Künstliche Intelligenz
Mit Reverse Engineering Packer und API-Hooking verstehen
Im ersten Artikel dieses Tutorials standen API-Aufrufe im Fokus. Während einige Aufrufnamen selbsterklärend sind, erschließt sich die Funktion anderer nur schwer. Glücklicherweise dokumentiert Microsoft die Windows-API-Aufrufe umfassend, inklusive Zweck, Eingaben (Parametern) und Ausgaben, was die Analyse erheblich erleichtert. Gerade deshalb versuchen viele Schadprogramme, ihre API-Aufrufe zu verbergen, beispielsweise durch Packing.
Beim Packing wird die ursprüngliche Schadsoftware komprimiert, verschleiert, verschlüsselt oder anderweitig codiert und zusammen mit Assemblercode, der den Entpackalgorithmus enthält, in eine neue ausführbare Datei eingebettet. Das soll zum einen verhindern, dass Schutzprogramme die Schadsoftware erkennen, und zum andern den Originalcode so verbergen, dass eine Analyse der Funktionsweise erschwert wird.
- Malware nutzt Packing, um bösartigen Code zu verschleiern und statische Analysen zu erschweren.
- Weitere Tarnung erfolgt durch API-Hooking, bei dem das Verhalten legitimer Programme gezielt verändert wird.
- Mit den richtigen Tools lassen sich Packer enttarnen und Hooking-Techniken aufdecken.
Nadia Meichtry ist Digital-Forensics- und Incident-Response-Spezialistin bei der Oneconsult AG. Sie unterstützt bei der Bewältigung und Untersuchung von Cybervorfällen.
Freie Werkzeuge für Verteidiger und Angreifer
Packing lässt sich mit frei verfügbaren Werkzeugen durchführen. Ein bekanntes Beispiel ist UPX (Ultimate Packer for Executables), einer der wenigen Packer mit integrierter Entpackfunktion, der mit einem einzigen Befehl entpackt wird. Malware-Entwickler können UPX jedoch auch modifizieren, um das Entpacken für Reverse Engineers zu erschweren. Darüber hinaus existieren viele andere Packer. Kommerzielle Produkte wie Themida bieten zusätzliche Funktionen wie Codeverschlüsselung, Anti-Analyse und Anti-Debugging. Manche Hackergruppen setzen auch eigens entwickelte maßgeschneiderte Packer ein, die exklusiv für ihre Kampagnen verwendet werden und deutlich schwieriger zu entpacken sind.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Mit Reverse Engineering Packer und API-Hooking verstehen“.
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Künstliche Intelligenz
Strafverfolgung: Fast alle Meldungen ans BKA erfolgen durch „Trusted Flaggers“
Seit Anfang 2024 bis Mitte 2025 hat die Zentrale Meldestelle für strafbare Inhalte im Internet (ZMI) beim Bundeskriminalamt (BKA) insgesamt 36.015 Meldungen erhalten. Der Großteil dieser Eingaben stammte von drei sogenannten vertrauenswürdigen Hinweisgebern (Trusted Flaggers): den Meldestellen Respect! und Hessen gegen Hetze sowie den Landesmedienanstalten. Das geht aus einer jetzt veröffentlichten Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion hervor.
Allein im zweiten Quartal dieses Jahres gingen laut der Auskunft 6073 der insgesamt 6241 Meldungen auf das Konto von Trusted Flaggers. Die wichtigste Rolle spielte dabei Hessen gegen Hetze mit 4312 Hinweisen an die ZMI. Im ersten Quartal 2025 sah es ähnlich aus: 4682 Meldungen vertrauenswürdiger Hinweisgeber stehen 504 Eingaben aus „sonstigen“ Quellen wie vom BKA direkt oder Meldungen nach dem Digital Services Acts (DSA) entgegen.
Die ZMI gibt es seit 1. Februar 2022, um strafbare Inhalte im Netz mit Schwerpunkt auf digitale Gewalt, Hass und Hetze zentral zu erfassen, auf Relevanz zu prüfen und an die zuständigen Strafverfolgungsbehörden weiterzuleiten. Politiker und das BKA rechneten schon aufgrund der im früheren Netzwerkdurchsetzungsgesetz verankerten Meldepflicht mit rund 250.000 Eingaben jährlich, aus denen sich 150.000 neue Strafverfahren ergeben könnten. Doch der von Bürgerrechtlern befürchtete massenhafte Transfer von Nutzerdaten blieb zunächst aus.
Funktion der Trusted Flaggers
Neben staatlichen Stellen spielen nun zivilgesellschaftliche Organisationen eine immer wichtigere Rolle. Den Status eines Trusted Flaggers vergibt die Bundesnetzagentur. Diese Hinweisgeber sind direkt in den Meldeprozess der ZMI eingebunden. Die Regulierungsbehörde betont deren Unabhängigkeit: Es handle sich „stets um Organisationen, die über besondere Sachkenntnis und Expertise im Erkennen und Melden rechtswidriger Inhalte verfügen“.
Im genannten Zeitraum erhielt die ZMI 22.009 Meldungen zu Postings auf Elon Musks Plattform X, 5839 zu Beiträgen auf Facebook und 868 betrafen Instagram. 2798 Hinweise bezogen sich auf TikTok, 454 auf YouTube, 792 auf Telegram sowie 3255 auf sonstige Plattformen. WhatsApp betrachtet die Stelle nicht separat.
Weiterleitung an lokal zuständige Strafverfolger
In den anderthalb Jahren stufte die ZMI 30.873 Meldungen als strafrechtlich relevant ein, 4745 sortierte sie aus. 22.957 Hinweise ordnete sie dem Phänomenbereich politisch motivierter Kriminalität rechts zu – also die große Mehrheit. Dagegen stehen nur 233 Fälle aus dem linken Spektrum. Besonders viele Meldungen bezogen sich auf Straftaten gegen Personen des politischen Lebens, etwa Beleidigungen, üble Nachreden und Verleumdungen, sowie auf die Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen.
Als strafrechtlich relevant erkannte Inhalte leitet die ZMI an die lokal verantwortlichen Behörden weiter. Sie kann aber keine Informationen über den weiteren Verlauf der Ermittlungen oder Gerichtsverfahren sammeln. Ihre Erfolgsquote wird anhand der Fähigkeit bemessen, eine örtlich zuständige Strafverfolgungsbehörde festzustellen. Bei 87 Prozent der bearbeiteten Fälle konnte die ZMI eine solche im Inland oder einen möglichen Aufenthaltsort im Ausland feststellen. Die höchsten Trefferzahlen gab es bei Meldungen auf Facebook (94 Prozent), gefolgt von X und Instagram (je 85 Prozent). Partnern gibt die ZMI mittlerweile monatliche Rückmeldungen über die Ergebnisse der strafrechtlichen Erstbewertung, damit sie ihre Meldepraxis verbessern können.
(mki)
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Meta Ray-Ban Smart Glasses bekommen Zugriff auf Outlook- und Google-Kalender
Mit dem neuen Update Version 18.0 lässt sich über die Meta-AI-App der persönliche Google- oder Outlook-Kalender direkt mit den Ray-Ban Smart Glasses koppeln. Dadurch können Nutzer etwa Termine per Sprachsteuerung abfragen oder neue Einträge diktieren. Als Beispielbefehle nennt Meta „Hey Meta, um wie viel Uhr ist mein erstes Meeting morgen?“ und „Hey Meta, trage Yoga morgen um 9 Uhr in meinen Kalender ein“. Die Einrichtung ist optional und erfolgt in der App über die Einstellungen im Bereich „App-Verknüpfungen“.
Erinnerungen mit Ortsangabe und Audible-Steuerung
Ebenfalls neu ist die Möglichkeit, Erinnerungen mit Ortsangabe zu speichern. Wenn die Ortungsdienste aktiviert sind, merkt sich die Brille, wo Nutzer eine Notiz erstellt haben. So kann Meta AI später beantworten, wann und wo die Erinnerung verfasst wurde, was hilfreich bei To-dos sein kann, die an bestimmte Orte gebunden sind. Auch die Kameraleistung hat Meta verbessert. Das Aufnehmen von Fotos, Videos oder Livestreams soll nun schneller starten. Damit reagiert der Facebook-Konzern auf Nutzer-Feedback, das gelegentlich auftretende Verzögerungen beim Auslösen bemängelte.
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Neben den genannten Neuerungen gibt es auch wieder Verbesserungen, die vorerst nicht in deutscher Sprache zur Verfügung stehen. Hörbuch-Fans können ab sofort in englischsprachigen Regionen Amazons Audible per Sprachbefehl ansteuern, sofern dort sowohl die Audible- als auch die Meta-AI-App verfügbar sind. Für Kreative gibt es in englischsprachigen Regionen ein neues Kamera-Feature: Mit dem Befehl „Hey Meta, restyle this“ lässt sich ein aufgenommenes Bild automatisch in verschiedene Stilrichtungen umwandeln. Der KI-Assistent wählt dabei selbstständig Designs aus und speichert das Ergebnis.
Seit Juli unterstützt der Sprachassistent auf der smarten Brille auch Deutsch. Damit lassen sich Fragen stellen, Inhalte aufnehmen oder Anrufe und Nachrichten beantworten. Die Sprachoption wurde, wie alle Meta-Updates, stufenweise ausgerollt, wodurch nicht alle Nutzer in Deutschland gleichzeitig die neue Auswahlmöglichkeit der Meta-AI-App vorgefunden haben. Auch das aktuelle Update wird wieder stufenweise ausgerollt und gilt sowohl für die Ray-Ban Meta Smart Glasses als auch für die Oakley-Variante.
(joe)
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