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Moltbot ist OpenClaw: Sehr gefährlich und hilfreich zugleich
OpenClaw fungiert als lokale AI-Assistenz mit Messaging-Zugriff, birgt aber massive Sicherheitslücken. Und mit Moltbook haben OpenClaw Bots sogar eine neue Social-Media-Heimat, in der sie diskutieren können.
Erst hieß es Clawdbot, dann Moltbot, jetzt OpenClaw: Das offene KI-Projekt von Peter Steinberger ist zum viralen AI-Assistance-Hit avanciert und hat auf GitHub bereits knapp 150.000 Sternebewertungen erhalten. OpenClaw ermöglicht es dir, deinen eigenen Assistant mit jedem Betriebssystem und auf jedem Gerät laufen zu lassen und ihn über populäre Messaging-Dienste wie WhatsApp, Slack oder Google Chat zu steuern.
Neben Umbenennungen stehen für das Projekte, das zuletzt in der Tech-Welt in aller Munde war, aber aktuell vor allem Sicherheitsbedenken im Fokus – während KI-kreierte OpenClaw Bots sogar ein eigenes Social Network ohne Menschen bevölkern.
Das ist OpenClaw: Deine Infrastruktur, deine Daten, dein Risiko
In einem Blog Post erklärt Peter Steinberger, der Erfinder von OpenClaw, was es mit seinem Projekt auf sich hat. Zunächst hieß die Agent Platform ClawdBot. Das war eine Wortspiel, mit dem Steinberger an die KI Claude von Anthropic erinnern wollte. Doch Anthropic drohte mit juristischen Konsequenzen, sodass das Projekt in Moltbot umbenannt wurde. Dazu erklärt der Macher:
Moltbot came next, chosen in a chaotic 5am Discord brainstorm with the community. Molting represents growth – lobsters shed their shells to become something bigger. It was meaningful, but it never quite rolled off the tongue.
Also musste noch ein neuer Name her. Seit dem 29. Januar 2026 ist das OpenClaw. Der Name soll andeuten, dass das Projekt offen für alle ist, während die Anlehnung an den Hummer als eine Art Maskottchen gewahrt bleibt. Zusammen mit dem Rebranding gab es noch Updates für die Agent Platform. User können eine Verküpfung mit noch mehr Chat-Systemen wie Google Chat und Twitch herstellen. Außerdem werden Modelle wie KIMI K2.5 und Xiaomi MiMo-V2-Flash unterstützt und im Web Chat können Bilder wie in Messenger gesendet werden.
Grundsätzlich können mit OpenClaw, das als Wochenendprojekt begann und dann binnen einer Woche über zwei Millionen Besucher:innen generierte, AI Assistants für den Eigenbedarf auf sämtlichen Geräten kreiert werden. Damit muss die Assistenz nicht in einer Cloud von Tech-Unternehmen agieren und die Infrastruktur und Daten der User sind über das eigene Gerät verwaltet. Das klingt verlockend, vor allem wenn man die Weitergabe von Aufgaben wie Mailings, Ordner-Sortieren oder Web-Suche einfach über eine favorisierte Messaging App steuern kann. Doch dieses zuletzt extrem populär gewordene Projekt brigt große Risiken.
OpenClaw mit Sicherheitslücken
Die Sicherheit ist das priorisierte Ziel für die OpenClaw-Entwicklung, betont auch Peter Steinberger. Kein Wunder, denn das Projekt kommt derzeit noch mit einigen Sicherheitsproblemen daher. Das zeigt nicht zuletzt der umfassende Test von Heise.
Ein Problem besteht zum Beispiel darin, dass es Lücken zum Einschleusen von Code-Elementen gibt. Dirk Knop berichtet für Heise von einer Schwachstelle in der Bedienoberfläche, die Anfragen ohne Prüfung Vertrauen schenkt. Böswillige Akteur:innen können mit zum Gateway in den WebSocket-Verbindungsdaten übertragenen Zugriffstokens bei Klicks auf bösartige Websites oder vorgefertige Fraud Links Kontrolle über die Tokens im eigenen Server erhalten und sich auf dem Gateway anmelden. Dann haben die die Möglichkeit, Einstellungen zu verändern. Die Version Version 2026.1.29 soll das Problem schon behoben haben, ein Update ist also zwingend erforderlich.
Dennoch gibt es Bedenken, da beispielsweise auch betrügerische Download-Dateien – die aufgrund der doppelten Namensänderung eher angenommen werden könnten – mit ähnlichen Namen bei den Usern landen und auf ihren Geräten Schaden anrichten könnten. Versuche, sogenannte Typosquat Domains aufzubauen, gab es schon. Des Weiteren gibt es kein ausgearbeitetes Sicherheits-Backup für die Nutzung, bei der User diverse Daten und Zugriffe mit der AI-Assistenz teilen könnten. Expert:innen von Cisco nennen das Projekt gar einen „Sicherheitsalbtraum“. Die Verbindung mit Messaging-Diensten erweitert die Angriffsfläche für Scammer und Hacker und vor Prompt Injection und Hacks, die API Keys erbeuten, ist das Projekt ebenfalls nicht gefeit. Wer also OpenClaw ausprobiert, sollte absolute Sicherheitsvorkehrungen antellen und die Zugriffsrechte prüfen.
Die OpenClaw Bots verbinden sich in Agent-Socia-Netzwerk à la Reddit
Mit OpenClaw erstellte Agents tummeln sich unterdessen schon in einem neuen Netzwerk namens Moltbook. Dort diskutieren anschneinend KI-kreierte Agens untereinander ihre Erfahrungen und Aufgaben, aber auch aktuelle Ereignisse. Ob allerdings alle Posts genuin von den Bots abgesetzt oder doch durch Prompts von menschlichen Usern generiert werden, ist nicht ganz klar. Menschen können ihre AI Agents dort anmelden, Agents können es aber auch von sich aus tun.

Die Plattform erinnert an Reddit, sowohl von der Farbgebung und Maskottchenansicht als auch vom Aufbau her. Diese Plattform stammt aber nicht von OpenClaw und Peter Steinberger, sondern von Matt Schlicht, CEO von Octane AI. Das geht aus den Website-Informationen hervor. Diese Moltbook-Social-Media-Infrastruktur muss nicht auf Bots beziehungsweise Agents von OpenClaw beschränkt sein. Sie zeigt einen nächsten Schritt der agentischen KI-Entwicklung im Web mit seinen aufsehenerregneden und hochinteressanten Facetten, aber auch mit all seinen Gefahren. Schließlich können auch böswillig agierende oder gehackte Agents auf Moltbook mitdiskutieren, selbst wenn die Plattform Verifizierungsanfragen stellt.
OpenClaw, Moltbook und Co. dürften nur einige erste Ausläufer einer KI-Revolution im Web sowie auf den Geräten zahlreicher User sein, die die AI-Assistenz und die Eigenständigkeit der Agents völlig neu denkt. Die Möglichkeiten erscheinen kaum begrenzt, wohl oder übel.
Nano Banana und automatisches Browsing in Chrome:
Gemini Update erinnert an Atlas

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Instagram plant Exit Feature für die Close Friends List
Konkret erklärt Adam Mosseri:
We’re focusing on ways that AI can help us to do what we already do.
Gemeint ist: KI soll Instagram besser darin machen, Menschen relevante Inhalte zu zeigen und Creatorn Werkzeuge zu geben, mit denen Ideen schneller umsetzbar sind. Vor allem die Bereiche Algorithmus, Content-Kreation, Suche und Vernetzung stehen im Fokus.
Für dich als Nutzer:in heißt das vor allem, dass der Algorithmus noch stärker auf dein tatsächliches Verhalten reagiert. Was du komplett anschaust, speicherst, likest, kommentierst oder mehrfach abspielst, wird wichtiger als Follow-Beziehungen. Der Algorithmus richtet sich weniger danach, wem du irgendwann gefolgt bist, sondern stärker danach, was dein Verhalten über deine Interessen verrät. Gleichzeitig soll KI aber auch besser erkennen, welche Inhalte von Freund:innen für dich relevant sind, damit diese nicht im Strom aus Reels und Empfehlungen untergehen.
Creatorn sollen die angekündigten KI-gestützten Tools helfen, die Produktion und Aufbereitung von Content zu vereinfachen. Gleichzeitig wird entscheidender, ob ein Reel oder Post inhaltlich in bestimmte Interessensfelder passt. Signale wie Watchtime, Interaktionen und Themenbezug fließen direkt in die Verteilung ein. Wer Aufmerksamkeit hält, wird eher ausgespielt.
Beim Thema Auffindbarkeit spielt KI künftig ebenfalls eine größere Rolle. Mosseri beschreibt, dass Künstliche Intelligenz dabei helfen soll, die Suche zu verbessern, sodass alle User Inhalte finden können, die sie wirklich interessieren. Instagram soll mehr wie ein Ort funktionieren, an dem du gezielt Inhalte zu einem Thema findest – nicht nur zufällig im Feed darauf stößt.
Close Friends: Du entscheidest, ob du noch „nah“ sein willst
Parallel testet Instagram ein Feature, das direkt in soziale Dynamiken eingreift. Nutzer:innen könnten sich künftig selbst aus der Close Friends-Liste anderer entfernen.
Bisher ist Close Friends einseitig. Jemand setzt dich auf die Liste, du siehst private Stories mit grünem Ring. Ob sich das für dich noch richtig anfühlt, spielt keine Rolle. Gerade bei Ex-Beziehungen, alten Freundschaften oder losen Kontakten kann das unangenehm werden: Du bekommst Einblicke, die eigentlich zu nah sind.
Die geplante Option würde erlauben, sich aus dieser Liste zu nehmen. Offenbar mit Hinweis, dass der Schritt auffallen könnte. Das Feature ist noch in Entwicklungsstadium.
Die 10 Top-Emojis auf Social Media 2025
– und diese kommen 2026
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TikTok ist back – doch die Erklärung wackelt
Der Sturm in weiten Teilen der USA soll die Ursache für TikToks vergangene Ausfälle gewesen sein. Doch viele Nutzer:innen zweifeln an dieser Erklärung. Schließlich traten die Störungen genau in einer Phase auf, in der die Plattform unter neuer Führung läuft, die politisch als Trump-nah gilt – und zugleich Berichte über eingeschränkte Sichtbarkeit von Beiträgen kursieren, die dem US-Präsidenten missfallen könnten.
Nach tagelangen Ausfällen in den USA sagt TikTok jetzt: Die App läuft wieder. Verantwortlich sei der heftige Wintersturm gewesen, der die US-Ostküste im Griff hatte und dabei auch ein wichtiges, von Oracle betriebenes Rechenzentrum traf und dort einen Stromausfall auslöste, so das USDS Joint Venture TikTok. Dadurch seien Netzwerk- und Speicherprobleme entstanden, die zehntausende Server betrafen. Posten, Videos entdecken, Likes und Views in Echtzeit sehen – vieles ging zeitweise nicht.
Doch viele halten die Erklärung für zu bequem. Denn die Störungen trafen genau den Moment, in dem TikTok in den USA unter einer neuen Struktur läuft, die als politisch Trump-nah eingeordnet wird. Als Reichweiten plötzlich einbrachen, die For You Page teils stehenblieb, neue Videos nicht ausgespielt wurden und Likes oder Kommentare verzögert oder gar nicht angezeigt wurden, deuteten viele das nicht nur als Technikproblem, sondern als mögliche Einschränkung politischer Inhalte. TikTok spricht von einer technischen Kettenreaktion – doch das Timing lässt das Misstrauen nicht verschwinden.
„TikTok is GONE“
– User berichten von riesiger Veränderung in den USA
Störung trifft auf strukturellen und politischen Umbruch
Die US-Version von TikTok steht seit dem Neustart unter neuer Führung massiv in der Kritik. Schon in den ersten Tagen häuften sich Beschwerden, viele Nutzer:innen suchten nach Alternativen oder löschten die App direkt. Laut Sensor Tower-Daten stieg die Zahl der TikTok-Löschungen innerhalb weniger Tage um 150 Prozent im Vergleich zu den Monaten zuvor – ein signifikanter Ausschlag zugunsten neuer Player.
Die Kurzvideo-App Skylight wuchs nach dem Deal auf über 380.000 Nutzer:innen, während Upscrolled laut AppFigures binnen weniger Tage 41.000 Downloads verzeichnete. Teilweise meldeten diese bislang kaum bekannten Apps sogar Server-Probleme durch den plötzlichen Andrang.
TikTok selbst versucht, die Lage zu beruhigen. In einem offiziellen Statement heißt es, die App sei nach einem schweren, wetterbedingten Ausfall wiederhergestellt worden.
TikTok service restored. pic.twitter.com/Pn3ZSTmKU3
— TikTok USDS Joint Venture (@tiktokusdsjv) February 1, 2026
TikTok wieder da, aber das Vertrauen (noch) nicht
Technisch klingt Sturmerklärung auf den ersten Blick plausibel. Sie erklärt, warum Server ausfallen und warum Funktionen wie Posting, Likes oder Views zeitweise gestört waren. Doch der Zeitpunkt und der politische Kontext lassen viele Nutzer:innen an dieser Erklärung zweifeln. Der Ausfall fiel exakt in die Phase, in der das US-Geschäft von TikTok unter einer neuen, mehrheitlich US-kontrollierten Struktur läuft, die von einigen Branchenexpert:innen politisch Trump-nah eingeordnet wird – insbesondere weil führende Investor:innen wie Oracle eng mit dem US-Präsidenten verbunden sind.
Es häufen sich Berichte darüber, dass TikTok offenbar Reichweite für politisch sensible Themen drosselt. Nutzer:innen berichten etwa, dass Videos über Einsätze der Einwanderungsbehörde ICE, Proteste in Minneapolis oder kritische Beiträge zu Donald Trump ungewöhnlich wenige Views bekommen oder kaum hochgeladen werden konnten. Laut der Los Angeles Times hat das sogar Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom veranlasst, offiziell zu prüfen, ob Trump-kritische Inhalte systematisch benachteiligt werden.
Gleichzeitig legt der Vorfall offen, wie anfällig die stark zentralisierte Infrastruktur großer Plattformen ist. Wenn Posting, Discoverability und Leistungsmetriken gleichzeitig ausfallen, trifft das Creator und Marketer wirtschaftlich direkt. Views sind Einnahmegrundlage, Watchtime ist Argument gegenüber Partner:innen, Performance-Daten sind Planungsbasis. Fallen diese Signale weg, bleibt nicht nur Frust – sondern Zweifel daran, wie verlässlich TikTok als Marketing-Umfeld noch ist.
Das musst du über das neue US TikTok wissen

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Kampagne zur Fußball-WM: Coca-Cola macht Joshua Kimmich zum deutschen Lamine Yamal
Coca-Cola startet seine WM-Kampagne in Deutschland
Nach der weltweiten Kampagne startet Coca-Cola seine WM-Kommunikation nun auch in Deutschland. Die entscheidende Wendung gibt der Story anders als im globalen TV-Spot aber nicht der spanische Ausnahmekicker Lamine Yamal, sondern Joshua Kimmich. Die Rollenverteilung in dem Spot bleibt gewöhnungsbedürftig.
Bubbling Up
Das ist die Kampagne von Coca-Cola zur Fußball-WM
Vom 11. Juni bis 19. Juli findet die Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko statt. Für Hauptsponsor Coca-Cola ist das Mega-Event, bei dem erstmals 48 Teams antreten, vor allem eine große Chance. Um den Coke-Konsum im Sommer weltweit anzukurbeln, schaltet der Getränkeriese bereits jetzt werblich einen Gang höher. …
erinnert Evelyne De Leersnyder.
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