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Missing Link: Gasversorgung – Zwischen echten Problemen und Panikmache


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Dauerfrost, Schnee und Eis: Genau in so einem Winter steigt der Gasbedarf. Öffentlichkeit und Politik sind seit der Kürzung der Gaslieferungen aus Russland 2021/22 sensibilisiert. „Gasspeicher leeren sich rapide immer schneller!“ heißt es in aufmerksamkeitsheischende Videos auf Youtube. Auf TikTok, X und in der Bild wird Panik geschürt: Müssen wir alle erfrieren? Und wer ist daran schuld?

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Tatsächlich läuft in diesem Winter manches nicht rund. Wenn der Winter so kalt ist, friert die Ostsee stellenweise zu. Wenn es länger kalt ist, friert sie noch mehr zu – denn sie ist an vielen Stellen kein tiefes Gewässer. Vor Rügen ist die Ostsee selten tiefer als 20 Meter. Was Winterurlauber an der Binzer Strandpromenade zum Spaziergang auf dem Eis einlud, ist ein Problem für die Energieversorgung.

Auch die Prorer Wiek, die Bucht zwischen Sassnitz und Binz, in welcher der Hafen Mukran liegt, ist in diesem Winter zugefroren. Selbst die Bojen, die die sichere Fahrrinne in den Hafen markieren, waren teilweise verschwunden. In einem flachen Gewässer wie der Ostsee sind sie besonders wichtig.

Schiffe mit LNG konnten das Terminal im Hafen von Mukran deshalb nicht anfahren oder verlassen, sagt die „Deutsche Regas“ , der private Betreiber des Terminals auf Rügen. Seit Ende Januar sitzt hier der LNG-Tanker „Maran Gas Nice“ fest.




Was fehlt: In der rapiden Technikwelt häufig die Zeit, die vielen News und Hintergründe neu zu sortieren. Am Wochenende wollen wir sie uns nehmen, die Seitenwege abseits des Aktuellen verfolgen, andere Blickwinkel probieren und Zwischentöne hörbar machen.

Für die Sicherheit des Fahrwassers ist die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes zuständig. Die schickte am Dienstag ihr Mehrzweckschiff „Neuwerk“ aus Cuxhaven nach Rügen, um das Eis zu brechen. Als die Neuwerk am Mittwochnachmittag die Fahrrinne in der Binzer Bucht freifährt, folgt in dichtem Abstand die „Maran Gas Nice“. Gleich vier Schlepper müssen den LNG-Tanker sicher durch die Eislandschaften der Ostsee bringen.

Seit dem 27. Januar lag die „Maran Gas Nice” an der schwimmenden Flüssiggasumschlagstation (FSRU) „Neptune“ an – viel länger als geplant. Das Flüssiggas ist sie zwei Wochen später längst los, und draußen vor den Kreidefelsen wartet mit der „Minerva Amorgos“ seit Tagen der nächste LNG-Tanker darauf, einlaufen zu können.

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Röhren für die Pipeline lagern beim Hafen von Mukran.

(Bild: Falk Steiner)

Vom Hafen Mukran führt eine Pipeline um Rügen herum durch den Greifswalder Bodden nach Lubmin auf dem Festland, wo die Nordstream-Pipelines endeten. Die neue Leitung wurde mit Restrohren des Nordstream-2-Projekts gebaut, die in Mukran zwischengelagert waren. Jetzt strömt das auf der Neptune regasifizierte Gas durch die Pipeline nach Lubmin und geht von dort über die Gasleitungsnetze in die Republik.

Das Gas kommt nun statt aus Russland unter anderem aus Katar und den Vereinigten Staaten. Die „Maran Gas Nice“ kam aus den USA, vom Cameron-LNG-Terminal in Louisiana.

Verflüssigtes Erdgas ist höchst umstritten. Experten verweisen auf Umweltschäden beim zur Förderung genutzten Fracking. Zudem ist LNG wegen des aufwändigen Verfahrens teurer als durch eine Pipeline angeliefertes Erdgas. Doch LNG ist nur ein kleiner Teil des Gases, das Deutschland bislang auf den Weltmärkten bezieht und mit dem es seine Importe aus Russland weitgehend ersetzt hat.

Weitgehend, weil es bis Ende 2026 noch einen Sonderfall gibt: „Sefe Germany“, die ehemalige, von der Bundesregierung unter Zwangsverwaltung gestellte Gazprom Deutschland, hat einen langfristigen Liefervertrag über 2,9 Millionen Tonnen Erdgas jährlich mit einem Flüssiggaslieferanten, der eine Tochter eines russischen Pipelinebetreiberkonsortiums ist.

Bisher hat der Bund keine Möglichkeit gesehen, aus diesem Vertrag auszusteigen. Erst wenn Anfang 2027 das 19. EU-Sanktionspaket gegen Russland voll greift, darf die Sefe Germany sich auf höhere Gewalt berufen – und die erwartbare Schadenersatzforderung direkt an die Mitgliedsstaaten weiterreichen.

Europaweit gibt es mehrere solcher Altverträge, die nun für LNG zum 1. Januar 2027 und für Pipelinegas zum 1. November 2027 per EU-Sanktionen enden. Rein aus Versorgungssicherheitsaspekten betrachtet ist das kein gutes Timing. Denn die Gasspeicher sind leer wie nie. Bei knapp über 26 Prozent liegt der Füllstand Anfang der zweiten Februarwoche noch, das entspricht rund 65 Terawattstunden.

Wie die Speicher künftig aufgefüllt werden, ist derzeit ausschließlich Sache des Marktes. Die Politik hatte versprochen, auf teure Markteingriffe zu verzichten. Die Unternehmen sollen es selbst regeln.

Im Schnitt rund 2100 Gigawattstunden (2,1 Terawattstunden) entnahmen Haushalte, Gewerbe und Industrie im Januar täglich aus dem Netz – fast so viel wie im Mittel der Vorkrisenjahre 2018 bis 2021. Trotz aller neu gebauten Dämmmaßnahmen und Wärmepumpen sinkt der Gasverbrauch nicht so schnell, wie erhofft.

Das hat auch etwas mit den Preisen zu tun: Selbst wenn die Kilowattstunde für Endverbraucher nicht wieder das 2021er-Niveau von teils unter 5 Cent pro kWh erreicht hat, liegt allen Panikmachern zum Trotz der Preis für Neukunden auch im Februar bei knapp über 8, teils 9 Cent. Bestandskunden zahlen jedoch oft darüber liegende Preise, der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) weist einen Durchschnittspreis von derzeit etwa 11 Cent pro Kilowattstunde aus.

Dazu kommt: Um die Industrie international wettbewerbsfähig zu halten, hat die schwarz-rote Bundesregierung zuletzt versucht, die Kosten für Energie insgesamt zu verringern – auch und gerade für Erdgas.

Keinen Grund für zur Panik sieht das Haus der zuständigen Ministerin. „Pipeline- und LNG-Importe sind bisher zuverlässig auf hohem Niveau“, sagt eine Sprecherin des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE). „Trotz vergleichsweise niedriger Füllstände besteht kein staatlicher Handlungsbedarf.“ Grundsätzlich stehe ausreichend Gas zur Verfügung.



Herkunft des in die EU importrierten Gases.

(Bild: heise medien)

Und auch wenn ein LNG-Terminal in Deutschland nicht erreichbar sein sollte, gebe es genügend Einspeise- und Pipelinekapazitäten in Nachbarstaaten, die mitgenutzt werden könnten, so das Ministerium. Derzeit kommt der Löwenanteil des in Deutschland verfeuerten Erdgases aus Norwegen, das mit den Feldern unter der Nordsee einen Großteil seines Staates und weltweite Investments finanziert. Der Großteil der EU-LNG-Importe kam im Januar hingegen aus den USA.

Doch der niedrige Speicherfüllstand, der Menschen Sorgen bereitet, ist real. Selbst als Russland strategisch die Gasspeicher in Deutschland nicht mehr befüllte, wenige Monate vor dem Angriff auf die Ukraine, war Ende Januar noch mehr Gas eingespeichert als heute. Genau das fördert Spekulationen – und sorgt auch im politischen Berlin durchaus für Nachdenken. Nicht nur, dass ehemals in Verantwortung stehende Grünen-Politiker der CDU-Energieministerin nun vorhalten, ihrer Verantwortung nicht gerecht zu werden – oder sich an LNG von Donald Trumps Gnaden zu ketten.

Doch die Speicherfüllstands-Werte sind tatsächlich nur ein Ausschnitt des Geschehens. Denn die verschiedenen Speicher in Deutschland fassen 251 Terawattstunden Gas, zuzüglich notwendigem „Kissengas“. 864 Terawattstunden Gas verbrauchte die Bundesrepublik 2025, davon einen Gutteil in den Wintermonaten. Das Grundproblem ist leicht beschrieben: Es kann im Sommer gar nicht so viel eingespeichert werden, wie im Winter benötigt wird. Es muss also gerade während der Verbrauchsmonate nachgefüllt werden. Aber das Speichern scheint nicht mehr so attraktiv zu sein.

Der Speicher Wolfersberg etwa wurde für diesen Winter kaum mehr gebucht, sagt der Betreiber BayernUGS (Untergrundspeicher). Inzwischen hat der Anbieter angekündigt, den Speicher stilllegen lassen zu wollen. Und auch ein zweiter Erdgasspeicher in Bayern steht vor dem Aus: Der von Uniper betriebene Speicher Breitbrunn soll ebenfalls stillgelegt werden.

Beide gehören zu jenen vier Speichern, die eigentlich als Reservespeicher dienen und zum 1. Februar mit 40 Prozent gefüllt hätten sein sollen. Im industriestarken, aber windarmen Bayern ist Gas auch für die Stromerzeugung relevant. Die Realität aber zeigt: Wolfersberg lag bei weniger als fünf, Breitbrunn bei weniger als 14 Prozent. Der Markt sieht keinen Bedarf.

„Es ist richtig, dass einzelne Speicheranlagen die individuellen Füllstandsvorgaben nicht erreicht haben“, sagt eine Sprecherin der Bundesnetzagentur als zuständige Aufsichtsbehörde. „In der Gesamtbetrachtung wurde allerdings die nationale Vorgabe über alle deutschen Speicher erfüllt und sogar leicht übertroffen.“ Offenkundig gab es kein Problem aus Sicht der Verantwortlichen.

Die Betreiber zum Einspeichern weiterer Mengen zu zwingen, hätte vor dem 1. Februar geschehen müssen. „Insofern eröffnet das bestehende Speichergesetz mit Blick auf den laufenden Winter keine Handlungsmöglichkeiten mehr“, erklärt die Sprecherin der Bundesnetzagentur. „Bis zum Stichtag wurde keine Notwendigkeit für Maßnahmen nach dem Gasspeichergesetz gesehen.“ Sprich: es gibt keine Folgen für die Betreiber.

Hat Bayern aber jetzt aufgrund der niedrigen Füllstände tatsächlich ein Problem? Oder Süddeutschland? Nein, sagt das Bundeswirtschaftsministerium. Das sei nicht der Fall: Bayern sei an zwei Speicher in Österreich angebunden. Und die sind tatsächlich zum einen deutlich größer als Wolfersberg und Breitbrunn, zum anderen auch besser befüllt. Ist damit nicht alles gut?

Nicht ganz, denn in ganz Europa sind die Speicherfüllstände deutlich geringer als vor Jahresfrist. In den Niederlanden, viele Jahre selbst einer der größten Gasproduzenten Europas und heute vor allem LNG-Durchleitungsland, sind die Speicher unter 20 Prozent befüllt. Das System europäischer Solidarität hat viele Komponenten – und macht nationale Betrachtungen schwierig.

Nur wenn wesentliche Teile Europas weniger Erdgas verbrauchen, die Wasserstoffproduktion an Fahrt aufnimmt und dort durch Erneuerbare gedeckte Elektrifizierung stattfindet, wo es möglich ist, wird der Verbrauch bei gleichzeitigem Ausphasen von Kohlekraftwerken deutlich sinken können. Und damit auch der Bedarf. Doch bislang sieht es nicht danach aus, dass auch der Gasbedarf stark sinken könnte.

Die „saisonale Nachfrage” in den Ausspeichermonaten November bis März sei um „circa 13 Prozent zurückgegangen (von 575 auf 502 TWh)“, antwortet BMWE-Staatssekretär Frank Wetzel in einer Antwort auf eine Anfrage der bayerischen Grünen-Abgeordneten Lisa Badum. Was er meint: Tatsächlich liegt im Mittel der Bedarf etwas niedriger.

Aber sind Mittelwerte bei etwas so wetterabhängigem wie der Gasversorgung ein guter Ratgeber für Politiker? Im Januar 2026 etwa lag der Verbrauch rund 275 Gigawattstunden über dem Vorjahr – und sogar 100 Gigawattstunden mehr als im Durchschnitt der billigen Jahre bis 2021. Ein Ausreißer, aber das muss nicht so bleiben. Und wenn ganz Europa einmal von einer großen Kältewelle betroffen wäre, würde das ein noch viel größeres Problem auslösen.

Dass es in Zukunft keine strengeren Winter als den 2025/2026 gibt, darauf zu spekulieren verbietet sich für Politiker. Und die Kostennote des Gaseinkaufs von 2022 ist noch nicht vergessen. Damals hat der Staat binnen fünf Monaten 8,7 Milliarden Euro ausgegeben – aber nur vorgestreckt. Bis zum vergangenen Jahr haben Gaskunden das mit der sogenannten Gasspeicherumlage abgestottert. Die Ende 2025 noch offenen 3,06 Milliarden Euro wurden dann aus dem Klima- und Transformationsfonds beglichen – also wiederum auf alle umgelegt.

Diese Form der staatlichen Intervention war teuer. Zu teuer, sagen alle Beteiligten, auch, weil damit der Marktpreis für Gas 2022 künstlich in die Höhe getrieben wurde. Die Speicher waren voll – mit Gas zu Mondpreisen, das später mit viel Verlust weiterverkauft wurde.

Was aber sind Stellschrauben, um Versorgungssicherheit und Markt in Einklang zu bringen und das Land warm durch die nächsten Winter zu bringen? Eine seit dem Herbst vorliegende Studie für das Energieministerium wird derzeit noch ausgewertet.

„Ein staatlicher Eingriff soll nur erfolgen, wenn die Versorgungssicherheit nachhaltig erhöht, kosteneffizient ausgestaltet werden kann und die Marktakteure nicht aus der Verantwortung nimmt“, erklärt eine BMWE-Sprecherin die Leitlinie für die Gasspeicher. Sprich: Das Risiko soll nicht erneut vergesellschaftet werden können.

Wie das allerdings tatsächlich gewährleistet werden kann, ist noch offen. Die Studienautoren jedenfalls sprachen sich vor allem für die Schaffung einer „strategischen Reserve“ aus, bei der ein Teil der Gasspeicherkapazität dem Markt entzogen wird. Sie warnten jedoch vor den Preissteigerungen, die damit einhergehen könnten. Aber auch das ist vor allem eine nationale, keine europäische Betrachtung.

Am Mittwochabend hat die „Maran Gas Nice“ nach ihrem unfreiwillig verlängerten Aufenthalt in Rügen das Kap Arkona hinter sich gelassen, am Donnerstagmorgen passierte sie den großen Belt. Wenn sie von ihrer LNG-Tankstelle wiederkommt, wird es wahrscheinlich in der Ostsee kein Eis mehr geben. Aber eben auch weniger akuten Bedarf. Ob die Aufregung um den Gasspeicherfüllstand sich dann gelegt hat, hängt auch davon ab, ob ein nachvollziehbares Konzept für die Zukunft vorliegt.


(vbr)



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Wasserfotografie von Ben Thouard: Wellen zwischen Kunst und Technik



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Thouard lebt für das Meer. In Tahiti taucht er mit der Kamera unter die Wasseroberfläche und verwandelt Wasser, Wellen und Licht in poetische Bilder, die zwischen Dokumentation und Abstraktion liegen. Seine Serie und sein Buch Aqua Obscura zeigen, welches künstlerische Potenzial in der Surffotografie steckt – und warum Technik für ihn stets nur das Werkzeug einer Idee ist.

Ben Thouard wächst in Toulon im Süden Frankreichs am Meer auf. Er verbringt viel Zeit auf dem Segelboot seiner Familie und beginnt schon in jungen Jahren zu surfen. So entwickelt sich seine enge Verbindung zum Meer und den Wellen schon früh.


CURVES – Die Vorstellung eines Wellenporträts, ähnlich dem eines Profilfotos, entstand über viele Jahre hinweg. Nach zahlreichen Versuchen gelang diese Aufnahme mit einem 300-Millimeter-Objektiv im Wasser., Ben Thouard

CURVES – Die Vorstellung eines Wellenporträts, ähnlich dem eines Profilfotos, entstand über viele Jahre hinweg. Nach zahlreichen Versuchen gelang diese Aufnahme mit einem 300-Millimeter-Objektiv im Wasser., Ben Thouard

CURVES – Die Vorstellung eines Wellenporträts, ähnlich dem eines Profilfotos, entstand über viele Jahre hinweg. Nach zahlreichen Versuchen gelang diese Aufnahme mit einem 300-Millimeter-Objektiv im Wasser.

(Bild: Ben Thouard)

Als Teenager entdeckt er dann die Fotografie für sich, als er zu Hause eine alte Kamera seines Vaters findet. Zunächst fasziniert ihn die Kamera allein als Objekt – dieses präzise Gerät, mit dem er die Welt anders wahrnehmen und aufnehmen kann. Besonders der Gedanke, Momente dauerhaft festzuhalten, zieht ihn sofort in den Bann. Er kauft sich ein paar Filmrollen und nimmt die Kamera bald mit an den Strand. Anfangs fotografiert er seine Surferfreunde noch von Land aus, doch bald genügt ihm diese Perspektive nicht mehr und er geht mit seiner Kamera ins Meer und in die Wellen.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Wasserfotografie von Ben Thouard: Wellen zwischen Kunst und Technik“.
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5G-Sicherheitsnetz: Bund besiegelt Aus für Huawei und ZTE bis 2029


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Die Debatte über die Sicherheit der deutschen Mobilfunkinfrastruktur mündet in eine verbindliche Umsetzungsphase. Wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der AfD-Fraktion hervorgeht, ist der Fahrplan für den weitgehenden Ausschluss der chinesischen Hersteller Huawei und ZTE aus den hiesigen 5G-Netzen nun vertraglich fixiert. Damit zieht die Bundesregierung einen Schlussstrich unter die langen Diskussionen über potenzielle Spionagerisiken und technologische Abhängigkeiten in der kritischen Infrastruktur.

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Kern der Regierungsstrategie sind laut der Auskunft öffentlich-rechtliche Verträge, die der Bund individuell mit den drei großen Mobilfunkanbietern Telekom, Vodafone und Telefónica geschlossen hat. Diese Vereinbarungen beenden die zuvor geführten Verwaltungsverfahren auf Basis des IT-Sicherheitsgesetzes. Dieser Weg verleiht den Sicherheitsvorgaben eine neue rechtliche Verbindlichkeit, die über politische Leitlinien hinausgeht.

Der Zeitplan sieht eine zweistufige Bereinigung der Netze vor. In einem ersten Schritt müssen die Betreiber bis spätestens Ende 2026 sämtliche kritischen Komponenten von Huawei und ZTE aus ihren 5G-Kernnetzen entfernen. Diese gelten als „Hirn“ des Mobilfunks, in dem sensible Datenströme zusammenlaufen und verarbeitet werden.

In einer zweiten Phase, die bis Ende 2029 abgeschlossen sein muss, weitet sich der Bann auf die Netzwerk-Managementsysteme aus. Dabei geht es um die Steuerungsebene in den Zugangs- und Transportnetzen. Die Mobilfunkbetreiber sind verpflichtet, die kritischen Funktionen dieser Systeme durch technische Lösungen anderer Hersteller zu ersetzen. Damit will der Bund sicherstellen, dass auch die Kontrolle über die Netze in „vertrauenswürdigen“ Händen liegt.

Die Rollenverteilung innerhalb der Regierung sieht so aus: Das Bundesinnenministerium behält die Federführung, das Digitalministerium wird in strategische Steuerungs- und Kontrollprozesse eingebunden. So sollen Fragen der Netz- und Datensicherheit zentral koordiniert werden.

Wenn es um konkrete Sicherheitsvorfälle oder bereits entdeckte Schwachstellen in Huawei-Komponenten geht, schweigt sich die Regierung aus. Informationen dazu hält sie mit Verweis auf das Staatswohl und die Arbeitsweise der Geheimdienste unter Verschluss. Auch die Frage nach den Kosten der Umrüstung bleibt offen. Der Regierung liegen nach eigenen Angaben keine Erkenntnisse darüber vor, welche finanziellen Belastungen den Providern durch den Austausch entstehen oder ob diese mittelbar Auswirkungen auf den Bundeshaushalt haben könnten.

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Die technische Überwachung der Netze bleibt derweil eine komplexe Aufgabe. Zwar sieht das Telekommunikationsgesetz alle zwei Jahre eine Überprüfung durch unabhängige Stellen oder nationale Behörden vor. Doch die Ergebnisse dieser Audits werden als Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse der Netzbetreiber eingestuft. Die Verantwortung für die Cybersicherheit liegt so primär bei den Firmen selbst, die unter Aufsicht der Bundesnetzagentur und des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) technische Schutzmaßnahmen ergreifen müssen.

Mit diesem Kurs setzt Deutschland nationale Sicherheitsinteressen vor wirtschaftliche Erwägungen und folgt damit den Empfehlungen der 5G-Toolbox der EU. Für Huawei und ZTE markiert dieses Abkommen das absehbare Ende ihrer Ära als Kernlieferanten für den deutschen Mobilfunkmarkt.


(mack)



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Neue Filme und Serien bei Netflix, Disney+ und Amazon Prime im April 2026


Zu den Streaming-Highlights im April gehören unter anderem die fünfte Staffel von „The Boys“ sowie die zweite Staffel der Dramaserie „Beef“. Außerdem geht bei Disney+ mit „Malcolm Mittendrin: Unfair wie immer“ die Neuauflage der beliebten Kult-Sitcom an den Start.

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Die zweite Staffel von „Beef“ knüpft an die eskalierende Fehde der ersten Staffel an, in der zwei scheinbar gewöhnliche Menschen, Danny Cho (Steven Yeun) und Amy Lau (Ali Wong), durch einen banalen Vorfall auf einem Baumarktparkplatz in eine Spirale aus Wut, Frust und Selbstzerstörung geraten. Obwohl das Prinzip der Story in Staffel 2 in etwa gleich bleibt, hat sie nichts mit den Personen oder Geschehnissen aus Staffel 1 zu tun. Das dramatische Spektakel findet dieses Mal in einem Country Club statt, wo den äußerst wohlhabenden Gästen jeder Wunsch von den Lippen abgelesen wird.

Mit von der Partie sind unter anderem Josh (Oscar Isaac), der Geschäftsführer und gleichzeitig der Ehemann von Lindsay (Carey Mulligan) sowie der Fitnesstrainer Austin (Charles Melton) und seine Verlobte Ashley (Cailee Spaeny). Alle vier verbringen mehr als nur ihren beruflichen Alltag in dem renommierten Country Club, der unter dem strengen Blick der Milliardärin und Vorsitzenden Park (Youn Yuh-jung) geführt wird. Die zweite Staffel von „Beef“ startet am 16. April 2026 bei Netflix.

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Trailer zu „Beef“

Ab dem 8. April 2026 läuft bei Amazon Prime Video die fünfte und gleichzeitig letzte Staffel der erfolgreichen, schwarzhumorigen Superheldenserie „The Boys“. Die Serie spielt in einer Welt, in der Superhelden (die sogenannten „Supes“) von einem mächtigen Konzern („Vought“) vermarktet und von der Öffentlichkeit wie Filmstars gefeiert werden. Eine Gruppe von Außenseitern, angeführt von William „Billy“ Butcher (Karl Urban), versucht, die düsteren Machenschaften dieser Helden aufzudecken und sie zur Rechenschaft zu ziehen.

Butchers Erzfeind ist Homelander (Antony Starr), der Anführer des Superheldenteams „The Seven“, mit dem er eine ganz persönliche Rechnung zu begleichen hat. Zwischen den Protagonisten und ihrer Gefolgschaft entwickelt sich ein dramatischer Krieg, der in Form von gewalttätigen Auseinandersetzungen, persönlichen Konflikten und politischen Machtspielen ausgetragen wird. In der 5. Staffel von „The Boys“ soll die Schlacht zwischen den verfeindeten Super- und Antihelden nun ihren finalen Höhepunkt erreichen.

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Trailer zu „The Boys“

„Malcolm Mittendrin: Unfair wie immer“ macht dort weiter, wo die Kultserie „Malcolm Mittendrin“ nach sieben erfolgreichen Staffeln im Jahr 2006 aufhörte. Die Handlung der Sitcom dreht sich nach wie vor um die Familie Wilkerson und ihr chaotisches Zusammenleben. In der Neuauflage gibt es ein Wiedersehen mit allen Figuren der Originalserie, die, bis auf Dewey und Jamie von den ursprünglichen Darstellern gespielt werden. Zur Familie Wilkerson gehören die fünf Söhne Malcolm (Frankie Muniz), Dewey (Caleb Ellsworth-Clark), Reese (Justin Berfield), Francis (Christopher Masterson) und Jamie (Anthony Timpano) sowie die Eltern Hal (Bryan Cranston) und Lois (Jane Kaczmarek).

Rund 20 Jahre nach den Ereignissen der Originalserie steht Malcolm wieder im Mittelpunkt, allerdings dieses Mal zunächst bei seiner eigenen Familie. Malcolm ist mittlerweile glücklich verheiratet und hat eine Tochter. Dieses Glück konnte er nach seiner eigenen Auffassung nur erlangen, weil er sich vollständig von seinen Brüdern und Eltern abwendete und seitdem jeden Kontakt vermeidet. Die Turbulenzen, die er mit diesem harten Schritt hinter sich gelassen hat, finden jedoch den Weg zurück in Malcolms Leben, als er zum 40. Hochzeitstag seiner Eltern in seine Heimat zurückkehrt. „Malcolm Mittendrin: Unfair wie immer“ läuft ab dem 10. April 2026 bei Disney+ als Miniserie mit vier Episoden.

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Trailer zu „Malcolm Mittendrin: Unfair wie immer“

Die folgende Tabelle zeigt alle neuen Filme und Serien, die im April bei Netflix, Disney+ und Amazon Prime Video erscheinen und im Abopreis inbegriffen sind. Titel, die bei Amazon ausschließlich zum Einzelkauf oder zum Leihen verfügbar werden, sind nicht angegeben.

Disney+ Release
Filme
King Kong 01.04.
Mamma Mia! – Der Film 01.04.
Mamma Mia! Here We Go Again 01.04.
Die Braut des Prinzen 01.04.
Marvels „The Hulk” 01.04.
Micky+ Kurzgeschichten: Micky + Spidey 03.04.
Pizza Movie 03.04.
Brothers in Exile 06.04.
Deion’s Double Play 06.04.
Doc & Darryl 06.04.
The Good, the Bad, the Hungry 06.04.
Long Gone Summer 06.04.
Muhammad and Larry 06.04.
Survive and Advance 06.04.
Disneynatures „Orangutan” 22.04.
Theresa Wolff – Passion 29.04.
Serien
Den Sommer feiern mit Donna Hay: Staffel 1 01.04.
Dear Killer Nannies: Großgezogen von Mafia-Auftragskillern: Staffel 1 01.04.
HIP: Ermittlerin mit Mords-IQ: Staffel 1-4 01.04.
Die geheimnisvolle Welt der Bienen: Staffel 1 01.04.
Raising Chelsea: Staffel 1 02.04.
Star Wars: Maul – Shadow Lord: Staffel 1 06.04.
The Testaments: Die Zeuginnen: Staffel 1 08.04.
The Handmaid’s Tale – Der Report der Magd: Staffel 1-6 08.04.
Perfect Crown: Staffel 1 10.04.
Malcolm Mittendrin: Unfair wie immer: Staffel 1 10.04.
Sisi: Staffel 1-4 15.04.
Disney Jr. Arielle: Die kleine Meerjungfrau: Staffel 2 22.04.
SuperKitties: Staffel 3 22.04.
Anaon – Hüter der Nacht: Staffel 1 22.04.
Ghosts: Staffel 1 22.04.
In aller Freundschaft: Staffel 19-26 22.04.
Loriot – Die Fernseh-Edition: Staffel 1-4 22.04.
Schloss Einstein: Staffel 13 22.04.
Schloss Einstein: Staffel 24-26 22.04.
Sherlock: Staffel 1-4 22.04.
We’ll be fine: Staffel 1 23.04.
Grisu – Der kleine Drache: Staffel 1
Amazon Release
Filme
Spectre 01.04.
House of Gucci 01.04.
Skyfall 01.04.
James Bond 007 – Ein Quantum Trost 01.04.
James Bond 007 – Casino Royale 01.04.
James Bond 007 – Keine Zeit zu sterben 01.04.
Megamind: Der Knopf des Verbrechens 01.04.
Der Fall Collini 02.04.
Ready or Not 02.04.
Mission: Impossible – Fallout 02.04.
Stromberg – Wieder alles wie immer 05.04.
Sonic the Hedgehog 1+2 09.04.
The Longest Ride 10.04.
Kung Fu In Rome 11.04.
The Maze Runner 1-3 11.04.
Pompeii 12.04.
Auslöschung 15.04.
The Dark Knight 15.04.
Batman v. Superman: Dawn of Justice 15.04.
Balls Up 15.04.
Batman Begins 15.04.
The Exorcism 16.04.
Jerry West: Das Logo 16.04.
Nachts im Museum 1-3 16.04.
Waiting for the Barbarians 17.04.
Venganza 17.04.
Project Darwin 17.04.
Zack Snyder’s Justice League 19.04.
Sugar Baby 19.04.
Gone Girl – Das perfekte Opfer 20.04.
Dune 20.04.
Love Again 21.04.
Super Charlie 23.04.
Wild Robot 24.04.
American Sniper 25.04.
Pretty Woman 25.04.
Never Let Go 26.04.
Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn 28.04.
Chroniken der Unterwelt 30.04.
The Astronaut 30.04.
Serien
Schnick Schnack – Pumuckl treibt Schabernack 01.04.
Nippon Sangoku: Die drei Nationen der roten Sonne: Staffel 1 05.04.
The Boys: Staffel 5 08.04.
The Handmaid’s Tale: Staffel 6 08.04.
Fist of The North Star: Staffel 1 11.04.
Bones: Staffel 1-12 13.04.
Absolute Value of Romance: Staffel 1 17.04.
American Gladiators: Staffel 1 17.04.
Kevin: Staffel 1 20.04.
Brooklyn Nine-Nine: Staffel 1-8 20.04.
Mission Unknown: The Unexpected: Staffel 2 22.04.
LOL: Chi Ride È Fuori: Staffel 6 23.04.
Cangaco Novo: Staffel 2 24.04.
Cochinas: Staffel 1 24.04.
Pam & Tommy: Staffel 1 27.04.
Das Geisterhaus: Staffel 1 29.04.
Netflix Release
Filme
Eat Pray Bark – Therapie auf 4 Pfoten 01.04.
Podlachien – Alle für eine 01.04.
The Giant Falls 01.04.
Sarah Millican: Late Bloomer 01.04.
WWE SummerSlam: 2025, Survivor Series: 2025, Royal Rumble: 2026 01.04.
Moriah Wilson: Die tragische Wahrheit 03.04.
Fühlt ihr meine Stimme? 03.04.
Sheng Wang: Purple 07.04.
Untold: Chess Mates 07.04.
Vertrau mir: Der falsche Prophet 08.04.
Transformers One 09.04.
18th Rose 09.04.
Thrash 10.04.
Tyson Fury vs. Arslanbek Makhmudov 11.04.
Noah Kahan: Out of Body 13.04.
Untold: Jail Blazers 14.04.
The Middle: Staffel 1 – 9 15.04.
Ronaldinho: The One and Only 16.04.
180 17.04.
Roommates 17.04.
Eine Gorilla-Story erzählt von David Attenborough 17.04.
WWE WrestleMania: Ausgabe 42: 2026 18.04.
Joker: Folie à Deux 18.04.
Lilly und die Kängurus 18.04.
Supernova Strikers: Genesis 20.04.
Untold: The Shooting at Hawthorne Hill 21.04.
Lainey Wilson: Keepin‘ Country Cool 22.04.
This Is a Gardening Show 22.04.
Smile 2: Siehst du es auch? 22.04.
Apex 24.04.
Teen Lover 26.04.
Schattenseite 29.04.
Should I Marry A Murderer? 29.04.
Bonjour Agneta 29.04.
Serien
Liebe im Spektrum: Staffel 4 01.04.
Die Gangster Gang: Die Serie: Staffel 2 02.04.
Sins of Kujo 02.04.
XO, Kitty: Staffel 3 02.04.
Alkhallat+: The Series 02.04.
Agent from Above 02.04.
The Ramparts of Ice 02.04.
Bloodhounds: Staffel 2 03.04.
Knokke Off: Staffel 3 03.04.
Maamla Legal Hai: Staffel 2 03.04.
Clans: Staffel 2 03.04.
Big Mistakes 09.04.
Bandi – Unter Geschwistern 09.04.
Turn of the Tide: Season 3 10.04.
Zuhause bei den Furys: Staffel 2 12.04.
Crooks: Staffel 2 14.04.
Million Dollar Secret: Staffel 2 15.04.
Fake Profile: Season 3 15.04.
Made with Love 15.04.
Das Gesetz nach Lidia Poët: Staffel 3 15.04.
BEEF: Staffel 2 16.04.
Alpha Males: Season 5 17.04.
We Are All Trying Here 18.04.
CoComelon: Unser Viertel: Staffel 7 20.04.
Funny AF with Kevin Hart 20.04.
Unchosen 21.04.
Santita 22.04.
Sold Out on You 22.04.
Stranger Things: Tales from ‘85 23.04.
Flunked 23.04.
Running Point: Staffel 2 23.04.
Straight to Hell 27.04.
Man on Fire 30.04.

Disney+ besuchen

Netflix besuchen

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(sem)



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