Künstliche Intelligenz
Kurz erklärt: Agent Harness | heise online
Das gezielte Gestalten dieses Harness ist inzwischen zu einer eigenen Disziplin gereift: Harness Engineering. Den Begriff prägte Mitchell Hashimoto, Mitgründer von HashiCorp und Schöpfer von Terraform, im Februar 2026. Dahinter steckt das folgende Prinzip: Immer wenn der Agent einen Fehler macht, baut man die Umgebung so um, dass er ihn nicht wiederholt. Bereits im März dieses Jahres zeigte OpenAI, wozu das führen kann: zu einem internen Produkt mit rund einer Million Zeilen Code, komplett von Agenten geschrieben.
Aber wenn die Agenten den Code schreiben, welche Aufgabe bleibt dann Entwicklerinnen und Entwicklern? Sie gestalten die Umgebung, in der das Modell zuverlässig arbeitet, aus Werkzeugen, Kontext, Skills und Regeln. Das entscheidende Element, das all das miteinander verbindet und den Ablauf steuert, ist das Harness.
Der Loop macht den Unterschied
Ein simples Sprachmodell beantwortet einen Prompt. Einmal. Das ist noch kein agentisches Verhalten. Agentisch wird der Prozess erst durch eine Schleife. Das Harness ruft das Modell auf, lässt es ein Werkzeug benutzen, etwa einen Shellbefehl ausführen, und gibt ihm dessen Ausgabe zurück. So erfährt das Modell, was seine Aktion bewirkt hat, und kann weitere Schritte einleiten, etwa das nächste Werkzeug aufrufen. Das wiederholt sich, bis die Aufgabe erledigt ist oder ein Abbruchkriterium greift. Diese Schleife, der Agent Loop, ist das Herzstück des Agents, angetrieben vom Harness.
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