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Mein wichtigster Business-Hack steht jede Woche im Kalender


Feste Date Nights statt Dauerstress: Jason Modemann erklärt, warum Family-Time sein wichtigster Business-Hack ist.

Mawave-Gründer Jason Modemann schreibt bei Gründerszene über seinen Alltag als Unternehmer.
Mawave / Logo: Gründerszene

Feste Zeit für Familie im Kalender – und zwar nicht verhandelbar. Jason Modemann, CEO und Gründer der Agentur Mawave erklärt, warum er Date Nights wie Business-Termine behandelt und was das mit seiner Performance als Geschäftsführer zu tun hat.

Mittwochabend gehört meiner Frau, Donnerstagnachmittag meiner Tochter Luana. Beides steht als fester Block im Kalender. Und mein Team weiß, dass da niemand etwas drüber buchen darf.

Zeit für Familie und Beziehung passiert nicht von allein.

Das klingt für viele Unternehmer vielleicht erstmal unromantisch oder banal – ist es für mich aber nicht. Denn wenn ich eines über die letzten Jahre gelernt habe, dann das: Zeit für Familie und Beziehung passiert nicht von allein. Sie entsteht nicht plötzlich, weil „gerade mal nichts los ist“. Im Gegenteil. Wenns danach geht, ist immer etwas los. Es gibt immer noch einen Call, noch ein Dinner, noch ein Problem, noch einen Pitch, noch irgendeine vermeintlich wichtige Sache, die dazwischenkommt.

Genau deshalb bin ich da mittlerweile extrem strikt. Natürlich sage ich nie etwas komplett dogmatisch ab. Wenn eine fette Krise ansteht oder ein wirklich wichtiger Pitch, dann verschiebt sich meine Family Time auch mal. Aber das ist die absolute Ausnahme. In der Regel finden die beiden „Termine“ statt. 

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Der richtige Moment kommt nie

Ich bin ehrlich: Die Blocker setze ich vor allem aus Selbstschutz. Weil ich genau weiß, dass sonst die Dinge, die im Moment nicht dringlich sind, sonst unter meinem vollgepackten Alltag leiden. Früher habe ich mir eingeredet, ich würde mir schon genug Zeit für meine Freunde und die Familie nehmen – spätestens dann, wenn es etwas ruhiger wird.

Das Problem daran: Dieser Moment kommt so gut wie nie. In meiner Zeit als Unternehmer und Gründer gab es noch nie einen Mittwochabend, an dem ich dachte: Ach super, ich habe ja jetzt eh nichts mehr zu tun, dann plane ich mal spontan Zeit mit meiner Frau ein. Ganz im Gegenteil.

Und ich merke inzwischen auch sehr klar, warum mir die regelmäßige Zeit mit meinen Liebsten so wichtig ist: Wenn ich eine Woche einfach nur durcharbeite, geht das meistens noch. Aber wenn ich über längere Zeit nur funktioniere und keinen echten Ausgleich habe, werde ich schlechter in meinem Job. Ich treffe schwächere Entscheidungen, bin weniger kreativ, habe weniger Drive und irgendwann auch weniger Geduld.

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Ohne Ausgleich kein Fokus

Diese Zeit mit meiner Frau und meiner Tochter ist für mich deshalb längst kein „privater Luxus“ mehr. Sie ist in gewisser Weise auch mein wichtigster Business-Hack, um überhaupt leistungsfähig zu bleiben. Eigentlich ist es sogar genau andersrum, als viele Gründer denken: Nicht trotz dieser Zeit läuft der Laden gut weiter — sondern auch wegen ihr.

Was ich anderen Gründern deshalb mitgeben würde – ganz kurz:

  1. Behandle Family & Friends nicht als Lücke im Kalender, sondern als Priorität. Blocke dir das auch fest ein.
  2. Mach Ausnahmen wirklich zur Ausnahme.
  3. Hör auf, das Private vom Job zu trennen.

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