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Mehr Speicher für Alle: SK Hynix will Fertigungskapazität „schnell“ verdreifachen


Höher, schneller, weiter – und bald auch wieder verfügbar? SK Hynix plant, die Speicherproduktion zu verdreifachen. Doch das dauert. Geplant ist aktuell, das Vorhaben in etwa acht Jahren umgesetzt zu haben. Denn riesige und gleichzeitig moderne Fabriken lassen sich trotz Beschleunigung nicht aus dem Boden stampfen.

SK Group Chairman Chey Tae-won war in den vergangenen zwei Wochen nahezu omnipräsent in den Medien. Die Computex 2026 in Taiwan und anschließend der Besuch von Nvidia-CEO Jensen Huang in Südkorea ließen dem Chef der SK Group wenig Spielraum im Terminkalender. Denn wenn der beste Kunde unterwegs ist und SK Hynix lobpreist, dann muss der Boss mit dabei sein. Immerhin hat er am Rande der Treffen und Termine auch weitere Details zum Ausbau der Fertigungskapazität bekannt gegeben, die so bislang nicht genannt wurden.

Gegenüber Nikkei Asia erklärte Chey, dass bis 2034 die Kapazität verdreifacht werden soll. Binnen fünf Jahren soll diese erst einmal verdoppelt werden, also irgendwann im Jahr 2031, und dann innerhalb von drei Jahren noch einmal die gleiche Menge hinzukommen.

Fabs werden zehn Jahre früher gebaut!

Der Tenor und die Rechenspiele könnten durchaus passen. Denn SK Hynix plant bereits seit langer Zeit Fabriken im „Yongin Semiconductor Cluster“. Vor zwei bis drei Jahren noch fast als Größenwahn abgestempelt, kann es nun beim Bau schneller gar nicht mehr gehen. Die erste Fabrik wird mit Hochdruck fertiggestellt und soll ab dem kommenden Jahr die ersten Chips liefern. Der ursprüngliche Plan sah dann jedoch vor, dass die weiteren drei Fabriken bis zum Jahr 2045 entstehen sollten. Dieses Vorhaben wurde nun um zehn Jahre vorgezogen, heißt es weiter.

Die neuen Fabrikgebäude sollen in Zukunft voll ausgebaut in sechs Reinräumen auf vielen Etagen riesige Mengen an Speicher produzieren. Da jeder der Fabs am Ende deutlich mehr Kapazität bietet als ein älteres Werk, können Hochrechnungen über eine Verdreifachung letztlich durchaus aufgehen und realistisch sein.

Der Komplettbau in zwei großen Bauabschnitten (Bild: SK Hynix)

Schon im letzten Herbst wurde durch SK Hynix erstmals eine Investitionssumme von 410 Milliarden US-Dollar genannt, die seinerzeit kaum greifbar erschien. Schon damals zeigte sich aber, worauf der Chef der SK Group letztlich hinauswollte.

By our estimate, just our Yongin fab (silicon wafer manufacturing plant) alone will likely see about 600 trillion won in investment continue going forward. The only question of timing—how fast we can pull it forward—depends on demand-related conditions, so the investable scope is quite large. We will align closely with demand so we can invest wisely.

SK Group Chairman Chey Tae-won im November 2025

Auch einer Expansion im Ausland zeigt sich die SK Group nicht mehr abgeneigt, wie sich zuletzt zeigte. Vor allem Japan räumt man die besten Chancen ein, heißt es im Bericht. Im März hatte man den USA hingegen einen Korb gegeben, bei Japan hingegen die Infrastruktur gelobt. „

All the necessary infrastructure — sufficient power, clean water, skilled engineers and chemicals suppliers — is already in place.



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