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Microsoft sagt Spamschutzmaßnahme in Exchange Online ab


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Microsoft hatte sich eine Maßnahme zum Schutz vor übermäßigem Spam ausgedacht: die Begrenzung der Anzahl sendbarer E-Mails an externe Empfänger. Jetzt kündigt das Unternehmen an, die Maßnahme vorerst doch nicht umzusetzen und auf unbestimmte Zeit auszusetzen.

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Das kündigt Microsoft in einem Blog-Beitrag in der Techcommunity an. Als Begründung nennt der Hersteller, dass Kunden signalisiert hätten, dass die Begrenzung „erhebliche betriebliche Herausforderungen“ mit sich bringe – insbesondere angesichts der begrenzten Möglichkeiten heutiger Massenversandangebote. Dem wolle Microsoft nun Rechnung tragen.

Das Ziel bleibe jedoch weiterhin, gegen Missbrauch von Exchange-Online-Kunden wie Spam oder bösartigen Mail-Aktivitäten vorzugehen. Außerdem will Microsoft Missbrauch vorbeugen, bei dem etwa Branchenlösungen Massenmails über Exchange Online senden. Dafür wollen sich die Entwickler Maßnahmen ausdenken, die weniger in Geschäftsabläufe eingreifen. Die bisherigen Begrenzungen bleiben davon jedoch unberührt, ergänzt Microsoft.

Ursprünglich hatte Microsoft im April 2024 angekündigt, dass ab April dieses Jahres in Exchange Online (Test-Versionen und neue Tenants) sowie ab Oktober 2026 für alle auch bestehenden Cloud-gehosteten Tenants eine harte Externe-Empfänger-Begrenzung von 2000 Empfängern in 24 Stunden gelten solle. Der Begriff „Empfänger“ bezeichnet in Microsofts Sprachgebrauch jedoch jede einzelne gesendete E-Mail. Der Hersteller rechnet vor, dass 100 E-Mails an fünf externe Empfänger als 500 externe Empfänger zählen würden. Insgesamt sollten weiterhin 10.000 Empfänger am Tag möglich bleiben, sodass bei maximaler Ausnutzung weitere 8000 E-Mails im 24-Stunden-Zeitraum an interne Nutzer möglich gewesen wären.

Microsoft hat betroffenen Kunden anfangs empfohlen, auf die Azure Communication Services for E-Mail auszuweichen. Das sei speziell für hohe Volumina gesendeter E-Mails an externe Empfänger entwickelt worden.


(dmk)



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