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Neue NAND-Fabrik: Micron baut in Singapur für 24 Mrd. USD die Kapazität aus
Microns Fabrik-Ausbauprogramme kennen kein Ende. Nach dem Baustart in den USA ist nun Singapur an der Reihe. Wie üblich wird es aber dauern, auch die Investitionssumme von 24 Milliarden US-Dollar wird über zehn Jahre gestreckt sein. Der erste Ausstoß soll aber wenn möglich schon Ende 2028 erfolgen.
Nicht nur DRAM ist im AI-Zeitalter knapp, das direkt mitschwimmende Thema ist Massenspeicher – so wird auch NAND ein knappes und teures Gut. Während sich die Kapazitätserweiterungen der großen Speicherhersteller zuletzt aber eher auf DRAM mit den Zugpferden HBM, DDR5 und LPDDR5X fokussierten, geht Micron das Thema NAND nun explizit an.
Für 24 Milliarden US-Dollar – der Anteil des Zuschusses durch Singapur ist nicht benannt worden – will Micron seine Reinraumkapazitäten in Singapur um 700.000 square feet, umgerechnet rund 65.000 m², erweitern. Das ist jedoch das finale Ziel des Ausbaus, zum Start Ende 2028 dürfte es etwas kleiner losgehen. Wichtig ist Micron dabei aber zu vermitteln, dass es schon Ende 2028 losgehen kann. Das neue Fabrikgebäude entsteht quasi direkt neben dem Bau, der erst im letzten Jahr fast zur gleichen Zeit bekannt gegeben wurde: Ein HBM-Packaging-Komplex für 7 Milliarden US-Dollar.
Ein kleckerweiser Bau ist bei Micron nichts Neues. Viele der zuletzt genannten riesigen Summen für Fabrikerweiterungen und dem Kapazitätsausbau sind nicht nur über Jahre gestreckt, sondern gar Jahrzehnte. Sind es in Singapur nun zehn Jahre, wurde in den USA Mitte Januar dieses Jahres endlich der Grundstein für den Mega-Campus in Clay im Bundesstaat New York gelegt. Dort investiert Micron das Vierfache, will so am Ende auch vier Fabriken dort platzieren. Das Zeitfenster hier: 20+ Jahre. Auch aus Clay sollen jedoch schon früher die ersten Chips kommen, im Idealfall DRAM ab Ende 2027.
Der Stadtstaat Singapur freut sich indes. Zu den 1.400 zusätzlich geschaffenen Stellen vor einem Jahr kommen nun noch einmal 1.600 hinzu. Und während dann 3.000 Angestellte bei Micron direkt arbeiten, schaffen Fabriken dieses Ausmaßes noch viele weitere tausende oder gar zehntausende Stellen im Zulieferumfeld und Ökosystem herum.