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LTAs, Tools oder ganze Produktionslinien: IT-Riesen wollen sich Speicher um jeden Preis sichern

SK Hynix erlebt eine noch nie dagewesene Nachfrage, die auch zu noch nie dagewesenen Angeboten der Kunden führt. Die haben aber oft zwei Seiten. Die Finanzierung für neue Fabriken durch Kundschaft anzunehmen ist das eine, die Preisbindung und Exklusivität dann aber eventuell das andere. Und das will SK Hynix nicht.
Schon langfristige Liefertermine (LTAs) sind ein gewisses Risiko. Einerseits kann der Hersteller dadurch seine Anlagen für eine gewisse Zeit geplant auslasten, auf der anderen Seite gibt es aber auch eine gewisse Preisbindung und geringere Flexibilität. Zudem haben LTAs am Ende auch nur so lange Bestand, wie der Kunde es will: Kündigt er, zahlt er zwar einen gewissen Prozentsatz als Strafe, der liegt aber in der Regel weit unter dem, was die Produkte erbracht hätten. Und der Hersteller steht im schlimmsten Fall bei voller Produktion ohne Kunden da. Da es das alles schon gab, sind die Hersteller nicht um jeden Preis gewillt, LTAs im großen Stil zu bewilligen.
Wie Reuters nun berichtet, sind die neuen Ansätze der Kundschaft von SK Hynix noch aggressiver. Sie wollen Tools kaufen und am besten ganze Produktionslinien in den Fabriken auf ihre Kosten vergrößern. Namen werden zwar nicht genannt, ins Bild passen natürlich aber die Riesen, die in Form von nur vier Firmen gerade ihre CAPEX-Prognose auf 725 Milliarden US-Dollar erhöht haben – nur für 2026.
Insider machen aber auch direkt klar: Es gibt da aktuell gar nichts mehr zu holen, die noch frei verfügbare Kapazität is essentially zero right now. Wirklich neue Produktionslinien stampft man nicht einfach so aus dem Boden, so etwas dauert Jahre. Alle drei Speicherriesen bauen bereits an vielfältigen Projekten und vergrößern sich ständig. Bis diese jedoch verfügbar sind, vergehen mitunter noch Jahre.
Und so bleibt SK Hynix genau wie Samsung und Micron vorsichtig, was das Thema LTAs & Co angeht. Davon gäbe es genau wie in der Vergangenheit einige, die Nachfrage sei jedoch sehr stark gewachsen. Die Firmen wollen letztlich aber auch nicht einen Anbieter bevorzugen, heißt es weiter, denn der könnte letztlich ja vielleicht der falsche gewesen sein. Deshalb erklärt SK Hynix deshalb ganz diplomatisch, dass man sich verschiedene Möglichkeiten ansehen werde, die von traditionellen LTAs abweichen.
We are comprehensively reviewing various approaches and structural alternatives that differ from conventional long-term agreements.
SK Hynix