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Lenovo Yoga Pro 7i Gen 11 mit Core Ultra 9 386H und RTX 5060
Das Lenovo Yoga Pro 7i Gen 11 setzt nicht auf einen Core Ultra 300 der X-Klasse mit Intel Arc B390, sondern H-CPUs in Kombination mit dedizierten Nvidia GeForce RTX 5000 Laptop GPU. Was beide zum inzwischen noch einmal 400 Euro höheren Preis im Team zu leisten im Stande sind, klärt der Test.
Intel Panther Lake alias Core Ultra 300 hatte bisher seinen Auftritt primär in der X-Variante, also den Vorzeige-Varianten mit größter integrierter Grafik Arc B390. Das war vom Hersteller auch so gewollt. ComputerBase hatte diese Klasse schon mehrfach im Test:
Der größere Absatzmarkt winkt allerdings der kleineren Variante ohne Zusatz „X“, die entweder für günstigere Notebooks, oder zur Kombination mit einer diskreten GPU herangezogen werden kann. Im neuen Lenovo Yoga Pro 7i Gen 11 Aura Edition stand eine solche Kombination jetzt ebenfalls für einen Test bereit.
Das Lenovo Yoga Pro 7i Gen 11 im Überblick
Das Notebook gibt es in zwei Varianten: Mit Intel Core Ultra 7 356H und RTX 5050 Laptop GPU 8 GB sowie mit Intel Core Ultra 9 386H und RTX 5060 Laptop GPU 8 GB. 32 GByte LPDDR5X-8533 und eine 1 TB große NVMe-SSD ist in beiden Varianten verbaut. ComputerBase stand die größere der beiden Varianten zur Verfügung.
Das Komplettpaket Intel Core Ultra 9 386H + RTX 5060 im Lenovo Yoga Pro 7i muss sich am Ende den bisherigen Testmodellen und daraus entstandenen Artikeln stellen. Da zuletzt auch schon der Blick hinüber zu RTX 5050 im Desktop ging, ist die Kombination mit RTX 5060 Laptop GPU nun eines Blickes wert:
Intel Core Ultra 300 im Überblick
Was sich hinter Intel Core Ultra 300 „Panther Lake“ verbirgt, hat ComputerBase in der Vergangenheit bereits wiederholt ausführlich dargelegt. An dieser Stelle soll es daher nur noch einmal den Blick auf die bisher angekündigten Modellvarianten sowie die wesentlichen Eckdaten der Architektur in Stichpunkten geben.
- Intel Core Ultra 300: Panther Lake startet mit 14 Modellen und sehr hoher Leistung
- Intel Panther Lake im Detail: Das ist „Core Ultra 300“ mit Intel 18A, neuen Kernen und Xe3
Die verfügbaren 14 Core-Ultra-300-Modelle gliedern sich in drei Serien: Core Ultra X 300H, Core Ultra 300H und Core Ultra 300. Zusammengestellt werden sie aus einem Baukasten auf zwei CPU-Tiles (Dies), zwei GPU-Tiles und einem I/O-Tile, der aber nicht immer vollständig aktiv ist. Drei der vier Modelle mit der großen iGPU werden von Intel als „Core Ultra X“ besonders hervorgehoben.
Die nachfolgende Tabelle führt alle bisher von Intel offiziell angekündigten Core Ultra 300 mit ihren technischen Daten im Detail auf. Neu im heutigen Test ist nach den beiden X-Modellen zuletzt der Core Ultra 9 386H (fett markiert)
Die 10 wichtigsten Panther-Lake-Eigenschaften
Was ist Panther Lake alias Core Ultra 300? Für eine detaillierte Beantwortung der Frage sei abermals an die bereits zum Einstieg verlinkten Berichte verwiesen, in zehn Stichpunkten zusammengefasst lässt sich aber sagen:
- Klassisches System on a Chip (SoC), kein DRAM auf dem Package mehr (wie Intel Lunar Lake)
- Baukastensystem aus zwei CPU-Tiles, zwei GPU-Tiles und einem (anpassbaren) I/O-Tile
- LPE-Cores, Speichercontroller und NPU liegen wieder im CPU-Tile
- Fertigung der zwei CPU-Tiles in Intel 18A, TSMC liefert eine von zwei GPU-Tiles und den I/O-Tile
- 16 Kerne: 4 Performance (P-Cores), 8 Efficiency (E-Cores) und 4 Low Power Island Cores (LPE)
- P-Cores: Cougar Cove, ungenannter IPC-Zuwachs vs. Lion Cove (Core Ultra 200)
- E-Cores: Darkmont, ungenannter IPC-Zuwachs, im Low-Power-Bereich stärker als Raptor Cove (Core i-13000/14000)
- Die E-Kerne wird auch Intel Clearwater Forest im Server nutzen, dort +17% IPC vs. Crestmont in Intel Sierra Forest
- iGPU: Xe3 mit 4 oder 12 Kernen
- NPU mit 50 TOPS für Windows Copilot+
Das Testmuster im Details
Technische Eckdaten
Das Yoga Pro 7i in elfter Generation gibt es in zwei Varianten, CPU und dGPU machen den Unterschied: Die teurere nutzt den Core Ultra 9 386H mit RTX 5060, die günstigere stets den Core Ultra 7 356H + RTX 5050. Das günstigere System lässt sich dabei nicht einzeln aufrüsten, wird die CPU auf die größere Variante gewechselt, wechselt automatisch auch die GPU mit
Noch einmal +400 Euro beim Preis
Schon zur Vorstellung war das Lenovo Yoga Pro 7i Gen 11 mit 2.299 respektive 2.699 Euro als kostspielig zu bezeichnen, im Testzeitraum sind die Preise aber noch einmal deutlich gestiegen: 400 Euro mehr verlangt Lenovo inzwischen im Online-Store: 2.699 Euro respektive 3.089 Euro.
Weitere Ausstattung
Das Lenovo Yoga Pro 7i Gen 11 setzt auf ein 15-Zoll-OLED mit 165 Hertz. Dass das Yoga Pro 7i Gen 11 Aura Edition dabei auch ein Arbeitsgerät sein soll, zeigt der Hersteller bei den verbauten Schnittstellen, die oberhalb des zuletzt betrachteten Samsung-Notebooks liegen.
Bei Lenovo gibt es unter anderem zusätzliche klassische USB-A-Ports und auch einen Kartenleser. Natürlich sind zwei Thunderbolt-Anschlüsse nach USB-C-Standard und HDMI auch mit dabei. Das Gesamtpaket liefert letztlich ab, angesichts des Preises von 3.100 Euro wäre alles andere aber auch ein Problem für den Hersteller.