Künstliche Intelligenz
NASA setzt neue Generalprobe für Artemis-2-Mission an
In der vergangenen Woche musste ein Betankungstest der Mondrakete Space Launch System (SLS) abgebrochen werden, weil es zu einem Problem beim Durchfluss des flüssigen Wasserstoffs kam. Die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics And Space Administration (NASA) hat für Ende dieser Woche eine neue Generalprobe für den Start der Mission Artemis 2 angesetzt.
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Am 12. Februar führte die NASA einen Teilbetankungstest der Rakete durch. Dabei sollten einige neue Dichtungen getestet werden. Sie waren nach der Generalprobe vor zwei Wochen ausgetauscht worden, als Wasserstofflecks auftraten. An derselben Stelle waren bereits bei der unbemannten Mission Artemis 1 vor drei Jahren Probleme aufgetreten. Der für Anfang Februar geplante Start wurde daraufhin verschoben.
Bei der Betankung sei der Fluss des flüssigen Wasserstoffs verringert worden, teilte die NASA mit. Der Grund war wahrscheinlich ein Filter in einer Leitung der Bodenausrüstung. Dieser sei inzwischen ausgetauscht, sodass eine Generalprobe, im Fachjargon Wet Dress Rehearsal genannt, in dieser Woche stattfinden könne.
50-stündige Generalprobe
Der Wet Dress Rehearsal startet am heutigen Dienstagabend (Ortszeit Florida) und wird fast 50 Stunden dauern, bis zum 19. Februar um 20.30 Uhr (Ortszeit). Dieser Zeitpunkt ist als simulierter Starttermin angesetzt. Das Prozedere geht bis 33 Sekunden vor einem Start, um laut NASA reale Bedingungen zu simulieren, „einschließlich Szenarien, bei denen ein Start wegen technischer oder wetterbedingter Probleme abgebrochen werden könnte.“
In dieser Zeit werden alle für den Start notwendigen Vorgänge durchgeführt, inklusive dem Betanken des SLS, der Durchführung eines Start-Countdowns und dem Entleeren der Tanks, um einen Startabbruch zu üben. Lediglich die Besatzung wird nicht an dem Test teilnehmen. Ihre Aufgaben, unter anderem die Luken des Orion-Raumschiffs zu schließen, werden einige NASA-Mitarbeiter übernehmen.
Die NASA will einen Starttermin nach einem erfolgreichen Wet Dress Rehearsal und einer Auswertung der Daten festlegen. Der früheste Termin für einen Start der Artemis-2-Mission ist der 6. März.
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Die zehntägige Artemis-2-Mission soll erstmals nach über 50 Jahren wieder Menschen zum Mond bringen. Allerdings werden Victor Glover, Jeremy Hansen, Christina Koch und Reid Wiseman diesen nur umrunden. Als Test flog im Dezember 2022 die unbemannte Mission Artemis 1 um den Mond. Eine Landung auf dem Erdtrabanten ist im Rahmen der Mission Artemis 3 geplant, die voraussichtlich 2028 starten wird.
(wpl)
Künstliche Intelligenz
Neues 3D-Druckverfahren ist schnell und präzise
3D-Druck kann ein langwieriges Geschäft sein: Ein Werkstück wird Schicht für Schicht aufgebaut. Ein Team aus China hat nun ein 3D-Druck-Verfahren entwickelt, bei dem ein Werkstück nach Angaben der Entwickler in Sekundenschnelle komplett aufgebaut werden kann.
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Digital Incoherent Synthesis of Holographic Light Fields (DISH) nennt das Team um Xukang Wang, Yuanzhu Ma und Yihan Niu von der renommierten Tsinghua University in Peking das Verfahren. Damit ließen sich Objekte im Millimeterbereich mit einer Auflösung von etwa 19 Mikrometern in nur 0,6 Sekunden drucken, berichtet das Team in der Fachzeitschrift Nature.
Das Verfahren ähnelt der Stereolithografie, bei der ein Harz durch Licht ausgehärtet wird. Allerdings handelt es sich um ein volumetrisches Verfahren. Hierbei wird ein Werkstück nicht schichtweise aufgebaut. Stattdessen wird ein Licht aus verschiedenen Winkeln in das Harz projiziert, sodass das Werkstück als Ganzes erstellt wird.
Der Laser rotiert um das Harz
Das Tsinghua-Team nutzt zum Belichten einen kohärenten Laser mit einer Wellenlänge von 405 Nanometern, der durch ein digitales Mikrospiegelsystem mit einer Frequenz von 17 Kilohertz moduliert wird. Ein Periskopsystem, das bis zu zehn Mal pro Sekunde um den Harzbehälter rotiert, lenkt die Laserstrahlen in das Harz. So wird ein Muster in das Harz projiziert, damit in der richtigen Tiefe die Lichtenergie ankommt, die nötig ist, um das Harz zu härten.
DISH ist nicht das erste volumetrische 3D-Druck-Verfahren. Bei bisherigen Ansätzen wie der Computed Axial Lithography müssen jedoch Zugeständnisse bei der Präzision oder bei der Druckgeschwindigkeit gemacht werden.
Der Harzbehälter wird gedreht
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Die volumetrischen Verfahren erfordern, dass der Behälter mit dem Harz gedreht wird. Wird der Behälter zu schnell gedreht, kann das zu Vibrationen oder Bewegungen im Harz und damit zu Ungenauigkeiten beim Druck führen. Für langsame Drehungen ist ein sehr viskoses, also zähflüssiges Harz nötig, um die Positionsstabilität bei langsameren Belichtungen zu erhalten.
Das Team hat zudem gezeigt, dass sich mit dem DISH-Verfahren Objekte aus verschiedenen Materialien aufbauen lassen: Neben Harzen mit unterschiedlicher Viskosität druckten die Forscher auch mit biobasierten Hydrogelen wie Gelatinemethacrylat (GelMA) und Seidenfibroinmethacrylat (SilMA).
Anwendungen für ihr Verfahren sehen die Forscher beispielsweise in der Medizin oder in der Robotik. Langfristig soll es sich auch für den Einsatz in der Industrie eignen.
(wpl)
Künstliche Intelligenz
Russland verabschiedet Gesetz zur Mobilfunkabschaltung
Russland weitet die Kontrolle über das Internet erheblich aus und erlaubt nun auf Forderung des Inlandsgeheimdienstes FSB die Abschaltung des Mobilfunks. Die Staatsduma in Moskau verabschiedete in einem Eilverfahren in zweiter und dritter Lesung eine Änderung des Kommunikationsgesetzes, das Mobilfunkbetreiber verpflichtet, auf Verlangen des FSB Mobilfunkverbindungen und stationäres Internet zu sperren.
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Mobilfunkanbieter aus der Verantwortung genommen
Medien zufolge verschwand im letztlich verabschiedeten Text unter anderem eine Formulierung, nach der solche Entscheidungen zum Schutz der Bürger und des Staates vor Sicherheitsbedrohungen getroffen werden. Vielmehr lege die Führung nun selbst die Gründe fest. Damit könnte etwa Präsident Wladimir Putin selbst die Abschaltung des Internets im ganzen Land oder einer Region verfügen, berichteten Medien.
Die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass meldete, dass mit den Änderungen vor allem auch Mobilfunkanbieter aus der Verantwortung genommen werden, wenn etwa Kunden sich über die Sperren beklagen. Schon bisher wird der Mobilfunk zum Beispiel bei Drohnengefahr durch ukrainische Gegenangriffe im russischen Angriffskrieg etwa in der Nähe von Flughäfen immer wieder abgeschaltet.
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Kremlchef Putin muss das Gesetz noch unterzeichnen, was als Formalie gilt – dann tritt es laut Tass zehn Tage nach Veröffentlichung in Kraft. Unter Putin, der selbst einmal Geheimdienstchef war, sind die Vollmachten des FSB stark ausgeweitet worden. Besonders gefürchtet bei Bürgern ist die Überwachung durch den Geheimdienst im Internet – etwa bei kriegskritischen Posts in sozialen Netzwerken. Die russischen Behörden haben Tausende Internetseiten gesperrt.
(afl)
Künstliche Intelligenz
Nach Druck aus Hollywood: ByteDance setzt Seedance 2.0 Grenzen
ByteDance gibt dem Druck aus Hollywood nach. Der chinesische Konzern will Änderungen an seinem KI-Videogenerierungsmodell vornehmen, damit dieses keine urheberrechtlich geschützten Inhalte mehr erzeugen kann.
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Seedance 2.0 soll zukünftig nicht mehr für die Generierung von Videos verwendet werden können, in denen durch das Urheberrecht geschützte Charaktere und prominente Personen vorkommen. Das geht aus einer Stellungnahme von ByteDance hervor, die dem US-Fernsehsender CNBC vorliegt. ByteDance ergreife Maßnahmen, um eine unerlaubte Nutzung von geistigem Eigentum und Abbildungen zu verhindern, erklärte ein Sprecher des chinesischen Konzerns. Wie dies technisch vonstatten gehen soll, ließ ByteDance offen.
Erst am Wochenende hatten Hollywood-Unternehmen wie Disney und Paramount Skydance dem TikTok-Eigentümer Abmahnungen zukommen lassen, nachdem mit Seedance 2.0 KI-generierte Videoclips im Internet kursiert waren, die Figuren aus „Star Wars“ oder dem Marvel-Universum enthielten. Für besonderes Aufsehen hatte auch ein Video gesorgt, das eine realistische Kampfszene zwischen den Hollywood-Schauspielern Brad Pitt und Tom Cruise auf einem Hausdach zeigte.
Disney wirft ByteDance in seiner Abmahnung vor, dass Seedance 2.0 eine mutmaßlich raubkopierte Bibliothek aus urheberrechtlich geschützten Charakteren enthalte, die Gemeinfreiheit suggeriere.
Auch Branchenverband forderte Unterlassung
Bereits am vergangenen Donnerstag hatte die Motion Picture Association (MPA) scharfe Kritik an ByteDance geäußert. Der Branchenverband, der große Hollywood-Studios wie Netflix, Paramount Skydance, Sony, Universal, Warner Bros. Discovery und Disney vertritt, forderte den chinesischen Konzern im Rahmen einer öffentlichen Stellungnahme auf, die „urheberrechtsverletzenden Aktivitäten“ sofort einzustellen.
„Innerhalb eines einzigen Tages hat der chinesische KI-Dienst Seedance 2.0 in großem Umfang urheberrechtlich geschützte Werke aus den USA unerlaubt verwendet“, sagte Charles Rivkin, Vorsitzender und CEO der MPA, in der Stellungnahme.
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(rah)
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