfield_Tacho

Royal_Enfield_Tacho

Tacho einer Royal Enfield Shotgun 650 (Test) mit Kontrolleuchten. Mehr Information benötigt kein Mensch.

(Bild: Florian Pillau / heise Medien)

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Wer eine bestimmte Information haben will oder eine Einstellung ändern möchte, muss meist in den verschachtelten Menüs suchen, was mit viel Drückerei auf eng zusammenliegenden Tasten (schon wieder die falsche erwischt!) oder Fummeln an Scrollrädern am Lenker verbunden ist. So kann das Einstellen der Griffheizungsstufe oder der Traktionskontrolle schon mal ausarten, wenn sie sich im fünften Untermenü versteckt. Selbst wer vorher die Bedienungsanleitung auswendig gelernt hat, wird längere Zeit mit dem Durchklicken im Menü beschäftigt sein und nicht auf den Verkehr achten. Da gerät das Motorrad schon mal auf die Gegenfahrbahn oder das vorfahrtberechtigte Auto wird nicht wahrgenommen.


Linkes Lenkerende Kawasaki Z 1100 SE

Linkes Lenkerende Kawasaki Z 1100 SE

Schalter-Dschungel mit Vertipp-Garantie am linken Lenkerende der Kawasaki Z 1100 SE (Test)

(Bild: Ingo Gach / heise Medien)

Eine weitere Innovation findet in Motorrad-Cockpits langsam Einzug: Touchscreens. Was bei einem Smartphone praktisch ist, kann auf dem Bike schnell zum Albtraum werden. Denn um das Display zu berühren, muss die Hand vom Lenker genommen werden. Doch egal, ob dann keine Hand an der Vorderradbremse oder am Kupplungshebel ist: In einer Notsituation fehlt die entscheidende Sekunde, die zur Reaktionszeit hinzukommt, um einen Unfall zu verhindern, weil erst nach dem Hebel gegriffen werden muss. Einhändige Vollbremsungen funktionieren nicht.

Der neueste Schrei sind bis zu sieben Zoll große TFT-Displays aus dem Zubehörhandel. Meist stammen sie aus China und kosten kaum mehr als 100 Euro. Am Lenker befestigt können sie Apple CarPlay oder Android Auto darstellen. Allerdings verschwinden die Motorrad-Instrumente mit den wichtigen Informationen teilweise oder sogar gänzlich dahinter. Auf den Zusatz-Displays kann der Fahrer während der Fahrt über den Touchscreen Apps aufrufen.

Es besteht bei einigen Herstellern sogar die Möglichkeit, über mitgelieferte Mini-Kameras das Geschehen vor (!) und hinter dem Motorrad auf dem Bildschirm zu verfolgen. Kein Witz. Es braucht nicht viel Fantasie, um zu begreifen, wie gefährlich die Ablenkung durch die Elektronik ist. Niemand verlangt von den Motorradherstellern, wieder zum analogen Tacho zurückzukehren, aber ein benutzerfreundlicheres Informationssystem mit vereinfachter Bedienung wäre bei vielen Modellen dringend erforderlich.


(fpi)



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ZenDiS sucht Kriterien für digitale Souveränität


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Das Zentrum für Digitale Souveränität der Öffentlichen Verwaltung (ZenDiS) will gemeinsam mit interessierten Partnern aus Verwaltung, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Forschung erarbeiten, was digitale Souveränität konkret bedeutet. Und vor allem: Wie sie sich messen lässt. Dazu hat die Organisation einen öffentlichen Konsultationsprozess gestartet, der bis zum 15. Mai 2026 läuft.

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Am Ende soll ein Kriterienkatalog stehen, der Anforderungen und Bewertungsmaßstäbe für digitale Souveränität definiert. Er soll Politik und Verwaltung als Orientierung dienen, etwa bei der Auswahl von Software und digitalen Infrastrukturen.

Die öffentliche Verwaltung steht vor der Herausforderung, ihre digitale Infrastruktur unabhängiger, sicherer und nachhaltiger zu gestalten. Allerdings fehlt bislang ein gemeinsames, verbindliches Verständnis davon, was digitale Souveränität ausmacht.

Der Konsultationsprozess läuft mehrstufig ab. Interessierte können sich unter anderem mit schriftlichen Stellungnahmen einbringen. Weitere Austauschformate sind geplant. Details zu Ablauf, Fristen und Beteiligungsmöglichkeiten stellt das ZenDiS auf seiner Webseite bereit. Kommentieren lässt sich der Kriterienkatalog direkt unter souveränitätscheck.de.

Das ZenDiS verfolgt dabei einen bewusst offenen Ansatz: Unterschiedliche Perspektiven sollen einfließen, damit die Kriterien praxistauglich und breit anschlussfähig ausfallen. Als Kompetenz- und Servicezentrum treibt ZenDiS generell den Einsatz von Open-Source-Software zur Vermeidung von Anbieterabhängigkeiten in der öffentlichen Verwaltung voran. Ferner betreibt das öffentliche Unternehmen die kollaborative Entwicklungsplattform openCode und die Online-Office-Suite openDesk. Die Ergebnisse des Konsultationsprozesses will das ZenDiS nach Abschluss veröffentlichen.


(fo)



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Apples CloudKit: Entwickler berichten über Probleme


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Nutzer und Entwickler scheinen derzeit Probleme mit bestimmten iCloud-Funktionen zu haben. Dazu gibt es verschiedene Klagen in Foren, Blogs und Social Media. Die Synchronisation von Apps scheint dadurch in Mitleidenschaft gezogen zu sein. Betroffen ist offenbar vor allem das in der letzten Woche erschienene iOS 26.4. Es könnte sich aber auch um Cloud-seitige Fehler handeln. Apples Systemstatus-Website zeigt allerdings derzeit keine Störungen.

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Laut dem Entwickler Michael Tsai, der verschiedene Entwicklermeldungen in seinem Blog zusammengefasst hat, sollte Apple dringend ein iOS-26.4.1-Update ausspielen. In der bereits verfügbaren Beta von iOS 26.5 tritt das Fehlerbild angeblich nicht auf. Das betroffene SDK CloudKit dient dazu, Apps eine leichte Synchronisation über iCloud zu ermöglichen, um den Datenstand über iPhone, iPad oder Mac hinweg gleich zu halten.

Dazu werden für den Nutzer nicht sichtbare Benachrichtigungen an die Geräte geschickt. Die Klasse CKSubscription scheint dabei das Problem zu sein: Sie regt die Synchronisation nicht mehr zuverlässig an. Das führt dann dazu, dass Apps nicht mehr den aktuellen Stand erhalten. Teilweise scheint es auch Probleme mit einer Throttle-Funktion seitens Apple zu geben, die die Sync-Benachrichtigungen limitiert.

Da CloudKit Bestandteil zahlloser Apps ist, können Probleme damit zu massiven Schwierigkeiten führen, wenn beim Nutzer mehrere Geräte im Einsatz sind – aber auch, wenn man als Einzelgerätenutzer dachte, die Daten seien bereits sicher in iCloud. Der bekannte Entwickler und Leak-Experte Steve Troughton-Smith meint, es gebe zumindest das Potenzial, dass es zu katastrophalen Datenverlusten kommt.

Darüber ist aber derzeit nichts bekannt. In der Mac & i-Redaktion ließen sich die Probleme zunächst nicht nachvollziehen, allerdings macht bei mehreren Redakteuren seit einigen Tagen die Synchronisation der Notizen-App Schwierigkeiten. Von Apple gibt es zu den Fehlern noch keine Ansage. Warum sie ausgerechnet mit iOS 26.4 auf die Geräte kam und ob auch macOS 26.4 betroffen ist, blieb zunächst unklar. Wenn die Möglichkeit besteht, sollten User lokale Backups anlegen. Das ist bei iCloud-gestützten Apps teilweise aber gar nicht möglich.

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(bsc)



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Kindle Scribe Colorsoft: Neues Kindle-Modell ab 8. April in Deutschland


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Amazons neue E-Reader Kindle Scribe und Kindle Scribe Colorsoft kommen nach Deutschland: Ab dem 8. April sind beide Geräte bei Amazon erhältlich. Die Vorstellung erfolgte bereits vor über einem halben Jahr, in den USA ist der neue Kindle Scribe seit Dezember verfügbar.

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Der Kindle Scribe ist neben dem Bücherlesen auch für Notizen ausgelegt. Er ist bereits Amazons teuerster E-Reader – die beiden neuen Modelle legen aber noch einmal eine Schippe drauf. Während der erste Kindle Scribe in der Ausführung mit 32 GByte Speicherplatz regulär noch 440 Euro kostete, verlangt Amazon für das neue Modell mindestens 520 Euro. Mit 64 GByte Speicherplatz kostet das neue Modell sogar 570 Euro.

Noch teurer ist der Kindle Scribe Colorsoft, die kommende Farbvariante des E-Readers: Hier gehen die Preise bei 650 Euro für die 32-GByte-Variante los. Wer 64 GByte Speicherplatz braucht, muss 700 Euro an Amazon überweisen. Die Preise hatte Amazon bereits bei der Vorstellung im vergangenen Herbst bekannt gegeben. Beide Modelle werden mit einem Eingabestift geliefert.

Im Vergleich zur früheren Version des Kindle Scribe fallen die beiden neuen Modelle durch einen neuen Formfaktor auf: Sie haben ein größeres 11-Zoll-Display und schmalere Ränder. Beide Modelle sind 5,4 mm dick und 400 Gramm leicht. Dank neuem Quad-Core-Prozessor sollen sie außerdem schneller arbeiten als der Vorgänger. Das Schreiben auf dem Display soll sich außerdem dank einer neuen Oberflächenstruktur natürlicher anfühlen.

Der Kindle Scribe Colorsoft folgt grundsätzlich dem Design des Kindle Scribe, hat dank „Colorsoft-Displaytechnologie“ aber einen farbigen Bildschirm. Die Technik funktioniert laut Amazon mit einem Farbfilter und Lichtleitern mit Nitrid-LEDs, was die Farben optimieren soll, ohne Details zu verwaschen. Zudem komme eine neue Rendering-Engine zum Einsatz.

Daneben sollen die neuen Scribe-Modelle erweiterte Produktivitätsfunktionen bieten: Nutzer können Dokumente über Google Drive und Microsoft OneDrive importieren und annotierte PDFs exportieren. Notizen lassen sich auch zu OneNote übertragen. KI-Features ermöglichen die Suche in Notizbüchern in natürlicher Sprache sowie einfache Zusammenfassungen.

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(dahe)



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